Frage von Cansin Köktürk (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2980)
Teil von Protokoll der 46. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Cansin Köktürk (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2980)
Plant die Bundesregierung, angesichts von Studien zu überdurchschnittlicher psychischer Belastung, Einsamkeit und Ohnmachtsgefühlen, worunter Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden (vergleiche www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/therapie-kinder-psychologie-100.html und www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/mai/die-einsamkeit-junger-menschen-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie), Gesetzesinitiativen und Maßnahmen für die Verbesserung der psychischen Versorgung von Minderjährigen im Jahr 2026, und, wenn ja, welche (bitte auflisten nach Haushaltstitel und Budget)?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Brand:
Probleme in der Familie, Einsamkeit, Leistungsdruck, massiver Medienkonsum oder wirtschaftliche Notlagen: es sind viele Ursachen, die die psychische Gesundheit junger Menschen belasten können. Deswegen ist die Stärkung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eines der vordringlichen Ziele der Bundesregierung.
Im Koalitionsvertrag ist dafür eine Strategie „Mentale Gesundheit für junge Menschen“ verankert. Die Schwerpunkte sollen auf Prävention und Früherkennung psychischer Erkrankungen liegen – durch Aufklärung und niedrigschwellige Beratung von Eltern sowie Fortbildung von Fachkräften. Ziel der Bundesregierung ist es, die Bereiche Bildung, Jugendhilfe und Gesundheit besser miteinander zu verzahnen.
Die Strategie wird derzeit erarbeitet. Ziel ist, im Jahr 2026 erste konkrete Schritte zu erreichen. Dazu werden wir sowohl weitere Ressorts als auch die Zivilgesellschaft eng einbeziehen.
Auch die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ wird sich mit den gesundheitlichen Folgen von Medienkonsum und der Stärkung von Medienkompetenz auseinandersetzen.
Relationen
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