Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Text
Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1618
21. Wahlperiode 11.09.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Anja Reinalter, Denise Loop, Dr. Kirsten-Kappert-Gonther,
Misbah Khan, Ulle Schauws, Nyke Slawik, Linda Heitmann, Johannes Wagner
und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden zunehmend unter psychischen
Problemen. Schon vor der COVID-19-Pandemie nahm die Zahl der
diagnostizierten Depressionen in dieser Altersgruppe deutlich zu (www.uke.de/
klinikeninstitute/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatrie-psychotherapie-und-psychosom
atik/forschung/arbeitsgruppen/child-public-health/forschung/copsy-studi
e.html). Während der Schulschließungen in den Corona-Lockdowns verschärfte
sich die Lage weiter: Im Winter 2021/2022 berichtete fast die Hälfte der 7- bis
22-Jährigen von einer verminderten Lebensqualität, 30 Prozent litten unter
Angstsymptomen, 39 Prozent fühlten sich einsam.
Inzwischen geht es Kindern und Jugendlichen zwar psychisch wieder besser –
aber immer noch deutlich schlechter als vor der Pandemie. So war der Anteil
einsamer junger Menschen im Jahr 2024 rund 50 Prozent höher als vor der
Krise (Kaman A. u. a. [2025]: Psychische Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen in Zeiten globaler Krisen). Auch das Schulbarometer 2024 zeigt: Mehr
als jeder vierte Schüler oder jede vierte Schülerin gab an, eine geringe
Lebensqualität zu haben (Jude N. u. a. [2024]: Deutsches Schulbarometer: Befragung
Schüler:innen). Die Zahl insbesondere der Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren
mit Essstörung, die sich in klinische Behandlung begeben müssen, ist
nachweislich stark gestiegen in den letzten Jahren. (vgl. www.ndr.de/nachrichten/ni
edersachsen/Magersucht-Bulimie-Binge-Eating-Zahl-der-Essstoerungen-gestie
gen,essstoerung156.html)
Das Problem von psychischen Problemen insbesondere unter jungen Menschen
beschränkt sich nicht auf Deutschland. Die internationale Lancet Psychiatry
Commission on Youth Mental Health spricht inzwischen von einer „globalen
Krise der psychischen Gesundheit junger Menschen“. Die Ursachen seien
vielfältig und reichten von der COVID-19-Pandemie über globale Megatrends wie
den Klimawandel bis hin zu unregulierten sozialen Medien (McGorry P. D.
[2024]: The Lancet Psychiatry Commission on Youth Mental Health – Policy
Brief). Die Bundesschülerkonferenz, die die Interessen von mehr als 7,5
Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland vertritt, greift diese Problematik
in ihrer Kampagne „Uns geht’s gut?“ auf.
Die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist mit
besonderen Herausforderungen verbunden. Schwer psychisch kranke Kinder
und Jugendliche leiden nicht nur unter den direkten Symptomen ihrer
Krankheit, sie sind häufig auch nicht selbst in der Lage, geeignete Hilfen in Anspruch
zu nehmen oder überhaupt zu finden. Erschwerend kommt hinzu, dass
bestehende Hilfsangebote innerhalb der unterschiedlichen Strukturen angeboten und
dadurch teils unübersichtlich werden. Sie sind zudem auch nicht überall in
Deutschland immer verfügbar, ausreichend ausgestattet und gut zu erreichen.
(vgl. www.g-ba.de/downloads/17-98-5911/250611_G-BA_Geschaeftsbericht_2
024_BF.pdf)
Die Zunahme psychischer Belastungen bei jungen Menschen hat langfristige
Folgen für das Gesundheitswesen, die Wirtschaft und die Demokratie.
Psychische Erkrankungen können, wenn sie nicht frühzeitig behandelt werden,
lebenslang negative Folgen haben. Im Jahr 2023 beliefen sich die Kosten
psychischer Erkrankungen im Gesundheitswesen auf 63,3 Mrd. Euro (www.destati
s.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_293_236.htm). Prognosen
gehen von einer weiteren Steigerung kassenärztlicher Leistungen im Bereich
Psychotherapie bis 2030 um 23 Prozent aus (www.aerzteblatt.de/news/zi-inans
pruchnahme-vertragsaerztlicher-leistungen-wird-ansteigen-96d95dcc-1b7b-4ad
3-880a-753b60b133b6). Psychische Erkrankungen sind zudem in knapp
15 Prozent aller Krankmeldungen und in 42 Prozent der Fälle von
Frühverrentungen die Ursache (DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) e. V. [2024]: Basisdaten
Psychische Erkrankungen). Aus Sicht der Fragesteller stellen die aktuell
übergreifenden Krisen ernsthafte Bedrohungen für die seelische Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen in Deutschland dar.
Während der COVID-19-Pandemie haben Kinder und Jugendliche aus
Solidarität mit gefährdeten, meist älteren Gruppen massive, politisch angeordnete
Einschränkungen ihres Lebens mitgetragen und damit wesentlich dazu
beigetragen, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen. Aus Sicht der
Fragesteller trägt die Bundesregierung deshalb eine besondere Verantwortung, die
Folgen der Pandemie für die psychische Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen umgehend mit konkreten Schritten abzufedern.
Wir fragen die Bundesregierung
1. Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die
Häufigkeit psychischer Krankheiten sowie die gesundheitsbezogene
Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen nachhaltig auf das Niveau vor der
COVID-19-Pandemie zu bringen?
2. Welchen Zeitplan sieht die Bundesregierung für die geplante Strategie
„Mentale Gesundheit für junge Menschen“ (Koalitionsvertrag zwischen
CDU, CSU und SPD, S. 101) vor, und wird das Bundesministerium für
Bildung, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hier federführend
sein?
3. Auf welche Rechtsbereiche beziehen sich die geplanten
Experimentierklauseln bei der Strategie „Mentale Gesundheit für junge Menschen“
(Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, S. 101), und für welche
Zwecke sollen diese genau ermöglicht werden?
4. Wie bezieht die Bundesregierung die Expertise junger Menschen,
vertreten etwa durch die Bundesschülerkonferenz oder den Deutschen
Bundesjugendring, konkret in die Ausarbeitung der Strategie „Mentale
Gesundheit für junge Menschen“ mit ein?
5. Wie bezieht die Bundesregierung die Expertise der Wissenschaft und
weiterer Stakeholder konkret in die Ausarbeitung der Strategie „Mentale
Gesundheit für junge Menschen“ mit ein?
6. Inwiefern fanden bereits Gespräche mit den Ländern insbesondere, aber
nicht nur, im Hinblick auf den angekündigten Fokus auf „Fortbildung von
Pädagogen und Fachkräften“ der Strategie (ebd.) statt?
7. Wie berücksichtigt die Bundesregierung in der Strategie „Mentale
Gesundheit für junge Menschen“ den Jugendmedienschutz (z. B.
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), Jugendschutzgesetz), um den
besonderen Risiken digitaler Medien für die psychische Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen zu begegnen, und werden gesetzliche
Änderungen Teil der Strategie sein?
8. Welche Rolle spielen die drei Säulen des Startchancen-Programms zur
Verbesserung der mentalen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern?
a) Wie ist der Zeitplan zur von der Koalition aus CDU, CSU und SPD
angekündigten Ausweitung und Weiterentwicklung des Programms
(siehe Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, S. 101), und
inwiefern fanden hierzu schon Gespräche mit den Ländern statt?
b) Auf wie viele Schulen soll das Programm ausgeweitet werden?
c) Inwiefern soll die angekündigte Weiterentwicklung des Programms
auch Aspekte zur Förderung der mentalen Gesundheit
berücksichtigen?
9. Plant die Bundesregierung, über das Startchancen-Programm hinaus
Förderprogramme aufzusetzen, die die Finanzierung von
Schulsozialarbeiterstellen und schulpsychologischen Angeboten ermöglichen?
10. Liegen der Bundesregierung Zahlen über den Schlüssel von
Schulsozialarbeiterin bzw. Schulsozialarbeiter und Schulpsychologin bzw.
Schulpsychologe pro Schüler vor (gerechnet in Vollzeitäquivalenten)?
a) Wenn ja, wie lauten die Zahlen (bitte nach Schulsozialarbeiterin bzw.
Schulsozialarbeiter und Schulpsychologin bzw. Schulpsychologe
sowie nach Bundesländern aufschlüsseln)?
b) Wenn nein, wie plant die Bundesregierung, sich einen Überblick über
die Versorgungslage zu verschaffen?
11. Welcher Schlüssel an Schulpsychologin bzw. Schulpsychologe pro
Schüler bzw. an Sozialarbeiterin bzw. Schulsozialarbeiter pro Schülerin bzw.
Schüler betrachtet die Bundesregierung als ideal (gerechnet in
Vollzeitäquivalenten)?
12. Wie bewertet die Bundesregierung das Programm „Mental Health
Coaches“ an Schulen, auf welcher Grundlage erfolgt diese Bewertung, und
welche Schlüsse zieht die Bundesregierung aus der Evaluation des
Programms?
13. In welchem Umfang plant die Bundesregierung, das Programm „Mental
Health Coaches“ über das Haushaltsjahr 2025 hinaus fortzuführen, und
welche Mittel sind dafür in den kommenden Haushaltsjahren vorgesehen?
14. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Wartezeiten auf therapeutische
Hilfe für Kinder und Jugendliche zu verkürzen – speziell auch bei
Essstörungen –, und wie werden die Mental Health Coaches dabei als Brücke ins
reguläre Hilfesystem genutzt?
15. Welche begleitenden außerschulischen Maßnahmen (z. B. in den
Bereichen Bewegung und Kultur) sind 2025 vorgesehen, um die Wirksamkeit
des Programms „Mental Health Coaches“ zu erhöhen?
16. Welche Rolle spielen die Mental Health Coaches im Gesamtkonzept der
Bundesregierung zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern
und Jugendlichen?
17. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung über die Strategie
„Mentale Gesundheit für junge Menschen“ hinaus, um mehr Sichtbarkeit für die
bei Kindern und Jugendlichen weitverbreiteten Krankheitsbilder wie
Depression, Angststörung oder Anorexia nervosa zu schaffen?
18. Was bedeutet konkret das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung
formulierte Ziel, die Resilienz von Kindern und Jugendlichen zu stärken
(S. 112), und welche Schritte hat die Bundesregierung bislang eingeleitet,
um dieses Ziel zu erreichen?
19. Welchen Stellenwert misst die Bundesregierung der Prävention
psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen bei, um der in der
Vorbemerkung der Fragesteller benannten Krise der psychischen Gesundheit
junger Menschen entgegenzuwirken?
20. Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um der
Entstehung psychischer Erkrankungen und auch Suchterkrankungen
(insbesondere in Bezug auf Alkohol und Tabak) im Kindes- und Jugendalter
präventiv entgegenzuwirken?
21. Wie ist die Finanzierung niedrigschwelliger Unterstützungsangebote für
Kinder und Jugendliche mit psychischen Belastungen – wie etwa
„Krisenchat“ oder die „Nummer gegen Kummer“ – im Rahmen des Kinder- und
Jugendplans (KJP) gesichert, und plant die Bundesregierung die
Verstetigung sowie den Ausbau vergleichbarer Projekte?
22. Welche Rolle misst die Bundesregierung dem unregulierten Gebrauch
sozialer Medien bei der Entstehung der in der Vorbemerkung der
Fragesteller beschriebenen Krise der psychischen Gesundheit junger Menschen zu?
23. Welche Chancen sieht die Bundesregierung in der Nutzung sozialer
Medien durch Kinder und Jugendliche, insbesondere im Hinblick auf soziale
Teilhabe und Bildung?
24. Wie bewertet die Bundesregierung das Diskussionspapier
„Jugendmedienschutz“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina (www.l
eopoldina.org/fileadmin/redaktion/Publikationen/Diskussionen/2025_Disk
ussionspapier_Soziale_Medien.pdf), und welche Schlüsse zieht sie
daraus?
25. Wie ist der Stand bezüglich der im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU
und SPD angekündigten Expertenkommission „um eine Strategie ‚Kinder
und Jugendschutz in der digitalen Welt‘ zu erarbeiten und die Umsetzung
ressort- und Ebenen übergreifend zu begleiten“ (Koalitionsvertrag
zwischen CDU, CSU und SPD, S. 100)?
a) Welche Expertinnen und Experten werden Teil dieser Kommission
sein?
b) Wird auch die Expertise junger Menschen, beispielsweise vertreten
durch die Bundesschülerkonferenz, einbezogen?
c) Was ist der konkrete Arbeitsauftrag der Kommission und der genaue
Zeitplan?
26. Plant die Bundesregierung die Einführung einer gesetzlichen
Altersbegrenzung für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche,
und wenn nein, warum nicht?
27. Welche technischen oder regulatorischen Möglichkeiten sieht die
Bundesregierung, um das Alter der Nutzenden von sozialen Medien zuverlässig,
datenschutzkonform und sicher zu prüfen, ohne zudem unerwünschte
Ausgrenzung zu schaffen?
28. Welche technischen und regulatorischen Möglichkeiten sieht die
Bundesregierung, um auch jenseits sozialer Netzwerke Jugendschutz im Internet
besser sicherstellen zu können (z. B. in Bezug auf den Onlinekauf von
Alkohol und Tabakprodukten, die Teilnahme an Glücksspiel oder die
Prävention von Verschuldung)?
29. Wie ist der aktuelle Stand der Prüfung durch das Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) des von NACOA e. V.
und KidKit (Drogenhilfe Köln) entwickelten Konzepts zur Einrichtung
einer Onlineberatungsplattform für Kinder psychisch und suchtkranker
Eltern, und wann ist mit einer Entscheidung über die Förderung zu rechnen?
30. Welche konkreten Maßnahmen werden durch die Bundesregierung in
Deutschland oder auch im Rahmen europaweiter Initiativen ergriffen, um
Kinder und Jugendliche vor suchtähnlichem Nutzungsverhalten bei
sozialen Medien, Games oder Plattformen mit Glücksspielelementen wie
Lootboxen zu schützen?
31. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Einfluss von
Designelementen digitaler Plattformen (z. B. unendlicher Newsfeed, In-App-
Käufe, permanente Erreichbarkeit) auf die psychische Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen bei, und wie soll hier regulatorisch oder
präventiv gegengesteuert werden?
32. Wie bewertet die Bundesregierung die Rolle selbstverstärkender
Algorithmen sowie von KI-basierten „Companions“ (Chatbots, die Beziehungen
zu Usern simulieren) im Hinblick auf die psychische Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen?
33. Welche Unterstützungsangebote sollen Eltern erhalten, um ihre Kinder im
pädagogischen Umgang mit digitalen Medien und deren Auswirkungen
auf Schlaf, Aufmerksamkeit und psychische Gesundheit besser begleiten
zu können?
34. Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die
psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus einkommensarmen
Familien zu stärken, und wie sollen diese in bestehende Hilfesysteme
integriert werden?
35. Welche Schritte unternimmt die Bundesregierung, um geflüchtete Kinder
und Jugendliche – insbesondere unbegleitete Minderjährige – in
bestehende Hilfesysteme wie Schulen, Jugendhilfe und Frühe Hilfen einzubinden,
damit ihre psychische Gesundheit gezielt gefördert wird?
36. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung zur Verbesserung der
Zusammenarbeit der kommunalen Hilfesysteme und relevanten
Sozialleistungsträger (z. B. Kinder- und Jugendhilfe, Suchthilfe, Öffentlicher
Gesundheitsdienst, Eingliederungshilfe) speziell zur Unterstützung von
Kindern und Jugendlichen mit psychisch erkrankten Eltern, und wie wird
dabei sichergestellt, dass die Perspektiven der betroffenen Familien
einbezogen werden?
37. Welcher Stand besteht aktuell bei der im Koalitionsvertrag zwischen
CDU, CSU und SPD (S. 99) angekündigten Aufstockung der
Bundesstiftung Frühe Hilfen sowie bei der modellhaften Erprobung einer
Ausweitung der Frühen Hilfen auf Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, die
die Bundesministerin für Bildung, Senioren, Frauen und Jugend, Karin
Prien, in der Ausschusssitzung am 18. August 2025 angekündigt hat?
38. Wie will die Bundesregierung die Entstigmatisierung von
Suchterkrankungen und psychischen Erkrankungen als Daueraufgabe etablieren, und
ist eine bundesweite Entstigmatisierungskampagne für Familien mit
psychisch und suchtkranken Elternteilen geplant?
39. Existiert bereits ein systematischer Evaluierungs- und Monitoringprozess
zur Umsetzung der 19 Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Kinder
psychisch- und suchtkranker Eltern“ (AG KpkE), und wenn nein, wann
plant die Bundesregierung, diesen Prozess einzurichten, und welche
konkreten Schritte sind vorgesehen, um die Umsetzung der Empfehlungen
interdisziplinär und interministeriell zu begleiten?
40. Wie bewertet die Bundesregierung die aktuelle Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen an persönlichen, gesellschaftlichen und politischen
Entscheidungsprozessen, insbesondere im Hinblick auf ihre tatsächliche
Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse und Entscheidungsergebnisse?
41. Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragesteller, dass
Partizipation von Kindern und Jugendlichen politisch gewollt, aktiv gestaltet und
finanziell unterstützt werden muss, und wenn ja, mit welchen konkreten
Maßnahmen plant sie die Förderung von Partizipationsmöglichkeiten
umzusetzen?
42. Welche Barrieren bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung für Kinder
und Jugendliche beim Zugang zu notwendigen Ressourcen für eine
wirksame Partizipation, und welche Schritte plant die Bundesregierung, um
diese Barrieren gezielt abzubauen?
43. Wie plant die Bundesregierung die absehbaren Folgen der gesteigerten
psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen für Arbeitsmarkt
und Volkswirtschaft abzufedern?
Berlin, den 2. September 2025
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
- asked ← Anja Reinalter (Kleine Anfrage)
- asked ← Denise Loop (Kleine Anfrage)
- asked ← Johannes Wagner (Kleine Anfrage)
- asked ← Kirsten Kappert-Gonther (Kleine Anfrage)
- asked ← Linda Heitmann (Kleine Anfrage)
- asked ← Misbah Khan (Kleine Anfrage)
- asked ← Nyke Slawik (Kleine Anfrage)
- asked ← Ulle Schauws (Kleine Anfrage)
- authored ← Anja Reinalter
- authored ← Denise Loop
- authored ← Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
- part_of_vorgang → Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (Kleine Anfrage)