Rede von Beatrix von Storch (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
Teil von Protokoll der 31. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 2: Erste Beratung des von den Abgeordneten Helge Limburg, Nyke Slawik, Dr. Till Steffen, weiteren Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten.
Das Protokoll 21/31 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 14.10.2025 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Beatrix von Storch (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Grünen wollen nun also sexuelle Identität im Grundgesetz verankern. Mit anderen Worten: Gender-Gaga soll jetzt Verfassungsrang bekommen. Gender, aber auch Klima und Migration, alles wollen die Grünen im Grundgesetz, in internationalen Verträgen, in EU-Verordnungen festschreiben, sodass wirklich niemand jemals irgendwas daran ändern kann. Der Plan, die Argumentation: Migration kann man nicht ändern wegen Europarecht, Klimapolitik kann man nicht ändern wegen Klima-Urteil, und – demnächst dann – Genderirrsinn kann man nicht ändern wegen Grundgesetz.
Selbst wenn 51 Prozent der Bürger AfD wählen, soll es immer noch 49 Geschlechter geben.
Die große Mehrheit der Bürger – und das wissen Sie hier alle – hasst Gendersterne und Schluckaufsprecher/-innen, und sie glaubt, nein, die Mehrheit weiß: Es gibt nur zwei Geschlechter.
Die sind objektiv real und kein Wunschkonzert. Männer, die rumheulen, weil man sie mit dem falschen Pronomen anspricht, sind übrigens auch nicht wehrtauglich. Aber das ist ein anderes Thema.
Wenn die Mehrheit demokratisch darüber entscheiden kann, dann wandert Ihr ganzes geliebtes Gender-Gaga in die Tonne. Deshalb wollen die Grünen Wahlen zwar nicht abschaffen, sie wollen sie aber irrelevant machen.
Denn warum noch Wahlen, wenn alles Nichtlinke verfassungs- oder europarechtswidrig ist!
Das Problem – und das ist mein wichtigster Punkt – sind aber nicht die Grünen;
sie sind eine schrumpfende Minderheit auf dem absteigenden Ast,
und das ist auch gut so.
Das Problem ist die Union. Denn es sind die Wüsts, die Wegners und die Günthers dieser Republik, die das Gender-Gaga mit den Grünen zusammen ins Grundgesetz schreiben wollen und werden, wenn sie können. Im Bundesrat – wir haben es schon gehört – haben sie dafürgestimmt. Ohne diese pseudobürgerlichen Mehrheitsbeschaffer für links-grüne Politik
würde die nie eine Mehrheit haben.
Wer eine andere Politik will, die ganz sicher Gender-Gaga in den Mülleimer, gerne in die Biotonne, schiebt und nicht ins Grundgesetz, dem bleibt nur die AfD.
Relationen
- part_of → Protokoll der 31. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 - Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
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