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Schriftliche Frage 55 von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Maßnahmen prüft die Bundesregierung zur Vorbereitung auf einen ungewöhnlich hohen Verbrauch oder unvorhergesehene Einschränkungen der…

dip / schriftliche_frage 31.07.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 55 von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Maßnahmen prüft die Bundesregierung zur Vorbereitung auf einen ungewöhnlich hohen Verbrauch oder unvorhergesehene Einschränkungen der… Frage 55 (Michael Kellner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Maßnahmen prüft die Bundesregierung zur Vorbereitung auf einen ungewöhnlich hohen Verbrauch oder unvorhergesehene Einschränkungen der Gasversorgung im nächsten Winter vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Füllstand der deutschen Gasspeicher derzeit niedriger liegt als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen zu diesem Zeitpunkt im Jahr gemessen (www.berl iner-zeitung.de/article/betreiber-schlagen-alarm-d eutsche-gasspeicher-so-leer-wie-seit-15-jahren-ni cht-mehr-10219403), und welche Schlüsse zieht die Bundesregierung daraus bezüglich der Kostenrisiken des Energieträgers Gas in der Wärmeversorgung unseres Landes? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 29. Juli 2026: Die Wintervorsorge liegt in der Verantwortung der Händler, Lieferanten und Versorger, die ihre privaten, vertraglichen Lieferverpflichtungen gegenüber ihren Kunden gegen Preis- und Mengenrisiken absichern müssen. Dazu stehen ihnen neben Speichern eben auch Importverträge (Pipeline und Flüssigerdgas oder Liquefied Natural Gas/LNG) sowie Termingeschäfte und der Spotmarkt zur Verfügung. Darüber hinaus hat Deutschland in den letzten Jahren durch den Aufbau der LNG- Importinfrastruktur zusätzliche Flexibilität gewonnen, wodurch der Speicherbedarf gesunken ist. Zudem ist der Gasverbrauch in Deutschland allgemein zurückgegangen. Unter Berücksichtigung dieser neuen Flexibilitäten sind die deutschen und europäischen Gasspeicher jahreszeitgemäß gefüllt Aktuell sind etwa 74 Prozent der deutschen Speicherkapazitäten für den nächsten Winter von Gashändlern gebucht. Der Füllstand lag am 28. Juli bei 46,19 Prozent, sodass der im Energiewirtschaftsgesetz angestrebte durchschnittliche Füllstand von 70 Prozent erreicht werden kann. Die Bundesregierung beobachtet zur Sicherstellung der Versorgung im kommenden Winter die Lage kontinuierlich und befindet sich dazu im Austausch mit den Ländern und der Gaswirtschaft. Ausreichende Gasmengen sind nach derzeitiger Einschätzung auch für den kommenden Winter auf dem globalen Gasmarkt verfügbar. Der Preis für Gas bildet sich marktlich in Abhängigkeit zahlreicher Faktoren, wie unter anderem der Mengenverfügbarkeit Eine Abschätzung des Preisniveaus für den kommenden Winter ist daher derzeit nicht möglich. Veränderte Marktpreise wirken sich dabei auch nicht 1:1 auf Endkunden aus, da langfristige Verträge oder bereits getätigte Absicherungsgeschäfte von Versorgern die Auswirkungen von Preissteigerungen dämpfen.

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