Schriftliche Frage 105 von Schahina Gambir (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Informationen hat die Bundesregierungen über die Zahl der Menschen, die jährlich an den Folgen von Hunger und Mangelernährung sterben…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Schriftliche Frage 105 von Schahina Gambir (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Informationen hat die Bundesregierungen über die Zahl der Menschen, die jährlich an den Folgen von Hunger und Mangelernährung sterben…
Frage 105 (Schahina Gambir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Informationen hat die Bundesregierungen über die Zahl der Menschen, die jährlich an den Folgen von Hunger und Mangelernährung sterben und setzt sich die Bundesregierung dafür ein, dass diese Zahlen zusammen mit den „Hungerzahlen“ im Rahmen des Jahresberichtes der Welternährungsorganisation FAO („The State of Food Security and Nutrition in the World“: www.fao.org/pu blications/fao-flagship-publications/the-state-of-f ood-security-and-nutrition-in-the-world/en) als bedeutender Indikator mit erhoben werden?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler vom 22. Juli 2026:
Der Bundesregierung sind keine globalen Schätzungen bekannt, die Sterblichkeit direkt mit Fehlernährung als Todesursache zusammenführen, vielmehr wirken sich sowohl Hunger als auch Fehlernährung häufig indirekt auf die Sterblichkeit aus. Der Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World“ (SOFI) wird jährlich gemeinsam von der FAO, IFAD, UNICEF, WFP und WHO veröffentlicht. Er liefert die wichtigsten Indikatoren des Nachhaltigkeitsziels (SDG) 2 der Vereinten Nationen. Die Bundesregierung engagiert sich dafür, die Datenlage zur Ernährung zu verbessern. So setzt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zusammen mit der Europäischen Kommission für die Aufnahme eines Indikators zur Messung der Ernährungsdiversität von Frauen im gebährfähigen Alter und Kindern in den Indikatorenkatalog von SDG 2 ein. 2025 wurde dieser Indikator offiziell übernommen; auch im SOFI wird zu Ernährungsdiversität berichtet. Darüber hinaus erhebt die FAO mit der Integrated Food Security Phase Classification den Schweregrad und das Ausmaß von akuter Fehlernährung in Krisenkontexten; die Erhebung dient als wichtige Datengrundlage für den Global Report on Food Crises. Das BMZ unterstützt unter anderem diese Initiative, um auch in Krisenkontexten evidenzbasiert reagieren zu können.
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