Schriftliche Frage 83 von Dr. Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zur Effizienzsteigerung von KI-Modellen und KI- Hardware, deren Bedeutung in der Abschlusserkläru…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 15. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.
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Schriftliche Frage 83 von Dr. Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zur Effizienzsteigerung von KI-Modellen und KI- Hardware, deren Bedeutung in der Abschlusserkläru…
Frage 83 (Dr. Anna Lührmann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zur Effizienzsteigerung von KI-Modellen und KI- Hardware, deren Bedeutung in der Abschlusserklärung des G7-Treffens der Digitalministerinnen und -minister am 28. und 29. Mai 2026 in Paris (www.gov.uk/government/publications/g7-digita l-and-technology-ministerial-declaration-29-may- 2026/g7-digital-and-technology-ministerial-declar ation-29-may-2026) herausgestellt wird, und lässt sich die dortige Forderung nach Effizienzsteigerungen in der digitalen Wertschöpfungskette mit der von der Bundesregierung geplanten Abschwächung von Effizienzstandards für Rechenzentren im Energieeffizienzgesetz vereinbaren, und wenn ja, wie?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Jarzombek vom 18. Juni 2026:
Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) können mit einem hohen Energieverbrauch einhergehen. Der Energieverbrauch hängt im Einzelnen aber von den konkreten Eigenschaften der KI-Modelle bzw. KI- Systeme und deren Einsatzmodi ab. So können algorithmische Neuerungen die KI-Modelleffizienz insgesamt erhöhen. Zugleich kann KI dazu dienen, effizientere digitale Lösungen zu entwickeln bzw. umzusetzen und damit den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Die Bundesregierung fördert in verschiedenen Projekten die Entwicklung effizienter KI durch Entwicklung neuer KI-Methoden oder Modifizierung bestehender KI- Methoden. Davon zu unterscheiden sind Vorgaben zur Energieeffizienz der Rechenzentrumsinfrastruktur. Der PUE-Wert misst das Verhältnis von Gesamtenergieverbrauch zum IT-Energieverbrauch eines Rechenzentrums. Bei einer stärkeren IT-Auslastung, wenn etwa viele Server betrieben oder vorhandene Server stärker ausgelastet werden, kann der PUE-Wert sinken. Dies hat Auswirkungen auf verschiedene Anbieter von Rechenzentrums-Infrastruktur. Mit der Novelle des Energieeffizienzgesetzes sollen Anforderungen an die Energieeffizienz der Rechenzentrums- Infrastruktur daher praxisnäher ausgestaltet werden. Ziel der Bundesregierung mit der Rechenzentrumsstrategie ist, die Rechenzentrumskapazitäten bis 2030 mindestens zu verdoppeln und die Kapazitäten für KI und High-Performance-Computing mindestens zu vervierfachen. Der regulatorische Rahmen sollte dieses Ziel flankieren, um Abhängigkeiten von Drittstaaten zu reduzieren. Gleichzeitig unterstreicht die Rechenzentrumsstrategie das Ziel der Bundesregierung, Deutschland als Standort für nachhaltige Rechenzentren zu stärken. Die Bundesregierung fördert darüber hinaus die Erforschung nachhaltiger Rechenzentrumstechnologien mit einem ganzheitlichen, sektorübergreifenden Ansatz. Dazu wird noch in diesem Jahr ein Förderaufruf zu nachhaltigen Rechenzentren veröffentlicht werden.
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