Schriftliche Frage 98 von Steffen Janich (AfD): Stellt die Neuwelt-Schraubenwurmfliege nach Einschätzung der Bundesregierung gegenwärtig eine Gefahr für in der Landwirtschaft tätige Person…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 15. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 98 von Steffen Janich (AfD): Stellt die Neuwelt-Schraubenwurmfliege nach Einschätzung der Bundesregierung gegenwärtig eine Gefahr für in der Landwirtschaft tätige Person…
Frage 98 (Steffen Janich, AfD):
Stellt die Neuwelt-Schraubenwurmfliege nach Einschätzung der Bundesregierung gegenwärtig eine Gefahr für in der Landwirtschaft tätige Personen und Rinder in Deutschland dar (vgl. www. msn.com/de-ch/nachrichten/other/neuwelt-schrau benwurmfliege-fleischfressender-parasit-bef%C3 %A4llt-kalb-in-texas-und-bedroht-us-viehbest%C 3%A4nde/ar-AA24OFXm?ocid=BingNewsSerp)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 15. Juni 2026:
Gemäß der vom Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), abgegebenen Einschätzung ist die Gefahr für Rinder in Deutschland ebenso wie die Gefahr für in der Landwirtschaft tätige Personen derzeit als vernachlässigbar einzustufen. Die zu den Schmeißfliegen gehörende Neuwelt-Schraubenwurmfliege (Cochliomyia hominivorax) kommt in Süd- und Mittelamerika vor. Außerhalb von Amerika wurde sie erstmals im Jahr 1988 in Libyen nachgewiesen und breitete sich dort schnell aus. Ihre erfolgreiche Eradikation gelang aber dort mit internationaler Hilfe innerhalb weniger Jahre. Näheres dazu kann unter dem Link https://pubmed.ncbi.nlm.nih.g ov/1600222/ eingesehen werden. Diese Fliegenart kann nach derzeitigem Wissen nicht in kühleren Regionen überwintern. Für den raschen Vollzug des Entwicklungszyklus sind Körpergewebe von warmblütigen Tieren und relativ hohe Temperaturen erforderlich, wie sie in tropischen und subtropischen Gebieten Amerikas vorherrschen. Der Transport lebender und gleichzeitig befallener Tiere von Süd- und Mittelamerika nach Europa wäre theoretisch eine Möglichkeit, wie Cochliomyia hominivorax nach Europa kommen könnte. Da solch ein Transport in der Regel länger als wenige Tage dauert und die klimatischen Bedingungen in Deutschland nicht denen Mittel- oder Südamerikas entsprechen, ist davon auszugehen, dass ein Eintrag und die Etablierung in Deutschland äußerst unwahrscheinlich ist.
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