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Schriftliche Frage 151 von Steffen Janich (AfD): Sind in Deutschland lebende Säugetiere einschließlich Meeressäugetiere nach Kenntnis der Bundesregierung durch eine Infektion mit dem Vogelg…

dip / schriftliche_frage 05.12.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 1. Dezember 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

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Schriftliche Frage 151 von Steffen Janich (AfD): Sind in Deutschland lebende Säugetiere einschließlich Meeressäugetiere nach Kenntnis der Bundesregierung durch eine Infektion mit dem Vogelg… Frage 151 (Steffen Janich, AfD): Sind in Deutschland lebende Säugetiere einschließlich Meeressäugetiere nach Kenntnis der Bundesregierung durch eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus bedroht, und wenn ja, welche Tierarten sind hiervon nach Kenntnis der Bundesregierung am meisten betroffen (www.gefluegeln ews.de/article/massives-see-elefantensterben-im-s udatlantik-vogelgrippe-vernichtet-fast-diehalfteder-weibchen-auf-sudgeorgien)? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 5. Dezember 2025: Gemäß der vom Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), abgegebenen Einschätzung ist derzeit nicht erkennbar, dass Populationen wildlebender Säugetiere in Deutschland oder Mitteleuropa von seuchenhaften Infektionen mit hochpathogenem aviären Influenzavirus (HPAIV) H5N1 bedroht sind. Die verfügbaren epidemiologischen Daten der letzten Jahre zeigen, dass es sich bei den bisherigen Nachweisen in wildlebenden Säugetieren überwiegend um vereinzelte, sporadische Ereignisse handelt, die vermutlich fast ausschließlich im Zusammenhang mit dem engen Kontakt infizierter Wildvögel, deren Ausscheidungen oder deren Umgebung stehen. Betroffen sind hierbei vor allem fakultative Aasfresser wie Fuchs, Marderhund, Waschbär und einzelne andere terrestrische Karnivoren, die regelmäßig Kontakt zu verendeten oder geschwächten Wildvögeln haben. Auch bei Meeressäugern, insbesondere Seehunden und Kegelrobben sind in der Vergangenheit in Deutschland nur einzelne, isolierte Fälle dokumentiert worden. Die verfügbaren pathologischen und virologischen Befunde sprechen auch hier für Nahrungsaufnahme als Infektionsweg, da sich diese Tiere opportunistisch von verendeten Vögeln ernähren. Hinweise auf eine anhaltende Übertragung innerhalb einer Säugetierpopulation, etwa über direkte Kontakte oder eine längerfristige Zirkulation des Virus in Säugetieren, liegen gegenwärtig für Deutschland nicht vor. Zudem sind keine Anzeichen für erhöhte Mortalitätsraten, gehäufte Erkrankungen oder andere epidemiologische Muster erkennbar, die auf eine eigenständige seuchenhafte Ausbreitung in wildlebenden Säugetieren in Deutschland hindeuten würden. Die bisher beobachteten Infektionen sind vielmehr als „epidemiologische Sackgassen“ zu bewerten, bei denen das Virus nach einmaliger Übertragung vom Vogel auf das Säugetier nicht weitergegeben wird. Aus Sicht des FLI besteht daher aktuell kein Hinweis auf eine Gefährdung ganzer Wildsäugerpopulationen durch HPAIV H5N1 in Deutschland. Gleichwohl wird die Situation im Rahmen der nationalen Tierseuchenüberwachung weiter engmaschig beobachtet, da insbesondere genetische Veränderungen des Virus potenziell neue Risiken mit sich bringen könnten.

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