Schriftliche Frage 69 von Andreas Bleck (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung, dass die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in Deutschland bereits zum achten Mal inf…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 1. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 69 von Andreas Bleck (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung, dass die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in Deutschland bereits zum achten Mal inf…
Frage 69 (Andreas Bleck, AfD):
Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung, dass die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in Deutschland bereits zum achten Mal infolge zurückgegangen und im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen ist (www.tag esschau.de/wirtschaft/konjunktur/investitionen-au sland-deutschland-100.html)?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Thomas Steffen vom 4. Juni 2026:
Eine aktuelle Auswertung von Ernst & Young zu angekündigten Direktinvestitionsprojekten ausländischer Unternehmen in Deutschland zeigt, dass im Jahr 2025 sowohl die Anzahl als auch das Volumen der angekündigten Neuansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen rückläufig waren. Auch in Europa insgesamt ging die Zahl der angekündigten Neuansiedlungs- und Erweiterungsprojekte ausländischer Unternehmen gegenüber dem Vorjahr zurück, wobei Deutschland das geringste Minus verzeichnete. Deutschland bleibt laut Ernst & Young weiterhin auf Platz 3 der Top- Investitionsziele in Europa. Gemäß den weiter gefassten Direktinvestitionsstatistiken der Deutschen Bundesbank (www.bundesbank.de/de/statis tiken/aussenwirtschaft/direktinvestitionen/direktinvestitionsstatistiken-8 0 4 078) sind die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen nach Deutschland im Jahr 2025 hingegen um rund 50 Prozent auf 86,1 Mrd. Euro gestiegen. Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Kearney deutet darauf hin, dass Deutschland als Ziel für ausländische Direktinvestitionen an Attraktivität gewonnen hat. Laut Kearney FDI Confidence Index (www.kearney.com/service/global-business-policy-council/foreign-direc t-investment-confidence-index) hat sich insbesondere der Ausblick auf die kommenden drei Jahre unter den befragten 500 Top-Managerinnen und -Managern internationaler Großunternehmen angesichts höherer Staats- und Konsumausgaben sowie der hohen Innovationskraft gegenüber 2025 verbessert. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort durch die Begrenzung von Lohnnebenkosten, den Abbau von steuerlichen Belastungen und die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur auch zukünftig zu sichern.
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