Schriftliche Frage 228 von Andreas Bleck (AfD): Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um mögliche Preissteigerungen bei Energie, Düngemitteln und Lebensmitteln infolge der aktuell…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Text
Schriftliche Frage 228 von Andreas Bleck (AfD): Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um mögliche Preissteigerungen bei Energie, Düngemitteln und Lebensmitteln infolge der aktuell…
Frage 228 (Andreas Bleck, AfD):
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um mögliche Preissteigerungen bei Energie, Düngemitteln und Lebensmitteln infolge der aktuellen geopolitischen Lage abzufedern und die Belastungen für Bürger in Deutschland zu begrenzen (www.agrarheute.com/markt/duengemittel/dueng erpreise-steigen-rekordtempo-landwirte-duengerp reisen-total-geschockt-639487)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 7. April 2026:
Die Bundesregierung hat die aktuellen Entwicklungen auf den unterschiedlichen Märkten, auch im Lebensmittel-, Energie- und Düngemittelbereich, laufend im Blick. Der Anstieg der Lebensmittelpreise in Deutschland in den letzten Jahren ist auf vielfältige Faktoren zurückzuführen. Hierbei spielt die Zunahme der Kosten in Produktion und Handel, unter anderem verursacht durch höhere Energie- und Logistikkosten, eine wichtige Rolle. So tragen auch globale Effekte wie der Klimawandel und gestörte Lieferketten zu einem Anstieg bei. Aus Sicht der Bundesregierung kommt dem Wettbewerb eine zentrale Rolle zu, da er dazu beiträgt, dass sich Preise in einzelnen Wirtschaftsbereichen in einem angemessenen Maß zur gesamtwirtschaftlichen Inflationsrate entwickeln. Aktuell können noch keine preissteigernden Effekte der jüngsten geopolitischen Lageveränderung auf die Lebensmittel-Verbraucherpreise festgestellt werden. Zu dieser Einschätzung kommt auch die „Taskforce Lebensmittelpreise“, die die Koalitionsfraktionen eingerichtet haben. Mit dem am 26. März 2026 vom Deutschen Bundestag und am 27. März 2026 vom Bundesrat beschlossenen Kraftstoffmaßnahmenpaket sollen die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht gestärkt und das Verfahren beim Bundeskartellamt im Nachgang zu Sektoruntersuchungen vereinfacht werden. Damit wird insbesondere der Wettbewerb im Kraftstoffbereich gestärkt. Diese Maßnahme kann mittelfristig auch einen Beitrag zur Kostensenkung in den Lebensmittelwertschöpfungsketten leisten.
Relationen
- asked ← Andreas Bleck (Schriftliche Frage)
- part_of → Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung