Schriftliche Frage 53 von Andreas Mayer (AfD): Welche Ziele im Blick auf konkrete Füllstände zum Beginn des Winters 2026/2027 verfolgt die Bundesregierung im Blick auf die Gasspeicher in…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 23. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 53 von Andreas Mayer (AfD): Welche Ziele im Blick auf konkrete Füllstände zum Beginn des Winters 2026/2027 verfolgt die Bundesregierung im Blick auf die Gasspeicher in…
Frage 53 (Andreas Mayer, AfD):
Welche Ziele im Blick auf konkrete Füllstände zum Beginn des Winters 2026/2027 verfolgt die Bundesregierung im Blick auf die Gasspeicher in Bierwang, Breitbrunn, Inzenham, Schmidhausen und Wolfersberg, und welche gesetzlichen bzw. regulatorischen Maßnahmen hält sie für notwendig oder erwägenswert, um diese Ziele zu erreichen?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 24. März 2026:
In Deutschland sind der Gasmarkt und insbesondere die Wintervorsorge grundsätzlich marktlich organisiert. Das bedeutet, dass Gashändler, - lieferanten und -versorger ihre Lieferverpflichtungen gegenüber Unternehmen und Verbrauchern über verschiedene Optionen absichern. Dazu gehören neben Verträgen zum Pipeline- oder LNG-Import auch kurzfristige Spotmarktkäufe und eben die Befüllung von Speichern. Das bleibt Aufgabe der Marktteilnehmer. Die Gasspeicherfüllstandsverordnung bestimmt für die in der Frage genannten Speicher folgende Füllstandsvorgaben: Stichtag: 1. 11. Stichtag: 1. 2. Bierwang 80 Prozent 40 Prozent Breitbrunn 80 Prozent 40 Prozent Inzenham 80 Prozent 40 Prozent Schmidhausen keine Vorgabe keine Vorgabe Wolfersberg 80 Prozent 40 Prozent Bei der Beurteilung der Versorgungssicherheitslage, insbesondere bei der Abwägung möglicher Maßnahmen ist jedoch nicht nur auf den Füllstand der Speicher abzustellen. Frühere Pipelineimporte aus Russland wurden zunehmend durch LNG-Importe ersetzt, während das europäische Gasnetz erfolgreich von Ost-West- auf West-Ost-Flüsse umgestellt wurde. Mittlerweile ersetzen die neuen LNG-Terminals einen Teil des Speicherbedarfs, da sie zusätzliche Flexibilität auch in den Wintermonaten schaffen. In Hinblick auf die Versorgungssicherheit im süddeutschen Raum muss zudem die Speichersituation in den österreichischen Speichern Haidach (betrieben von SEFE Storage und RAG Austria) und 7Fields (betrieben von Uniper Energy Storage und RAG Austria) mit einem Gesamtvolumen von 57,7 Terawattstunden herangezogen werden, da sie unmittelbar an das bayerische Fernleitungsnetz angeschlossen sind. Vor diesem Hintergrund plant die Bundesregierung grundsätzlich keine Maßnahmen zur Speicherbefüllung für die Wintervorsorge. Sie beobachtet jedoch die Befüllung der Gasspeicher seit 2022 durchgehend sehr genau. Zwar hat sich die Lage für die Buchung und Befüllung von Speichern durch die Preissteigerungen derzeit zugespitzt, aber für die Befüllung zum Winter 2026/2027 bleibt noch ausreichend Zeit. Diese beginnt üblicherweise erst im Mai/Juni. Um die deutschen Speicher vor dem nächsten Winter ausreichend zu befüllen, ist in den meisten Fällen die Befüllung ab Juli (Porenspeicher) bzw. September (Kavernenspeicher) ausreichend.
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