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Schriftliche Frage 72 von Rebecca Lenhard (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Quellen oder Studien liegen der Aussage des Bundesministers für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wil…

dip / schriftliche_frage 21.11.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 17. November 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

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Schriftliche Frage 72 von Rebecca Lenhard (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Quellen oder Studien liegen der Aussage des Bundesministers für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wil… Frage 72 (Rebecca Lenhard, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Quellen oder Studien liegen der Aussage des Bundesministers für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger zugrunde, wonach „zum ersten Mal (...) Maschinen den Menschen in dem, was uns bisher einzigartig machte“ übertreffen: „unsere Intelligenz“ (Rede des Bundesministers in der Pressekonferenz am 4. November 2025, https://bmds.bu nd.de/aktuelles/reden/detail/pressekonferenz-indu strial-ai-cloud-strengthening-europes-digital-sove reignty), und wie bewertet die Bundesregierung die Gefahr, dass nicht evidenzbasierte Darstellungen der Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz öffentliche Erwartungen und politische Prioritäten verzerren? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Jarzombek vom 18. November 2025: Nach Auffassung der Bundesregierung steht die Gesamtentwicklung der Technologie KI noch in einem sehr frühen Stadium und hat heute bereits spürbare Auswirkungen auf unser Leben. Diese werden sich mit fortschreitenden Fähigkeiten weiter intensivieren. Es ist durch zahlreiche Studien inzwischen erwiesen, dass KI in bestimmten Domänen bereits jetzt menschliche Intelligenz übertreffen kann. Die KI-Modelle sagen etwa in Neurowissenschaften Ergebnisse besser voraus als Menschen (www.nature.com/articles/s41562-024-020 46-9). Viele weitere Forschungsprojekte deuten auf Formen kreativintellektueller Leistungsfähigkeit von KI hin, die bisher den Menschen vorbehalten war. GDPval etwa, ein Benchmark zur praxisnahen Bewertung der Fähigkeiten von KI-Modellen, kommt zum Beispiel in einer Untersuchung zur Arbeitsqualität zu dem Ergebnis, dass KI-Modelle in knapp der Hälfte der Fälle gleich gute oder bessere Resultate als menschliche Experten liefern können. Ein generelles, umfassendes Übertreffen menschlicher Intelligenz über alle Bereiche hinweg gilt jedoch bisher als noch nicht erreicht und bleibt Gegenstand fundamentaler Forschung.

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