Schriftliche Frage 121 von Sonja Lemke (DIE LINKE): Wie sieht der Zeitplan für den Aufbau des Digital Commons European Digital Infrastructure Consortium (DC-EDIC) aus, und welche Rolle soll na…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 10. November 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.
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Schriftliche Frage 121 von Sonja Lemke (DIE LINKE): Wie sieht der Zeitplan für den Aufbau des Digital Commons European Digital Infrastructure Consortium (DC-EDIC) aus, und welche Rolle soll na…
Frage 121 (Sonja Lemke, Die Linke):
Wie sieht der Zeitplan für den Aufbau des Digital Commons European Digital Infrastructure Consortium (DC-EDIC) aus, und welche Rolle soll nach den Plänen der Bundesregierung das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) für die Arbeit des DC-EDIC spielen?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Jarzombek vom 11. November 2025:
Die Europäische Kommission hat am 29. Oktober 25 die Gründung des DC-EDIC genehmigt. Voraussichtlich am 11. Dezember 2025 findet die Gründungsveranstaltung des DC-EDIC in Den Haag statt. Für die Stelle des Direktors wurde in dieser Woche eine Ausschreibung mit Bewerbungsfrist 1. Dezember 2025 veröffentlicht. Gemäß den Statuten des DC-EDIC legt der Direktor innerhalb von sechs Monaten nach seiner Ernennung der Mitgliederversammlung des DC-EDIC in Absprache mit einem Ad-hoc-Ausschuss für die Umsetzungsstrategie einen Entwurf für eine Umsetzungsstrategie vor. Zusammen mit dem BMDS und der Sovereign Tech Agency GmbH vertritt das ZenDiS Deutschland im DC- EDIC und unterstützt dabei mit seiner Expertise im Bereich Open Source. Für das ZenDiS bedeutet die Arbeit im EDIC zudem, dass internationale Projekte, die aktuell schon laufen, in einem größeren EU-Rahmen durchgeführt werden können. Dazu gehören sogenannte „100-Tage- Challenges“, die gemeinsam mit Frankreich und den Niederlanden durchgeführt werden. Im Rahmen der Challenges wird gemeinsam an konkreten funktionalen Weiterentwicklungen von Open-Source- Projekten gearbeitet. Ein Beispiel hierfür ist die gemeinsam entwickelte Notizenapplikation Docs/Notes für kollaborative Informationserfassung. Alle gemeinsamen Entwicklungen fließen auf deutscher Seite in die Open Source-basierte Office- und Kollaborationssoftware openDesk (Pendant in Frankreich: La Suite) ein. Geplant ist für das DC-EDIC zudem die Beantragung von Mitteln aus dem Digital Europe Programme (DEP). An der Beantragung ist ZenDiS beteiligt.
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