polradar

Schriftliche Frage 58 von Raimond Scheirich (AfD): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die derzeitige Verfügbarkeit und Preisentwicklung des strategischen Metalls Rhenium, insbeson…

dip / schriftliche_frage 24.10.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 58 von Raimond Scheirich (AfD): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die derzeitige Verfügbarkeit und Preisentwicklung des strategischen Metalls Rhenium, insbeson… Frage 58 (Raimond Scheirich, AfD): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die derzeitige Verfügbarkeit und Preisentwicklung des strategischen Metalls Rhenium, insbesondere vor dem Hintergrund chinesischer Aufkäufe auf dem Weltmarkt, und liegen der Bundesregierung Daten über den voraussichtlichen Bedarf (in kg bzw. Tonnen) im Bereich der Rüstungsindustrie für Produktion, Instandsetzung und Bevorratung für die Jahre 2025 bis 2030 vor, und wenn ja, wie lauten diese (bitte nach Jahr und Verwendungszweck – insbesondere Triebwerks- und sonstige Hochtemperatur-Bauteile – aufschlüsseln)? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 23. Oktober 2025: Nach Informationen der Deutschen Rohstoffagentur belief sieh die weltweite Produktion von Rhenium (Re) im Jahr 2024 auf lediglich 62 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr (85 Tonnen) wurde deutlich weniger produziert, vor allem in Chile. Im Jahr 2024 produzierte Chile 29 Tonnen (47 Prozent), gefolgt von den USA (15 Prozent), Polen (15 Prozent) und China (9 Prozent). Weitere Produktionsländer sind u. a. Peru, Usbekistan, Südkorea, Kasachstan und Armenien. Etwa 2/3 des Rheniums wird als Beiprodukt aus der Kupferproduktion gewonnen, 1/3 stammen aus primären Lagerstätten. Die größten Rheniumreserven liegen laut United States Geological Survey in Chile, gefolgt von den USA und Russland. Der Rhenium-Preis ist von seinem letzten Preispeak im Jahr 2009 von über 10.000 US-Dollar pro Kilogramm auf knapp unter 1.000 US-Dollar pro Kilogramm Ende 2021 gefallen. Seit Anfang 2024 steigt der Preis kontinuierlich und erreichte zuletzt bereits Kurse von knapp 3.000 US- Dollar pro Kilogramm. Die aktuelle Preisentwicklung ist nachfragegetrieben. Laut DERA sind sowohl die USA als auch China große Importeure von Rhenium. Zahlen für den Bedarf von Rhenium, aufgeschlüsselt nach einzelnen Branchen wie etwa der Rüstungsindustrie, liegen nicht vor.

Relationen