Schriftliche Frage 98 von Dr. Christina Baum (AfD): Hat die Bundesregierung Kenntnis von Verträgen zwischen der SEFE Securing Energy for Europe GmbH und Russland für russische Gaslieferungen,…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. Juli 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 98 von Dr. Christina Baum (AfD): Hat die Bundesregierung Kenntnis von Verträgen zwischen der SEFE Securing Energy for Europe GmbH und Russland für russische Gaslieferungen,…
Frage 98 (Dr. Christina Baum, AfD):
Hat die Bundesregierung Kenntnis von Verträgen zwischen der SEFE Securing Energy for Europe GmbH und Russland für russische Gaslieferungen, und wenn ja, wie lange laufen diese Verträge noch, und wie viel Gas importiert Deutschland davon (bitte hierbei auch angeben, welche jährlichen Kosten durch die Verträge anfallen)?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 9. Juli 2025:
Die heutige SEFE Securing Energy for Europe GmbH inklusive Tochtergesellschaften, die sich seit 2022 im Eigentum des Bundes befindet, bezieht derzeit kein russisches Erdgas über Pipelines. Sie vereinbarte jedoch bereits 2015 einen Vertrag über die Lieferungen von Liquefied Natural Gas (LNG) mit dem russischen Hersteller Yamal Trade Pte Ltd. Damals war die SEFE noch Teil des russischen Gazprom-Konzerns und firmierte als Gazprom Germania. Aus diesem Altvertrag ergeben sich Abnahmeverpflichtungen, wonach vertraglich vereinbarte Mengen auch dann bezahlt werden müssten, wenn sie nicht abgenommen werden. Der Vertrag wird erfüllt. Die Vertragslaufzeit endet Ende 2040. Die gezahlten Preise für das LNG aus dem Vertrag hängen von vertraglich vereinbarten Preisformeln ab und ändern sich daher laufend, abhängig von verschiedenen Faktoren wie etwa Preisindizes auf dem Weltmarkt. Insoweit sind keine jährlichen Einkaufskosten vertraglich vereinbart. Zur Orientierung: Im Jahr 2024 lagen die Einkaufskosten inklusive des Transports im sehr niedrigen einstelligen Milliardenbereich. Genauere Angaben sowie die Preisformel können als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht genannt werden. An deutschen LNG-Terminals wurde und wird kein russisches LNG angelandet, das gilt auch für die Mengen aus dem beschriebenen Altvertrag. Wohin an Terminals anderer europäischer Staaten geliefertes und regasifiziertes LNG innerhalb Europas weitergeleitet wird, kann im Binnenmarkt technisch nicht nachvollzogen werden. Insoweit kann nicht angegeben werden, wie viel LNG aus dem Altvertrag Deutschland indirekt importiert.
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