Schriftliche Frage 2 von Dr. Michael Kaufmann (AfD): Wie viel Gas aus Russland (bitte den Wert in US- Dollar und den Gewinn angeben) haben Gashändler mit staatlicher deutscher Beteiligung wie d…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 25. März 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
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Schriftliche Frage 2 von Dr. Michael Kaufmann (AfD): Wie viel Gas aus Russland (bitte den Wert in US- Dollar und den Gewinn angeben) haben Gashändler mit staatlicher deutscher Beteiligung wie d…
Frage 2 (Dr. Michael Kaufmann, AfD):
Wie viel Gas aus Russland (bitte den Wert in US- Dollar und den Gewinn angeben) haben Gashändler mit staatlicher deutscher Beteiligung wie die SEFE Securing Energy for Europe GmbH oder die Uniper SE seit 2022 (aufgeschlüsselt nach Jahren und Abnehmerländern) weiterverkauft oder transportiert, und welche Lieferverpflichtungen für russisches Gas bestehen noch bis 2040 (bitte nach Näherungswert in US-Dollar und Abnehmerländern aufschlüsseln)?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Philipp Nimmermann vom 3. April 2025:
Uniper bezieht seit September 2022 keine Pipelinegaslieferungen aus Russland mehr. Der Grund hierfür ist, dass Gazprom Export seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Uniper nicht mehr nachgekommen ist und die Lieferungen eingestellt hat. Wegen der ausgebliebenen Lieferungen hat ein internationales Schiedsgericht Uniper das Recht zugesprochen, die Verträge mit Gazprom zu kündigen. Uniper hat dieses Kündigungsrecht genutzt und am 12. Juni 2024 die Lieferverträge mit der russischen Gazprom Export gekündigt (www.uniper.energy/news/d e/uniper-kuendigt-russische-gasliefervertraege). Dementsprechend hat Uniper heute keinerlei vertragliche Vereinbarungen mehr mit Gazprom zur Abnahme von Erdgas. Direkte Lieferbeziehungen zwischen Uniper und russischen Vertragspartnern über Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) bestehen nicht. Die heutige SEFE Securing Energy for Europe GmbH (inklusive Tochtergesellschaften), die sich seit 2022 im Eigentum des Bundes befindet, vereinbarte bereits 2015 einen Vertrag mit dem russischen Hersteller Yamal Trade Pte Ltd. Damals war die SEFE noch Teil des russischen Gazprom-Konzerns und firmierte als Gazprom Germania. Aus diesem Altvertrag ergeben sich Abnahmeverpflichtungen von Liquefied Natural Gas, gemäß derer vertraglich vereinbarte Mengen auch dann bezahlt werden müssten, wenn sie nicht abgenommen werden. Bliebe die Abnahme aus, könnte Russland das LNG auf dem Weltmarkt verkaufen und so ein zweites Mal für dieselben LNG-Mengen Einnahmen generieren. Der Vertrag wird erfüllt. Die SEFE hat 2022 2,6 Billionen Kubikmeter LNG russischen Ursprungs in der EU angelandet und 0,1 Billionen Kubikmeter in anderen Märkten. 2023 hat sie 0,5 Billionen Kubikmeter in der EU angelandet und 0,2 Billionen Kubikmeter nach Indien transportiert. 2024 wurden 4,6 Billionen Kubikmeter in der EU angelandet und keine Mengen in andere Märkte transportiert. Bei der SEFE bestehen und bestanden keine Lieferverpflichtungen, die auf die Herkunft des Gases/LNGs aus Russland konditioniert sind. Alle bestehenden Lieferverträge können also mit Gas beliebiger Herkunft erfüllt werden. Das russische LNG kann theoretisch weltweit verkauft werden. Das in der EU angelandete LNG wird für den europäischen Binnengasmarkt regasifiziert und als Teil des gesamten Gasportfolios der SEFE veräußert. Es können daher keine Verkaufspreise und -gewinne bezogen auf das russische LNG genannt werden.
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