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Schriftliche Frage 75 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse über die Ursachen der nach meiner Ansicht auffallend abrupten und auf etwa drei bis fünf Wochen begrenz…

dip / schriftliche_frage 09.05.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 5. Mai 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

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Schriftliche Frage 75 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse über die Ursachen der nach meiner Ansicht auffallend abrupten und auf etwa drei bis fünf Wochen begrenz… Frage 75 (Kay-Uwe Ziegler, AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse über die Ursachen der nach meiner Ansicht auffallend abrupten und auf etwa drei bis fünf Wochen begrenzten Sterbepeaks im Frühjahr 2020 in einzelnen europäischen Regionen wie Bergamo, Madrid oder Paris, die trotz bereits geltender harter Lockdown-Maßnahmen auftraten, sich danach aber nicht wiederholten, und wenn ja, welche, und wie bewertet sie vor diesem Hintergrund die Möglichkeit, dass solche Sonderereignisse durch strukturelle Überforderung, soziale Dynamiken oder auch durch die Maßnahmen selbst begünstigt worden sein könnten – insbesondere im Hinblick auf die künftige Eignung und Verhältnismäßigkeit flächendeckender Lockdown-Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Dittmar vom 6. Mai 2025: Im Laufe der Pandemie haben viele Staaten auch in Europa massive Übersterblichkeiten verzeichnet. Einen Vergleich zwischen europäischen Staaten und Altersgruppen über die Jahre hinweg ermöglicht das Netzwerk EUROMOMO, zu dem auch Deutschland beiträgt (www.euromom o.eu/graphs-and-maps). Besonders ausgeprägt waren die Anstiege in einigen Staaten im Frühjahr des ersten Pandemiejahres. Die ergriffenen Maßnahmen können maßgeblich mit für die Beendigung der Situation mit extremer Übersterblichkeit verantwortlich gemacht werden. Ein „Nachhängen“ der Ausschläge nach Beginn der Maßnahmen ist auf die Zeitverzögerung zwischen Infektions- und Sterbezeitpunkt zurückzuführen. Das heißt, während der Laufzeit eingeführter Maßnahmen starben viele Menschen, die sich bereits zuvor infiziert hatten und erst im Verlauf schwer erkrankten. Bei Infektionsgeschehen baut sich die Kurve der Todesfälle zeitlich versetzt von der Kurve nach Melde- bzw. Erkrankungsdatum auf. Der Zeitverzug zwischen Infektion, Erkrankung und Tod variiert je nach Inkubationszeit und durchschnittlicher Krankheitsdauer. Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich erst nach einer gewissen Latenz durch Rückgang der Mortalität. Wenn effektive Maßnahmen ergriffen werden, gehen die Infektionen zurück und damit – etwas zeitversetzt – auch die Todesfälle. Dafür, dass die beschriebenen kurzfristigen Spitzen der Übersterblichkeit zu Beginn der Pandemie in besonders betroffenen Regionen auf andere Gründe als COVID-19 zurückzuführen sein könnten, liegen keine Hinweise vor. Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 76 des Abgeordneten Thomas Dietz auf Bundestagsdrucksache 21/29 verwiesen.

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