Schriftliche Frage 91 von René Bochmann (AfD): Warum gibt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) keine Durchfahrtshöhentabellen für Elsfleth bekannt, in denen die…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 23. September 2024 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.
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Schriftliche Frage 91 von René Bochmann (AfD): Warum gibt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) keine Durchfahrtshöhentabellen für Elsfleth bekannt, in denen die…
Frage 91 (René Bochmann, AfD):
Warum gibt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) keine Durchfahrtshöhentabellen für Elsfleth bekannt, in denen die aktuellen Pegelstände für die Schifffahrt gut ersichtlich sind, um für die Schiffsführer gerade im Tidengebiet (bei einem Pegelstand von 3 Metern wäre aus meiner Sicht die maximale Durchfahrtshöhe der Eisenbahnbrücke Elsfleth 5,10 Meter) eine Planungssicherheit in der Streckenführung bei der Passage dieser Engstelle zu garantieren?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Oliver Luksic vom 27. September 2024:
Da es sich bei der Seeschifffahrtsstraße Hunte um ein tideabhängiges Revier mit sehr schnell veränderlichen Wasserständen bzw. Pegelwerten und Strömungsverhältnissen handelt, wäre die Veröffentlichung einer Tabelle mit den Durchfahrtshöhen aus nautischer Sicht nicht zweckdienlich. Die örtlichen Verhältnisse in dem navigatorisch anspruchsvollen Revier ändern sich naturgemäß sehr schnell. Daher ist es unabdinglich, dass der Schiffsführer eigenverantwortlich und im Sinne der seemännischen Sorgfaltspflicht immer vor der Passage der Brücke die örtlichen Pegel einsieht und die aktuellen Werte seines Tiefganges und Höhe der Aufbauten berücksichtigt. Zudem stehen dem Schiffsführer über die stündliche Lagemeldung der Verkehrszentrale auf UKW-Kanal 63 immer die aktuellen Wasserstände, die Wasserstandsvorhersage und Informationen zur Verkehrs- und Wettersituation vor Ort zur Verfügung. Hiervon unbeschadet wurden nach der erneuten Anfahrung der Bahnbrücke ergänzende Maßnahmen getroffen. Dazu gehört u. a. die noch bessere Kennzeichnung der Brückenvorpegel und der Brückenpegel, die für die Schifffahrt bei der unmittelbaren Brückenpassage entscheidend sind. Alle Schiffe, die die Brücke passieren wollen, müssen sich zudem nun weit im Vorfeld beim Wahrschaudienst melden. Dieser informiert nochmals die Schifffahrt über die eingeschränkte Durchfahrtshöhe und verfolgt das Schiff über AIS.
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