Rede von Lorenz Gösta Beutin (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 21/98
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Lorenz Gösta Beutin (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 21/98
Frau Ministerin, nun hatte ich eine schöne Sommertour
bei mir im Norden, in Schleswig-Holstein, und habe dort
auch mit vielen Genossenschaften, Unternehmen und
Bürger/-innenenergiegesellschaften gesprochen. Sie
allesamt eint erstens, dass sie ein Gefühl der Unsicherheit
haben angesichts dessen, was mit dem Netzpaket an
Änderungen am EEG kommt, und zweitens, dass sie Angst
vor Arbeitsplatzverlust und Wirtschaftsabschwung
haben. Teilen Sie deshalb die Kritik von Daniel Günther,
der Sie dringend auffordert, umzukehren und diese
Reform noch einmal grundlegend zu überdenken?
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft
und Energie:
Herr Beutin, wenn ich mir den Strombedarf von
Schleswig-Holstein anschaue – 10 Terawattstunden –
gegenüber dem von Nordrhein-Westfalen – 114
Terawattstunden –, wird deutlich, dass, selbst wenn Schleswig-
Holstein viermal so viel Strom erzeugt, wie es
verbrauchen kann, dies immer noch nicht den Bedarf von
Nordrhein-Westfalen aufwiegt.
Wichtig ist doch eins: dass der Ausbau der
Erneuerbaren und gesicherte Leistung zusammen gedacht werden.
Wichtig ist, dass die Stromkosten, die nicht nur, aber auch
durch die Förderung der Erneuerbaren entstehen, in den
Griff zu bekommen sind. Wichtig ist auch, –
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