Protokoll der 1068. Sitzung des Bundesrates
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Protokoll der 1068. Sitzung des Bundesrates
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ISSN 0720-7999
Plenarprotokoll 1068
BUNDESRAT
Stenografischer Bericht
1068. Sitzung
Berlin, Freitag, den 25. September 2026
I n h a l t :
Glückwünsche zum Geburtstag . . . . . . . . . . . 403
Zur Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 403
1. Wahl der Vorsitzenden des Ausschusses
für Agrarpolitik und Verbraucherschutz
– gemäß § 12 Absatz 4 GO BR –
(Drucksache 485/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 403
Beschluss: Staatsministerin Christine
Schneider (Rheinland-Pfalz) wird gewählt . . . . . 403
2. a) Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung
des Bundeshaushaltsplans für das
Haushaltsjahr 2027 (Haushaltsgesetz 2027 – HG 2027)
(Drucksache 450/26, zu Drucksache 450/26)
b) Finanzplan des Bundes 2026 bis 2030
(Drucksache 451/26)
c) Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2027
– gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 442/26) . . . . . . . . . . . . . . . 404
Boris Rhein (Hessen) . . . . . . . . . . . . 404
Björn Fecker (Bremen) . . . . . . . . . . . 406
Katja Wolf (Thüringen) . . . . . . . . . . 407
Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) . . . . . . 469*
Tobias Goldschmidt (Schleswig-Holstein) 469*
Petra Köpping (Sachsen) . . . . . . . . . . 470*
Beschluss zu a): Stellungnahme gemäß
Artikel 110 Absatz 3 GG . . . . . . . . . . . . . . . 408
Beschluss zu b): Stellungnahme gemäß § 9
Absatz 2 Satz 2 Stabilitätsgesetz und § 50
Absatz 3 Satz 1 Haushaltsgrundsätzegesetz 408
Beschluss zu c): Stellungnahme gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . 408
3. Gesetz zur Stärkung des Innovations- und
Wirtschaftsstandorts Deutschland durch
Erprobungsfreiräume (Drucksache 490/26) . 419
Manfred Pentz (Hessen) . . . . . . . . . . 419
Gitta Connemann, Parl. Staatssekretärin
beim Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung . . . . . . . . . 419
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 84
Absatz 1 Satz 5 und 6, Artikel 91c
Absatz 5 GG – Annahme einer Entschließung 420
4. Gesetz zur Einführung eines antragslosen
Kindergeldes (Drucksache 491/26) . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 105
Absatz 3 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
5. Gesetz zur Regelung der Förderung des
Spitzensports und weiterer Maßnahmen
gesamtstaatlicher Bedeutung im Sport sowie zur
Errichtung der Spitzensport-Agentur
(Sportfördergesetz – SpoFöG) (Drucksache 493/26) . 421
Armin Schuster (Sachsen) . . . . . . . . 421
Ronald Rauhe, Staatsminister beim
Bundeskanzler . . . . . . . . . . . . . . . . 422
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422
6. Gesetz zur Haftung bei Unfällen mit
Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr
(Drucksache 494/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
7. Gesetz zur Modernisierung des
Verpflichtungsgesetzes und zur Änderung des
Europäische-Staatsanwaltschaft-Gesetzes
(Drucksache 495/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
8. Gesetz zur Änderung des Umwelt-
Rechtsbehelfsgesetzes und weiterer
umweltrechtlicher Vorschriften (Drucksache 496/26,
zu Drucksache 496/26) . . . . . . . . . . . . . . . . 422
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG – Annahme einer
Entschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 423
9. a) Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU)
2024/1785 zur Änderung der Richtlinie
2010/75/EU über Industrieemissionen
(Drucksache 497/26, zu Drucksache 497/26)
b) Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie
(EU) 2024/1785 zur Änderung der
Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen
und zur Änderung der Anzeige- und
Erlaubnisverordnung (Drucksache 36/26, zu
Drucksache 36/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 423
Beschluss zu a): Zustimmung gemäß
Artikel 84 Absatz 1 Satz 5 und 6 GG –
Annahme einer Entschließung . . . . . . . . . . . 423
Beschluss zu b): Zustimmung gemäß
Artikel 80 Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen – Annahme einer
Entschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
10. Zweites Gesetz zur Änderung des
Straßenverkehrsunfallstatistikgesetzes
(Drucksache 498/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
11. Gesetz zur Änderung des
Preisangabenrechts zur Sanktionierung von Verstößen
gegen nationale und europäische Regelungen
über Preisangaben (Drucksache 499/26) . . . 420
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
12. Gesetz zu der Mehrseitigen Vereinbarung
vom 15. Januar 2025 zwischen den
zuständigen Behörden über den Austausch von
GloBE-Informationen (Drucksache 500/26) 420
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473*
13. Entschließung des Bundesrates für faire
Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit –
Antrag der Länder Saarland, Niedersachsen
und Bremen – (Drucksache 399/26) . . . . . . 427
Cansel Kiziltepe (Berlin) . . . . . . . . . 427
Beschluss: Die Entschließung wird gefasst . 428
14. Entschließung des Bundesrates zum für das
Jahr 2026 vorgesehenen Bericht der
Europäischen Kommission über die Bewertung und
Überprüfung gemäß Artikel 62 der Richtlinie
(EU) 2016/680 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 27. April 2016 zum
Schutz natürlicher Personen bei der
Verarbeitung personenbezogener Daten durch die
zuständigen Behörden zum Zweck der
Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder
Verfolgung von Straftaten oder der
Strafvollstreckung sowie zum freien Datenverkehr und
zur Aufhebung des Rahmenbeschlusses
2008/977/JI des Rates – Antrag des
Freistaates Bayern – (Drucksache 395/26) . . . . . . . 428
Beschluss: Die Entschließung wird gefasst . 428
15. Entschließung des Bundesrates
„Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)
vereinfachen und entbürokratisieren“ –
Antrag der Länder Schleswig-Holstein und
Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Rheinland-Pfalz, Saarland –
(Drucksache 384/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Die Entschließung wird gefasst . 474*
16. Entschließung des Bundesrates zur
steuerlichen Entlastung von Vereinen und zum
Bürokratieabbau im Vereinssteuerrecht – Antrag
des Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 517/26) . . . . . . . . . . 428
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
17. Entschließung des Bundesrates: Entlastung
des öffentlichen Raums durch Anpassung der
gesetzlichen Regelungen für
Drogenkonsumräume – Antrag der Länder Hamburg und
Bremen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 522/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
Melanie Schlotzhauer (Hamburg) . . . . 429
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
18. Entschließung des Bundesrates:
Arbeitnehmerfreizügigkeit schützen – Missbrauch
wirksam bekämpfen – Antrag des Landes
Nordrhein-Westfalen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 521/26) . . . . . . . . . . 429
Ina Scharrenbach (Nordrhein-Westfalen) 429
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430
19. Entschließung des Bundesrates „Reduzierung
der Anzahl der anerkannten
Ausbildungsberufe in der dualen Berufsausbildung“
– Antrag des Freistaates Sachsen –
(Drucksache 241/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430
Beschluss: Annahme der Entschließung nach
Maßgabe der beschlossenen Änderung . . . 430
20. Entschließung des Bundesrates „Konsequente
Umsetzung der Istanbul-Konvention –
kritische Bestandsaufnahme des § 177 StGB“
– Antrag des Landes Schleswig-Holstein –
(Drucksache 385/26)
Mitteilung: Absetzung von der
Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 403
21. Entschließung des Bundesrates zur
wirksameren Bekämpfung des sogenannten
„Autoposing“ im öffentlichen Straßenraum –
Antrag der Länder Bremen und Hamburg –
(Drucksache 396/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 430
Nathanael Liminski (Nordrhein-
Westfalen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 477*
Beschluss: Annahme der Entschließung nach
Maßgabe der beschlossenen Änderungen . 431
22. Entschließung des Bundesrates
„Fernverkehrshalte in der Fläche – Sicherung des
Schienenpersonennahverkehrs“ – Antrag
des Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 417/26) . . . . . . . . . . 431
Christian Bernreiter (Bayern) . . . . . . . 431
Robert Crumbach (Brandenburg) . . . . . 431
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 432
23. Entschließung des Bundesrates zur
Unterstützung der Tafeln – Antrag des Landes
Hessen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 513/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 432
Heike Hofmann (Hessen) . . . . . . . . . 432
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 433
24. Entschließung des Bundesrates zur Stärkung
der Befugnisse der
Verfassungsschutzbehörden bei Fahrerlaubnisermittlungen
– Antrag des Landes Brandenburg gemäß
§ 36 Absatz 2 GO BR – (Drucksache 518/26) 433
Dr. Jan Redmann (Brandenburg) . . . . . 477*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 433
25. Entschließung des Bundesrates:
Biotechnologie fördern und den deutschen
Wirtschaftsstandort stärken – Antrag der Länder Hessen
und Rheinland-Pfalz gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 525/26) . . . . . . . . . . 433
Timon Gremmels (Hessen) . . . . . . . . 433
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 434
26. Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung
und Digitalisierung der Arbeitsförderung
– gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 436/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 437
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
27. Entwurf eines Gesetzes für
Bürokratierückbau im Bereich des Bundesministeriums für
Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie
in weiteren Bereichen (Drucksache 437/26) . 438
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
28. Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des
Rechts über entwaldungsfreie Produkte
sowie zur Umsetzung von bestimmten
Vorschriften der Richtlinie (EU) 2024/1203 über
den strafrechtlichen Schutz der Umwelt
(Drucksache 438/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438
29. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Telekommunikationsgesetzes und zur
Verbesserung der telekommunikationsrechtlichen
Rahmenbedingungen für den Ausbau von
Telekommunikationsnetzen (Drucksache 439/26) 438
Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessen) . . 438
Thomas Jarzombek, Parl. Staatssekretär
beim Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung . . . . . . . . . 439
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 441
30. Entwurf eines Fünften Gesetzes zur
Änderung des Gesetzes zur Errichtung einer
Stiftung „Mutter und Kind – Schutz des
ungeborenen Lebens“ (5. MuKStiftÄndG)
(Drucksache 440/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
31. Entwurf eines Ersten Gesetzes zur
Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes
Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-
Gesetz – 1. KJHSRG) (Drucksache 441/26) . 441
Katharina Günther-Wünsch (Berlin) . . . 441
Heike Hofmann (Hessen) . . . . . . . . . 442
Katharina Schenk (Thüringen) . . . . . . 443
Karin Prien, Bundesministerin für
Bildung, Familie, Senioren, Frauen und
Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 444
Nancy Böhning (Bremen) . . . . . . . . . 480*
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 446
32. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Tabaksteuergesetzes – gemäß Artikel 76
Absatz 2 Satz 4 GG – (Drucksache 443/26) . 447
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 447
33. Entwurf eines Gesetzes zur Einführung
einer Frühstartrente – gemäß Artikel 76
Absatz 2 Satz 4 GG – (Drucksache 445/26) . 447
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 447
34. Entwurf eines Gesetzes für mehr
Gerechtigkeit durch die Stärkung der Zollverwaltung
und die Bekämpfung der Finanzkriminalität
(Drucksache 446/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 447
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 447
35. Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2026
(Drucksache 447/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 447
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
36. Entwurf eines Gesetzes für Daten und
digitale Innovation im Gesundheitswesen
(Drucksache 448/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
37. Entwurf eines Gesetzes zur Stiftung Flucht,
Vertreibung, Versöhnung (Drucksache 449/26) 448
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
38. Entwurf eines Gesetzes zum Einsatz
künstlicher Intelligenz in der Migrationsverwaltung
(KI-Migrationsverwaltungsgesetz – KIMVG)
(Drucksache 452/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 448
Siegfried Lorek (Baden-Württemberg) . . 448
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449
39. Entwurf eines Gesetzes zur Reform des
Nachrichtendienstrechts – gemäß Artikel 76
Absatz 2 Satz 4 GG – (Drucksache 453/26) . 449
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449
40. Entwurf eines Fünften Gesetzes zur
Änderung des
Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (Drucksache 454/26) . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474*
41. Entwurf eines Gesetzes zur Bereinigung des
Hochschulrechts und des Rechts der
Graduiertenförderung des Bundes
(Drucksache 455/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474*
42. Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung
des Befristungsrechts im
Wissenschaftsbereich (Drucksache 456/26) . . . . . . . . . . . . . 450
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450
43. Entwurf eines Dreißigsten Gesetzes zur
Änderung des
Bundesausbildungsförderungsgesetzes und anderer Gesetze (30. BAföGÄndG)
(Drucksache 457/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 450
Timon Gremmels (Hessen) . . . . . . . . 450
Dr. Silke Launert, Parl. Staatssekretärin
bei der Bundesministerin für
Forschung, Technologie und Raumfahrt 451
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452
44. Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung
des Schiedsverfahrensrechts sowie zu
weiteren Änderungen der Zivilprozessordnung
im Bereich des internationalen
Zivilverfahrensrechts (Drucksache 458/26) . . . . . . . . . 420
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474*
45. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der
genossenschaftlichen Rechtsform
(Drucksache 459/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452
46. Entwurf eines Gesetzes über eine Beauftragte
oder einen Beauftragten der Bundesregierung
für die Anliegen von Betroffenen von
terroristischen Straftaten im Inland
(Bundesopferbeauftragtengesetz – BOpfBeG)
(Drucksache 460/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452
Siegfried Lorek (Baden-Württemberg) . 452
Eva Schmierer, Staatssekretärin im
Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz . . . . . . . . . . . . . . 453
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 453
47. Entwurf eines Gesetzes zum
Bürokratierückbau, zur Digitalisierung und zur weiteren
Modernisierung des Strahlenschutzrechts
(Drucksache 461/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 453
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 453
48. Entwurf eines Dritten Gesetzes zur
Änderung des
Brennstoffemissionshandelsgesetzes – gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 462/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 454
Tobias Goldschmidt (Schleswig-Holstein) 454
Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) . 480*
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 454
49. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der
Reserve (Reservestärkungsgesetz – ResStG)
(Drucksache 463/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 455
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455
50. Entwurf eines Bundeswehr-
Infrastrukturbeschleunigungsgesetzes (Drucksache 464/26) 455
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455
51. Entwurf eines Gesetzes zum
Bürokratierückbau im Verkehrsbereich
(Drucksache 465/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455
Manfred Pentz (Hessen) . . . . . . . . . . 455, 480*
Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) . 481*
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 456
52. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der
Bevorrechtigung der Verwendung
elektrisch betriebener Fahrzeuge im
Straßenverkehr sowie damit
zusammenhängender straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften
– gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 466/26, zu Drucksache 466/26) 456
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 456
53. Entwurf eines Gesetzes über die
Neuregelung des Rechts des Bundesaufsichtsamtes
für Flugsicherung (Drucksache 467/26) . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
54. Entwurf eines Gesetzes zum Markthochlauf
nachhaltiger Flugkraftstoffe – gemäß
Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 468/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474*
55. Entwurf eines Zwölften Gesetzes zur
Änderung des Gesetzes gegen
Wettbewerbsbeschränkungen und anderer Gesetze
(12. GWB-Novelle) – gemäß Artikel 76
Absatz 2 Satz 4 GG – (Drucksache 469/26) . . . 456
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 456
56. Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren,
kosteneffizienten, netzverträglichen und
marktorientierten Ausbau der erneuerbaren
Energien im Stromsektor – gemäß Artikel 76
Absatz 2 Satz 4 GG – (Drucksache 470/26)
in Verbindung mit
57. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Energiewirtschaftsrechts zur
Synchronisierung des Anlagenzubaus mit dem Netzausbau
sowie zur Verbesserung des
Netzanschlussverfahrens – gemäß Artikel 76 Absatz 2
Satz 4 GG – (Drucksache 471/26) . . . . . . . . 456
Tobias Goldschmidt (Schleswig-Holstein) 457
Stefan Rouenhoff, Parl. Staatssekretär bei
der Bundesministerin für Wirtschaft
und Energie . . . . . . . . . . . . . . . 457
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 481*
Gerald Heere (Niedersachsen) . . . . . . 482*
Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) 483*
Beschluss zu 56 und 57: Stellungnahme
gemäß Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . 460
58. Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung
von Planungs- und
Genehmigungsverfahren für mehr Flexibilität im Stromsystem und
zur Gewährleistung der
Versorgungssicherheit (Drucksache 472/26) . . . . . . . . . . . . . . 461
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 461
59. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung
des Wirtschaftsplans des ERP-
Sondervermögens für das Jahr 2027 (ERP-
Wirtschaftsplangesetz 2027 – ERPWiPlanG 2027)
(Drucksache 473/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
60. Entwurf eines Gesetzes zur Vereinfachung
und Fortentwicklung des
Wohngeldgesetzes (Drucksache 474/26) . . . . . . . . . . . . . . 461
Sabine Poschmann, Parl. Staatssekretärin
bei der Bundesministerin für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen . . . 461
Dr. Anjes Tjarks (Hamburg) . . . . . . . . 485*
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 462
61. Entwurf eines Gesetzes zu dem
Übereinkommen vom 16. Dezember 2025 zur
Einrichtung einer Internationalen
Schadensersatzkommission für die Ukraine
(Drucksache 475/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
62. Entwurf eines Gesetzes zu dem
Partnerschaftsabkommen vom 17. Januar 2026
zwischen der Europäischen Union und ihren
Mitgliedstaaten einerseits und dem
Gemeinsamen Markt des Südens, der Argentinischen
Republik, der Föderativen Republik Brasilien,
der Republik Paraguay und der Republik
Östlich des Uruguays andererseits
(Drucksache 476/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
63. Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom
29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und dem Königreich Belgien
über die Polizei- und Zollzusammenarbeit
(Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
(Drucksache 477/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 474*
64. a) Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Einrichtung von „Horizont Europa“, dem
Rahmenprogramm für Forschung und
Innovation, für den Zeitraum 2028–2034
sowie über dessen Regeln für die Beteiligung
und die Verbreitung der Ergebnisse und zur
Aufhebung der Verordnung (EU) 2021/695
COM(2025) 543 final; Ratsdok. 11765/25
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 477/25, zu Drucksache 477/25)
b) Vorschlag für einen Beschluss des Rates
zur Einrichtung des spezifischen
Programms zur Durchführung von „Horizont
Europa“, dem Rahmenprogramm für
Forschung und Innovation, für den Zeitraum
2028–2034 sowie über die Regeln für die
Beteiligung und die Verbreitung der
Ergebnisse im Rahmen des Programms und
zur Aufhebung des Beschlusses (EU)
2021/764
COM(2025) 544 final; Ratsdok. 11749/25
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 478/25, zu Drucksache 478/25) 462
Manfred Pentz (Hessen) . . . . . . . . . . 485*
Beschluss zu a) und b): Stellungnahme . . . . 463
65. Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen
Wirtschafts- und Sozialausschuss und den
Ausschuss der Regionen: Den Kreislauf der
Kinderarmut durchbrechen – Stärkung der
Europäischen Garantie für Kinder
COM(2026) 539 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 338/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 463
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 463
66. Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen
Wirtschafts- und Sozialausschuss und den
Ausschuss der Regionen: Verbesserung der
Strategie für die Rechte von Menschen mit
Behinderungen bis 2030
COM(2026) 541 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 310/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 463
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 463
67. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EU) 2021/782 in
Bezug auf den Schutz von Fahrgästen mit
einzigen Fahrkarten
COM(2026) 233 final; Ratsdok. 9306/26
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 353/26, zu Drucksache 353/26) 463
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 463
68. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EU) 2017/1369 und der
Verordnung (EU) 2020/740 im Hinblick auf
die Vereinfachung und bessere Nutzung
digitaler Optionen für die Energieverbrauchs-
und Reifenkennzeichnung
COM(2026) 565 final; Ratsdok. 11199/26
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 426/26, zu Drucksache 426/26) 420
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 474*
69. Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, die Europäische
Zentralbank, den Europäischen Wirtschafts-
und Sozialausschuss und den Ausschuss der
Regionen – Wettbewerbsfähigkeit des
Bankensektors und der Binnenmarkt im
Bankwesen
COM(2026) 615 final; Ratsdok. 12301/26
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 428/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 464
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 464
70. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates über das
Verfahren zur Genehmigung von Systemen, die
Satellitenmobilfunkdienste im
harmonisierten 2-GHz-Band erbringen, und zur
Aufhebung der Entscheidung Nr. 626/2008/EG
COM(2026) 311 final; Ratsdok. 9777/26
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 413/26, zu Drucksache 413/26) . 464
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 464
71. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates über einen
Rahmen für Maßnahmen zur Stärkung des
Halbleiterökosystems und zur Aufhebung
der Verordnung (EU) 2023/1781 (Chip-
Verordnung 2.0)
COM(2026) 504 final
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 415/26, zu Drucksache 415/26) 464
Sebastian Gemkow (Sachsen) . . . . . . . 486*
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 464
72. Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament und den Rat – OceanEye:
Eine EU-Meeresbeobachtungsinitiative
COM(2026) 268 final; Ratsdok. 10226/26
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 382/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 464
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 465
73. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Schaffung eines Rahmens für Maßnahmen zur
Stärkung der Biotechnologie und der
Bioproduktion in der Union, insbesondere im
Bereich der Gesundheit, und zur Änderung der
Verordnungen (EG) Nr. 178/2002, (EG)
Nr. 1394/2007, (EU) Nr. 536/2014, (EU)
2019/6, (EU) 2024/795 und (EU) 2024/1938
(Europäische Biotech-Verordnung)
COM(2025) 1022 final; Ratsdok. 16945/25
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 283/26, zu Drucksache 283/26) 420
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 474*
74. Fünfte Verordnung zur Änderung der
Frequenzverordnung (Drucksache 364/26) . . . 420
Tobias Goldschmidt (Schleswig-Holstein) 476*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
75. Verordnung über den elektronischen
Austausch zwischen Notaren und
Finanzämtern im Bereich der Grunderwerbsteuer
(GrESteAV) (Drucksache 429/26) . . . . . . . 465
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 465
76. Verordnung über die Ermittlung der
Schlüsselzahlen für die Aufteilung des
Gemeindeanteils an der Einkommensteuer für die Jahre
2027, 2028 und 2029
(Einkommensteuerschlüsselzahlenermittlungsverordnung –
EStSchlEV) (Drucksache 430/26) . . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
77. Neunte Verordnung zur Änderung der
Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung
(Drucksache 431/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Nancy Böhning (Bremen) . . . . . . . . . 476*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
78. Verordnung zur Verwendung von
Kommunikationshilfen für Personen mit Hör- oder
Sprachbehinderung in Gerichtsverfahren
(Gerichtskommunikationshilfenverordnung – GKHV)
(Drucksache 433/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
79. Zweite Verordnung zur Änderung der
Verordnung zur Kennzeichnung der
Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur
Schadstoffbelastung (Drucksache 414/26) . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
80. Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie
(EU) 2024/1785 und zur Umsetzung des
Durchführungsbeschlusses (EU) 2022/2427
(Drucksache 422/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 465
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 465
81. Verordnung zur Modernisierung der
nationalen Umsetzung von europäischen
Regelungen zum Ökodesign und zur
Energieverbrauchskennzeichnung (Drucksache 434/26) 465
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 465
82. Dritte Verordnung zur Änderung der EVPG-
Verordnung (Drucksache 479/26) . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
83. Zweite Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur
Durchführung des Bundesnaturschutzgesetzes
zum Artenschutz von Zaun- und
Mauereidechse bei Baumaßnahmen an bestehender
Schieneninfrastruktur (Eidechsenschutz-
SchieneVwV) (Drucksache 435/26) . . . . . . 465
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 84
Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
84. Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 17
Verkehrssicherstellungsgesetz über die
Sicherstellung von Güterbeförderungen auf der
Straße (VSGGüVwV) (Drucksache 394/26) . 420
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 85
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
85. a) Benennung von Beauftragten des
Bundesrates in Beratungsgremien der
Europäischen Union (Umweltschutz auf
Kommissions- wie auf Ratsebene – Themenbereich:
Behandlung von kommunalem
Abwasser) – gemäß § 6 Absatz 1 EUZBLG i.V.m.
Abschnitt I der Bund-Länder-Vereinbarung –
(Drucksache 716/25)
b) Benennung von Beauftragten des
Bundesrates in Beratungsgremien der
Europäischen Union für die Ständige Arbeitsgruppe
der Kommission „Indikatoren und
Benchmarks“ – gemäß § 6 Absatz 1 EUZBLG
i.V.m. Abschnitt I der Bund-Länder-
Vereinbarung – (Drucksache 284/26)
c) Benennung von Beauftragten des
Bundesrates in Beratungsgremien der
Europäischen Union (Umweltschutz auf
Kommissions- wie auf Ratsebene – Themenbereich:
Wasch- und Reinigungsmittel) – gemäß
§ 6 Absatz 1 EUZBLG i.V.m. Abschnitt I
der Bund-Länder-Vereinbarung –
(Drucksache 424/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss zu a): Zustimmung zu der
Empfehlung in Drucksache 716/1/25 . . . . . . . . . 475*
Beschluss zu b): Zustimmung zu der
Empfehlung in Drucksache 284/1/26 . . . . . . . . . 475*
Beschluss zu c): Zustimmung zu der
Empfehlung in Drucksache 424/1/26 . . . . . . . . . 475*
86. Vorschlag des Bundesrates für die Bestellung
eines Mitgliedes des Vorstandes der
Deutschen Bundesbank – gemäß § 7 Absatz 3
Satz 2 BBankG – (Drucksache 427/26) . . . . 420
Beschluss: Zustimmung zu der Empfehlung
in Drucksache 427/1/26 . . . . . . . . . . . . . 475*
87. Benennung eines Mitglieds des Kuratoriums
der Stiftung „Haus der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland“ – gemäß § 7
Absatz 3 HdGStiftG – Antrag des Landes
Baden-Württemberg gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 516/26) . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag in
Drucksache 516/26 . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
88. Benennung eines stellvertretenden Mitglieds
für den Eisenbahninfrastrukturbeirat –
gemäß § 4 Absatz 4 BEVVG – Antrag des
Landes Rheinland-Pfalz gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 528/26) . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag in
Drucksache 528/26 . . . . . . . . . . . . . . . . 475*
89. Verfahren vor dem
Bundesverfassungsgericht (Drucksache 480/26) . . . . . . . . . . . . . 420
Beschluss: Von einer Äußerung und einem
Beitritt wird abgesehen . . . . . . . . . . . . . 475*
90. Entwurf eines ...
Strafrechtsänderungsgesetzes – Gesetz zur Stärkung des
strafrechtlichen Schutzes kritischer Infrastrukturen
– gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG – Antrag des
Landes Hessen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 539/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 426
Christian Heinz (Hessen) . . . . . . . . . . 426
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 427
91. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Gesetzes zur Festlegung von Flächenbedarfen
und zur Genehmigungserleichterung für
Windenergieanlagen an Land und für Anlagen zur
Speicherung von Strom oder Wärme aus
erneuerbaren Energien in bestimmten Gebieten
(Windenergieflächenbedarfsgesetz – WindBG)
– gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG – Antrag
des Landes Mecklenburg-Vorpommern
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 531/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
92. Entschließung des Bundesrates
„Flächendeckender Ausbau multiprofessioneller
Kinderschutzstrukturen“ – Antrag der Länder
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg,
Hamburg gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 532/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
93. Entschließung des Bundesrates:
Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zur
Analyse globaler Ungleichheit stärken –
Einrichtung eines „International Panel on
Inequality“ (IPI) unterstützen – Antrag der
Freien Hansestadt Bremen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 535/26) . . . . . 412
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen) . . . 413
Johann Saathoff, Parl. Staatssekretär bei
der Bundesministerin für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 413
Mitteilung: Überweisung an den Ausschuss
für Kulturfragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 414
94. Entschließung des Bundesrates „Verleitung
Minderjähriger zur Selbstschädigung mittels
digitaler Medien strafrechtlich wirksam
erfassen“ – Antrag der Länder Mecklenburg-
Vorpommern, Niedersachsen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 534/26) . . . . . 434
Dr. Kathrin Wahlmann (Niedersachsen) 434
Bettina Martin (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 478*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 435
95. Entschließung des Bundesrates zur
Bekämpfung der Kriminalität junger Menschen in
Deutschland – Antrag der Länder Sachsen,
Thüringen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 537/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 435
Prof. Constanze Geiert (Sachsen) . . . . 435
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 436
96. Entschließung des Bundesrates
„Klimaanpassung und Naturschutz als
Gemeinschaftsaufgabe verankern – Länder und Kommunen
finanziell bei der Bewältigung der Folgen des
Klimawandels umfassend unterstützen“ –
Antrag der Länder Mecklenburg-
Vorpommern, Niedersachsen, Saarland und Bremen,
Hamburg gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 533/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 414
Manuela Schwesig (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 414
Christian Meyer (Niedersachsen) . . . . 415
Bettina Martin (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 472*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416
97. Entschließung des Bundesrates „Einführung
einer gesetzlichen Regelung zum „Recht auf
Vergessenwerden“ für ehemals an Krebs
erkrankte Menschen“ – Antrag der Länder
Mecklenburg-Vorpommern, Bremen,
Niedersachsen und Thüringen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 543/26) . . . . . . . . . . 416
Manuela Schwesig (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 416
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 417
98. Entschließung des Bundesrates „Europas
industrielle Zukunft stärken, europäische
Industriearbeitsplätze gegenüber unfairen
Wettbewerbspraktiken schützen, einseitige
Abhängigkeiten reduzieren“ – Antrag der
Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-
Württemberg und Bremen, Niedersachsen,
Saarland gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 546/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 417
Mona Neubaur (Nordrhein-Westfalen) . 417
Cem Özdemir (Baden-Württemberg) . . 418
Beschluss: Die Entschließung wird gefasst . 419
99. Entschließung des Bundesrates „Den
Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels
stärken“ – Antrag des Landes Nordrhein-
Westfalen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 547/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 436
Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) . 436
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 437
100. Entschließung des Bundesrates „Sicherung
der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen
Industrie in Deutschland“ – Antrag des
Landes Nordrhein-Westfalen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 548/26) . . . . . 437
Ina Scharrenbach (Nordrhein-Westfalen) 479*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 437
101. Gesetz über den Zugang zu
Schuldnerberatungsdiensten für Verbraucher
(Schuldnerberatungsdienstegesetz – SchuBerDG)
(Drucksache 557/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . 403
Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen),
Berichterstatter . . . . . . . . . . . . . . 403
Anette Kramme, Parl. Staatssekretärin bei
der Bundesministerin der Justiz und für
Verbraucherschutz . . . . . . . . . . . . 487*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 104a
Absatz 4 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
102. Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien (EU)
2025/1 und (EU) 2025/2 zur Festlegung eines
Rahmens für die Sanierung und Abwicklung
von Versicherungsunternehmen sowie zur
Änderung des Aufsichtsrahmens für
Versicherungsunternehmen (Versicherungs-Sanierungs-
Abwicklungs-und-Aufsichtsänderungs-Gesetz –
VSAAG) (Drucksache 558/26) . . . . . . . . . . 409
Manuela Schwesig (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 409, 471*
Mario Voigt (Thüringen) . . . . . . . . . 410
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen) . . 411
Prof. Dr. Armin Willingmann (Sachsen-
Anhalt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 412
Nancy Böhning (Bremen) . . . . . . . . . 470*
Gerald Heere (Niedersachsen) . . . . . . 471*
Nathanael Liminski (Nordrhein-
Westfalen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 472*
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466
103. Gesetz zur Modernisierung des
Bundespolizeigesetzes (Drucksache 559/26, zu
Drucksache 559/26) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424
Dr. Jan Redmann (Brandenburg) . . . . 424
Manuel Hagel (Baden-Württemberg) . . 424
Daniela Ludwig, Parl. Staatssekretärin
beim Bundesminister des Innern . . . 425, 488*
Katja Wolf (Thüringen) . . . . . . . . . . 476*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 74
Absatz 1 Nummer 25 i.V.m. Absatz 2,
Artikel 80 Absatz 2, Artikel 87 Absatz 3 GG 466
Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 467
Beschlüsse im vereinfachten Verfahren gemäß
§ 35 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 467
Feststellung gemäß § 34 GO BR . . . . . . . . . . . 467
Verzeichnis der Anwesenden
V o r s i t z :
Präsident D r . A n d r e a s B o v e n s c h u l -
t e , Präsident des Senats, Bürgermeister, Senator
für Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften
und Senator für Kultur der Freien Hansestadt
Bremen
Vizepräsidentin A n k e R e h l i n g e r ,
Ministerpräsidentin des Saarlandes – zeitweise –
Amtierender Präsident D r . F l o r i a n H e r r -
m a n n , Leiter der Staatskanzlei und
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien des
Freistaates Bayern – zeitweise –
S c h r i f t f ü h r e r :
Nancy Böhning (Bremen)
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg)
Thorsten Bischoff (Saarland)
B a d e n - W ü r t t e m b e r g :
Cem Özdemir, Ministerpräsident
Manuel Hagel, Minister des Inneren, für
Digitalisierung und Europa
Rudolf Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik
und Bevollmächtigter des Landes Baden-
Württemberg beim Bund
Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft
Siegfried Lorek, Staatssekretär im Ministerium der
Justiz und für Migration
B a y e r n :
Dr. Markus Söder, Ministerpräsident
Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und
Medien
Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau
und Verkehr
B e r l i n :
Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für
Finanzen und für Kultur und Gesellschaftlichen
Zusammenhalt
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und
Antidiskriminierung
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung,
Jugend und Familie
B r a n d e n b u r g :
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident
Dr. Jan Redmann, Minister des Innern und für
Kommunales
Daniel Keller, Minister der Finanzen
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und
Landesplanung
B r e m e n :
Dr. Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats,
Bürgermeister, Senator für Angelegenheiten der
Religionsgemeinschaften und Senator für Kultur
Björn Fecker, Bürgermeister, Senator für Finanzen
Nancy Böhning, Staatsrätin, Bevollmächtigte der
Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für
Europa
H a m b u r g :
Dr. Anjes Tjarks, Senator, Präses der Behörde für
Verkehr und Mobilitätswende
Melanie Schlotzhauer, Senatorin, Präses der Behörde
für Gesundheit, Soziales und Integration
H e s s e n :
Boris Rhein, Ministerpräsident
Manfred Pentz, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Internationales und
Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen
beim Bund
Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und
Forschung, Kunst und Kultur
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Ministerin für
Digitalisierung und Innovation
Heike Hofmann, Ministerin für Arbeit, Integration,
Jugend und Soziales
Christian Heinz, Minister der Justiz und für den
Rechtsstaat
M e c k l e n b u r g - V o r p o m m e r n :
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin
Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur,
Bundes- und Europaangelegenheiten
Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz,
Gleichstellung und Verbraucherschutz
N i e d e r s a c h s e n :
Dr. Kathrin Wahlmann, Justizministerin
Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und
Klimaschutz
Gerald Heere, Finanzminister
N o r d r h e i n - W e s t f a l e n :
Hendrik Wüst, Ministerpräsident
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie,
Klimaschutz und Energie
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat,
Kommunales, Bau und Digitalisierung
Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien
und Chef der Staatskanzlei
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz
und Verkehr
Dr. Benjamin Limbach, Minister der Justiz
Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend,
Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration
R h e i n l a n d - P f a l z :
Gordon Schnieder, Ministerpräsident
Marcus Klein, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien und
Chef der Staatskanzlei
Doris Ahnen, Ministerin der Finanzen
S a a r l a n d :
Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin
Thorsten Bischoff, Staatssekretär und
Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund
S a c h s e n :
Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales,
Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Dr. Andreas Handschuh, Chef der Staatskanzlei und
Staatssekretär für Bundes- und
Europaangelegenheiten
Armin Schuster, Staatsminister des Innern
Prof. Constanze Geiert, Staatsministerin der Justiz
Sebastian Gemkow, Staatsminister für Wissenschaft,
Kultur und Tourismus
S a c h s e n - A n h a l t :
Sven Schulze, Ministerpräsident
Rainer Robra, Staatsminister und Chef der
Staatskanzlei, Kultur- und Europaminister
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für
Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt
Jan Riedel, Minister für Bildung
S c h l e s w i g - H o l s t e i n :
Daniel Günther, Ministerpräsident
Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende,
Klimaschutz, Umwelt und Natur
Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft,
Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus
T h ü r i n g e n :
Mario Voigt, Ministerpräsident
Katja Wolf, Finanzministerin
Georg Maier, Minister für Inneres, Kommunales und
Landesentwicklung
Katharina Schenk, Ministerin für Soziales,
Gesundheit, Arbeit und Familie
V o n d e r B u n d e s r e g i e r u n g :
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie,
Senioren, Frauen und Jugend
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen
Philipp Amthor, Staatsminister beim Bundeskanzler
Ronald Rauhe, Staatsminister beim Bundeskanzler
Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister beim
Bundeskanzler
Michael Schrodi, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister der Finanzen
Daniela Ludwig, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister des Innern
Stefan Rouenhoff, Parl. Staatssekretär bei der
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Dr. Silke Launert, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin für Forschung, Technologie und
Raumfahrt
Anette Kramme, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin der Justiz und für
Verbraucherschutz
Kerstin Griese, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Gitta Connemann, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung
Thomas Jarzombek, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung
Christian Hirte, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr
Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im
Bundesministerium für Verkehr
Rita Schwarzelühr-Sutter, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz,
Naturschutz und nukleare Sicherheit
Dr. Christiane Schenderlein, Parl. Staatssekretärin
beim Bundesminister für Gesundheit
Johann Saathoff, Parl. Staatssekretär bei der
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung
Sabine Poschmann, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung
und Bauwesen
Eva Schmierer, Staatssekretärin im
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
1068. Sitzung
Berlin, den 25. September 2026
Beginn: 09.34 Uhr
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte: Meine
sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und
Kollegen, ich eröffne die 1068. Sitzung des Bundesrates.
Bevor wir uns der Tagesordnung zuwenden, möchte
ich noch unserem Kollegen, Herrn Minister D r . L i m -
b a c h aus Nordrhein-Westfalen, im Namen des Hauses
zu seinem Geburtstag gratulieren. – Herzlichen
Glückwunsch!
(Beifall)
Wir kommen zur Tagesordnung. Sie liegt Ihnen in
vorläufiger Form mit 103 Punkten vor.
Den Rückläufer aus dem Vermittlungsausschuss, das
Gesetz zum Tankrabatt und das Bundespolizeigesetz –
das sind unsere Punkte 101, 102 und 103 – behandelt der
Deutsche Bundestag erst heute Vormittag. Wir werden
die Debatten zu diesen drei Punkten von der jeweiligen
Abstimmung trennen. Über diese drei Vorlagen stimmen
wir am Schluss der Sitzung ab, nachdem die Gesetze
eingegangen, umgedruckt und hier im Saal verteilt
worden sind.
Zur Reihenfolge: Nach TOP 1 wird die Debatte zu
Punkt 101 aufgerufen. Nach TOP 2 werden die Debatte
zu Punkt 102 sowie die Punkte 93, 96, 97 und 98 – in
dieser Reihenfolge – erörtert. Nach TOP 9 werden die
Debatte zu Punkt 103 und TOP 90 – in dieser
Reihenfolge – behandelt. Nach TOP 25 werden die Punkte 94, 95,
99 und 100 – in dieser Reihenfolge – beraten. TOP 56
wird verbunden mit TOP 57 erörtert. Die Abstimmungen
zu den Punkten 101, 102 und 103 erfolgen gemäß ihrer
TOP-Nummern am Schluss der Sitzung. Im Übrigen
bleibt die Reihenfolge unverändert.
Gibt es Wortmeldungen zur Tagesordnung? –
Schleswig-Holstein!
StS’in Sandra Gerken (Schleswig-Holstein):
Vielen Dank! – Wir bitten um Absetzung von TOP 20.
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte: Dann
muss ich fragen: Regt sich gegen diesen Antrag
Widerspruch? – Das ist nicht der Fall. Damit wird der Punkt
von der Tagesordnung abgesetzt.
Dann ist die Tagesordnung so festgestellt.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 1:
TOP 1
Wahl der Vorsitzenden des Ausschusses für
Agrarpolitik und Verbraucherschutz (Drucksache 485/26)
Gibt es Wortmeldungen? – Das ist nicht der Fall.
Nach Anhörung des betreffenden Ausschusses wird
vorgeschlagen, Frau Staatsministerin Christine S c h n e i -
d e r (Rheinland-Pfalz) zur Vorsitzenden des
Ausschusses für das laufende Geschäftsjahr zu wählen.
Wer dem Antrag zustimmen möchte, den bitte ich
um ein Handzeichen. – Mehrheit.
Dann ist das so beschlossen.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 101:
TOP 101
Gesetz über den Zugang zu
Schuldnerberatungsdiensten für Verbraucher
(Schuldnerberatungsdienstegesetz – SchuBerDG) (Drucksache 557/26)
Der Vermittlungsausschuss hat sich am Mittwoch zu
diesem Gesetz auf einen Einigungsvorschlag verständigt.
Zur Berichterstattung erteile ich Herrn
Ministerpräsident Wüst aus Nordrhein-Westfalen das Wort.
Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen),
Berichterstatter: Verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Wir leben in einer Zeit, in der Polarisierung
und Schwarz-Weiß-Denken enorm zugenommen haben.
Die Handlungsfähigkeit einer Demokratie zeigt sich vor
allem aber durch den Willen und durch die Fähigkeit,
Kompromisse schließen zu können. Wir brauchen
Kooperation statt Konfrontation. Deshalb ist es wichtig, dass
wir innerhalb unseres Föderalismus Orte des
Kompromisses haben. Dazu gehört eben unser
Vermittlungsausschuss. Er hat sich in dieser Woche ein weiteres Mal
bewährt, denn es gibt jetzt ein Vermittlungsergebnis zum
Schuldnerberatungsdienstegesetz. Der
Vermittlungsausschuss hat mich beauftragt, Ihnen als Berichterstatter das
Ergebnis vorzustellen.
Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz über den
Zugang zu Schuldnerberatungsdiensten für Verbraucher in
seiner Sitzung am 14. November 2025 beschlossen. Das
Gesetz dient der Umsetzung der EU-
Verbraucherkreditrichtlinie und verfolgt das Ziel, den Zugang von
Verbrauchern zur Schuldnerberatung zu verbessern. Das Gesetz
ist zustimmungspflichtig. Der Bundesrat hat in seiner
Sitzung vom 8. Mai 2026 entschieden, dem Gesetz nicht
zuzustimmen. Die Bundesregierung hat daraufhin am
13. Mai 2026 beschlossen, zu dem Gesetz den
Vermittlungsausschuss anzurufen. Der Vermittlungsausschuss
hat am vergangenen Mittwoch empfohlen, das Gesetz in
geänderter Fassung anzunehmen.
Ich möchte vier wesentliche Änderungen im Vergleich
zum Gesetzesbeschluss des Bundestages hervorheben:
Erstens. Der ursprüngliche Gesetzentwurf enthielt eine
Pflicht der Länder, sicherzustellen, dass Verbrauchern
unabhängige Schuldnerberatungsdienste zur Verfügung
stehen. Das Ergebnis des Vermittlungsausschusses sieht
nun vor, dass Verbraucher Zugang zu
Schuldnerberatungsstellen unter Berücksichtigung auch der
bestehenden Beratungsstellen haben.
Zweitens. Anders als im Entwurf des Bundestags sieht
die Einigung des Vermittlungsausschusses vor, dass die
Schuldnerberatungsstellen für die Beratung Entgelte
erheben können, solange diese keine unangemessene
Belastung darstellen.
Drittens. Eine Berichtspflicht der Länder gegenüber
dem Bundesjustizministerium entfällt.
Viertens. Das Gesetz sieht nun eine Evaluation der
tatsächlichen und finanziellen Auswirkungen des Gesetzes
vor. Die Bundesregierung wird diese Evaluation unter
Beteiligung der Länder durchführen.
Insgesamt sorgen die vorgeschlagenen Änderungen
dafür, dass die Richtlinie nun eins zu eins umgesetzt
wird, also keine überschießende Umsetzung von EU-
Recht erfolgt.
Ein wichtiges Thema im gesamten Verfahren der
Gesetzgebung war die Finanzierung von Mehrkosten der
Länder und Kommunen. Der Bundesrat hat bereits im
ersten Durchgang im Oktober 2025 gefordert, dass den
Ländern und Kommunen etwaige Mehrbelastungen zu
kompensieren sind. Die Bundesregierung hat nun
zugesagt, eine Protokollerklärung zu den finanziellen
Auswirkungen abzugeben. Darin wird sie erklären, dass das
Gesetz an der bewährten Struktur der Schuldnerberatung
nichts ändert und auch bestehende Pflichten nicht ändert.
Die Bundesregierung wird auch zusagen, dass der Bund
und die Länder gemeinsam eine Lösung zur
Kostenreduzierung erarbeiten, wenn es zu substanziellen
Veränderungen der Schuldnerberatungslandschaft kommt. Zudem
wird der Bund ein bundesweites Angebot zur
Onlineschuldnerberatung entwickeln.
Der gefundene Kompromiss ist das Ergebnis
intensiver und konstruktiver Arbeit von Bund und Ländern. Das
Schuldnerberatungsdienstegesetz gehört zwar nicht zu
den Themen, die übermäßig viel Aufmerksamkeit
erhalten, aber es ist ein Beispiel dafür, was die Arbeit im
Bundesrat und im Vermittlungsausschuss eben ausmacht. Das
Ziel ist immer, durch das gemeinsame Ringen in der
Sache zu einer Lösung für unser Land zu kommen,
sachlich und konstruktiv. Und das ist hier gelungen. –
Herzlichen Dank all jenen, die dazu beigetragen haben!
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte:
Herzlichen Dank, Herr Ministerpräsident Wüst!
Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor.
Wie vereinbart wird die Abstimmung zu diesem
Tagesordnungspunkt zurückgestellt, da der Bundestag erst
noch einen Beschluss zu dem Einigungsvorschlag fassen
muss. Der Punkt wird gegen Ende der Sitzung erneut
aufgerufen.
Damit schließe ich den Tagesordnungspunkt.
Wir kommen zu den Tagesordnungspunkten 2 a) bis c):
TOP 2a)
a) Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des
Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2027
(Haushaltsgesetz 2027 – HG 2027)
(Drucksache 450/26, zu Drucksache 450/26)
TOP 2b)
b) Finanzplan des Bundes 2026 bis 2030
(Drucksache 451/26)
TOP 2c)
c) Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2027
(Drucksache 442/26)
Mir liegen Wortmeldungen vor. Als Erstes rufe ich
auf: Herrn Ministerpräsident Rhein aus Hessen.
Boris Rhein (Hessen): Herr Präsident! Meine sehr
geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Wir haben hier vor ungefähr einem Jahr über
das Steueränderungsgesetz beraten. Ich habe damals die
Studie „Die Ängste der Deutschen 2025“ zitiert. Damals
lautete die Hauptangst: steigende Lebenshaltungskosten.
In sechs Tagen, angekündigt für den 1. Oktober, erscheint
eine Neuauflage der Studie. Meine sehr geehrten Damen
und Herren, wir sehen es doch: Die Alltagssituation ist
für die Menschen, insbesondere durch die internationale
Lage, nicht einfacher geworden. Ganz im Gegenteil: hohe
Energiepreise, massiv gestiegene Spritpreise, die
Situation vorm Supermarktregal!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dass man
sich das Leben nicht mehr leisten kann, das ist derzeit
eine der allergrößten Sorgen der Menschen in
Deutschland. Wir müssen feststellen, dass die Existenzsorgen
wachsen, statt geringer zu werden, statt zu schwinden.
Deshalb wäre es ein schwerer Fehler, die Steuern für
Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Das würde den
Alltag weiter verteuern. Das würde im Übrigen auch das
Vertrauen der Menschen beschädigen in einer ohnedies
bestehenden Vertrauenskrise. Dass wir uns in einer
solchen Krise befinden, das spüren wir doch alle. Die
Wahlergebnisse der letzten Wochen haben alle eine
Gemeinsamkeit: einen Siegeszug der Antiparteien. Ich nenne sie
bewusst „Antiparteien“, es sind die Links- und die
Rechtsaußenparteien. Dieser Siegeszug hat einen Grund:
Die politische Mitte verliert mehr und mehr die
Deutungshoheit über die Alltagssorgen der Menschen in
unserem Land oder hat sie möglicherweise schon
verloren.
Die Bürgerinnen und Bürger mit der Spritpreisbremse
an der Zapfsäule zu entlasten, das ist der richtige Weg –
gar keine Frage. Aber Bürgerinnen und Bürger an der
Zapfsäule zu entlasten, um ihnen dann das Geld im
Supermarkt wieder wegzunehmen – das ist doch ein
paradoxer Vorgang, liebe Kolleginnen und Kollegen. Und das
ist im Übrigen Politik, die keiner mehr versteht, die die
Leute gegen uns aufbringt und aufgrund derer im
Übrigen – ich sprach von Vertrauenskrise – Vertrauen
verloren geht in den Anstand, in das Gefühl für Gerechtigkeit
und auch in die Empathie der politischen Mitte.
Ja, keine Frage, es ist richtig: Wir müssen die
öffentlichen Haushalte konsolidieren. Das betrifft uns alle. Wir
unterstützen die Bundesregierung dabei. Aber
konsolidieren und priorisieren – das ist die Kunst, und das gehört
zusammen. Denn der Staat muss doch zeigen: Wir sparen
bei uns selbst, und wir holen uns nicht immer mehr Geld
bei Bürgerinnen und Bürgern. Guido Westerwelle hatte
recht, als er sagte: Nicht der Staat schenkt den Bürgern
Geld, indem er entlastet, sondern die Bürger schenken
dem Staat ihr Geld. – Er hatte recht. Und genau mit
diesem Geld müssen wir verantwortungsvoll umgehen. Ich
finde, wer Haushaltslöcher mit Steuergeldern und durch
Steuererhöhungen stopft, der macht es sich zu einfach.
Immer mehr Geld vom Bürger führt zu immer weniger
Vertrauen in die Politik. Ich finde, das ist der falsche
Weg.
Höhere Steuern auf Lebens- und Genussmittel belasten
Verbraucher und Wirtschaft, belasten Gastronomie und
mittelständische Hersteller – und das in einer ohnehin
unglaublich schwierigen Zeit. Hessen ist ein Weinland,
und deswegen wiegt für Hessen eine Steuererhöhung
beim Schaumwein besonders schwer. Der Rheingau und
die hessische Bergstraße stehen für Qualität, für
Kulturlandschaft, für regionale Wertschöpfung. Ich will es mal
so sagen: Das Beste, was eine Traube werden kann, ist
ein hessischer Wein!
(Widerspruch)
– Ja, auch ein Wein aus der Pfalz lässt sich gut trinken.
Auch einer aus Franken. Das will ich zugestehen. Und
einen Trollinger kann man auch trinken, gar keine Frage.
(Heiterkeit – Dr. Markus Söder [Bayern]: Aber
nur, wenn’s sein muss!)
Aber im Ernst, meine sehr geehrten Damen und
Herren: Die Winzerinnen und Winzer bewahren
jahrhundertealte Traditionen. Wir reden bei „Winzerinnen und
Winzern“ über Familienunternehmen, über Familienbetriebe.
Diese tragen bereits jetzt eine hohe Energielast. Sie
tragen jetzt schon hohe Personal- und Produktionskosten.
Eine weitere Belastung – das trifft die Betriebe! Das
betrifft Beschäftigte, das betrifft ganze Regionen. Und
dem Bund bringt die Schaumweinsteuer gerade einmal
65 Millionen Euro. Das muss man sich mal vorstellen!
65 Millionen Euro im Jahr, das ist am Bundeshaushalt
gemessen ein Tröpfchen auf den heißen Stein. Aber die
Auswirkung auf unsere Winzer ist eine echte
Existenzbedrohung für deren Betriebe. Auch hier geht es um
Vertrauen, auch hier geht es um Gerechtigkeit, auch hier
geht es um Empathie. Was der Staat im Haushalt
geringfügig mehr einnimmt – 65 Millionen Euro –, das büßt er
an anderer Stelle umso deutlicher ein.
Und, meine sehr geehrten Damen und Herren, es steht
ja immer noch die unsägliche Zuckersteuer im Raum. Sie
ist eine unnötige Belastung für die insbesondere
mittelständisch geprägten Getränkehersteller. Sie ist im
Übrigen eine Gefahr für Arbeitsplätze. In einer Zeit, in der
viele Menschen mit hohen Preisen zu kämpfen haben,
darf der Staat Lebensmittel und Getränke nicht noch
teurer machen. Der Staat muss die Preiskrise im Alltag
bekämpfen, er darf sie nicht beschleunigen. Es ist keine
Frage: Natürlich müssen wir über die Risiken von
Alkohol und über übermäßigen Zuckerkonsum reden. Wir
müssen aufklären, wir müssen dem Missbrauch
entgegenwirken, wir müssen einen verantwortungsvollen
Umgang fördern. Und es ist eine gemeinsame Aufgabe, dafür
zu sorgen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche
gesunde Lebensmittel und Getränke zu sich nehmen.
Aber wir müssen auf die Eigenverantwortung der
Menschen setzen, und insbesondere auf die der Eltern. Es ist
auch Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen. Aber es ist
nicht unsere Aufgabe, die Menschen über Steuern und
Preise staatlich zu entmündigen.
Bei dieser Geschichte über Gesundheitsfolgen gehört
auch zur Wahrheit: Diese Steueridee ist doch nicht aus
gesundheitspolitischen Gründen entstanden. Sie ist
entstanden, weil der Finanzminister die Haushaltslöcher
schließen will. Insofern gilt auch an dieser Stelle: Wenn
der Staat in dieser Situation die Preise treibt, dann wird er
am Ende dafür einen sehr hohen Preis zahlen. Deswegen
werbe ich für einen anderen Weg.
Die Lebensrealität und die Alltagsfragen der normalen
Menschen müssen der Mittelpunkt unserer Politik sein.
Nur dann werden wir Vertrauen zurückgewinnen; das ist
meine feste Überzeugung. Denn wir können den Leuten
ja eines wirklich nicht erklären: Wir haben im Jahr 2025
zusammen insgesamt fast 1 Billion Euro Steuern
eingenommen – das ist ein historischer Höchststand –, und
trotzdem wird weiter nach Möglichkeiten gesucht, wie
wir die Einnahmesituation des Staates verbessern. Ganz
klar: Wir haben kein Einnahmeproblem, wir haben ein
Ausgabenproblem. Insofern haben wir eine Aufgabe, und
diese Aufgabe ist, ein klares Signal zu setzen. Starke
Reformen und soziale Gerechtigkeit – das ist kein
Widerspruch, das sind zwei Seiten einer Medaille. Der
Sozialstaat ist ohne die Reformen nicht finanzierbar. Das
Gefühl, dass es in diesem Land gerecht zugeht, ist ohne
Veränderungen im System nicht erreichbar. Auch das ist
klar. Neues Vertrauen ist ohne eine Politik, die die
Alltagssorgen der Menschen ernst nimmt, nicht möglich.
Ich will auch sehr deutlich sagen: Die
Bundesregierung hat dazu bereits erste wichtige Schritte
unternommen, beispielsweise mit der Reformierung der Rente, um
das rekordverdächtig niedrige Rentenniveau zu heben.
Dass die Beiträge für die Krankenversicherung nicht
immer weiter steigen, ist ein starkes Signal. Auch dass
wir die Energiesteuer und damit den Spritpreis für die
Bürger senken – mit einer gemeinsamen
Kraftanstrengung von Bund und Ländern; das will ich betonen –, ist
ein wichtiges Signal. Aber ich will heute auch sehr
deutlich sagen: Wir reden derzeit über drei Monate. Nach
diesen drei Monaten brauchen wir eine nachhaltige
Lösung. Und „eine nachhaltige Lösung“ heißt: Wir
brauchen die Aussetzung der CO2-Bepreisung fürs Tanken
und Heizen.
Wir brauchen das klare Signal für einen Teuer-Stopp
bei den Steuern. Ich lehne die geplanten
Steuererhöhungen für Bürgerinnen und Bürger ab. Die Steuerlast ist
hoch genug. Haushaltslöcher des Staates zu stopfen,
indem man Haushaltslöcher bei den Bürgerinnen und
Bürgern, bei den Familien reißt – das ist nicht der richtige
Weg. Das ist und das bleibt falsch, meine sehr geehrten
Damen und Herren. Ich sage Ihnen: So wird diese
Preiskrise eine ernsthafte Politikkrise. Ich finde, es ist Zeit, zu
wenden. Die Chance dazu haben wir, meine sehr
geehrten Damen und Herren. – Herzlichen Dank!
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte:
Herzlichen Dank, Herr Kollege Rhein! – Das Wort hat Herr
Bürgermeister Fecker aus Bremen.
Björn Fecker (Bremen): Sehr geehrter Herr
Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich
beginne mit einem Zitat:
Die Herausforderungen, vor denen unser Land
steht, bleiben angesichts der außergewöhnlichen
globalen Unwägbarkeiten enorm.
Mit diesen Worten beginnt der Entwurf des
Haushaltsbegleitgesetzes 2027, und ich finde, dieser Satz
beschreibt die aktuelle Lage sehr gut. Denn dass wir vor
großen Herausforderungen stehen, auch globaler Art,
kann wirklich niemand leugnen. Die Auswirkungen der
Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten spüren wir im
Großen wie im Kleinen, in der Außen- und
Sicherheitspolitik ebenso wie durch steigende Lebensmittelpreise
und an der Zapfsäule. Und wir erleben weiterhin die
zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels. Der
diesjährige Hitzesommer mit Dürren, Waldbränden und
Höchsttemperaturen ist uns allen noch in guter
Erinnerung, oder besser gesagt: mahnend in Erinnerung
geblieben. Das Robert Koch-Institut geht von über 16 000
Hitzetoten allein in Deutschland aus. 16 000 Leben! Das ist
kein Weckruf mehr, das ist keine Vorwarnung. Das sind
die Folgen des Klimawandels, die uns jetzt mit voller
Wucht treffen. Umso befremdlicher ist es, dass der
Entwurf des Haushaltsbegleitgesetzes nach der treffenden
Analyse der Lage keine Antwort auf diese enormen
Herausforderungen und außergewöhnlichen globalen
Unwägbarkeiten liefert. Im Gegenteil: Statt die
Anstrengungen für Klimaschutz und Klimaanpassung zu
intensivieren, wird gekürzt.
Erstmalig werden die Erlöse aus dem Emissionshandel
nicht mehr vollständig in den Klima- und
Transformationsfonds, sondern ohne Zweckbindung in den
Kernhaushalt fließen: 2,7 Milliarden Euro aus dem
Emissionshandel, bis 2030 in Summe bis zu 13 Milliarden Euro,
und weitere 400 Millionen Euro aus dem CO2-
Grenzausgleichsmechanismus der EU. Verschärft wird dieser
schwerwiegende Punkt der Kürzung durch einen weiteren
Aspekt. Der Bundesrat berät heute den Entwurf zur
Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes. Mit
diesem soll angesichts der hohen Energiepreise auch im
kommenden Jahr auf den geplanten Anstieg der
nationalen CO2-Bepreisung verzichtet werden. Das kann man
mit Blick auf die Belastung der Bürgerinnen und Bürger
sowie der Unternehmen nachvollziehbar und richtig
finden. Gleichwohl muss man aber auch ehrlich benennen:
Die Einnahmen aus dem Brennstoffemissionshandel sind
die wichtigste Einnahmequelle des Klima- und
Transformationsfonds. Eigentlich müssten die durch die
Gesetzesänderung entstehenden Mindereinnahmen
ausgeglichen werden.
Meine Damen und Herren, die Länder Baden-
Württemberg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
haben diese Praxis im Finanzausschuss bereits deutlich
kritisiert, und ich will diese Kritik hier noch einmal in
aller Deutlichkeit wiederholen. Diese kurzsichtige
Sparpolitik wird den Druck auf die Klima- und
Naturschutzprogramme des Klima- und Transformationsfonds weiter
erhöhen. Es ist unstreitig, dass der Konsolidierungsbedarf
im Bundeshaushalt sehr anspruchsvoll ist. Ich will das
gar nicht kleinreden. Haushaltszwänge kennen wir alle.
Der Klima- und Transformationsfonds ist aber gerade
kein normaler Teil des Haushalts, der der
Gesamtdeckung dient. Er soll als eigenständiger Fonds der
Finanzierung von Klimaschutz- und
Transformationsmaßnahmen dienen, und zwar langfristig planbar und
insbesondere verlässlich. Diese Verlässlichkeit wird nun durch
das Haushaltsbegleitgesetz infrage gestellt. Wenn wir
ehrlich sind, haben wir, als wir im März letzten Jahres im
Bundesrat das Grundgesetz geändert haben – mit
zusätzlichen 100 Milliarden Euro für den KTF –, ganz sicher
nicht beabsichtigt, der Bundesregierung zu ermöglichen,
einen Teil dieser Mittel nun direkt wieder aus dem KTF
zu nehmen, um die konsumtiven Probleme des
Bundeshaushaltes zu lösen.
Ich erwarte, dass die Bundesregierung die von ihr
richtig beschriebenen enormen Herausforderungen ernst
nimmt und den Klima- und Transformationsfonds nicht
weiter als reine Verfügungsmasse betrachtet, sondern
diese Mittel endlich wieder vollständig ihrer eigentlichen
Bestimmung entsprechend nutzt. Statt für die
Haushaltskonsolidierung müssen aus dem Klima- und
Transformationsfonds deutlich mehr Mittel für die Kernaufgaben
bereitgestellt werden: für den Ausbau der kommunalen
Wärmenetze und für die Energiewende, für
Klimaanpassungsmaßnahmen, Resilienz und Hitzeschutz in unseren
Städten und Gemeinden, Krankenhäusern, Pflegeheimen,
Schulen und Kitas und für grüne Infrastruktur und
natürlichen Klimaschutz.
Die enormen Herausforderungen müssen wir
entschieden angehen. Genau das ist der Sinn des Klima- und
Transformationsfonds. Genau dafür muss er genutzt
werden und für nichts anderes. Ich würde mich freuen,
wenn diese Kritik hier heute eine Mehrheit findet. –
Herzlichen Dank!
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte:
Herzlichen Dank, Herr Kollege Fecker! – Das Wort hat Frau
Ministerin Wolf aus Thüringen.
Katja Wolf (Thüringen): Meine sehr geehrten Damen
und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Wenn wir
heute hier den Bundeshaushalt für das Jahr 2027 beraten,
können wir nicht so tun, als hätte es die letzten beiden
Wochen nicht gegeben. Ich will all jenen
Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern, die heute hier im Raum sitzen
und zum Teil einen nicht nur schwierigen, sondern
manchmal schier aussichtslosen Kampf gekämpft haben,
ausdrücklich meinen größten Respekt aussprechen. Es ist
viel passiert. Die zurückliegenden Landtagswahlen haben
gezeigt, wie groß die Kluft zwischen der bestehenden
Politik und weiten Teilen der Gesellschaft ist. Das ist aus
meiner Sicht unmissverständlich sichtbar geworden. Ich
bin davon überzeugt: Das bedroht die Demokratie in
Deutschland. Dem sollten wir ins Auge sehen und mit
Nachdenklichkeit begegnen.
Dies betrifft auch die anstehenden Reformen, die sich
im Bundeshaushalt wiederfinden. Aus meiner Sicht
braucht diese Debatte Offenheit, soziale Empathie und
eben keine Basta-Politik. Die Erklärung der ostdeutschen
Ministerpräsidenten zur Rente nach 45 Beitragsjahren
atmet einen anderen Geist, und ich finde diesen Geist
wichtig. Jede Reform, die die Gesellschaft voranbringen
will, muss offen sein für Korrekturen und Kritik. Sonst
bedeutet sie Rückschritt.
Sehr geehrte Damen und Herren, Bund und Länder
sind aus guten Gründen in ihrer Haushaltswirtschaft
getrennt. Aber sie tragen eine gemeinsame
Verantwortung, insbesondere für die Investitionspolitik, für
Wachstum und für Beschäftigung. Dies ist auch der leitende
Gedanke der Stellungnahme der Länder zum
Bundeshaushalt. Denn unser gemeinsames Interesse ist der
schnelle und bürokratiearme Einsatz der Mittel aus dem
Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität.
Wir sind hier auf einem aus meiner Sicht guten Weg,
aber es bedarf weiterer Anstrengung, damit diese Mittel
vor Ort spürbare Verbesserungen bringen, damit
Menschen sehen können, dass sich um Infrastruktur
gekümmert wird, dass dieser Staat funktioniert, und das jeden
Tag.
Zugleich möchte ich auf einige Kritikpunkte eingehen,
die sich in der Stellungnahme finden. Dies betrifft zum
Beispiel die Absenkung der Bundesbeteiligung an den
Ausgaben für die Verbesserung der frühkindlichen
Bildung, Betreuung und Erziehung. Dieser Weg ist falsch.
Wir sind doch miteinander immer schnell bei dem Wort
„PISA-Schock“ und sehr schnell bei der Frage: Warum
sind wir im Bereich Bildung so abgehängt? Wenn es aber
gilt, die Weichen richtig zu stellen, sehen wir
Hasenherzigkeit und aus meiner Sicht tatsächlich auch falsche
Entscheidungen. Die Forderung, dass diese Beteiligung
nicht abgesenkt, sondern dynamisiert werden muss,
findet die uneingeschränkte Unterstützung Thüringens.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die
tiefgreifende Frage, die sich mir mit diesem Bundeshaushalt
stellt, besteht jedoch vor allem darin, ob die
besorgniserregende Kluft zwischen der bestehenden Politik und
großen Teilen der Bevölkerung gemindert oder
gegebenenfalls sogar noch vergrößert wird und ob dieser
Haushalt die Lasten der Konsolidierung der Staatsfinanzen
gerecht und fair verteilt. Ich hoffe, es besteht Einigkeit,
dass dies nicht nur durch Kürzungen bei den Ausgaben
erreicht werden kann. Was aber derzeit hinsichtlich
Verbesserungen der Einnahmebasis im Haushalt steht, ist für
mich wenig überzeugend. Es läuft unter der Überschrift:
Die Verbraucher sollen zahlen. Tabak-, Alkohol-,
Sektsteuer und gegebenenfalls Zuckersteuer – das klingt
zunächst relativ trivial. Ist es aber nicht, wenn man genauer
hinschaut. Hohe Einkommen, Konzerngewinne und
große Vermögen bleiben dagegen von zusätzlichen
Beiträgen zur Konsolidierung verschont. Ich bin davon
überzeugt: Das fühlt sich nicht nur für mich hochgradig
ungerecht an.
Schmerzhaft spüren werden diesen Haushalt vor allem
diejenigen, bei denen schon jetzt Schmerzgrenzen
erreicht oder überschritten sind. Diejenigen, die auf
Unterhaltsvorschuss, auf die Kinder- und Jugendhilfe, auf
Wohngeld oder den Elterngeldbezug angewiesen sind,
werden diese Kürzungen am meisten spüren. Vor allem
die beabsichtigte Streichung des Sofortzuschlags beim
Kinderzuschlag: Allein davon wären 580 000 Familien
betroffen, in denen 1,4 Millionen Kinder leben.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe es
erwähnt: Nicht kritikwürdig, sondern unterstützenswert
ist die Absicherung eines hohen Investitionsniveaus im
Bundeshaushalt. Die damit verbundenen Wachstums-
und Beschäftigungsimpulse werden sich, davon bin ich
überzeugt, auch fiskalisch bemerkbar machen. Dadurch
kann der Schuldendienst bewältigt werden.
Für die geplante Größenordnung der Ausweitung der
Militärausgaben gilt das aus meiner Sicht ausdrücklich
nicht. Diese Ausgaben führen maßgeblich zu einer
Ausweitung der Neuverschuldung im
Finanzplanungszeitraum, und dies wirft ein neues strukturelles Problem für
die gesamte Haushalts- und Finanzpolitik auf. Denn die
Zinsausgaben steigen dadurch von 2026 bis 2030 um
durchschnittlich 34 Prozent jährlich auf dann 80
Milliarden Euro an. Es ist unmöglich, diese Zinsausgaben auch
nur ansatzweise durch entsprechende Überschüsse im
Primärhaushalt zu erwirtschaften; davon bin ich
überzeugt. Für mich wird damit deutlich: Nicht der
Sozialstaat überfordert die Staatsfinanzen, sondern diese Form
der schuldenfinanzierten Rüstungs- und Militärpolitik.
Angesichts der weitreichenden Auswirkungen ist es
aus meiner Sicht wichtig, kritische Stimmen in der
Gesellschaft nicht abzuwerten, sondern anzunehmen. Ich
finde es notwendig, dass von der Mehrheit abweichende
Auffassungen in dieser Debatte nicht nur bei Telegram,
Facebook und Instagram zu finden sind, sondern eben
auch in diesem Haus hier diskutiert werden. – Ich
bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte: Ganz
herzlichen Dank, Frau Kollegin Wolf!
Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. – Es
gibt noch je eine Erklärung zu Protokoll1 von Herrn
Ministerpräsident Schulze (Sachsen-Anhalt), Herrn
Minister Goldschmidt (Schleswig-Holstein) und Frau
Staatsministerin Köpping (Sachsen).
Dann steigen wir in die Abstimmungen ein.
1 Anlagen 1 bis 3
Wir beginnen mit den Punkten 2 a) und b), dem
Gesetzentwurf zum Bundeshaushalt 2027 und dem
Finanzplan des Bundes 2026 bis 2030.
Hierzu liegt Ihnen die Ausschussempfehlung vor. Zu
dieser ist um getrennte Abstimmung gebeten worden.
Ich rufe zunächst auf:
Buchstabe c! – Mehrheit.
Buchstabe e! – Mehrheit.
Ich rufe Buchstabe g ohne den Satzteil „innerhalb der
Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur
und des Küstenschutzes‘“ auf. – Mehrheit.
Jetzt bitte Ihr Handzeichen für den Satzteil „innerhalb
der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der
Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘“! – Mehrheit.
Nun bitte Ihr Handzeichen für die restlichen
Buchstaben! – Mehrheit.
Der Bundesrat hat entsprechend Stellung genommen.
Wir kommen jetzt zu Punkt 2 c), dem Entwurf eines
Haushaltsbegleitgesetzes 2027.
Zur Abstimmung liegen Ihnen die
Ausschussempfehlungen vor. Zur Einzelabstimmung rufe ich auf:
Ziffer 1! – Minderheit.
Ziffer 2! – Minderheit.
Ziffer 3! – Minderheit.
Ziffer 4! – Mehrheit.
Ziffer 5! – Mehrheit.
Ziffer 6! – Minderheit.
Ziffer 7! – Mehrheit.
Ziffer 8! – Mehrheit.
Damit entfällt Ziffer 10.
Ziffer 9! – Mehrheit.
Ziffer 11! – Mehrheit.
Ziffer 12! – Minderheit.
Der Bundesrat hat damit entsprechend Stellung
genommen.
Ich schließe den Tagesordnungspunkt.
Ich komme zu Tagesordnungspunkt 102:
TOP 102
Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien (EU) 2025/1
und (EU) 2025/2 zur Festlegung eines Rahmens für
die Sanierung und Abwicklung von
Versicherungsunternehmen sowie zur Änderung des
Aufsichtsrahmens für Versicherungsunternehmen (Versicherungs-
Sanierungs-Abwicklungs-und-Aufsichtsänderungs-
Gesetz – VSAAG) (Drucksache 558/26)
Hiermit ist der Tankrabatt verbunden.
Es liegen mir Wortmeldungen vor. Ich gebe das Wort
zunächst Frau Ministerpräsidentin Schwesig,
Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern):
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Im Mai haben wir hier gemeinsam den
Tankrabatt beschlossen, weil schon zu diesem Zeitpunkt
die hohen Spritpreise den Menschen vor Ort große
Schwierigkeiten gemacht haben: unseren Pendlerinnen
und Pendlern, die jeden Tag zur Arbeit fahren, den
Handwerkern, der Pflegekraft, dem Landwirt, vor allem
den kleinen Unternehmen, dem Mittelstand und der
arbeitenden Bevölkerung. Und als wir den Tankrabatt hier
beschlossen haben – ich weiß nicht, ob sich die
Kolleginnen und Kollegen noch erinnern –, sind gleichzeitig die
Preise an der Tankstelle erhöht worden, fast um die Höhe
des Tankrabatts. So viel zum Einfluss der
Mineralölkonzerne auf die Situation in Deutschland!
Dennoch hat der Tankrabatt etwas gebracht.
Inwiefern? Wir hatten damals eine richtige Wutwelle im Land.
Viele Menschen haben gesagt: „Das halten wir nicht
durch!“, gerade diejenigen, die jeden Tag zur Arbeit
fahren. In den Flächenländern ist das ein großes Thema,
so auch in meinem Bundesland. Die meisten pendeln. In
unseren knapp 6 000 Dörfern leben viele Menschen, die
auf ihr Auto angewiesen sind. Für ein Land mit vor allem
kleinen und mittelständischen Betrieben sind hohe
Spritpreise eine große Belastung. Ich teile nicht die Kritik,
dass das ein Ausschütten mit der Gießkanne war.
Vielmehr war es ein Instrument, mit dem wir den Menschen
zeigen konnten: Politik handelt.
Viele von uns haben aber gesagt: Das allein reicht
nicht. Wir brauchen einen Preisdeckel wie in anderen
Ländern, wie in Luxemburg, und wir brauchen die
Übergewinnsteuer, um sicherzustellen, dass nicht nur der
Steuerzahler den Tankrabatt bezahlt, sondern auch die
Mineralölkonzerne einen Teil ihrer großen Übergewinne
zurückgeben. Das ist ein Dreiklang – Tankrabatt,
Preisdeckel und Übergewinnsteuer –, mit dem Bund und
Länder gemeinsam steuern und den Menschen vor Ort, der
Wirtschaft, der Bevölkerung, zeigen können: Wir sehen
das Problem, und wir sind handlungsfähig.
Bereits im Juni habe ich den Kanzler und den
Vizekanzler gebeten, den Tankrabatt nicht wie geplant
auslaufen zu lassen, weil ja sichtbar war, dass wir weiter hohe
Spritpreise haben. Ich bedauere es sehr, dass die Stimmen
der Menschen vor Ort nicht gehört wurden und man die
Situation hat laufen lassen. Der Tankrabatt ist
ausgelaufen, und die Bundesregierung hatte keine Alternative, wie
eine Direktleistung oder gezielte Unterstützung von
Betroffenen, der kleinen und mittelständischen
Unternehmen, von Pendlerinnen und Pendlern. Man hat einfach
den Tankrabatt auslaufen lassen in der Hoffnung,
irgendwie würde es schon gut werden. Es wurde nicht gut,
es wurde schlimmer. Durch die Situation im Nahen
Osten, durch den Krieg und die angespannte Situation der
Rohstoffpreise können Mineralölkonzerne weiter die
Preise diktieren. Ich sage es ganz deutlich: In den letzten
Wochen gab es in meinem Bundesland kein anderes
Thema als: „Frau Schwesig, 2,50 Euro an der Tankstelle,
das können wir nicht mehr!“ Und das haben uns die
Menschen auch bei der Wahl gezeigt. Ich freue mich,
dass die Bundesregierung umgedacht hat, dass der
Kanzler umgedacht und jetzt gesagt hat: Wir müssen etwas
tun.
Der Tankrabatt, den wir heute beschließen, ist wichtig
für die Menschen – 17 Cent weniger. Aber das wird nicht
reichen. Der Spritpreis muss nach meiner Auffassung
wieder unter 2 Euro pro Liter fallen. Das werden wir
nicht allein mit einem Tankrabatt schaffen. Wir brauchen
einen Preisdeckel. Ich freue mich, dass sich auch dieser
Vorschlag endlich durchgesetzt hat und zum 1. Januar
2027 ein Preisdeckel kommen soll. Und ich sage ganz
deutlich: Wir brauchen auch die Übergewinnsteuer. Die
Mineralölkonzerne haben in den letzten Monaten ihre
Gewinne extrem maximiert. Allein Shell hat in den
letzten Monaten seinen Gewinn im Vergleich zum
Vorjahresquartal auf knapp 9 Milliarden Euro verdoppelt.
Deshalb wäre solch ein Instrument wichtig. Und wer die
Übergewinnsteuer ablehnt, kann ja gern ein anderes
Instrument vorschlagen. Was aber nicht geht: immer alles
ablehnen und selbst nichts vorschlagen. Wir brauchen ein
Instrument, durch das diese Übergewinne wieder an
unsere heimische Wirtschaft und an die Bevölkerung
zurückfließen. Es kann nicht sein, dass der Handwerker, der
Spediteur, die Pflegekraft, der Arbeiter, die Angestellten,
die zur Arbeit fahren, sowohl die Bevölkerung als auch
die kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die
Übergewinne der Konzerne bezahlen und dass das auf ihren
Rücken ausgetragen wird. Das halten wir wirtschaftlich
nicht durch; in der Bevölkerung nicht und in der
Wirtschaft nicht.
Es ist erfreulich, dass es in Deutschland endlich
Wirtschaftswachstum gibt. Aber gleichzeitig wird gesagt: Die
hohen Energiepreise bedrohen die Wirtschaft. – Und so
ist es ja auch. Insofern ist es wichtig, dass die
Bundesregierung jetzt zu einem Konzept kommt, wie es die
Ministerpräsidenten seit Jahren einfordern: zu einem
wirklichen Energiefahrplan für Deutschland. Wie schaffen wir
es, Energiesicherheit und Energiepreisstabilität zu
gewährleisten? Und wie können wir Bevölkerung und
Wirtschaft, vor allem kleine Betriebe und den Mittelstand, bei
den Energiepreisen entlasten? – Mecklenburg-
Vorpommern hat sich der Entschließung angeschlossen. Und wir
weisen ganz klar darauf hin: Wir haben noch weitere
Probleme. In unserem Flächenland haben viele noch eine
Ölheizung. Es gibt Familien, die ihren Tank im Vorfeld
des Winters nicht mehr volltanken können, weil es
einfach zu teuer geworden ist. Wir brauchen gezielte
Unterstützung.
Um die Demokratie zu sichern, braucht es in diesen
Zeiten klare Haltung und Kampfgeist. Aber viel
wichtiger als gute Reden über die Demokratie ist konkretes
Handeln. Das Thema „bezahlbares Leben für die
Menschen vor Ort“ ist elementar. Eine Demokratie bleibt nur
dann stabil, wenn die Menschen, die in dieser
Demokratie leben, spüren, dass der Staat sie unterstützt, ganz
besonders diejenigen, die jeden Tag arbeiten und ihren
Beitrag dazu leisten, dass es in unserem Land läuft. Wenn
das in eine Schieflage kommt, dann kommt auch die
Demokratie in eine Schieflage.
Insofern bin ich sehr froh, dass wir heute den
Tankrabatt beschließen, auch wenn er definitiv für Sachsen-
Anhalt und MV zu spät kommt. Aber wenigstens kommt
er jetzt für die Menschen. Es ist wichtig, dass die
Bundesregierung jetzt handelt – mit einem Preisdeckel, mit
einer Übergewinnsteuer und mit Lösungen für die
anderen Energiefragen. Nur der Tankrabatt allein wird nicht
reichen. Es ist sehr wichtig, dass wir uns dafür einsetzen.
Und es ist richtig, dass auch wir Länder unseren Beitrag
leisten. MV wird dem zustimmen, und wir finanzieren
das selbstverständlich mit.
Präsident Dr. Andreas Bovenschulte:
Herzlichen Dank, Frau Kollegin Schwesig! – Das Wort hat
Herr Ministerpräsident Voigt aus Thüringen.
Mario Voigt (Thüringen): Sehr geehrter Herr
Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wer in diesen
Tagen in Deutschland an einer Tankstelle steht, der blickt
nicht direkt auf die Weltlage, sondern zunächst einmal
auf die Anzeige an der Zapfsäule. Doch der Konflikt im
Nahen Osten, die unterbrochenen Öllieferungen, die
unsicheren Märkte wirken sich am Ende für die
Menschen sehr konkret aus – auf die Pendlerin in Erfurt, auf
die Pflegekraft im Eichsfeld oder auf den
Handwerksbetrieb in Jena. Thüringen wird dem Antrag heute
zustimmen. Wir sind ein Land, in dem ein Auto kein Luxus ist,
sondern eine Notwendigkeit, um zur Arbeit zu kommen,
zum Einkaufen, um die Kinder in die Schule oder zum
Verein zu bringen. Das Thema bewegt viele in
Deutschland: Die 17 Cent pro Liter sind für die Menschen, die
darauf angewiesen sind, ein echter Unterschied.
Wie die Kollegin Schwesig schon gesagt hat, muss der
Preis wieder unter 2 Euro sinken. Insofern ist es wichtig,
dass wir uns alle gemeinschaftlich hinter diese
Kraftanstrengung stellen. Denn der Rabatt fällt nicht vom
Himmel, sondern ist dadurch geprägt, dass die Länder die
Hälfte der Kosten tragen. Wir tragen sie, weil wir
glauben, dass Bund und Länder in dieser Hochpreisphase
zusammenstehen müssen. Es braucht aber auch einen
Teuer-Stopp für die Energiepreise, und das ist mehr als
nur der Tankrabatt. Da wird es um viele Fragen gehen,
die wir miteinander diskutieren müssen. Es braucht einen
ganzheitlichen Ansatz, denn die Energiepolitik ist die
soziale Frage unserer Zeit.
Wir stimmen heute zu, aber wir erwarten auch drei
Dinge:
Erstens, dass die Entlastung sehr konkret bei den
Menschen ankommt, und zwar vollständig. Man kann draußen
niemandem erklären, dass das Geld, wenn wir eine
Steuersenkung vornehmen beziehungsweise das mit
Steuergeldern finanzieren, am Ende in den Bilanzen der
Mineralölkonzerne versickert. Genau aus diesem Grund ist
wichtig, dass die Markttransparenzstelle und das
Kartellamt ab dem 1. Oktober sehr genau hinschauen und dann
auch sehr klar handeln.
Der zweite Punkt: Wir brauchen Verlässlichkeit statt
Stop and Go. Was wir im Frühjahr dieses Jahres
miteinander besprochen haben – zwei Monate Rabatt, dann
wieder Pause –, und jetzt wieder dieses „drei Monate,
dann Preisdeckel“, das hat nichts mit planbarem
Vorgehen zu tun. Wir brauchen einen ganzheitlichen Auftritt,
der vor allen Dingen rechtssicher und praxistauglich ist.
Das heißt für uns in Thüringen, dass wir einen dritten
Punkt in den Blick nehmen und die Frage stellen: Warum
senkt der Staat eigentlich mit Milliardenaufwand eine
Steuer, während er an anderer Stelle denselben Liter
Kraftstoff gezielt verteuert? Das ist draußen nicht
erklärbar. Genau deswegen haben wir schon im Juni dieses
Jahres einen Antrag hier in diesem Hohen Haus
eingebracht, in dem wir die befristete Aussetzung der
nationalen CO2-Bepreisung für Kraft- und Brennstoffe fordern.
Gerade in dieser außergewöhnlichen Hochpreisphase ist
das ein Thema, und unser Vorschlag wäre eine
nachhaltige Antwort. Denn der CO2-Preis ist Teil des
Energiepreises, und auf den haben wir als Staat unmittelbar Einfluss.
Das hat nichts mit Förderpolitiken oder Weltmarktpreisen
zu tun. Es ist eine staatliche Entscheidung, die wir treffen
können. Das wäre von der Größenordnung her ungefähr
das Gleiche wie das, was wir jetzt mit dem Tankrabatt
miteinander besprechen.
Ich weiß, jetzt kommen die Einwände und man sagt:
Du meinst es ja nicht so ernst mit Klima und
Transformation! – Ja, aus der CO2-Bepreisung speist sich auch der
Klima- und Transformationsfonds. Aber wir sollten uns
eine Sache vor Augen führen: Wir alle wollen
Klimaschutz. Wir wollen das aber auf eine realistische,
vernünftige Art und Weise. Mittelfristig wird der
europäische Emissionshandel auf Verkehr und Gebäude
ausgeweitet werden. Und dann treibt ein nationaler
Preisaufschlag gerade in diesen Zeiten die Preise an der Zapfsäule
und im Übrigen auch fürs Heizen? Die Kollegin
Schwesig hat es angesprochen: Gerade jetzt vor dem Winter
werden das die entscheidenden Fragen sein für die
Rentnerinnen und Rentner, für die Mittelständler, für
Familien. Genau aus diesem Grund halten wir diesen dritten
Schritt für mindestens genauso wichtig wie die anderen
beiden.
Der Antrag liegt seit Juni in den Ausschüssen. Ich
werbe dafür, ihm zuzustimmen, um damit
gemeinschaftlich gegenüber der Bundesregierung ein Zeichen zu
setzen, damit wir den CO2-Preis und die Stromsteuer senken
und die soziale Frage, gerade über die Energiepolitik,
miteinander lösen. Warum sage ich das in dieser
Vehemenz? Weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass das,
was wir bei den Wahlen im September dieses Jahres
gesehen haben, erst der Anfang ist, wenn wir nicht eines
in den Mittelpunkt stellen: dass das Leben für die
normalen Menschen in unserem Land wieder bezahlbar sein
muss. Und das ist das Signal. Darum geht es. Die
Energiepreise zu senken, ist dabei der erste wichtige Schritt.
Deswegen werden wir heute zustimmen. Aber wir
erwarten ein planvolleres, ganzheitliches und vor allen Dingen
auch verlässliches Handeln in der Zukunft. – Herzlichen
Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Kollege Voigt! – Als Nächstes hat das Wort: Herr
Bürgermeister Dr. Bovenschulte für Bremen.
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen): Frau
Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn die
Preise für Benzin und Diesel innerhalb kurzer Zeit so massiv
steigen, kann der Staat nicht danebenstehen und sagen:
Der Markt wird es schon richten. – Das ist gerade gut und
eingehend begründet worden. Insofern ist es richtig, dass
wir jetzt handeln, und Bremen trägt diese kurzfristige
Entlastung mit. Aber eines ist auch klar: Wir können
nicht bei jedem neuen Ölpreisschock wieder Milliarden
aufwenden, um Benzin und Diesel pauschal zu
verbilligen – zumal diesmal die Länder die Hälfte der Kosten
tragen sollen, insgesamt 1,25 Milliarden Euro. Das kann
kein dauerhaftes Modell sein. Denn zumindest mein Land
kann sich das ohne Gegenfinanzierung schon diesmal
eigentlich nicht leisten.
Die entscheidende Frage lautet aber nicht nur: „Wie
entlasten wir jetzt?“, sondern auch: „Wie machen wir es
beim nächsten Mal besser?“.
Erste Lehre: Wir brauchen gezieltere Entlastungen.
Eine pauschale Senkung der Energiesteuer wirkt schnell
und ist deshalb jetzt notwendig. Denn mit ihrer Hilfe
gelingt es, der allgemeinen Inflationsspirale die Spitze
abzubrechen. Das ist in einer akuten Krise der große
Vorteil. Aber diese Steuersenkung ist auch teuer und
unterscheidet nicht danach, wer tatsächlich Hilfe braucht.
Die Pflegekraft mit langem Arbeitsweg wird genauso
behandelt wie jemand, der höhere Spritpreise ohne
Weiteres verkraften könnte. Insofern ist es richtig, dass der
Bund endlich die Voraussetzungen für die praktische
Wirksamkeit des einkommensbezogenen
Direktauszahlungsmechanismus schafft. Wir brauchen nämlich
endlich eine Infrastruktur, mit der der Staat in einer Krise
schnell und gezielt Geld an die Menschen auszahlen kann
und somit viel punktgenauer und zielgenauer vorgehen
kann. Dann müssen wir beim nächsten Mal nicht wieder
mit der Gießkanne verteilen, sondern können diejenigen
unterstützen, die besonders belastet und auf ihr Auto
angewiesen sind. Das ist deutlich gerechter, und es
schont unsere Haushalte.
Die zweite Lehre: Wer in einer Krise außergewöhnlich
viel verdient, muss auch eine besondere Leistung
erbringen, um die Krisenkosten zu bewältigen. Ich habe es hier
im Bundesrat schon mehrfach gesagt, und es ist heute zu
Recht schon mehrfach betont worden: Es kann nicht sein,
dass einige Unternehmen an einer internationalen Krise
außergewöhnlich gut verdienen, während die
Allgemeinheit die Rechnung bezahlen muss. Das geht auf Dauer
nicht auf. Wenn Mineralölkonzerne infolge einer
geopolitischen Ausnahmelage Gewinne erzielen, die weit über
das normale Maß hinausgehen, dann ist es gerechtfertigt,
einen Teil davon zur Finanzierung der Entlastungen
heranzuziehen. Insofern unterstütze ich ausdrücklich das
Ziel einer Übergewinnsteuer; wobei mir die
Rechtstechnik eigentlich völlig egal ist. Egal, welche Farbe die
Katze hat, Hauptsache, sie fängt Mäuse. Das Instrument
muss einfach dazu dienen, nicht auf eigener Leistung
beruhende Übergewinne abzuschöpfen.
Meine Damen und Herren, das ist übrigens
ursprünglich kein sozialdemokratischer, geschweige denn
sozialistischer Gedanke. Das ist im Kern ein ordoliberaler
Gedanke. Der Ordoliberalismus sagt: Eine Marktwirtschaft
funktioniert, wenn sich die eigenen Leistungen im
Markterfolg niederschlagen. Wenn Gewinne aber einfach
nur aufgrund von Marktmacht erzielt werden, ohne dass
eigene Innovationen, Investitionen dahinterstehen, wenn
Gewinne nur deshalb explodieren, weil man sie
einstreichen kann, dann hat das mit marktwirtschaftlichen
Grundsätzen gar nichts zu tun. Deshalb, glaube ich,
sollten wir die Debatte über die Abschöpfung von
Übergewinnen ein bisschen entideologisieren. Das ist dem
Grunde nach ein zutiefst marktwirtschaftliches
Instrument.
Damit bin ich bei der dritten Lehre. Die beste
Versicherung gegen den nächsten Ölpreisschock ist, weniger
abhängig vom Öl zu sein. Kurzfristige Entlastung und
langfristiger Umbau gehören zusammen. Wir müssen
zum Beispiel Elektromobilität und alternative Antriebe
voranbringen. Das sind wir auch unserer Autoindustrie
und der Zukunft unseres Autostandortes schuldig. Wir
müssen den öffentlichen Verkehr stärken und unsere
Wirtschaft energieeffizienter machen. Das ist nicht nur
Klimapolitik, das ist Souveränitätspolitik. Wir werden
dadurch weniger abhängig von Entscheidungen anderer
und können unsere politischen Entscheidungen
autonomer fällen.
Meine Damen und Herren, Bremen trägt die
notwendige Entlastung mit – keine Frage. Aber beim nächsten
Preisschock müssen wir endlich besser vorbereitet sein.
Wir brauchen einen Staat, der schnell und gezielt hilft.
Wir brauchen eine faire Beteiligung derjenigen, die von
der Krise massiv profitieren und daran außergewöhnlich
verdienen. Und wir müssen unsere Abhängigkeit von
fossilen Energieimporten weiter verringern. Dann wird
aus einer kurzfristigen Krisenreaktion eine langfristige
Strategie. Das ist sozial gerecht, das ist wirtschaftlich
vernünftig, und das macht unser Land
widerstandsfähiger. – Herzlichen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Dr. Bovenschulte! – Als nächster Redner hat das
Wort: Herr Minister Professor Dr. Willingmann für
Sachsen-Anhalt.
Prof. Dr. Armin Willingmann (Sachsen-Anhalt):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Energiepolitik und soziale Frage hängen eng
zusammen. Insofern ist es richtig, dass die
Bundesregierung nicht weiter tatenlos zusieht, wie die
Kraftstoffpreise immer neue Höchststände erreichen. Der nun auf den
Weg gebrachte Tankrabatt ist zwar nicht perfekt – es ist
dazu hinreichend ausgeführt worden –, aber eine der
wenigen Optionen, die kurzfristig und spürbar bei den
Menschen ankommt. Dass der Benzinpreis sich dadurch
um rund 17 Cent pro Liter reduziert, ist eine vernünftige
Entscheidung. Das ist insbesondere für die Menschen im
ländlichen Raum eine wichtige Nachricht. Sie können
eben nicht – und gestatten Sie mir, das augenzwinkernd
hier in Berlin zu sagen – mal eben das Auto stehen lassen
und auf den öffentlichen Nahverkehr vertrauen.
Klar ist aber auch, dass die zeitweise Senkung der
Energiesteuer bis zum Jahresende nicht das einzige
Instrument bleiben darf. Und es ist gut, dass die
Bundesregierung – spät, aber immerhin – die Einführung eines
Spritpreisdeckels zum 1. Januar 2027 angeht. Dieses
Modell ist ja andernorts in Europa bereits erprobt.
Übrigens seit vielen Jahren: In Belgien wurde es 1974
eingeführt als Reaktion auf die damalige Ölkrise. Dieses
Modell ist auch ein taugliches für uns, denn gerade hier
kommt ein Vorteil der staatlichen Steuerung zum Tragen,
und das kommt den Steuerzahler übrigens deutlich
günstiger als die jetzige zeitweilige Senkung der
Energiesteuer, die ja mit 2,3 Milliarden Euro zu Buche schlägt.
Natürlich ist es für die Länder nicht unproblematisch,
dass sie an dieser Stelle einen Beitrag leisten müssen.
Dennoch tun wir es gern. Das Signal ist wichtig. Der
Tankrabatt im Sommer hatte die Autofahrer entlastet, und
zugleich hat er viel Geld in die Kassen der
Mineralölkonzerne gespült. Ihn im Sommer auslaufen zu lassen, meine
Damen und Herren, war ein Fehler. Und es muss Sie
nicht wundern, dass hier neben der Rednerin Manuela
Schwesig noch ein zweiter Redner steht, der einen
Wahlkampf hinter sich hat und weiß und Ihnen berichten kann,
welch elementare Bedeutung die Benzinpreise für die
Wahlentscheidung hatten. Es war falsch, den Tankrabatt
im Sommer auslaufen zu lassen. Wir haben darauf
hingewiesen, und wir haben die Folgen gespürt.
Dass Konzerne als Krisengewinnler vom Platz gehen,
das kann nicht sein, und das empfinden Menschen als
ungerecht. Deshalb ist es richtig, dass das Thema
Übergewinnsteuer weiterhin verfolgt wird. Wenn es nicht im
europäischen Rahmen geht, wie von Finanzminister Lars
Klingbeil angestrebt, dann suchen wir nach einer
deutschen Lösung. Und ich bin Bürgermeister Bovenschulte
außerordentlich dankbar, dass er gesagt hat: Es kommt
doch gar nicht darauf an, auf welcher Rechtsgrundlage.
Entscheidend ist, dass es eine taugliche Rechtsgrundlage
gibt.
Selbstverständlich müssen wir bei der Energiepolitik
darauf achten, dass wir uns unabhängiger machen.
Natürlich gehört dazu das ganze große Thema der
Transformation. Ich will das an dieser Stelle nicht ausführen.
Vielmehr möchte ich Ihnen noch einmal in Erinnerung rufen:
Es scheint doch so, dass der Benzinpreis unserer Zeit
dem Brotpreis zur Zeit der Französischen Revolution
entspricht, mit etwa jener besonderen Wirkung auf breite
Schichten unserer Bevölkerung. Und diese achten darauf,
ob etwas gerecht verteilt wird. Lassen Sie mich deshalb
schließen mit einem Wallenstein-Zitat; ich baue es etwas
um: Spät kommt er – doch er kommt, der Tankrabatt! Für
uns in Sachsen-Anhalt kommt er zu spät. Für
Mecklenburg-Vorpommern und Berlin übrigens auch. Aber es ist
richtig, dass wir ihn jetzt angehen. Denn er zeigt: Die
demokratischen Kräfte in unserem Land sind in der Lage,
zu handeln. Sie sollten diese Leistungsfähigkeit auch
weiter unter Beweis stellen, dann müssen Wahlen nicht
so ausgehen wie in Sachsen-Anhalt. – Vielen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Professor Dr. Willingmann!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. – Es
gibt je eine Erklärung zu Protokoll1 von Frau
Staatsrätin Böhning (Bremen), Frau Ministerpräsidentin
Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern), Herrn Minister
Heere (Niedersachsen) und Herrn Minister Liminski
(Nordrhein-Westfalen).
Wie vereinbart wird die Abstimmung zu diesem
Tagesordnungspunkt zurückgestellt. Der Punkt wird am
Schluss der Sitzung erneut aufgerufen werden.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 93:
TOP 93
Entschließung des Bundesrates: Internationale
wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Analyse globaler
Ungleichheit stärken – Einrichtung eines
„International Panel on Inequality“ (IPI) unterstützen –
Antrag der Freien Hansestadt Bremen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 535/26)
1 Anlagen 4 bis 7
Es liegen Wortmeldungen vor. Als Erstes darf ich das
Wort an Herrn Bürgermeister Dr. Bovenschulte geben.
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen): Frau
Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Now for
something completely different: Zwischen 2000 und
2024 sind die privaten Vermögen weltweit gewaltig
gewachsen. Vermögenszuwachs ist ja erst einmal etwas
Gutes. Doch von jedem Euro Vermögenszuwachs entfiel
auf die ärmere Hälfte der Menschheit gerade einmal
1 Cent. Auf das reichste Prozent der Menschheit entfielen
vom gesamten Vermögenszuwachs von jedem Euro
41 Cent. In diesem Jahr wurde das Vermögen eines
einzelnen Menschen erstmals auf mehr als 1 Billion Dollar
geschätzt – Sie wissen, wen ich meine. Gleichzeitig hat
rund jeder vierte Mensch auf der Welt nicht mal
gesicherten Zugang zu ausreichender Nahrung. Das ist kein
Naturgesetz. Wie groß diese Ungleichheit ist und wie sie
sich entwickelt, hängt wesentlich von politischen
Entscheidungen ab. Deshalb kann Politik sie auch verringern
und muss es.
Vor gut einer Woche haben sich 37 ehemalige Staats-
und Regierungschefs, darunter auch der frühe
Bundeskanzler Olaf Scholz, aus allen Weltregionen und ganz
unterschiedlicher politischer Herkunft mit einem
eindringlichen Appell an die Welt gewandt. Ihre Botschaft
war unmissverständlich: Die Kluft zwischen Arm und
Reich ist zu groß; die Welt braucht ein International
Panel on Inequality, einen unabhängigen internationalen
Rat für Fragen der Ungleichheit. Genau dafür werbe ich
heute hier im Bundesrat. Denn, meine Damen und
Herren, Ungleichheit herrscht ja nicht nur in fernen Ländern.
Sie beginnt vor unserer eigenen Haustür. Nehmen wir
Bremen: Der Unterschied in der Lebenserwartung
zwischen unserem wohlhabendsten Stadtteil und unserem am
wenigsten wohlhabenden Stadtteil liegt bei ungefähr acht
Jahren. Das ist ein Tatbestand, den wir niemals als
normal hinnehmen dürfen und den wir in ganz vielen
Städten, Großstädten und anderen Orten in Deutschland, auch
haben. Deshalb handeln wir alle jeden Tag vor Ort, um
diese Ungleichheit zu verringern, und diese
Verantwortung tragen wir auch selber.
Wir wissen aber auch, dass die Frage der Ungleichheit
vor Grenzen keinen Halt macht. Wenn große Konzerne
ihre Gewinne dorthin verschieben, wo kaum Steuern
anfallen – und das kann man sehr schön an den
Finanzberichten vieler Unternehmen sehen –, dann entzieht uns
das die Mittel, um Ungleichheit vor Ort zu bekämpfen,
dann fehlen Einnahmen für Kitas, Schulen und
Krankenhäuser, nicht nur in Bremen, sondern auch in Bayern oder
Baden-Württemberg. Wer Ungleichheit wirksam
bekämpfen will, muss deshalb vor Ort entschlossen handeln
und international eng zusammenarbeiten. Das muss
ineinandergreifen. Hier fangen wir nicht bei null an.
Vielmehr gibt es Ansatzpunkte. Aber die vorhandenen Daten
müssen, das vorhandene Wissen muss
zusammengetragen werden.
Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat auf der letzten
Konferenz der G20-Staaten gesagt: Wir brauchen eine
Institution, wie sie der Weltklimarat für Fragen der
Klimapolitik darstellt, eine Institution, die der Politik
nicht vorschreibt, was sie zu machen hat, sondern eine
Institution, die Daten sammelt, um langfristige Strategien
zu entwickeln, wie Ungleichheit angegangen werden
kann. – Wie gesagt, der Weltklimarat ist dafür ein gutes
Vorbild. Selbst wenn er im Moment mit seiner Arbeit
nicht so durchdringt, wie das in der Vergangenheit der
Fall war: Ohne dass wir solche Herausforderungen
gemeinsam angehen, werden wir sie nie bewältigen können,
und wir werden hinterher den Preis dafür zahlen müssen,
zum Beispiel in Form verstärkter Migrationsbewegungen.
Meine Damen und Herren, Reduzierung von
Ungleichheit ist ein wichtiges Thema. Ich begrüße deshalb
ausdrücklich, dass Bundesministerin Radovan diese
Woche in New York die Unterstützung der Bundesregierung
für das International Panel on Inequality signalisiert hat.
Daran sollten wir jetzt gemeinsam anknüpfen. Brasilien,
Spanien, Norwegen – viele Länder gehen diesen Weg
bereits. Deutschland gehört an ihre Seite. Dabei sind uns
wissenschaftliche Unabhängigkeit, Transparenz und eine
international ausgewogene Beteiligung besonders
wichtig. Dafür setzen wir uns bei den anstehenden Beratungen
ein. Am Ende geht es um ein Versprechen: dass die
Herkunft eines Menschen nicht über seine Zukunft
entscheidet. Dieses Versprechen gilt für Bremen-Gröpelingen
genauso wie für Lagos oder São Paulo. Diesem
Versprechen müssen wir gerecht werden, weltweit und vor Ort.
Ich bitte Sie herzlich um Ihre Unterstützung und
bedanke mich für die Aufmerksamkeit.
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank! –
Als nächster Redner hat das Wort: Herr
Parlamentarischer Staatssekretär Saathoff, Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Johann Saathoff, Parl. Staatssekretär bei der
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte
Damen und Herren! Moin! Die Welt steckt in einer tiefen
Krise, einer Ungleichheitskrise. Die Ungleichheit erreicht
in immer mehr Ländern auf der ganzen Welt
Rekordwerte. Es ist ein gutes Zeichen, wenn Bundesrat und
Bundesregierung mit einer Stimme sprechen. Lassen Sie mich
die Zahlen, die Bürgermeister Dr. Bovenschulte genannt
hat, wiederholen: Von jedem Euro Wachstum, den die
Welt in den letzten 25 Jahren erwirtschaftet hat, ging nur
1 Cent an die ärmere Hälfte der Menschheit – nur
1 Cent! –, aber 41 Cent landeten in den Taschen des
reichsten Prozentes – Menschen wie Elon Musk, Warren
Buffett oder Jeff Bezos. Die Konzentration von Reichtum
in den Händen weniger und die wachsende Ungleichheit
entfachen Verteilungskonflikte; sie gefährden den
gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie; zum
Beispiel, wenn Superreiche massiv die Politik
beeinflussen, während andere sich politisch abgehängt fühlen, oder
wenn Menschen mit weniger Vermögen im
Bildungssystem strukturell schlechter abschneiden und deshalb
dauerhaft mit weniger Einkommen leben müssen.
Gerade in Deutschland sehen wir, wie stark sich
Ungleichheit über Generationen quasi vererbt. Und die
jüngste PISA-Studie hat es gerade wieder gezeigt:
Deutschland steht bei der Chancengleichheit so schlecht
da wie nie. Ungleichheit ist ein weltweites Phänomen,
das vor Deutschland eben nicht haltmacht, ein Phänomen,
dem wir den Kampf ansagen müssen, hier in Deutschland
und international. In diesem Kampf sind wir gerade einen
Schritt weitergekommen.
Am Rande der UN-Generalversammlung in New York
ist diese Woche die Einrichtung des International Panel
on Inequality auf den Weg gebracht worden. Für die
Bundesregierung hat Bundesentwicklungsministerin
Alabali Radovan an der Sitzung teilgenommen. Das neue
Expertinnen- und Expertengremium soll an der
Universität der Vereinten Nationen angesiedelt werden. Sein Ziel
ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu liefern über das
Ausmaß und über die Folgen von Ungleichheit, vor allen
Dingen dazu, wie Ungleichheit weltweit abgebaut werden
kann.
Der Kampf gegen Ungleichheit ist eines der
Kernthemen der deutschen Entwicklungspolitik. Um nur ein
Beispiel unserer Arbeit zu nennen: Wir fördern in mehr
als 30 Partnerländern faire und effiziente Finanzsysteme.
Dabei kommt es auch ganz entscheidend auf progressive
Steuersysteme an. Denn wenn die starken Schultern eine
größere Last tragen als die schwachen, dann stabilisiert
das ganze Gesellschaften. Das ist nicht unverschämt.
Vielmehr ist das angemessen. Deutschland ist nicht nur in
der Entwicklungszusammenarbeit stark, wenn es um
Ungleichheit geht. Auch unsere Forschung kann sich
sehen lassen, so zum Beispiel das Forschungszentrum
SOCIUM der Universität Bremen, lieber Herr
Bundesratspräsident Bovenschulte, wo zu den Folgen von
Ungleichheit für die Gesellschaft geforscht wird. Ich bin
sicher, dass Deutschland mit dieser und weiterer
Forschung viel zur Arbeit des neuen International Panel on
Inequality beitragen kann. Umgekehrt werden wir
hierzulande von den Ergebnissen des Panels profitieren können.
Sehr geehrte Damen und Herren, dass das Panel auf
den Weg gebracht werden soll, sendet ein wichtiges
Signal. Es reicht nicht, Ungleichheit zu beklagen. Was wir
brauchen, sind effektive politische Maßnahmen, um
Ungleichheit weltweit abzubauen. Wir brauchen solide
wissenschaftliche Erkenntnisse, auf die sich die Politik
stützen kann, und wir brauchen sichtbare Verbesserungen für
die Menschen im Alltag. Deutschland leistet dazu seinen
Beitrag. – Herzlichen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Staatssekretär!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.
Ich weise die Vorlage dem Kulturausschuss zu.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 96:
TOP 96
Entschließung des Bundesrates „Klimaanpassung
und Naturschutz als Gemeinschaftsaufgabe
verankern – Länder und Kommunen finanziell bei der
Bewältigung der Folgen des Klimawandels
umfassend unterstützen“ – Antrag der Länder
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland gemäß
§ 36 Absatz 2 GO BR – (Drucksache 533/26)
Dem Antrag sind Bremen und Hamburg
beigetreten.
Es liegen Wortmeldungen vor. Ich erteile als Erstes
das Wort: Frau Ministerpräsidentin Schwesig aus
Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern):
Vielen Dank! – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Wir legen Ihnen hier einen Antrag vor mit dem
Ziel, dass sich Bund und Länder im Grundgesetz auf eine
neue Gemeinschaftsaufgabe verständigen, die
Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz. Wir
alle haben in diesem Sommer erlebt, wie der
Klimawandel auch unser Land verändert. Wir hatten einerseits
Hitzerekordwerte – in Sachsen-Anhalt wurden 42 Grad
gemessen – und gleichzeitig in vielen Regionen Hagel
und Starkregen. Wir alle hatten mit dem Phänomen der
starken Hitze zu kämpfen, vor allem viele ältere und
kranke Menschen, und gleichzeitig mit Starkregen. Laut
dem Robert Koch-Institut sind in diesem Sommer 16 000
Menschen durch die Hitze gestorben. Gleichzeitig gab es
enorme Schäden an der Infrastruktur, zum Beispiel in der
Landwirtschaft durch Waldbrände. Deshalb ist es
wichtig, dass wir uns gemeinsam – Kommunen, Länder und
Bund – stärker auf das Thema Klimaanpassung
einstellen, mit einem Hitzeplan, ganz speziell für soziale
Einrichtungen, für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, und
mit mehr Naturschutz.
Wir haben in Deutschland zwei wichtige
Gemeinschaftsaufgaben: Agrar- und Küstenschutz und
gemeinsame Wirtschaftsförderung. Beide
Gemeinschaftsaufgaben zeigen, dass bei elementaren Themen für die
Bundesrepublik Deutschland Kommunen, Bund und Länder eng
zusammenarbeiten und damit Erfolge erzielen konnten.
Die Gemeinschaftsaufgabe Wirtschaftsförderung hat
elementar dazu beigetragen, dass sich unser Bundesland
wirtschaftlich gut entwickelt hat, dass wir
Wirtschaftswachstum haben, dass wir in vielen Branchen
vorankommen. Die Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz hat
elementar dazu beigetragen, dass wir als Küstenland uns
gerade bei starken Wetterereignissen viel besser schützen
können.
Insofern ist es wichtig, das jetzt auch beim Thema
Klimaanpassung zu machen. Ob man dafür das
Grundgesetz ändert oder nicht oder wie man zum Thema
Klimaschutz steht – das ist keine ideologische Frage. Das
Ganze erfordert eine ganz pragmatische Antwort. Eine
Grundgesetzänderung ist erforderlich, um diese
Gemeinschaftsaufgabe auch gemeinsam – Kommunen, Länder
und Bund – zu finanzieren. Denn das, was Kommunen
und Länder alleine leisten, wird für die Zukunft nicht
reichen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass der
Bundesumweltminister mit diesem Vorschlag vorangegangen ist.
Wir als Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen
diesen Vorschlag. Unser Umweltminister Till Backhaus
hat diesen Vorschlag schon seit Jahren forciert.
Ich bin sehr dankbar, dass wir hier einen gemeinsamen
Antrag einiger Länder vorgelegt haben, dass weitere
Länder dazugekommen sind. Ich erhoffe mir im
Bundesrat eine pragmatische, unideologische Diskussion
darüber, wie wir die ganz konkreten Auswirkungen des
Klimawandels, von Hitze, von Starkregen, die sich ganz
konkret auf die Bevölkerung, auf die Wirtschaft
auswirken, gemeinsam angehen. Denn eins ist klar: Der Schutz
vor Klimawandel, der Schutz vor Starkregen, vor großen
Wetterereignissen, großer Hitze darf nicht abhängig
davon sein, wo man wohnt und wie viel Geld man hat.
Diesen Schutz müssen wir allen Bürgerinnen und
Bürgern bieten, der Wirtschaft bieten. Vor diesem
Hintergrund plädieren wir sehr dafür, dass wir zu dieser
Gemeinschaftsaufgabe kommen.
Allein das Grundgesetz zu ändern, reicht nicht. Das
Ganze muss auch mit konkreten Maßnahmen und Plänen
unterlegt werden. Daran arbeiten wir gemeinsam. Das ist
aus unserer Sicht keine Zukunftsaufgabe, sondern eine
Gegenwartsaufgabe. Wir bitten um gute Beratungen im
Bundesrat und um weitere Unterstützung.
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Frau Kollegin Schwesig! – Als Nächstes hat das Wort:
Herr Minister Meyer aus Niedersachsen.
Christian Meyer (Niedersachsen): Vielen Dank! –
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und
Herren! Gestern meldeten das „Morgenmagazin“ und die
„Tagesschau“ ein Konjunkturrisiko: „Hitze senkt Europas
Wirtschaftsleistung“ – dieses Jahr voraussichtlich um
113 Milliarden Euro. Deutschland ist besonders stark
betroffen. Diese Zahl beruht auf einer Berechnung der
Allianz-Versicherung, also eines DAX-Konzerns. Die
Allianz hat berechnet, um wie viel geringer die
Wertschöpfung alleine durch hitzebedingte Krankheiten,
Produktionsausfälle et cetera. ausfällt. Durch die sich
verschärfende Klimakrise sinkt die Arbeitsproduktivität, es
gibt Fehlzeiten. Dadurch kommt es nach diesen
Berechnungen europaweit zu einem Verlust von einem halben
Prozent der Wirtschaftsleistung, des BIP. Rechnet man
noch die Einbußen durch direkte Auswirkungen der
Klimakrise hinzu – Hochwasser, Waldbrände,
Starkregenereignisse, Dürren, die massiv zunehmen, und
landwirtschaftliche Schäden durch Wassermangel und
Überhitzung –, dann kommt man nach diesen Berechnungen für
Deutschland in den letzten fünf Jahren auf weitere
50 Milliarden Euro.
Die Umweltministerinnen und Umweltminister waren
letztes Jahr im Ahrtal. Die dortige Katastrophe ist fünf
Jahre her. Neben den vielen Menschenleben, die sie
gekostet hat, sind alleine durch diese Katastrophe Schäden
in Höhe von 30 Milliarden Euro entstanden, deren
Beseitigung wir übrigens gemeinsam, Bund und Länder, zu
einer Gemeinschaftsaufgabe gemacht haben. Die Hälfte
dieser Schäden zahlt der Bund, die Hälfte zahlen die
Länder. Niedersachsen trägt mit fast 1 Milliarde Euro
dazu bei, die Schäden im Ahrtal zu beseitigen. Auch alle
anderen Länder beteiligen sich daran. Das zeigt:
Nichtstun ist keine Option. Die Klimakrise ist da. Sie kostet
Menschenleben; Ministerpräsidentin Schwesig hat die
Hitzetoten angesprochen. Für die Klimaanpassung bedarf
es auch einer Unterstützung der Kommunen. Der
Klimawandel ist keine abstrakte Zukunftsdebatte mehr. Er ist in
unseren Städten, Gemeinden, unserer Natur, in unserem
Alltag angekommen. Wir hatten an 48 von 49
niedersächsischen Messpunkten in diesem Jahr
Temperaturrekorde. Es war noch nie so warm wie in diesem
Sommer. Die Hitzewellen, Dürren, Starkregenereignisse,
Hochwasser, Waldbrände der vergangenen Jahre zeigen:
Die Klimakrise ist auch eine Belastungsprobe für unseren
Staat. Die Frage ist daher nicht mehr, ob wir handeln
müssen. Die Frage ist, ob wir die notwendigen
Konsequenzen ziehen.
Aus unserer Sicht ist Klimaanpassung wie die anderen
angesprochenen Themen eine nationale Pflichtaufgabe.
Wer Klimaanpassung noch als freiwillige Zusatzaufgabe
betrachtet, verkennt die Realität. Kommunen müssen ihre
Infrastruktur schützen. Durch Hitze kommt es auch zu
mehr Schäden an der Straßeninfrastruktur, an
Stromleitungen, an Wasserleitungen. Wir haben Wasserkrisen.
Wir müssen Wasser- und Abwassersysteme ertüchtigen.
Wir müssen Hochwasserschutzmaßnahmen an vielen
Orten in ganz Deutschland ausbauen. Wir müssen
Grünflächen erhalten, entsiegeln und unsere Städte und
Kommunen gegen extreme Hitze widerstandsfähig machen.
Gleichzeitig sind die Folgen zu bewältigen, die durch den
Verlust von Natur und Biodiversität entstehen. In den
Wäldern sind mittlerweile durch die Trockenheit enorme
Waldschäden zu beobachten. Das sind keine lokalen
Einzelaufgaben mehr. Das sind Herausforderungen von
nationaler Tragweite.
Deshalb meinen wir: Wir brauchen einen politischen
Paradigmenwechsel. Klimaanpassung und Naturschutz
müssen als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und
Ländern im Grundgesetz verankert werden. Es geht um den
Schutz von Menschen. Es geht um den Schutz vor Hitze.
Dabei helfen Förderprogramme, die oft sehr kompliziert
sind, nicht aus. Vielmehr muss es darum gehen, in
Deutschland eine dauerhafte Klimaresilienz zu erreichen
und damit zu zeigen: Wir sind verlässlich. Dafür
brauchen wir aber auch Fördermittel. Es wird Milliarden
kosten, alleine die Krankenhäuser in Deutschland
klimaresilient zu machen. Pflegeeinrichtungen, Schulen,
Kindertagesstätten müssen auf die nächsten Hitzewellen
vorbereitet werden. Das kann man nur im Rahmen einer
Gemeinschaftsaufgabe machen. Es geht um
Gesundheitsschutz, soziale Gerechtigkeit und darum, staatliche
Verantwortung wahrzunehmen.
Der Bund hat vor etwas mehr als zwei Jahren ein
Klimaanpassungsgesetz verabschiedet. Die Länder und
Kommunen sollen Hitzeplanung, Hochwasserschutz,
Starkregenvorsorge machen. Das hat der Bund uns als
Pflicht gegeben. Er hat – wie fast immer – kein Geld
dazugegeben. Die Länder müssen diese Aufgaben alleine
finanzieren. Das Land Niedersachsen hat diese
Pflichtaufgabe der Klimaanpassung im Rahmen der Konnexität
an die Kommunen übertragen und stellt dafür
Landesmittel bereit. Aber das wird nicht ausreichen. Wenn man sich
vorstellt, wie viele Deiche wir ertüchtigen müssen, wie
viele Hochwasserschutzanlagen wir errichten müssen, für
wie viel Begrünung wir sorgen müssen, dann muss man
sagen: Das geht nur mit einer gemeinsamen
Kraftanstrengung. Gerade finanzschwache Kommunen sind
darauf angewiesen. Es ist wie bei der Feuerwehr: Jeder
Euro, den wir in Klimaanpassung, in Hitzeschutz
investieren, ist am Ende auch ein Schutz unserer Wirtschaft,
unserer Menschen, unserer Natur, unseres Klimas.
Deshalb sollten wir nicht auf Sonntagsreden und
angekündigte Förderprogramme warten, sondern jetzt eine
Gemeinschaftsaufgabe beschließen. Das wäre ein gutes Zeichen.
Denn die Klimakrise ist eine Daueraufgabe und lässt sich
nicht leugnen.
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Kollege Meyer!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. – Es
gibt eine Erklärung zu Protokoll1 von Frau Ministerin
Martin (Mecklenburg-Vorpommern).
Ich weise die Vorlage den Ausschüssen zur Beratung
zu, und zwar dem Umweltausschuss – federführend –
sowie dem Ausschuss für Arbeit, Integration und
Sozialpolitik, dem Agrarausschuss, dem EU-Ausschuss,
dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, dem Finanzausschuss, dem
Gesundheitsausschuss, dem Innenausschuss und dem
Wirtschaftsausschuss – mitberatend.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 97:
TOP 97
Entschließung des Bundesrates „Einführung einer
gesetzlichen Regelung zum „Recht auf
Vergessenwerden“ für ehemals an Krebs erkrankte Menschen“
– Antrag der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
Bremen, Niedersachsen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 543/26)
Dem Antrag ist der Freistaat Thüringen beigetreten.
1 Anlage 8
Es liegt die Wortmeldung von Frau
Ministerpräsidentin Schwesig für Mecklenburg-Vorpommern vor.
Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Wir legen Ihnen einen Antrag für ein Recht auf
Vergessenwerden vor. Natürlich möchte niemand
vergessen werden. Hier geht es aber um das Vergessen einer
Erkrankung. Viele Menschen in Deutschland erleben die
Diagnose Krebs. Die gute Nachricht ist: Krebs ist nicht
gleich Krebs. Heute können wir mit bester medizinischer
Versorgung, modernen Therapien und großer
Anstrengung von Wissenschaftlern, Ärzten und Pflegekräften
und Anstrengungen der Betroffenen und ihrer Familien
und der Selbsthilfe Krebs längst wirksam bekämpfen.
Nicht immer – aber viele Menschen erleben, was ich
selbst persönlich erlebt habe: dass man an Krebs
erkranken kann, Krebs überwinden kann und wieder gesund
werden kann.
Aber viele Menschen erleben dann, obwohl sie
sicherlich niemals diese Krebserkrankung persönlich vergessen
werden, dass sie durch diese Erkrankung Nachteile
haben, dass dann, wenn man Kredite abschließen will, wenn
es um eine Adoption geht, diese Erkrankung immer noch
eine Rolle spielt und man dadurch Nachteile hat. Das
betrifft vor allem Jüngere, während andere, wie ich, als
ich an Krebs erkrankt war, schon längst in der Mitte des
Lebens waren und viele Dinge für sich vorher klären
konnten. Gerade junge Menschen, die noch ihr ganzes
Leben vor sich haben, die sich noch für einen Beruf
entscheiden, für einen Hausbau, für eine Adoption, dürfen
diese Nachteile nicht haben. Genau darum geht es bei der
Initiative „Recht auf Vergessenwerden“ für ehemals an
Krebs erkrankte Menschen. Wir wollen solch ein Recht
auch für andere Erkrankungen. Das geht! Andere Länder
haben das längst. Wann der richtige Zeitpunkt ist, soll
nicht die Politik entscheiden. Wann eine Erkrankung
überwunden ist, entscheidet die Medizin.
Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei der
Initiative „Recht auf Vergessenwerden“, deren Sprecher,
Herr Burggraf, heute hier im Bundesrat ist, bei der
Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und der
DGHO, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und
medizinische Onkologie e. V., denn sie fordern seit
Jahren Maßnahmen, um diese Diskriminierung zu beenden.
Die Initiative „Recht auf Vergessenwerden“ hat auch
erfolgreich eine Petition im Bundestag gestartet. Das ist
ein Thema, das vielen Menschen am Herzen liegt – auch
mir. Durch das Engagement von Betroffenen und von
Initiativen, Vereinen, Verbänden, die Betroffene
vertreten, sind wir in der Politik auf dieses Thema aufmerksam
geworden. Das ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen,
dass wir Dinge in Deutschland durch diese Initiativen
verändern. Deshalb schlagen wir mit unserem Antrag
vor – herzlichen Dank an die Länder, die ihn schon
unterstützen und beigetreten sind –, dass wir ein solches Recht
auf Vergessenwerden einer Erkrankung einführen, so wie
es schon längst in anderen Ländern besteht, um
Menschen, die ihre Krebserkrankung oder eine andere
Erkrankung überwunden haben, zukünftig ein Leben ohne
weitere Nachteile zu ermöglichen.
Ich bitte um gute Beratungen im Bundesrat, um
Unterstützung dieser Initiative, um Aufnahme dieser
Angelegenheit durch die Bundesregierung – ich weiß, dass die
Bundesjustizministerin dafür ein offenes Ohr hat –, um
den Menschen, die erfolgreich gekämpft haben, ein Recht
zu geben, das jeder andere auch hat, der nicht erkrankt
ist.
Zum Schluss möchte ich mich bei den Menschen in
Deutschland bedanken, die mithelfen, Krebs zu
überwinden, den unzähligen Wissenschaftlern, die jeden Tag an
besseren Therapien und Medikamenten arbeiten,
denjenigen, die im ambulanten und stationären Bereich die
Erkrankten unterstützen, aber vor allem auch den Vereinen
und Verbänden, die über die Selbsthilfe Menschen stark
machen. Wir als Politik können sie alle mit dieser
Initiative unterstützen. Dafür bitte ich um Unterstützung.
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Frau Kollegin Schwesig!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.
Ich weise die Vorlage – federführend – dem
Rechtsausschuss und – mitberatend – dem Ausschuss für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem
Finanzausschuss, dem Gesundheitsausschuss, sowie dem
Innenausschuss zu.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 98:
TOP 98
Entschließung des Bundesrates „Europas
industrielle Zukunft stärken, europäische
Industriearbeitsplätze gegenüber unfairen Wettbewerbspraktiken
schützen, einseitige Abhängigkeiten reduzieren“ –
Antrag der Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-
Württemberg gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 546/26)
Dem Antrag sind Bremen, Niedersachsen und das
Saarland beigetreten.
Es liegen zwei Wortmeldungen vor. Als Erstes hat das
Wort: Frau Ministerin Neubaur für Nordrhein-Westfalen.
Mona Neubaur (Nordrhein-Westfalen): Sehr geehrte
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir
erleben eine Phase globaler Disruption und massiver
Destabilisierung der Weltmärkte durch Kriege und ein
fatales geopolitisches Kräftemessen. Was immer richtig
war, ist es jetzt umso mehr: Eine regelbasierte
Handelspolitik, freie Märkte und die Achtung der
Menschenrechte sind und bleiben essenzielle Grundlage für
internationale Wirtschaftskooperationen und damit für Wohlstand
und Fortschritt weltweit. Darum geht es: stark im Handel,
fair durch Regeln.
Der Handel zwischen der Europäischen Union und der
Volksrepublik China ist seit Jahren durch starke
einseitige Wettbewerbsverzerrungen zulasten Europas geprägt.
Dazu zählen insbesondere hohe direkte und indirekte
Subventionen für chinesische Unternehmen und eine
deutlich unterbewertete chinesische Währung. Diese
Wettbewerbsverzerrungen tragen zu wachsenden
Ungleichgewichten in der Handelsbilanz bei, erhöhen den
Wettbewerbs- und Importdruck, treffen
Schlüsselbranchen und kosten Arbeitsplätze bei uns, in unserem
starken industriellen Kern. Aber wir sind diesen
Entwicklungen nicht ausgeliefert. Wir können, wir müssen und wir
werden handeln. Der europäische Binnenmarkt gehört
mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 18,8 Billionen
Euro zu den größten und stärksten Wirtschaftsräumen der
Welt. Die Europäische Union verfügt über starke
Instrumente, um faire Bedingungen wiederherzustellen. Genau
diese wollen wir konsequent angewendet und zielgenau
ergänzt wissen.
Europäische Handelsschutzinstrumente, vor allem
„safeguard measures“ im Bereich Stahl, wollen wir
entschlossen zur Geltung bringen. Staatlich verursachte
Wettbewerbsverzerrungen in weiteren Produktgruppen
müssen frühzeitig adressiert werden. Wir werden nicht
zuschauen, wenn wir in Europa unfair behandelt werden.
Deshalb gilt es, insbesondere die Ausweitung von
Ausgleichszöllen auf weitere Sektoren zügig vorzubereiten
und vorläufige Ausgleichsmaßnahmen nach dem Vorbild
anderer Handelspartner früher einzusetzen.
Ausgleichsmaßnahmen können insbesondere erforderlich sein, wenn
erhebliche Importzuwächse oder Handelsumlenkungen
die europäische Industrie ernsthaft schädigen oder zu
schädigen drohen. Klar ist: Unterschiede bei
Standortbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit allein sind noch
keine unfairen Wettbewerbsvorteile. Unfaire
Handelspraktiken müssen deshalb transparent und
nachvollziehbar nachgewiesen werden. Aber angesichts der
augenfälligen Marktverzerrungen durch chinesische
Überkapazitäten und staatliche Eingriffe steht für mich außer Frage,
dass wir in Europa hier zügig und koordiniert
handelspolitische Maßnahmen ergreifen müssen.
Ganz entscheidend ist auch die Resilienz unserer
Lieferketten. Wir müssen gegen Abhängigkeiten
entschlossen vorgehen und unser Erpressungspotenzial
minimieren. Dazu wollen wir erstens ein umfassendes aktuelles
Lagebild der kritischen Import- und
Abhängigkeitsstrukturen schaffen, gerade mit Blick auf die seltenen Erden
und Schlüsselbranchen und gerade in Bezug auf China,
das hier seine Monopolstellung strategisch einsetzt.
Darauf aufbauend wollen wir zweitens mit den europäischen
Partnern für eine eng begrenzte Zahl besonders kritischer
Güter weitere Maßnahmen zur Diversifizierung von
Lieferketten und zum Abbau einseitiger Abhängigkeiten
entwickeln. Wir müssen alles daransetzen, Europa
insbesondere in technologischen Schlüsselbereichen wie der
Halbleiterproduktion, aber auch den Produktionswegen
für den Ausbau der Erneuerbaren so resilient und
diversifiziert wie möglich aufzustellen. Unsere Maßnahmen
hierzu müssen entschieden, aber auch verhältnismäßig,
möglichst marktwirtschaftlich und bürokratiearm
ausgestaltet sein. Gleichzeitig wollen wir Europa von innen
festigen, unsere europäischen Produktionsstandorte
stärken, Innovationskraft heben und unseren Binnenmarkt
gemeinsam weiterentwickeln.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, abschließend möchte
ich noch einmal ausdrücklich betonen: Es geht bei den
genannten Maßnahmen nicht um Protektionismus oder
Decoupling der EU von einem starken internationalen
Wettbewerber. Es geht darum, in einem geoökonomisch
komplexen Umfeld eine faire Wettbewerbsordnung zu
verteidigen und die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken, nachhaltig zu stabilisieren und
weiterzuentwickeln. China ist und bleibt ein wichtiger Handelspartner
für Deutschland und Europa, aber eben auch einer der
größten und schärfsten systemischen Wettbewerber, mit
dem es ein stabiles und verlässliches Level Playing Field
zu definieren gilt. Offene Märkte brauchen offene Türen,
aber keine offenen Flanken. Die einen offen zu halten
und die anderen zu schließen, ist das Anliegen des
vorliegenden Entschließungsantrags. – Vielen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank! –
Als Nächstes hat das Wort: Herr Ministerpräsident
Özdemir aus Baden-Württemberg.
Cem Özdemir (Baden-Württemberg): Sehr geehrte
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Anfang der Woche habe ich folgende Schlagzeile in der
Presse gelesen: Ökonomen warnen vor höheren
Autopreisen durch Zölle. – Diese Warnung richtet sich an die
gesamte Europäische Union, die ja gegenwärtig über
derartige Zölle nachdenkt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen
dabei erging – mich hat diese Warnung an den Beginn
der 1990er-Jahre erinnert, als sich der Mainstream der
Ökonomen ziemlich sicher war, dass der weltweite
Handel ausschließlich Vorteile mit sich bringt. Für Regionen,
für Branchen, für lokale Arbeitsmärkte sei das geradezu
vernachlässigbar. Wir wissen, dass es anders gekommen
ist. Das war kurz vor Beginn des Beitritts Chinas zur
Welthandelsorganisation, kurz vor dem ersten China-
Schock. Dieser Schock beruhte damals auf billigen
Konsumgütern. Er betraf vor allem die Vereinigten Staaten
von Amerika. Über 2 Millionen Industriejobs gingen in
den USA dadurch verloren, mit dramatischen Folgen.
Wir kennen die Bilder vom sogenannten Rust Belt. Es ist
nicht übertrieben, von einer sozialen Katastrophe zu
sprechen – eine Katastrophe, die ihren Beitrag dazu
geleistet hat, dass die USA heute ein tief gespaltenes Land
sind mit allen Konsequenzen, die wir hier ja spüren.
Nun haben wir es mit dem zweiten China-Schock zu
tun. Aber dieses Mal trifft es eben nicht die USA,
sondern uns. Es trifft nicht irgendwelche Branchen, sondern
es trifft die Kern- und die Leitbranchen unseres Landes.
Es trifft die Automobilwirtschaft, es trifft den
Maschinenbau, es trifft die Chemieindustrie, es trifft die
Pharmabranche, es trifft den hochinnovativen Kern unserer
Wirtschaft. Allein in der deutschen Automobil- und
Zulieferindustrie sprechen wir von knapp 800 000
Arbeitsplätzen, im deutschen Maschinenbau von 1 Million.
Deshalb ist für uns klar: Wir dürfen den Fehler der USA
nicht wiederholen.
Was also müssen wir tun? Protektionismus, da besteht
sicherlich Einigkeit, wäre der absolut falsche Weg. Ich
bin Ministerpräsident eines Exportbundeslandes. Insofern
ist der Wert des Freihandels Teil unserer DNA. Wir sind
Land des Freihandels und wollen das auch in Zukunft
bleiben. Aber ich will auch mit einem weiteren
Missverständnis aufräumen: Wenn wir auf dem Feld der
Handelspolitik aktiv werden, ersetzt das nicht, dass wir
unsere Hausaufgaben machen, ersetzt das nicht, die
notwendigen Reformen, über die wir hier diskutieren,
anzugehen.
Ich will noch etwas Weiteres sagen: Wir erkennen die
historische Leistung der Volksrepublik China an,
innerhalb weniger Jahrzehnte Hunderte Millionen Menschen
aus tiefer Armut geführt zu haben. Wir sind davon
beeindruckt, mit welcher Zielstrebigkeit sich China in den
vergangenen Jahrzehnten wirtschaftlich und
technologisch entwickelt hat, vor allem von der verlängerten
Werkbank zum harten Wettbewerber. Es bestreitet auch
niemand das Recht chinesischer Unternehmen, bei uns
erfolgreich Geschäfte zu machen, genauso wie wir
Europäer weiterhin Geschäfte in China machen wollen.
Worauf wir allerdings künftig stärker bestehen
müssen, sind gleiche Chancen für alle, und daran hapert es
gegenwärtig. Es ist ja inzwischen hinreichend untersucht
und dokumentiert: Während chinesische Unternehmen
bei uns weitgehend freie Bahn haben, sind unsere
Unternehmen in China mit vielfältigen und massiven Hürden
konfrontiert. Während unsere Unternehmen sich im
Großen und Ganzen selbst durchschlagen müssen, werden
chinesische Unternehmen hoch subventioniert und
genießen erhebliche währungspolitische Vorteile. Das ist kein
Freihandel, wie er sein müsste, sondern eine
Wettbewerbsverzerrung allererster Güte. Damit dürfen wir uns
nicht abfinden. Dagegen müssen wir gemeinsam aktiv
werden.
Ich begrüße es deshalb sehr, dass sich der BDI, der
VDA und der VDMA entsprechend deutlich positioniert
haben. Es besteht hier Einigkeit zwischen
Arbeitgeberseite und Arbeitnehmerseite. Im Mittelpunkt stehen
Gespräche, Verhandlungen, gerne auch, wo immer möglich,
freiwillige Selbstbeschränkungen. Das sollte auch in
Zukunft an erster Stelle stehen. Dennoch ist es Zeit, die
Europäische Union stärker zu befähigen, wenn alles
andere nicht hilft, auch mit Schutzzöllen reagieren zu
können. – Vielen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Kollege!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.
Ausschussberatungen haben nicht stattgefunden.
Wer ist dafür, bereits heute in der Sache zu
entscheiden? – Mehrheit.
Wer ist dafür, die Entschließung zu fassen? –
Mehrheit.
Damit hat der Bundesrat die Entschließung gefasst.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 3:
TOP 3
Gesetz zur Stärkung des Innovations- und
Wirtschaftsstandorts Deutschland durch
Erprobungsfreiräume (Drucksache 490/26)
Hier gibt es zwei Wortmeldungen. Als Erstes erteile
ich das Wort Herrn Staatsminister Pentz aus Hessen.
Manfred Pentz (Hessen): Sehr geehrte Frau
Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ein
Staat muss handlungsfähig sein, aber die Menschen
müssen auch wahrnehmen, dass dem so ist. Er muss
Entscheidungen treffen, die die Menschen fühlen und spüren
und am besten auch positiv zur Kenntnis nehmen. Und er
muss den Menschen das Leben leichter machen. Deshalb
ist Bürokratieabbau kein Selbstzweck. Bürokratieabbau
ist die Grundlage für eine starke Demokratie und die
Grundlage dafür, dass sich unsere Unternehmen entfalten
können, sowohl im Inland als auch im Export. Das hat
der Ministerpräsident von Baden-Württemberg sehr klar
vorgetragen.
Meine Damen und Herren, Bürokratieabbau sichert
letztendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer
Wirtschaft, und er sorgt dafür, dass Bürgerinnen und Bürger,
Unternehmen, Kommunen und Verwaltungen weniger
Zeit mit Papierkram verschwenden. Weniger Formulare,
weniger Berichtspflichten, weniger Nachweispflichten,
weniger Kontrollen und mehr Zeit fürs Wesentliche
müssen die Maxime sein. Gerade angesichts der jüngsten
Wahlergebnisse glaube ich, das hier noch mal mit Fug
und Recht hinterlegen zu können.
Die Menschen erwarten zu Recht, dass der Staat ihre
Probleme löst. Unser Ministerpräsident Boris Rhein hat
das vorhin sehr klar dargestellt. Die Hessische
Landesregierung begrüßt deshalb das vorliegende Gesetz. Es ist
gut, es ist wichtig, liebe Frau Kollegin Connemann. Aber
es ist auch nur ein erster Schritt. Das Gesetz wird
natürlich von allen Ländern unterstützt. Dafür bin ich sehr
dankbar. Trotzdem zeigt es: An manchen Stellen fehlt
uns scheinbar noch der Mut. Warum? Das Gesetz erlaubt
Ausnahmen und befristete Abweichungen, aber eben nur
in formalen Fragen.
Ich danke dem Freistaat Sachsen, ich danke dem Land
Schleswig-Holstein, dass sie unserer Entschließung
beigetreten sind, und will kurz erklären, worum es uns genau
geht. Wir wollen übergreifende Lösungen testen,
natürlich auch unter klaren Bedingungen, aber wir wollen es
den Kommunen so leicht wie möglich machen, und wir
wollen ihnen so viel Verantwortung und
Ermöglichungsspielraum geben, wie es nur geht. Wir in Hessen haben
im März dieses Jahres einen ersten Schritt gemacht auf
der Grundlage unseres Ersten Bürokratieabbaugesetzes
mit 130 konkreten Maßnahmen. Die Grundlage unseres
Zweiten Bürokratieabbaugesetzes sind 168 Maßnahmen,
und unser KommFlex-Gesetz erlaubt Kommunen
Abweichungen von gesetzlichen Vorgaben und Standards.
Meine Damen und Herren, die Erfahrungen in Hessen
sind extrem gut. Die Kommunen wollen gestalten. Sie
wollen gar nicht unbedingt weniger Gesetze, sondern
vielmehr pragmatische Lösungen. Sie wollen die Dinge
selbst voranbringen im Sinne der Staatsmodernisierung,
im Sinne des Bürokratieabbaus. Wir müssen uns alle
gemeinsam in einer großen Kraftanstrengung und sehr
viel schneller von Bürokratie freischwimmen. Wir
Hessen leisten unseren Beitrag in dieser Frage seit Beginn
der Legislatur sehr klar, sehr konkret, sehr konsequent.
Und vor allen Dingen: Wir bemessen den Fortschritt an
den Herausforderungen der Menschen im konkreten
Leben. Wir reden nicht global, galaktisch über „one in,
two out“ oder „one in, ten out“, sondern fragen: Was
bedeutet das eigentlich konkret für die Leute da draußen,
die auf dem Amt warten oder im Netz festhängen oder
irgendwelche Formulare ausdrucken müssen?
Meine Damen und Herren, wir Hessen wollen in
dieser Frage im positiven Sinne weiterhin Wadenbeißer sein
und die Bundesregierung nach Kräften unterstützen. Das
heute vorliegende Gesetz ist eine Grundlage. Aber ich
sage: Es muss sehr viel stärker und noch konsequenter
weitergehen. – Vielen Dank!
Vizepräsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Herr Staatsminister Pentz! – Als Nächstes hat das Wort:
Frau Parlamentarische Staatssekretärin Connemann,
Bundesministerium für Digitales und
Staatsmodernisierung.
Gitta Connemann, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Frau
Präsidentin! Meine Damen und Herren! Deutschland war
und ist Innovationsland. Erfindungen von deutschen
Forschern, Mittelständlern oder Tüftlern haben die Welt
verändert – bis heute. Vom Buchdruck über Autos,
Herzklappen oder Quantencomputer. Wir sind das Land der
Ideen und des Erfindergeistes, auch dank – und das zu
sagen, sei mir gestattet – eines starken Mittelstandes in
diesem Land. Aber inzwischen scheitern gute Einfälle
nicht selten daran, dass wir zu langsam, zu kompliziert
und auch zu wenig mutig sind. Die Rückmeldung, die ich
von Unternehmerinnen und Unternehmern erhalte, ist,
dass sie viel zu häufig Sätze hören wie: „Das geht nicht“,
„Das haben wir noch nie gemacht“ oder: „Dafür fehlt die
entsprechende Rechtsgrundlage“.
Genau das ändern wir gemeinsam heute mit unserem
Bundeserprobungsgesetz. Denn wir wissen: Innovation
braucht einen Ort, an dem ausprobiert werden darf und
auch einmal gesagt werden darf: „Das funktioniert noch
nicht“. Das ist Scheitern – nein, das ist Lernen! Genau
dafür schaffen wir die Reallabore.
Der Deutsche Bundestag hat im Juni den Weg dafür
frei gemacht. Und heute folgt der nächste Meilenstein:
Ihre Zustimmung, auf die ich hoffe und um die ich bitte.
Denn künftig soll gelten: ausprobieren statt abwarten.
Das ist übrigens mehr als ein neues Gesetz. Es ist ein
neues Verständnis von Staat. Wir geben Menschen mit
Ideen Raum, Unternehmen Raum, und wir geben vor
allem unseren Behörden Raum. Das
Bundeserprobungsgesetz schafft dafür eine allgemeine Erprobungsklausel.
Maßnahmen zur Beschleunigung oder zur Senkung der
Kosten von Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren
oder aber auch zur Verwaltungsdigitalisierung können
vor Ort im Reallabor getestet werden. Wir geben mit
dieser Generalklausel den Beschäftigten von Bund,
Ländern und in den Kommunen ein einmaliges Werkzeug in
die Hand, ein Novum. Sie dürfen proben und von
bundesrechtlichen Verfahrensregeln abweichen. Das ist
Vertrauen statt Kontrolle. Was funktioniert, soll nicht im
Reallabor bleiben. Es soll Maßstab werden für ganz
Deutschland. Das Gesetz schafft dafür drei große Freiräume.
Erstens: Freiraum für neue Ideen. Im Zuge von
Genehmigungen für Reallabore werden
innovationsfreundliche Erkenntnisse systematisch gesammelt, und sie sollen
zurück in die Gesetzgebung fließen; denn ein guter
Versuch darf nicht im Aktenordner enden.
Zweitens: Freiraum für unsere Verwaltung. Herr
Minister Pentz hat es bereits dargestellt: KI ausprobieren zu
dürfen, Zuständigkeiten zu bündeln, Verwaltung zu
digitalisieren, Leistungen anzubieten, ohne dass Bürger und
Betriebe fünf Formulare ausfüllen müssen, das ist
moderner Staat.
Drittens: Freiraum in wichtigen Einzelfällen. Wir
haben dafür fachgesetzliche Experimentierklauseln zur
Verfügung gestellt – im Gesundheitswesen, im
Jugendmedienschutz, in der digitalen Verwaltung, bei der
Registermodernisierung für die Wirtschaft, in der
Telekommunikation und im Luftverkehr. Damit schaffen wir die
konkreten Möglichkeiten, Neues zu erproben.
Aber ich bin auch bei Herrn Minister Pentz, der sagt,
dass das nur der Anfang sein kann. So sehen wir es auch.
Wir brauchen mehr dieser Freiräume. Da sind wir
gefordert – gemeinsam, als Bund und Länder. Ja, es ist eine
Kraftanstrengung. Aber es ist eine Kraftanstrengung, die
sich lohnt, um deutlich zu machen, dass dieser Staat
kann, egal ob Bund, Länder oder Kommunen, dass wir
handlungsfähig sind und damit auch Vertrauen
zurückerobern können. Denn Deutschland war immer stark, wenn
aus Ideen Wirklichkeit geworden ist. Jetzt müssen wir
dafür sorgen, dass der Weg von der Idee zur Wirklichkeit
nicht an Bürokratie oder Überregulierung scheitert. Wir
wollen keinen Staat, der Innovation erklärt. Wir wollen
einen Staat, der Innovation ermöglicht. Darum schaffen
wir Experimentierräume. Darum schaffen wir Reallabore.
Darum sagen wir heute gemeinsam: Wer etwas Neues
kann, soll es in Deutschland ausprobieren können, nicht
irgendwann, nicht nach zehn Jahren, sondern genau jetzt.
Ausprobieren statt abwarten, das ist der Kern dieses
Gesetzes, und das ist der Anspruch an einen modernen Staat.
Einfach mal machen! – Vielen Dank!
Amtierender Präsident Dr. Florian Herrmann:
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.
Wir kommen zur Abstimmung über die
Ausschussempfehlungen.
Wer ist dafür, dem Gesetz gemäß Ziffer 1
zuzustimmen? – Mehrheit.
Damit hat der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt.
Wir haben noch über die empfohlene Entschließung
abzustimmen. Bitte Ihr Handzeichen für:
Ziffer 2! – Mehrheit.
Ziffer 3! – Mehrheit.
Damit hat der Bundesrat die Entschließung gefasst.
Wir kommen zur Grünen Liste. Zur gemeinsamen
Abstimmung nach § 29 Absatz 2 der Geschäftsordnung
rufe ich die in dem Umdruck 7/20261
zusammengefassten Beratungsgegenstände auf. Es sind dies die
Tagesordnungspunkte:
4, 6, 7, 10 bis 12, 15, 30, 40, 41, 44, 53, 54, 59,
61 bis 63, 68, 73, 74, 76 bis 79, 82, 84 bis 89.
Wer den Empfehlungen und Vorschlägen folgen
möchte, den bitte ich um das Handzeichen. – Mehrheit.
Somit ist das so beschlossen.
Zu Tagesordnungspunkt 15 sind die Länder
Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und das Saarland
der Vorlage beigetreten.
Eine Erklärung zu Protokoll2 haben abgegeben: zu
Punkt 74 Herr Minister Goldschmidt (Schleswig-
Holstein) und zu Punkt 77 Frau Staatsrätin Böhning
(Bremen).
1 Anlage 9
2 Anlagen 10 und 11
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 5:
TOP 5
Gesetz zur Regelung der Förderung des Spitzensports
und weiterer Maßnahmen gesamtstaatlicher
Bedeutung im Sport sowie zur Errichtung der Spitzensport-
Agentur (Sportfördergesetz – SpoFöG)
(Drucksache 493/26)
Es liegen dazu zwei Wortmeldungen vor. – Zunächst
Herr Staatsminister Schuster aus Sachsen, bitte!
Armin Schuster (Sachsen): Herr Präsident! Meine
sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Der deutsche
Spitzensport steht vor gleichermaßen spannenden wie
immensen Herausforderungen. Einerseits wollen wir uns
um Olympische und Paralympische Spiele in
Deutschland bewerben. Andererseits müssen wir leistungsmäßig
bis dahin – ich gehe ja davon aus, dass unsere Bewerbung
erfolgreich ist – spätestens wieder unter den Top-Fünf-
Ländern der Welt sein, im Winter sogar unter den Top
Drei. Davon sind wir eine ganze Ecke weg. Das war aber
mal so, und deswegen wollen wir dahin zurück. Die
internationale Konkurrenz ist enorm. Aber dass
Deutschland mit Köln/Rhein-Ruhr oder München beste Chancen
hat – mit einem Augenzwinkern: und mit Berlin gehabt
hätte – und dass wir die Olympischen Spiele nach
Deutschland holen, davon sind wir überzeugt.
Deutlich schwieriger ist allerdings das Ziel zu
erreichen, wieder deutlich mehr Medaillen bei internationalen
Höhepunkten zu erringen. Insofern ist die mit dem
Sportfördergesetz geplante Neuausrichtung zentral für die
Zukunft des deutschen Spitzensports. Wir tun das zum
ersten Mal. Deshalb hat das Ganze eine immense
Bedeutung. Das vorliegende Gesetz baut auf zwei neuen und
entscheidenden Stellschrauben auf:
Erstens: Planungssicherheit für Verbände, Standorte,
Athleten und Trainer. Mit diesem Gesetz wird eine
verlässliche Grundlage für die Anerkennung von
Bundesstützpunkten, Leistungszentren und die langfristige
Arbeit der Fachverbände gelebt. Damit erhält auch die
Olympiabewerbung des DOSB aus unserer Sicht
zusätzlich Rückenwind.
Zweitens. Die neue Spitzensportagentur ist das
Herzstück des Gesetzes und bündelt nach dem erfolgreichen
britischen Vorbild Förderung und Steuerung in einer
Hand. Wir versprechen uns davon mehr Effizienz und vor
allem den Abbau von Überregulierung. Als rechtsfähige
Stiftung des öffentlichen Rechts garantiert die Agentur
Unabhängigkeit sowie Transparenz und soll vor allem
eine zielgenauere Mittelvergabe gewährleisten. Sie
ermöglicht den längst überfälligen Systemwechsel weg von
komplexen Förderkulissen und zersplitterten
Verantwortlichkeiten hin zu einer sinnvollen strategisch und
sportfachlich geführten Förderung. Athleten, Trainer,
Verbände und Vereine sind in die Förderentscheidungen
angemessen eingebunden.
Meine Damen und Herren, Leipzig ist der ideale
Perspektivstandort für die Agentur. Zum einen als etablierte
Sportmetropole vom Breiten- bis zum Spitzensport. Ich
erinnere an sehr viele Großsportevents, an den nahen
Kanupark, an das Sportforum et cetera. Zum anderen
sitzen in Leipzig das Institut für Angewandte
Trainingswissenschaft, das IAT, und die Sportwissenschaftliche
Fakultät der Universität Leipzig. Dort haben wir seit
einiger Zeit die akademische Trainerausbildung
wiederbelebt, ein echtes Erfolgsmerkmal der deutschen
Sportgeschichte.
Meine Damen und Herren, Sportstadt, Fakultät, IAT,
die Agentur, das ist so etwas wie ein magisches Quadrat.
Mehr mit dem Spitzensport verzahnte Expertise geht
kaum in Deutschland. Deswegen sind wir ein bisschen
stolz. Ich danke den vielen Unterstützern, auch den
Ländern, die uns dabei unterstützt haben. Die Ansiedlung am
Standort Leipzig ist nicht zuletzt auch ein wichtiges
Signal des Bundes und der Länder für die Stärkung
ostdeutscher Standorte. Sachsen hat den gesamten
Reformprozess gemeinsam mit allen Ländern konstruktiv und
kritisch begleitet und plädiert deshalb für die Zustimmung
zum vorliegenden Gesetz. Das Sportfördergesetz ist ein
konsequenter und richtiger Schritt. Für die
Spitzensportagentur ist Leipzig der absolut richtige Ort, wie es
übrigens die Stadt auch als Mitausrichter Olympischer Spiele
wäre. – Mal schauen!
Mein Dank gilt an dieser Stelle der ehemaligen
Staatsministerin Christiane Schenderlein. Sie hat großen
Anteil an der Genese dieses Gesetzes. Und ich bin mir
absolut sicher, dass Sie, lieber Herr Rauhe, erstens dank
dieses Gesetzes und zweitens, aber viel wichtiger, dank
Ihrer persönlichen Erfahrungen uns sicher eine goldenere
Zukunft weisen können. Das brauchen wir, und das ist
das Ziel dieses Gesetzes.
Ich spreche hier ja in einer ganz besonderen Stadt und
möchte vor dem Hintergrund der Entscheidung, die
vorgestern in Berlin getroffen wurde, abschließend noch
etwas sagen: Sport ist nicht die schönste Nebensache der
Welt. Unsere Investitionen in den Breiten- wie
Spitzensport oder in Olympische und Paralympische Spiele sind
Investitionen in die hervorragende Arbeit unserer
Ehrenamtler und Vereine, in denen Werte wie Leistung,
Ausdauer, Teamgeist, Integration, Diversität oder Inklusion
tagtäglich gelebt werden. Mehr gesellschaftlichen Return
für jeden Fördereuro kann ich mir in kaum einem anderen
Politikfeld vorstellen. Insofern verschwenden wir da
nichts. Wir entscheiden morgen mit dem DOSB in
Baden-Baden, glaube ich jedenfalls, das absolut Richtige für
unser Land. Egal, wer es wird: Ich wünsche großen
Erfolg. – Vielen Dank!
Amtierender Präsident Dr. Florian Herrmann:
Vielen Dank, Herr Kollege Schuster! – Als Nächstes hat
das Wort: Herr Staatsminister Rauhe aus dem
Bundeskanzleramt. – Bitte, Herr Staatsminister!
Ronald Rauhe, Staatsminister beim Bundeskanzler:
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und
Herren! Ich stehe heute hier als Staatsminister für Sport
und Ehrenamt. Aber ich stehe auch als jemand vor Ihnen,
der den Spitzensport aus einer ganz anderen Perspektive
kennt: als Athlet und als Olympiasieger. Ich weiß, was es
bedeutet, über Jahr
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- part_of_vorgang → Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 17 Verkehrssicherstellungsgesetz über die Sicherstellung von Güterbeförderungen auf der Straße (VSGGüV (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung eines Mitglieds des Kuratoriums der Stiftung "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung eines stellvertretenden Mitglieds für den Eisenbahninfrastrukturbeirat (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung von Beauftragten des Bundesrates in Beratungsgremien der Europäischen Union für die Ständige Arbeitsgruppe der Kommission "Indikat (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung von Beauftragten des Bundesrates in Beratungsgremien der Europäischen Union (Umweltschutz auf Kommissions- wie auf Ratsebene - The (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung von Beauftragten des Bundesrates in Beratungsgremien der Europäischen Union (Umweltschutz auf Kommissions- wie auf Ratsebene - The (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Dreißigstes Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes und anderer Gesetze (30. BAföGÄndG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Drittes Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Dritte Verordnung zur Änderung der EVPG-Verordnung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Arbeitnehmerfreizügigkeit schützen - Missbrauch wirksam bekämpfen (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Biotechnologie fördern und den deutschen Wirtschaftsstandort stärken (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vereinfachen und entbürokratisieren" (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Den Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels stärken" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Einführung einer gesetzlichen Regelung zum "Recht auf Vergessenwerden" für ehemals an Krebs erkrankte Mensche (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Entlastung des öffentlichen Raums durch Anpassung der gesetzlichen Regelungen für Drogenkonsumräume (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Europas industrielle Zukunft stärken, europäische Industriearbeitsplätze gegenüber unfairen Wettbewerbsprakti (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Fernverkehrshalte in der Fläche - Sicherung des Schienenpersonennahverkehrs" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Flächendeckender Ausbau multiprofessioneller Kinderschutzstrukturen" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates für faire Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Analyse globaler Ungleichheit stärken - Einrichtung eines (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Klimaanpassung und Naturschutz als Gemeinschaftsaufgabe verankern - Länder und Kommunen finanziell bei der Be (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention - kritische Bestandsaufnahme des § 177 StGB" (Absetzung von der TO)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Reduzierung der Anzahl der anerkannten Ausbildungsberufe in der dualen Berufsausbildung" (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Deutschland" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Verleitung Minderjähriger zur Selbstschädigung mittels digitaler Medien strafrechtlich wirksam erfassen" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zum für das Jahr 2026 vorgesehenen Bericht der Europäischen Kommission über die Bewertung und Überprüfung gemä (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur Bekämpfung der Kriminalität junger Menschen in Deutschland (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur Stärkung der Befugnisse der Verfassungsschutzbehörden bei Fahrerlaubnisermittlungen (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur steuerlichen Entlastung von Vereinen und zum Bürokratieabbau im Vereinssteuerrecht (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur Unterstützung der Tafeln (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur wirksameren Bekämpfung des sogenannten "Autoposing" im öffentlichen Straßenraum (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz - 1. KJHSRG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Finanzplan des Bundes 2026 bis 2030 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Fünftes Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Fünftes Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" (5. MuKStiftÄndG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Fünfte Verordnung zur Änderung der Frequenzverordnung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gemeinsame Mitteilung an das Europäische Parlament und den Rat - Werte verteidigen, Reformen vorantreiben, Wirkung erzielen: Die humanitäre (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz für Bürokratierückbau im Bereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie in weiteren Bereichen (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz für mehr Gerechtigkeit durch die Stärkung der Zollverwaltung und die Bekämpfung der Finanzkriminalität (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz über den Zugang zu Schuldnerberatungsdiensten für Verbraucher (Schuldnerberatungsdienstegesetz - SchuBerDG) (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2027 (Haushaltsgesetz 2027 - HG 2027) (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sondervermögens für das Jahr 2027 (ERP-Wirtschaftsplangesetz 2027 - ERPWiPlanG 202 (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Neuregelung des Rechts des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz über eine Beauftragte oder einen Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen Straftaten im (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Partnerschaftsabkommen vom 17. Januar 2026 zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und dem Gemein (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Übereinkommen vom 16. Dezember 2025 zur Einrichtung einer Internationalen Schadensersatzkommission für die Ukraine (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusamm (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zu der Mehrseitigen Vereinbarung vom 15. Januar 2025 zwischen den zuständigen Behörden über den Austausch von GloBE-Informationen (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Bürokratierückbau im Verkehrsbereich (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Bürokratierückbau, zur Digitalisierung und zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Migrationsverwaltung (KI-Migrationsverwaltungsgesetz - KIMVG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung der Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge sowie damit zusammenhängender straßenverkehrsrechtli (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts zur Synchronisierung des Anlagenzubaus mit dem Netzausbau sowie zur Verbesserung des Netzan (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Festlegung von Flächenbedarfen und zur Genehmigungserleichterung für Windenergieanlagen an Land und (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Preisangabenrechts zur Sanktionierung von Verstößen gegen nationale und europäische Regelungen über Preisangaben (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Tabaksteuergesetzes (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Verbesserung der telekommunikationsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau v (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes und weiterer umweltrechtlicher Vorschriften (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Bereinigung des Hochschulrechts und des Rechts der Graduiertenförderung des Bundes (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für mehr Flexibilität im Stromsystem und zur Gewährleistung der Versorgung (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung des Befristungsrechts im Wissenschaftsbereich (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung des Bundespolizeigesetzes (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts sowie zu weiteren Änderungen der Zivilprozessordnung im Bereich des internationalen Zi (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung des Verpflichtungsgesetzes und zur Änderung des Europäische-Staatsanwaltschaft-Gesetzes (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Arbeitsförderung (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Neuregelung des Rechts über entwaldungsfreie Produkte sowie zur Umsetzung von bestimmten Vorschriften der Richtlinie (EU) 2024/12 (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Reform des Nachrichtendienstrechts (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Regelung der Förderung des Spitzensports und weiterer Maßnahmen gesamtstaatlicher Bedeutung im Sport sowie zur Errichtung der Spi (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Stärkung der genossenschaftlichen Rechtsform (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Stärkung der Reserve (Reservestärkungsgesetz - ResStG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland durch Erprobungsfreiräume (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien (EU) 2025/1 und (EU) 2025/2 zur Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Versicher (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Vereinfachung und Fortentwicklung des Wohngeldgesetzes (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Glückwünsche zum Geburtstag (Ansprache)
- part_of_vorgang → Haushaltsbegleitgesetz 2027 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Jahressteuergesetz 2026 (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, die Europäische Zentralbank, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialaussch (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat - OceanEye: Eine EU-Meeresbeobachtungsinitiative KOM(2026) 268 endg.; Rat (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Neunte Verordnung zur Änderung der Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Strafrechtsänderungsgesetz - Gesetz zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes kritischer Infrastrukturen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung über den elektronischen Austausch zwischen Notaren und Finanzämtern im Bereich der Grunderwerbsteuer (GrESteAV) (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung über die Ermittlung der Schlüsselzahlen für die Aufteilung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer für die Jahre 2027, 2028 un (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von europäischen Regelungen zum Ökodesign und zur Energieverbrauchskennzeichnung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 und zur Umsetzung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2022/2427 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen und zur Änderung der (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Verwendung von Kommunikationshilfen für Personen mit Hör- oder Sprachbehinderung in Gerichtsverfahren (Gerichtskommunikations (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag des Bundesrates für die Bestellung eines Mitgliedes des Vorstandes der Deutschen Bundesbank (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für einen Beschluss des Rates zur Einrichtung des spezifischen Programms zur Durchführung von "Horizont Europa", dem Rahmenprogram (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über das Verfahren zur Genehmigung von Systemen, die Satellitenmobil (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über einen Rahmen für Maßnahmen zur Stärkung des Halbleiterökosystem (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/1369 und der Verordnung (EU) 2 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2018/1725 des Europäischen Parlamen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/782 in Bezug auf den Schutz vo (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung von "Horizont Europa", dem Rahmenprogramm für Forsch (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Rahmens für Maßnahmen zur Stärkung der Biotechno (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Wahl der Vorsitzenden des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz (Wahl)
- part_of_vorgang → Zweite Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Artenschutz von Zaun- und Mauereidechse bei Bauma (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Zweites Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsunfallstatistikgesetzes (2. Durchgang)
- part_of_vorgang → Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Zwölftes Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen und anderer Gesetze (12. GWB-Novelle) (1. Durchgang)
- spoke_in ← Andreas Bovenschulte (Rede)
- spoke_in ← Armin Schuster (Rede)
- spoke_in ← Bettina Martin (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Björn Fecker (Rede)
- spoke_in ← Boris Rhein (Rede)
- spoke_in ← Cansel Kiziltepe (Rede)
- spoke_in ← Cem Özdemir (Rede)
- spoke_in ← Christian Bernreiter (Rede)
- spoke_in ← Christian Meyer (Rede)
- spoke_in ← Constanze Geiert (Rede)
- spoke_in ← Gitta Connemann (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Heike Hofmann (Rede)
- spoke_in ← Ina Scharrenbach (Rede)
- spoke_in ← Jacqueline Bernhardt (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Jan Redmann (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Johann Saathoff (Rede)
- spoke_in ← Kathrin Wahlmann (Persönliche Erklärung gem. § 32 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Katja Wolf (Rede)
- spoke_in ← Manfred Pentz (Rede)
- spoke_in ← Manuela Schwesig (Rede)
- spoke_in ← Melanie Schlotzhauer (Rede)
- spoke_in ← Mona Neubaur (Rede)
- spoke_in ← Nancy Böhning (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Nathanael Liminski (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Oliver Krischer (Rede)
- spoke_in ← Petra Köpping (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Robert Crumbach (Rede)
- spoke_in ← Ronald Rauhe (Rede)
- spoke_in ← Sven Schulze (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Timon Gremmels (Rede)
- spoke_in ← Tobias Goldschmidt (Rede (zu Protokoll gegeben))