Schriftliche Frage 204 von Marcel Bauer (DIE LINKE): Wie hoch war die Hektarzahl, der für den Zweck der Klimaanpassung umgebauten Waldfläche in den einzelnen Bundesländern ohne Hamburg und Brem…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 5. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 204 von Marcel Bauer (DIE LINKE): Wie hoch war die Hektarzahl, der für den Zweck der Klimaanpassung umgebauten Waldfläche in den einzelnen Bundesländern ohne Hamburg und Brem…
Frage 204 (Marcel Bauer, Die Linke):
Wie hoch war die Hektarzahl, der für den Zweck der Klimaanpassung umgebauten Waldfläche in den einzelnen Bundesländern ohne Hamburg und Bremen (bitte aufschlüsseln nach Privat- und Körperschafts- bzw. Landeswald im Jahr 2025), und wie viele Hektar Flächenumbau in diesem Sinne werden durch die Aufstockung der Mittel im kommenden Jahr für einen klimaresistenten Waldumbau erwartet?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf vom 8. Oktober 2026:
Die Beratung und Förderung der privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer sowie die Bewirtschaftung der Landeswälder ist Aufgabe und Zuständigkeit der Länder. Eine Übersicht über die mit Bundesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ geförderte Waldumbaufläche (Hektar) im Privat- und Kommunalwald in Deutschland für den Zeitraum 2018 bis 2025 kann der als Anlage beigefügten Aufstellung entnommen werden. Eine bundesweite Statistik über die tatsächliche gesamte Waldumbaufläche über alle Besitzarten und Finanzierungsquellen liegt der Bundesregierung nicht vor. Waldumbau zielt darauf ab, Wälder aus nicht klimaresilienten Baumarten, in vielen Fällen reine Fichten- oder Kiefernwälder, schrittweise in strukturierte, standortgerechte Laub- und Mischwälder aus klimatoleranten Baumarten umzuwandeln. Die Daten der Bundeswaldinventur 2022 liefern hierzu klare Fortschritte im Waldumbau, ohne allerdings hieraus konkrete aktiv geschaffene Umbauflächen ableiten zu können. Die Strukturvielfalt der Wälder in Deutschland hat demnach im Vergleich zur Bundeswaldinventur 2012 zugenommen. So findet sich 2022 auf 79 Prozent der Fläche Mischwald im Vergleich zu 76 Prozent 2012. Auch die Fläche der Laubbäume ist von 43 Prozent auf 47 Prozent angestiegen. Zudem sind 77 Prozent der Wälder 2022 zwei- oder mehrschichtig aufgebaut im Vergleich zu 68 Prozent 2012, was eine typische Struktur für vorsorgenden sogenannten Voranbau von Mischbauarten in bestehenden Waldbeständen darstellt.
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