Rede von Dr. Saskia Ludwig (CDU/CSU) – Versorgungssicherheit garantieren – Stilllegung von Erdgasspeichern stoppen und strategische Reserve einrichten
Teil von Protokoll der 102. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 14a und 14b: Versorgungssicherheit garantieren – Stilllegung von Erdgasspeichern stoppen und strategische Reserve einrichten.
Das Protokoll 21/102 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 20.10.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Dr. Saskia Ludwig (CDU/CSU) – Versorgungssicherheit garantieren – Stilllegung von Erdgasspeichern stoppen und strategische Reserve einrichten
Dann antworte ich: Es sind 86 Gigawatt.
Wissen Sie, wie viel installierte Leistung wir durch erneuerbare Energien mittlerweile in Deutschland haben?
Es sind fast 200 Gigawatt – fast 200! Deswegen rede ich von einer dreifachen Überbauung. Und Sie erzählen: Wir wollen noch mehr Windräder und noch mehr Solarparks hinstellen. –
Wie wollen Sie den Leuten erklären, dass das bezahlt werden muss?
– Ja, selbstverständlich. Und wissen Sie, wie viel ein Speicher kostet, mit dem nur eine Stunde Leistung für Deutschland gesichert werden kann?
– Sagen Sie doch einfach mal, was es kostet.
Es sind 50 Milliarden Euro.
Und damit habe ich die Frage beantwortet. – Sie können die Zeit weiterlaufen lassen. – Es wäre schön, wenn Sie mal Ihre Hausaufgaben machen würden.
Meine Damen und Herren, die reguläre Versorgung ist Sache des Marktes. Der Staat springt dort ein, wo der Markt an seine Grenzen stößt.
Und noch mal zur aktuellen Lage: Ich verstehe auch nicht, Herr Scheirich, warum Sie von einer Krise im letzten Jahr reden und darüber, ob wir aus den Fehlern gelernt haben. Wir hatten keinen Gasengpass. Die Bundesnetzagentur bewertet die Gasversorgung als stabil. Und da hat sie recht. Wir können darüber diskutieren, ob die Prozentvorgaben überhaupt noch die richtigen sind. Wir haben mittlerweile eine völlig andere Infrastruktur, was Gas betrifft.
Die Füllstände der Speicher lagen Mitte Oktober bei rund 149 Terawattstunden. Das sind die 60 Prozent, die Sie immer wie eine Monstranz vor sich her tragen. Im vergangenen Winter wurden etwa 134 Terawattstunden ausgespeichert. Sie wissen, worauf ich hinauswill. Wir haben letztes Jahr die gleiche Diskussion gehabt wie dieses Jahr, Herr Kellner. Da wird immer die gleiche Sau durchs Dorf getrieben. Wir hatten kein Problem, und wir werden auch dieses Mal kein Problem haben.
Dass Frau Reiche die SEFE angewiesen hat, 8 Terawattstunden zusätzlich einzuspeichern, ist vorsorglich richtig. Es ist absolut richtig. Und, Herr Kollege Özdemir: Hätte Ihr Finanzminister auch Uniper angewiesen, ein bisschen Vorsorge zu betreiben,
dann könnten wir uns darüber unterhalten, wer Vorsorge zu betreiben hat und wer nicht. Ich bin Frau Reiche ausdrücklich dankbar dafür, dass sie es tut.
Meine Damen und Herren, zum zweiten Antrag. Richtig ist: Wer Kohlekraftwerke laufen lässt, spart Erdgas bei der Stromerzeugung.
Relationen
- part_of → Protokoll der 102. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Durch Erleichterung der Kohleverstromung den Erdgasbedarf im Stromsektor reduzieren und die Gasversorgung für industrielle Prozesse und Basi
- part_of_vorgang → Versorgungssicherheit garantieren - Stilllegung von Erdgasspeichern stoppen und strategische Reserve einrichten
- spoke_in ← Raimond Scheirich (Rede)
- spoke_in ← Saskia Ludwig (Rede)