Schriftliche Frage 72 von Adam Balten (AfD): Liegen der Bundesregierung Berechnungen dazu vor, welche Mengen an Rohstoffen erforderlich wären, um die Stromspeicherkapazität in Deutschla…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 12. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 72 von Adam Balten (AfD): Liegen der Bundesregierung Berechnungen dazu vor, welche Mengen an Rohstoffen erforderlich wären, um die Stromspeicherkapazität in Deutschla…
Frage 72 (Adam Balten, AfD):
Liegen der Bundesregierung Berechnungen dazu vor, welche Mengen an Rohstoffen erforderlich wären, um die Stromspeicherkapazität in Deutschland dergestalt auszubauen, dass bei einer ausschließlichen Versorgung aus erneuerbaren Energien die Stromnachfrage für sechs Stunden gedeckt werden könnte, und wenn ja, mit welchem Ergebnis (bitte nach Lithium, Kobalt, Nickel, Graphit und Mangan aufschlüsseln), und welche Haushaltsmittel des Bundes sind für den Ausbau von Batteriespeichern in den Jahren 2026 bis 2029 eingeplant (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 14. Oktober 2026:
Für ein resilientes Stromsystem ist eine Diversifizierung durch Nutzung mehrerer Instrumente notwendig. Neben Batteriespeichern sowie dem Vorhalten von Langfristkapazitäten wie etwa Kraftwerken umfasst dies beispielsweise Demand-Side-Management, Sektorenkopplung oder europäischen Netzausgleich. Die Zellchemie stationärer Stromspeicher entwickelt sich kontinuierlich weiter. Kobalt- und nickelfreie Natrium-Ionen-Batterien nehmen aktuell beispielsweise an Bedeutung zu. Der Rohstoffbedarf für zukünftig benötigte stationäre Speicherkapazität ist demnach u. a. auch abhängig von der zukünftig verfügbaren Technologie. Die deutsche Rohstoffagentur (DERA) bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat kürzlich in einer aktuellen Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2026“ 34 Zukunftstechnologien auf ihre Rohstoffbedarfe untersucht und verschiedene Nachfrageszenarien für die nächsten zwanzig Jahre analysiert, darunter auch zu stationären Batteriespeichern (vgl. www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/ SharedDocs/Downloads/Rohstoffinformationen/rohstoffinformationen-6 7_vorversion.pdf). Die hier vorgenommenen Analysen bieten eine gute Orientierung über die möglichen Rohstoffbedarfe in den kommenden Jahren. Der Ausbau von stationären Stromspeichern wird von der Bundesregierung nicht gefördert.
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