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Bundesverband für Alternative Proteinquellen e. V.

lobbyregister / register_entry 02.06.2023 · Original ↗

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Bundesverband für Alternative Proteinquellen e. V. Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein Der Bundesverband für Alternative Proteinquellen e.V. (BALPro) ist eine Vereinigung aus Unternehmen und Organisationen. Das Ziel des Verbands ist die Förderung der Erschließung und Nutzung alternativer Proteinquellen in Landwirtschaft, Ernährung und verwandten Bereichen. Die politische Arbeit von BALPro umfasst verschiedene Aktivitäten, darunter: - Bereitstellung von Informationsangeboten: Verfassen von Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzesvorhaben und politischen Regelungen im Bereich alternativer Proteine. - Veranstaltungen für den Wissensaustausch: Organisation von Workshops und Konferenzen zur Informationsbereitstellung von Politikern, deren Mitarbeitenden sowie Fachleuten aus der Branche. - Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien, des Bundestags und weiteren politischen Akteuren/Institutionen zu Fragen der Förderung und Rahmenbedingungen alternativer Proteinquellen. Interessenbereiche: Land- und Forstwirtschaft; Lebens- und Genussmittelindustrie; Tierschutz; Lebensmittelsicherheit; Handel und Dienstleistungen; Sonstiges im Bereich "Arbeit und Beschäftigung"; Industriepolitik; Sonstiges im Bereich "Europapolitik und Europäische Union"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Sonstige Interessenbereiche; Verbraucherschutz; Kleine und mittlere Unternehmen; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Klimaschutz; Fischerei/Aquakultur; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben Regelungsvorhaben: - Ausbau der Förderung von alternativen Proteinquellen: Der Bundesverband für Alternative Proteinquellen (BALPro) begleitet den vom BMLEH initiierten Prozess zur Erarbeitung einer ganzheitlichen Proteinstrategie. Ziel ist eine integrierte Gesamtstrategie, die zentrale Handlungsfelder wie Forschungsprioritäten, Infrastruktur, faire Wettbewerbsbedingungen, regulatorische Fragen und die Rolle der Landwirtschaft berücksichtigt. BALPro bringt die Perspektiven seiner Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein und setzt sich für eine verbindliche Roadmap ein, die den Ausbau alternativer Proteinquellen bis 2030 auf mindestens 30 Prozent ermöglicht. Die Aktivitäten erfolgen in Abstimmung mit weiteren Akteuren, u.a. GFI Europe. - Förderung pflanzlicher Alternativen zu Milchprodukten: BALPro setzt sich für eine rechtssichere und verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Milchalternativen und die steuerliche Gleichbehandlung ein. Auf Grundlage eines juristischen Gutachtens und den einschlägigen Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis spricht sich der Verband dafür aus, die geltenden Einschränkungen bei der Verwendung beschreibender Begriffe wie "milchfrei", "veganer Käse" oder "Haferdrink" zu überprüfen und praxisnah anzupassen. Ziel ist es, irreführende Verbote abzubauen, die Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher zu verbessern und die Rechtssicherheit für Unternehmen zu erhöhen. BALPro bringt diese Position in politische und behördliche Prozesse auf deutscher und europäischer Ebene in Form von Informationsangeboten für die Politik mit ein. - Bezeichnungsfreiheit pflanzlicher Fleischalternativen (EU-Initiativen zur Kennzeichnung pflanzlicher Produkte): BALPro setzt sich gemeinsam mit weiteren Branchen- und Zivilgesellschaftsakteuren dafür ein, dass auf europäischer Ebene keine neuen Beschränkungen für etablierte, verbraucherfreundliche Produktbezeichnungen pflanzlicher Fleischalternativen eingeführt werden. Ziel ist der Erhalt der in Deutschland verankerten, praxiserprobten Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission von 2024, die Verbraucher*innenschutz und Rechtssicherheit gewährleisten. Neue EU-Vorschläge zur Einschränkung solcher Bezeichnungen würden Orientierung erschweren, Innovation behindern und insbesondere mittelständische Unternehmen der Ernährungswirtschaft belasten. BALPro bringt diese Position aktiv in politische Prozesse der Bundesregierung, des Bundestags und auf EU-Ebene ein. - Forschungsförderung und Hightech-Agenda für alternative Proteinquellen: BALPro setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern für eine Forschungs- und Innovationsstrategie im Bereich alternativer Proteinquellen ein sowie für verbesserte Rahmenbedingungen für die Zulassung bzw. die Entwicklung neuer Produkte. Das Anliegen zielt auf eine ressortübergreifende, langfristige Forschungsförderung, den Aufbau spezialisierter Kompetenzzentren sowie die bessere Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Innovationshemmnisse sollen abgebaut und der Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb gestärkt werden. - Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für pflanzliche Milchprodukte auf den ermäßigten Steuersatz: Derzeit unterliegen pflanzliche Milchalternativen dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, während für Kuhmilch der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt. Aus Sicht von BALPro führt diese unterschiedliche steuerliche Behandlung vergleichbarer Produktkategorien zu Wettbewerbsverzerrungen. Für einen fairen Wettbewerb und technologieoffene Rahmenbedingungen sollte die Mehrwertsteuer für pflanzliche Milchalternativen auf den ermäßigten Steuersatz abgesenkt werden. Als Grundnahrungsmittel sollten beide Produktkategorien steuerlich gleichbehandelt werden. Eine entsprechende Anpassung könnte im Rahmen eines künftigen Jahressteuergesetzes erfolgen. - Einbeziehung alternativer Proteine in die Hightech Agenda Deutschland: BALPro setzt sich dafür ein, dass alternative Proteine als Zukunftsbranche in der Hightech-Agenda der Bundesregierung und weiteren innovationspolitischen Strategien angemessen berücksichtigt werden. Dazu gehören verbesserte Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung, Skalierung und industrielle Produktion von Lebensmitteln und Zutaten auf Basis pflanzlicher Proteine, Fermentation und Zellkultivierung, um Investitionen, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland zu stärken.

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