Rede von Hans-Michael Goldmann (FDP) – Drucksache 16/9098
Teil von Protokoll der 166. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 21: Drucksache 16/9098 –.
Text
Rede von Hans-Michael Goldmann (FDP) – Drucksache 16/9098
Unsere Landwirte werden ständig mit steigenden
Produktionskosten konfrontiert. Die aktuellen Proteste der
Milchbauern sprechen eine beredte Sprache hierüber.Zu Protokoll gegebene Reden
Hans-Michael GoldmannAuf der Demo des BDM lassen sich die Grünen als
Freunde der Milchbauern feiern, doch sie gehören zu den
Wegbereitern der ständig steigenden Produktionskosten
der deutschen Landwirtschaft. Zusammen mit der SPD
haben sie dafür gesorgt, dass die Ökosteuer die deutschen
Landwirte belastet, dass die deutschen Bauern ein
Vielfaches an Steuern auf ihren Diesel zu bezahlen haben,
jeweils im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn.
Und CDU/CSU und SPD machen gleich so weiter wie
zuvor Rot-Grün. Europäische Vorschriften werden nach
wie vor nicht eins zu eins umgesetzt. Den Verbrauchern
wird suggeriert, dass es 100 Prozent gentechnikfreie
Lebensmittel geben könnte, und die Zeche zahlen die
Landwirte.
Im Zuge der BSE-Bekämpfung hat man vielfach das
Kind mit dem Bade ausgeschüttet und Maßnahmen
ergriffen, die nichts mit BSE-Bekämpfung zu tun haben, wie
zum Beispiel das Verbot tierischer Fette an
Nichtwiederkäuer. Die FDP hat diese Maßnahme schon immer
abgelehnt.
Angesichts der beständig sinkenden BSE-Zahlen in
Deutschland tritt die FDP außerdem dafür ein, dass das
BSE-Testalter abgeschafft wird. Wir müssen zwar weiter
dafür sorgen, dass das Risikomaterial entsorgt wird, doch
die Testerei ist nichts als eine Ressourcenverschwendung.
Schließlich setzen wir uns dafür ein, dass das generelle
Verbot der Verfütterung tierischer Eiweiße auf
europäischer Ebene überprüft wird. Auch dieses Verbot ist nicht
mehr zeitgemäß.
Wir müssen diese Ressourcen schließlich auch nutzen,
um eine Entlastung der Flächenkonkurrenz
herbeizuführen.
Wir können nicht einerseits GVO-Futtermittel
verbieten und andererseits den heimischen
Schweineproduzenten die Verfütterung von tierischem Eiweiß untersagen.
Hier muss endlich wieder umgedacht werden.