Rede von Frank Schäffler (FDP) – Drucksache 16/3797
Teil von Protokoll der 73. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP ZP 7: Drucksache 16/3797 –.
Text
Rede von Frank Schäffler (FDP) – Drucksache 16/3797
Herr Schultz, wenn es so ist, wie Sie das gerade
beschrieben haben, wieso ist der Berliner Fall dann nicht
auf den Beihilfestreit reduziert worden, wieso hat man
dann in diesem Zusammenhang das
Vertragsverletzungsverfahren mit abgeräumt?
Reinhard Schultz (Everswinkel) (SPD):
Das war doch gerade die Kunst, lieber Herr Schäffler.
Die EU-Kommission hat einen Zweifrontenkrieg gegen
das deutsche Sparkassenrecht geführt und versucht, das
Beihilfeverfahren in Berlin als Hebel zu benutzen, um
die gesamte Veranstaltung auszubremsen. Gleichzeitig
hat sie ein lange ruhendes
Vertragsverletzungsverfahren wieder aufleben lassen. Dass dieses
Vertragsverletzungsverfahren jetzt eingestellt worden ist und
gleichzeitig das Problem Berlin gelöst werden konnte, war
sozusagen der Hattrick, der uns alle gerettet hat. Es gab
von Anfang an einen politischen Zusammenhang und
das Problem ist auch im Zusammenhang gelöst worden.
Gab es noch eine Frage? – Nein.
(Heiterkeit und Beifall bei der SPD und der
CDU/CSU)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sollten in enger
Zusammenarbeit mit den Sparkassen die
Interpretationshoheit über diesen Kompromiss behalten. Ich bedanke
mich für die gute interfraktionelle Zusammenarbeit im
Vorfeld und bis zum heutigen Tage. Trotzdem wird das
Holzauge selbstverständlich für den Fall wachsam
bleiben, dass die EU-Kommission in der nächsten Zeit auf
dumme Gedanken kommen sollte.
Vielen Dank.
(Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)Vizepräsident Dr. Hermann Otto Solms:
Das Wort hat jetzt die Kollegin Andreae vom
Bündnis 90/Die Grünen.
Relationen
- part_of → Protokoll der 73. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages
- spoke_in ← Frank Schäffler (Rede)