Rede von Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit) – Plenarprotokoll 16/162
Selbstverständlich ist das notwendig. Die
Bundesregierung muss ressortübergreifend agieren und
versuchen, die Projekte, die von den verschiedenen
Ministerien auf den Weg gebracht werden, zu bündeln, damit sie
effizienter sind. Das kann man auf die Leistungen und
Projekte, die durch die Sozialversicherungsträger
gefördert werden, übertragen. Es fällt auf, dass zum Beispiel
die Krankenkassen heute zwar sehr viel mehr in
Prävention investieren, aber nur 5 Prozent dieser Mittel – sie
betragen über 230 Millionen Euro – in
lebensweltbezogene Ansätze und Projekte fließen. Deswegen ist die
Zielsetzung eine Bündelung. Ein Teil dieser Gelder, und
zwar von allen Sozialversicherungsträgern –
Krankenkassen, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und
Unfallversicherung –, die sich an der Prävention
nachhaltig beteiligen können, sollten gebündelt in
lebensweltbezogenen Projekten eingesetzt werden.
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass
wir in dieser Legislaturperiode ein entsprechendes
Gesetz zur Förderung von Prävention und
Gesundheitsvorsorge verabschieden werden. Wir sind derzeit in den
Abstimmungen mit dem Koalitionspartner.