Rede von Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit) – Plenarprotokoll 16/162
Doch. Wir machen das, was auch jenseits des
Präventionsgesetzes möglich ist. Dabei stützen wir uns auf die
Diskussion mit Kinder- und Jugendärzten, aber auch mit
dem Bundesausschuss darüber, wie die Früherkennung
gestaltet werden soll. Dazu gehören die
Forschungsaktivitäten des BMBF, dem 15 Millionen Euro für die
Erforschung von Krankheiten und die speziellen Risiken für
Kinder zur Verfügung stehen. Oftmals gibt es
Zusammenhänge mit allergischen Reaktionen oder psychischen
Erkrankungen. Manchmal kommt ein ganzes Bündel
zusammen. Das alles wird durch die Bundesregierung bzw.
die verschiedenen Ressorts auf den Weg gebracht.
Des Weiteren sind die Projekte zu nennen, die wir
über die BZgA durchführen. Wir haben – darauf lege ich
sehr viel Wert – entschieden, das Gesundheitsmonitoring
durchzuführen. Dazu erfolgt eine Berichterstattung aus
den verschiedenen Ressorts, damit wir zu einer
ausreichenden Datenlage kommen.
Durch den KiGGS – den Kinder- und
Jugendgesundheitssurvey – verfügen wir erstmals über umfassende
Daten. Wir haben jetzt beschlossen, dass in diesem Jahr
der nächste Drei-Jahres-Zeitraum dieser Studie beginnt.
Dann haben wir 2011 die Möglichkeit, auszuwerten, was
sich durch alle bestehenden Angebote geändert hat.
Insofern werden wir alles tun, was möglich ist. Wir
haben, wie Sie wissen, trotz der laufenden
Haushaltskonsolidierung – auch im Suchtbereich – im letzten Jahr
den Etat für Maßnahmen der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung für dieses Jahr erhöhen können.
Noch besser wäre es, wenn ein Präventionsgesetz
zustande kommt, durch das auch die
Sozialversicherungsträger ihr Geld und ihre Kompetenzen bündeln, um
gemeinsame Aktivitäten in den verschiedenen
Lebenswelten unterstützen zu können.