Rede von Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz) – Plenarprotokoll 16/162
Herr Abgeordneter, ich bedanke mich zunächst dafür,
dass Sie mir diese Information über Ihre Gespräche in
Bundesministerin Brigitte ZypriesBrüssel gegeben haben. Ich würde mir wünschen, dass
allein die Tatsache, dass die Bundesregierung eine
bestimmte Auffassung vertritt, auch in anderer
Angelegenheit dazu führt, dass die Kommission Abstand von
bestimmten Vorhaben nimmt, zum Beispiel von dem
Vorhaben, uns zu verklagen. Weil das in anderen Fällen
nicht so ist, habe ich Zweifel, dass die Erkenntnisse, die
Sie in Brüssel gewonnen haben, den Tatsachen
entsprechen.
Die Bundesregierung hat nie in irgendeiner Form
offiziellen Widerstand geleistet. Wir werden gar nicht weiter
gefragt. Herr Špidla war hier und hat allgemeine
Gespräche geführt. Die Kommission fragt uns aber nicht,
welche Entwürfe sie vorlegen soll. Wer das glaubt,
überschätzt das Ganze deutlich. Ich bin auf jeden Fall nicht
gefragt worden. Ich habe mit Herrn Špidla keine
konkreten Gespräche darüber geführt. Wir haben nur sehr
allgemein darüber geredet, was eventuell möglich wäre. Er
hat sich aber nicht festgelegt. Aus eigener Anschauung
kann ich daher gar nichts dazu sagen.
Da mir die Entschließung des Europäischen
Parlaments gerade nicht vorliegt, kann ich mich dazu nicht
weiter äußern. Ich reiche das aber gerne schriftlich nach.
Relationen
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