AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch
Text
AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch
Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO)
Der Dachverband AJA repräsentiert den gemeinnützigen langfristigen individuellen Schüleraustausch in Deutschland. Er firmiert als gemeinnützige GmbH. Seine Gesellschafter-Organisationen AFS Interkulturelle Begegnungen e.V., Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU), Experiment e.V., Open Door International e.V. (ODI), Partnership International e.V. und Rotary Jugenddienst e.V. sind als freie Träger der Jugendhilfe anerkannt und leisten mit ihren Austauschprogrammen bereits seit Jahrzehnten einen großen Beitrag zur interkulturellen Verständigung und zum zivilgesellschaftlichen Engagement.
Wir setzen uns bei Bundestagsabgeordneten und/oder deren Fraktionen und Ausschüssen für gute Rahmenbedingungen im internationalen Austausch und die politische Förderung des gemeinnützigen Jugend- und Schüleraustauschs ein. Im Fokus stehen dabei die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit (Ziel: Zugang für alle Jugendlichen zu internationalen Austauschprogrammen, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten) und die Stärkung von interkulturellen Kompetenzen. Des Weiteren setzen wir uns bei Abgeordneten für die Anerkennung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements im gemeinnützigen Jugendaustausch ein (z.B. Gastfamilien in Deutschland). Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einsatz für gute Rahmenbedingungen rund um die Visavergabe für Austauschschülerinnen und -schüler, die für ein Auslandsschuljahr nach Deutschland einreisen. Unsere politische Verbindungsarbeit setzen wir mit persönlichen Gesprächen, Positionspapieren und Stellungnahmen sowie mit Veranstaltungen um.
Interessenbereiche: Kinder- und Jugendpolitik; Sonstiges im Bereich "Bundestag"; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Sonstige Interessenbereiche; Politisches Leben, Parteien; Extremismusbekämpfung; Berufliche Bildung; Diversitätspolitik; Familienpolitik; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik; Schulische Bildung
Regelungsvorhaben:
- Anpassung des BAföGÄndG: Jährlich gehen rund 1.800 Schüler/innen mit dem Auslands-Schüler-BAföG ins Ausland. Diese Förderung ist essenziell, um Jugendliche, deren Eltern sich ein Auslandsjahr nicht leisten können, einen Schüleraustausch zu ermöglichen. Leider sind per Gesetz Schüler*innen, die kein Gymnasium besuchen und keine akademische Laufbahn anstreben von der Förderung ausgeschlossen. Der AJA hat sich im Gesetzgebungsprozess konkret gefordert, auch Schüler*innen von Haupt- und Realschulen die Förderung für einen Schüleraustausch zu ermöglichen, auch wenn sie im Anschluss keine weiterführende Schule besuchen. Die Förderung eines Austausches sollte weiterhin für Schüler*innen von Gymnasien auf die letzten vier Jahre der Schullaufbahn ausgeweitet werden. Der AJA wird sich weiter für eine Reform einsetzen.
- Sichtbarkeit und Förderung von Gastfamilien-Engagement: Die im Kreise der gemeinnützigen AJA-Organisationen engagierten Gastfamilien geben Jugendlichen aus dem Ausland während ihres halb- oder ganzjährigen Aufenthaltes in Deutschland ein Zuhause auf Zeit. Dieser ehrenamtliche Einsatz braucht mehr öffentliche Sichtbarkeit und Unterstützung durch die Politik. Über die individuelle Ebene hinaus leisten Gastfamilien einen wichtigen zivilgesellschaftlichen Beitrag zur auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Der AJA hat deshalb 2025 die Kampagne "Offene Türen, offene herzen - Austausch braucht Gastfamilien" ins Leben gerufen und dafür mehr als 100 Abgeordnete aus Bundestag und Landtagen als Botschafterinnen und Botschafter gewonnen.
Relationen
Keine Relationen.