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EPEX SPOT SE

lobbyregister / register_entry 25.02.2022 · Original ↗

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EPEX SPOT SE Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Märkte für physischen kurzfristigen Stromhandel in 16 Ländern: in Zentralwesteuropa, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den nordischen Ländern, Polen und dem Baltikum. Darüber hinaus bietet die EPEX SPOT lokale Flexibilitätsmärkte und Herkunftsnachweis-Auktionen an, um die Integration erneuerbarer Energiequellen zu fördern und das Engagement von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Erzeugerinnen und Erzeugern auf dem Strommarkt zu stärken. Als Teil der EEX Group, einer auf internationale Commodity-Märkte spezialisierten Unternehmensgruppe, hat sich die EPEX SPOT der Schaffung eines gesamteuropäischen Strommarkts verpflichtet. Über 390 Börsenmitglieder handeln auf der EPEX SPOT. Über die Holding HGRT sind Übertragungsnetzbetreiber mit 49 % an der EPEX SPOT beteiligt. EPEX SPOT setzt sich für wettbewerbliche und diskriminierungsfreie Strommärkte mit transparenten und aussagekräftigen Marktpreissignalen ein, die Anreize zu einer sicheren, sauberen und bezahlbaren Stromversorgung setzen. Zu diesem Zweck beteiligt sich EPEX SPOT an den laufenden energiepolitischen Debatten. Interessenbereiche: Allgemeine Energiepolitik; Erneuerbare Energien; Sonstiges im Bereich "Energie"; Energienetze Regelungsvorhaben: - Förderung eines integrierten und wettbewerbsfähigen europäischen Strommarktes: Vollständige Integration der EU-Strommärkte, um die Vorteile für die Endverbraucher zu erhöhen; Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität, wie z. B. die Erhöhung der grenzüberschreitenden Handelskapazitäten sowie standortbezogene Preissignale; Ergänzung des Energy-Only-Marktes durch marktbasierte Produkte, wo dies erforderlich ist (d. h. Kapazitätsmärkte, engpassbezogene Flexibilitätsmärkte), mit dem Ziel einer stärkeren Einbeziehung der End- und Industriekunden; Verzicht auf strukturelle Markteingriffe; Befristete Unterstützung zur Förderung der Entwicklung erneuerbarer Energien sorgfältig planen; Verbesserung der Bedingungen für PPAs; - Förderung der marktlichen Beschaffung von Flexibilität für das Engpassmanagement: Flexibilität einen Wert geben zur Transformation von Stromsystemen; Förderung neuer komplementärer Preissignale zur Lösung von Netzengpässen und zur Erschließung des Potenzials der nachfrageseitigen Flexibilität; Gewährleistung der Interoperabilität zwischen bestehenden Stromgroßhandelsmärkten und neuen lokalen Flexibilitätsmärkten durch Produktstandardisierung, aber Vermeidung kombinierter Märkte und Weiterleitung von Geboten; Stärkere und deutlichere Förderung der marktorientierten Beschaffung von Flexibilität für das Engpassmanagement durch die Netzbetreiber; Stärkere Anreize für Netzbetreiber, sich an der marktorientierten Flexibilitätsbeschaffung zu beteiligen; Verbesserte ÜNB-VNB Koordinierung - Kapazitätsmarktdesign ist hochkomplex und muss sorgfältig geprüft werden: Erfahrungen der EPEX SPOT als Betreiber des französischen dezentralen Kapazitätsmarktes für die Entscheidungen für das künftige Kapazitätsmarktdesign in Deutschland einbringen; Der Energy-Only-Markt ist die bevorzugte Lösung zur Bewältigung des Flexibilitätsproblems, wobei gut funktionierende Stromspot- und Regelenergiemärkte Teil davon sind. Marktbasierte Referenzpreissignale bilden die Grundlage für die Entscheidungsfindung der Marktteilnehmer. Es gibt EU-Mitgliedsstaaten, in denen sich der weitere Ausbau des EOM als ungeeignet oder unzureichend erweist, um akuten Herausforderungen für die Versorgungssicherheit zu begegnen. In diesen Fällen können Kapazitätsmechanismen eine sinnvolle Ergänzung zum Energy-Only-Markt darstellen. - Gebotszonenüberprüfung sollte unvoreingenommen erfolgen: Die deutsch-luxemburgische Gebotszone ist eine Erfolgsgeschichte und ermöglicht die Integration großer Mengen an erneuerbarer Stromerzeugung. Es besteht die dringende Notwendigkeit, den Netzausbau zu beschleunigen und damit die hohen Redispatch-Kosten zu senken. Zusätzlich können lokale Märkte für Flexibilität die Kosten für den Redispatch senken; Eine Aufteilung der Gebotszonen wird die physischen Überlastungsprobleme nicht verringern, sondern womöglich den Druck auf den dringend benötigten Netzausbau verringern. Zusätzlich würde die Integration von EE teurer werden, denn eine Gebotszonenteilung würde vermutlich zu niedrigeren Strompreisen im Norden Deutschlands führen, wodurch dort der marktliche Vergütungsanteil von EE sinkt und der Anteil staatlicher Förderung steigen könnte. - Dezentralisierte Governance im europäischen Strombinnenmarkt beibehalten: EPEX SPOT setzt sich für die Beibehaltung einer dezentralisierten Governance der europäischen Marktkopplung ein. Eine weitreichende Zentralisierung der Marktkopplungssteuerung, etwa durch die Schaffung eines „Single Market Coupling Operator“ (SMCO), lehnt EPEX SPOT ab. Übermäßige Zentralisierung verlangsamt nicht nur die Entscheidungsfindung, sondern verringert auch die Flexibilität und erhöht das operative Risiko – auf Kosten von Markteffizienz und Innovation. Damit Wettbewerb um innovative Produkte im Strommarkt weiterhin gewährleistet bleibt, ist eine dezentrale Marktarchitektur unverzichtbar. EPEX SPOT befürwortet zielführende Verbesserungen, die in Zusammenarbeit mit NEMOs und ÜNBs entwickelt werden, einschließlich der Institutionalisierung bestehender Mechanismen. - Stärkung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines transparenten Handels mit Herkunftsnachweisen (HKNs): HKNs sind das zentrale Instrument der EU, um die Herkunft von Strom sicher nachzuweisen und damit wesentliche Säule der Energiewende und letztlich auch für ein wettbewerbsfähiges Europa. Ein zukunftsfähiger Markt für Herkunftsnachweise braucht Transparenz und Standardisierung. Genau das bringt der 2022 von EPEX SPOT gestartete europaweite börsenbasierte HKN-Handel und stärkt somit nachhaltig HKNs für den marktlichen Erneuerbaren-Ausbau. Wir setzen uns dafür ein, dass Herkunftsnachweise auch durch den richtigen regulatorischen Rahmen gestärkt werden, beispielsweise durch die europaweite Einführung des strikten jährlichen bzw. monatlichen Matchings, durch full consumption disclosure, sowie durch weitere Standardisierung und Digitalisierung auf Registerebene.

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