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PROVIEH e.V.

lobbyregister / register_entry 23.02.2022 · Original ↗

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PROVIEH e.V. Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation PROVIEH e.V. vertritt die Interessen des Tierschutzes mit besonderem Fokus auf landwirtschaftlich genutzte Tiere gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Ziel der Interessenvertretung ist die Verbesserung rechtlicher, politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für eine artgemäße und tiergerechte Haltung von Nutztieren. Die Tätigkeit umfasst insbesondere die Erarbeitung und Kommunikation fachlicher Positionen und Forderungen zu tierschutzrelevanten Themen der landwirtschaftlichen Tierhaltung, darunter Haltungsbedingungen, Zucht, Transport, Schlachtung, Kennzeichnung und Agrarpolitik. PROVIEH bringt diese Positionen durch Stellungnahmen, Gespräche, Anschreiben, Positionspapiere, Kampagnen, Fachveranstaltungen und weitere Austauschformate in politische Entscheidungsprozesse ein. Dabei wird auch der unmittelbare Kontakt mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern gesucht, insbesondere mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages, etwa durch direkte Anschreiben, Positionspapiere oder gesellschaftspolitische Austauschtreffen. Darüber hinaus leistet der Verein Informations- und Aufklärungsarbeit zu Missständen in der Nutztierhaltung und setzt sich für eine stärkere Berücksichtigung des Tierschutzes in Gesetzgebung, Vollzug und gesellschaftlicher Praxis ein. Interessenbereiche: Land- und Forstwirtschaft; Außenwirtschaft; Klimaschutz; Tierschutz; Politisches Leben, Parteien; Rechtspolitik; Verbraucherschutz; Artenschutz/Biodiversität Regelungsvorhaben: - Änderung des Tierschutzgesetzes: Gesetzeszweck: Ausschluss von wirtschaftlichem Intresse für sich als vernünftigen Grund Verbot oder Reduzierung von nichtkurativen Eingriffen bei Nutztieren Verbot oder Reduzierung von Lebendtierexporten in Drittstaaten Verbesserung des Brandschutzes Videoüberwachung in Schlachthöfen, unabhängig von der Größe - Tierhaltungskennzeichnungsgesetz - TierHaltKennzG: Ziel der Interessenvertretung ist eine Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes, damit die Kennzeichnung auf weitere Tierarten und Vermarktungsformen ausgeweitet und inhaltlich so ausgestaltet wird, dass sie die tatsächlichen Haltungsbedingungen nachvollziehbar und tierschutzgerecht abbildet. Damit sollen Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher verbessert und Anreize für höhere Tierschutzstandards in der landwirtschaftlichen Tierhaltung geschaffen werden. - GAP-Direktzahlungen-Verordnung - GAPDZV: Ökoregelungen: Aufnahme von Maßnahmen für den Tierschutz, bessere Förderung von Beweidung sowie Weideflächen und anderem Dauergrünland, Beihilfen nach dem Anreizprinzip. Sonstiges: Stärkere Umverteilung zugunsten kleiner und mittlerer Betriebe, Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Umverteilung aus den Flächenprämien in Ökoregelungen und ELER, umfassende Anwendung der Regelung zu etablierten lokalen Praktiken, Förderfähigkeit von allem beweideten Dauergrünland und der dort natürlich vorkommenden Landschaftselemente. - Richtlinie Förderung des Umbaus der Tierhaltung 2024 bis 2030 - Investive Vorhaben: Erweiterung um alle landwirtschaftlich genutzten Tierarten. PROVIEH setzt sich dafür ein, dass die Richtlinie „Förderung des Umbaus der Tierhaltung 2024 bis 2030 – Investive Vorhaben“ so ausgestaltet wird, dass investive Fördermittel vorrangig Haltungssysteme unterstützen, die den Bedürfnissen landwirtschaftlich genutzter Tiere besser entsprechen. Ziel ist, Förderanreize für tiergerechtere Stall- und Haltungssysteme zu schaffen und den Umbau der Tierhaltung an wirksamen Tierschutzkriterien auszurichten. - Richtlinie Förderung des Umbaus der Tierhaltung 2024 bis 2030 - Laufende Mehrkosten: Erweiterung um alle landwirtschaftlich genutzten Tierarten. PROVIEH setzt sich dafür ein, dass die Richtlinie „Förderung des Umbaus der Tierhaltung 2024 bis 2030 – Laufende Mehrkosten“ so ausgestaltet und weiterentwickelt wird, dass laufende Mehraufwendungen für besonders tiergerechte Haltungssysteme verlässlich und wirksam gefördert werden. Ziel ist, landwirtschaftlichen Betrieben Anreize für die dauerhafte Umsetzung höherer Tierschutzstandards zu geben und laufende Mehrkosten, die insbesondere durch mehr Platz, Einstreu, Beschäftigungsmaterial und weitere tiergerechte Haltungsanforderungen entstehen, angemessen auszugleichen. - Stopp von Lebendtierexporten in Drittstaaten außerhalb Europas und Reform der EU-Tiertransportverordnung: PROVIEH setzt sich dafür ein, den Export lebender Tiere durch den Export von Fleisch und Zuchtsperma zu ersetzen. Verbot von Lebendtierexporten in Drittstaaten. - Vollständiges Anbindehaltungsverbot für Rinder: Angestrebt wird die Regelung eines vollständigen Verbots der Anbindehaltung von Rindern über das Tierschutzgesetz.

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