Fairtrade Deutschland e.V.
Text
Fairtrade Deutschland e.V.
Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO)
Die Interessenvertretung von Fairtrade Deutschland e.V. setzt sich dafür ein, dass nationale und EU-Handels- und Wirtschaftspolitik, Agrar-, Umwelt- und Entwicklungspolitik aufeinander abgestimmt sind und im Sinne der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) gestaltet werden. Ziel ist es, dass bei politischen Entscheidungen konsequent und belegbar Risiken für Armut, Ungleichheit und die Folgen des Klimawandels für Kleinbäuer*innen, Arbeiter*innen und Leiharbeiter*innen auf Plantagen im Globalen Süden mitgedacht und minimiert werden.
Die Interessensvertretung durch Fairtrade Deutschland e.V. erfolgt durch Anschreiben von und Gesprächen mit Mitgliedern des deutschen Bundestages, Mitarbeitenden von Ministerien und des Bundeskanzleramtes sowie Vertreter*innen von politischen Parteien. Zum Zweck der Erläuterung von und Werbung für die oben angeführten vertretenen politischen Interessen werden politische Positionspapiere, Stellungnahmen und Informationsmaterialien erstellt und den geschilderten Personen zur Kenntnis gebracht. Es werden Fachveranstaltungen und Messestände organisiert. Fairtrade Deutschland beteiligt sich an der Kommentierung von Referentenentwürfen und Gesetzestexten, die in den Interessens- und Vorhabenbereich fallen und die in Zusammenhang mit den Zielen der politischen Interessenvertretung stehen.
Interessenbereiche: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Klimaschutz; Entwicklungspolitik; Handel und Dienstleistungen; Geschlechterpolitik; Schulische Bildung; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Menschenrechte; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Artenschutz/Biodiversität
Regelungsvorhaben:
- Anpassung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz an die Europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD): Fairtrade Deutschland setzt sich für eine menschenrechtlich ambitionierte als auch effektive und effiziente Transponierung der CSDDD in deutsches Recht ein.
- Verankerung verbindlicher Nachhaltigkeitskriterien im deutschen Vergaberecht: Fairtrade Deutschland setzt sich dafür ein, dass in der Beschaffung nachhaltige, also umwelt-, klimabezogene und soziale Ziele stärker und verbindlicher berücksichtigt werden.
- Weiterentwicklung der EU-Richtlinie zu unfairen Handelspraktiken (Unfair Trading Practices, UTP) und deren Umsetzung in deutsches Recht: Fairtrade Deutschland setzt sich für die Weiterentwicklung der europäischen Richtlinien zu unfairen Handelspraktiken und die effektive und effiziente Umsetzung in die Deutsche Gesetzgebung ein. Damit die Bäuerinnen und Bauern, deren Produkte aus Ländern des Globalen Südens in die EU und nach Deutschland importiert werden, existenzsichernde Einkommen erzielen können, braucht es eine gesetzliche Grundlage für einen fairen Wettbewerb mit fairen Preisen für Agrarprodukte. Ziel ist die Berücksichtigung von unfairen Preisen im Kontext unfairer Handelspraktiken.
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