Sicherheit an Bahnhöfen in Bayern - Entwicklung von Sachbeschädigungs-, Körperverletzungs-, Diebstahls- und Raubdelikten sowie Maßnahmen der Bundespolizei
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Sicherheit an Bahnhöfen in Bayern - Entwicklung von Sachbeschädigungs-, Körperverletzungs-, Diebstahls- und Raubdelikten sowie Maßnahmen der Bundespolizei
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6208
21. Wahlperiode 02.06.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Raimond Scheirich, Steffen Janich, Sascha Lensing, Andreas
Mayer, Wolfgang Wiehle und der Fraktion der AfD
Sicherheit an Bahnhöfen in Bayern – Entwicklung von Sachbeschädigungs-,
Körperverletzungs-, Diebstahls- und Raubdelikten sowie Maßnahmen der
Bundespolizei
Bahnhöfe sind zentrale Orte der öffentlichen Infrastruktur und für Millionen
Bürger täglich unverzichtbar. Sie sollten intakte und sichere Orte sein, an denen
sich Reisende jederzeit frei und ohne Angst bewegen können.
Sachbeschädigungen, auch durch Graffiti, stellen an Bahnhöfen ein anhaltendes
Problem dar. Neben teils erheblichen Kosten für Reinigung, Reparatur,
Instandhaltung und Prävention beeinträchtigen sie die Funktionsfähigkeit und
Attraktivität des öffentlichen Verkehrs (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/5081).
Ein sichtbar beschädigtes oder verunreinigtes Umfeld kann das
Sicherheitsgefühl von Reisenden und Personal negativ beeinflussen. Verschmutzte oder
beschädigte Bahnhöfe werden häufig als weniger kontrolliert und weniger sicher
wahrgenommen. Dies kann dazu führen, dass sich Fahrgäste unwohl fühlen
oder bestimmte Orte und Verbindungen meiden (www.bundesregierung.de/bre
g-de/aktuelles/sofortprogramm-deutsche-bahn-2403986?utm_source=chatgp
t.com).
Darüber hinaus ist ein solcher Zustand nicht nur Ausdruck eines subjektiven
Unsicherheitsgefühls, sondern kann auch als tatsächliches Zeichen
nachlassender sozialer Kontrolle und mangelnder Durchsetzung von Recht und Gesetz im
öffentlichen Raum verstanden werden. Von besonderem Interesse ist vor
diesem Hintergrund für die Fragesteller die Entwicklung von Gewaltdelikten an
Bahnhöfen. Körperverletzungsdelikte stellen schwerwiegende Eingriffe in die
körperliche Unversehrtheit dar und betreffen nicht nur die unmittelbaren Opfer.
Auch unbeteiligte Reisende werden Zeugen solcher Vorfälle und können
Bahnhöfe zunehmend als Orte potenzieller Gefahr erleben. Bereits die Möglichkeit,
Opfer eines gewalttätigen Übergriffs zu werden, kann dazu führen, dass Bürger
ihren Aufenthalt im öffentlichen Raum einschränken (www.bild.de/politik/ausl
and-und-internationales/neue-umfrage-deutsche-fuehlen-sich-in-ihrem-land-im
mer-unsicherer-66c2136a06f52977c7f705ad?utm_source=chatgpt.com).
Hinzu kommt die anhaltende Belastung durch Diebstahls- und Raubdelikte.
Der Verlust persönlicher Gegenstände, von Ausweisdokumenten oder
finanzieller Mittel führt nicht nur zu unmittelbaren Schäden, sondern kann das Gefühl
verstärken, im öffentlichen Raum nicht ausreichend geschützt zu sein bzw.
wachsamer sein zu müssen (www.polizei-dein-partner.de/themen/diebstahl-betr
ug/detailansicht-diebstahl-betrug/artikel/diebstahl-am-bahnhof-und-in-zuegen.h
tml?utm_source=chatgpt.com).
Vor diesem Hintergrund ist es in den Augen der Fragesteller geboten, die
tatsächliche Sicherheitslage an Bahnhöfen genauer zu beleuchten. Dies gilt hier
für Bayern, da hier Bahnhöfe als wichtige Verkehrsknotenpunkte eine hohe
Frequenz aufweisen. Von besonderem Interesse ist für die Fragesteller die
Entwicklung von Sachbeschädigungs-, Körperverletzungs-, Diebstahls- sowie
Raubdelikten über einen längeren Zeitraum hinweg, um mögliche
Veränderungen sichtbar zu machen.
Ebenso stellt sich den Fragestellern die Frage, welche Täterstrukturen diesen
Delikten zugrunde liegen und in welchem Umfang staatliche Maßnahmen
bislang geeignet waren, dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten.
Angesichts der zentralen Zuständigkeit der Bundespolizei für Bahnanlagen der
Eisenbahnen des Bundes kommt deren Erkenntnissen hierbei für die Fragesteller
eine entscheidende Bedeutung zu.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Fälle von Sachbeschädigungsdelikten (§§ 303 ff. des
Strafgesetzbuches (StGB) zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei
an Bahnhöfen in Bayern seit 2012 registriert (bitte nach Jahren
aufschlüsseln)?
2. Wie hoch schätzt die Bundesregierung den durch
Sachbeschädigungsdelikte entstandenen finanziellen Schaden an Bahnhöfen in Bayern seit 2012
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
3. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern?
4. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern ermittelt?
5. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern
(bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
6. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an
Bahnhöfen in Bayern (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
7. Wie viele Fälle von Körperverletzungsdelikten (§§ 223 ff. StGB
zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei an Bahnhöfen in Bayern seit
2012 registriert (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
8. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern (bitte
entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
9. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern ermittelt
(bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
10. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in Bayern
(bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
11. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an
Bahnhöfen in Bayern (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
12. Wie viele Fälle von Diebstahls- und Raubdelikten (§§ 242 ff. StGB
zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei an Bahnhöfen in Bayern
seit 2012 registriert (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
13. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in Bayern?
14. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in Bayern ermittelt
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
15. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in
Bayern (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
16. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an
Bahnhöfen in Bayern (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
17. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bzw. die Bundespolizei in
den genannten Jahren ergriffen, um Sachbeschädigungs-,
Körperverletzungs-, Diebstahls- und Raubdelikte an Bahnhöfen in Bayern
zu verhindern bzw. und/oder zu reduzieren?
18. Wie bewertet die Bundesregierung die Wirksamkeit dieser in Frage 17
erfragten Maßnahmen?
19. Welche zusätzlichen Maßnahmen sind derzeit ggf. geplant oder werden
geprüft, um Sachbeschädigungs-, Körperverletzungs-, Diebstahls- und
Raubdelikte an Bahnhöfen in Bayern zu verhindern?
20. Wie viele Fälle von Sachbeschädigungsdelikten (§§ 303 ff. StGB
zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei an Bahnhöfen in Augsburg
seit 2012 registriert (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
21. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in Augsburg?
22. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in Augsburg
ermittelt?
23. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an Bahnhöfen in
Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
24. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Sachbeschädigungsdelikten an
Bahnhöfen in Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
25. Wie viele Fälle von Körperverletzungsdelikten (§§ 223 ff. StGB
zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei an Bahnhöfen in Augsburg
seit 2012 registriert (bitte entsprechend aufschlüsseln)?
26. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in Augsburg (bitte
entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
27. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in Augsburg ermittelt
(bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
28. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an Bahnhöfen in
Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
29. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten an
Bahnhöfen in Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
30. Wie viele Fälle von Diebstahls- und Raubdelikten (§§ 242 ff. StGB
zusammengefasst) wurden durch die Bundespolizei an Bahnhöfen in
Augsburg seit 2012 registriert (bitte entsprechend aufschlüsseln)?
31. Wie hoch war die Aufklärungsquote in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in Augsburg?
32. Wie viele Tatverdächtige wurden in den genannten Jahren im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in Augsburg
ermittelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
33. Welche Staatsangehörigkeiten hatten die ermittelten Tatverdächtigen im
Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an Bahnhöfen in
Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
34. Welchen Aufenthaltsstatus hatten die ermittelten nichtdeutschen
Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Diebstahls- und Raubdelikten an
Bahnhöfen in Augsburg (bitte entsprechend nach Jahren aufschlüsseln)?
Berlin, den 1. Juni 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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