US-amerikanisch-Deutscher Workshop zu linksextremistischer Gewalt
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US-amerikanisch-Deutscher Workshop zu linksextremistischer Gewalt
Deutscher Bundestag Drucksache 21/8201
21. Wahlperiode 24.09.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Ferat Koçak, Clara Bünger, Anne-Mieke Bremer, Katrin Fey,
Dr. Gregor Gysi, Luke Hoß, Jan Krampe, Sonja Lemke, Bodo Ramelow, David
Schliesing, Aaron Valent, Donata Vogtschmidt, Christin Willnat und der Fraktion
Die Linke
US-amerikanisch-Deutscher Workshop zu linksextremistischer Gewalt
Am 16. Juli 2026 veranstaltete das US-Außenministerium in Washington unter
Leitung von US-Außenminister Marco Rubio ein internationales Treffen zum
„Wiederaufleben des politischen Terrorismus“ („Ministerial on the Resurgence
of Political Terrorism“). An dem Treffen nahmen nach Angaben des US-
Außenministeriums Vertreter aus 66 Staaten teil, darunter auch Deutschland.
Andere Staaten wie Mexiko oder Brasilien folgten der Einladung nicht. (vgl.
https://time.com/article/2026/07/16/far-left-terrorism-conference-us-rubio/;
https://amerika21.de/2026/07/288710/usa-gipfel-gegen-linken-terror) Im
Mittelpunkt stand insbesondere die von der US-Regierung als zunehmend
transnational eingestufte Bedrohung durch linksextremistische beziehungsweise
„radikal linke“ Gewalt. US-Außenminister Rubio warb dabei für eine verstärkte
internationale Zusammenarbeit, eine bessere grenzüberschreitende Koordinierung
sowie einen intensiveren Informationsaustausch zwischen den beteiligten
Staaten. In seiner Eröffnungsrede verwies Rubio ausdrücklich auf Deutschland und
insbesondere auf den mehrtägigen Stromausfall in Berlin im Januar 2026, der
auf einen Brandanschlag auf die Stromversorgung zurückgeführt wurde. Die
US-Regierung stellte diesen Vorfall als Beispiel für die von ihr angenommene
transnationale Bedrohung durch linksextremistische Gewalt dar. Rubio
berichtete auch, dass im Mai 2026 bereits ein internationaler Workshop stattgefunden
habe. Zugleich kündigte Rubio an, einen weiteren Workshop gemeinsam mit
„Partnern in Deutschland“ auszurichten. Thomas Renard, Leiter des
International Center for Counter Terrorism, wies darauf hin, dass dieses Treffen Teil
einer politischen Entwicklung der us-amerikanischen Regierung ist, im Zuge
derer der Kampf gegen Terrorismus instrumentalisiert wird und der Fokus auf
rechten Terror nahezu vollständig verschwindet (vgl. https://icct.nl/multimedia/
media-thomas-renard-us-summit-resurgence-left-wing-terrorism).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Zu welchem Zeitpunkt wurde welche deutsche Stelle zur Teilnahme an
besagter Konferenz im Juli eingeladen?
2. Wer entschied über die Teilnahme einer deutschen Vertretung?
3. Wer nahm für die Bundesrepublik an dem Treffen im Juli teil und wie
viele Mitarbeitende nahmen insgesamt an der Reise teil?
4. Fanden im Zusammenhang mit der Konferenz weitere Treffen statt, an
denen die deutsche Vertretung teilnahm, und falls ja, wie viele Treffen, auf
Vorabfassung - w
ird durch die lektorierte Version ersetzt.
wessen Einladung, mit welchen Gesprächspartnern und zu welchen
Themen?
5. Nahmen Vertreterinnen oder Vertreter der Bundesregierung an besagtem
Workshop im Mai 2026 teil, wenn ja, welche und wie viele Vertreterinnen
oder Vertreter?
6. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu dem Workshop im
Mai 2026 vor, insbesondere zu eingeladenen und teilnehmenden Ländern
und zu den behandelten Themen?
7. Welche Abstimmungen haben bereits in Vorbereitung des anstehenden
Workshops im Herbst in Deutschland stattgefunden?
8. Auf welcher Ebene des Bundesministeriums des Innern werden diese
Abstimmungen vorgenommen und welche inländische und ausländische
Stellen sind in diese Abstimmungen eingebunden?
9. Wurden bereits Ankündigungen oder Einladungen in Vorbereitung des
Treffens im Herbst verschickt, wenn ja, wem gingen diese zu?
10. Wird der Bundesinnenminister an diesem Treffen teilnehmen?
11. Werden Staatssekretärinnen oder Staatssekretäre an diesem Treffen
teilnehmen?
12. Welche Themen werden im Zuge des Treffens behandelt?
13. Werden an diesem Treffen Expertinnen oder Experten aus Wissenschaft
oder Zivilgesellschaft teilnehmen?
Berlin, den 11. September 2026
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
Vorabfassung - w
ird durch die lektorierte Version ersetzt.
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- authored ← Ferat Koçak
- authored ← Fraktion DIE LINKE
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