Fördermaßnahmen der Hafeninfrastruktur Stralsund
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Fördermaßnahmen der Hafeninfrastruktur Stralsund
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4965
21. Wahlperiode 25.03.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Ina Latendorf, Dr. Dietmar Bartsch, Mandy Eißing, Christian
Görke, Luigi Pantisano, Marcel Bauer, Lorenz Gösta Beutin, Violetta Bock, Jorrit
Bosch, Dr. Fabian Fahl, Katalin Gennburg, Mareike Hermeier, Caren Lay, Sahra
Mirow, David Schliesing und der Fraktion Die Linke
Fördermaßnahmen der Hafeninfrastruktur Stralsund
Durch die haushaltspolitische Neuausrichtung der Bundespolitik Deutschland
auf kreditfinanzierte Militär- und Infrastrukturprojekte kommen auch die
Rekonstruktions-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen maritimer
Standorte an der Nord- und Ostsee wieder vermehrt in den Blick.
Im Zusammenhang mit dem Werftstandort Stralsund fragte die Abgeordnete
Ina Latendorf in einer Schriftlichen Frage die Bundesregierung: „Plant die
Bundesregierung vor dem Hintergrund des Ansiedlungsvorhabens der Firma
Fassmer am Werftstandort Stralsund für das Land Mecklenburg-Vorpommern und
die dortigen Kommunen Unterstützung bei der notwendigen Instandsetzung der
Werft- und Hafeninfrastruktur, und wenn ja, in welcher Form (bitte etwaige
Förderprogramme genau angeben)?“ (Schriftliche Frage 93 auf
Bundestagsdrucksache 21/4115).
Daraufhin erhielt die Abgeordnete Ina Latendorf am 11. Februar 2026 aus dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) folgende Antwort:
„Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen zunächst die
vorbereitende Planung für die Entwicklung und den Ausbau des „Maritimen
Industrie- und Gewerbeparks (MIG) Volkswerft/Franzenshöhe“ mit Mitteln der
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“
(GRW) mit rund 3,44 Mio. Euro. Mit dem Projekt werden Hallen-, Bau- und
Logistikflächen unmittelbar an der Kaikante neu geordnet und der weitere
Ausbau für Industrie- und Gewerbetätigkeiten vorbereitet.
Zudem fördern Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern mit rund
3,79 Mio. Euro GRW-Mitteln erste Baufeldfreimachungen im Bereich MIG/
Franzenshöhe. Die Arbeiten umfassen kurzfristig umsetzbare Rückbauten,
Altlastensanierungen sowie die Oberflächenherstellung und dienen der zügigen
Nutzbarmachung von Flächen für die Erweiterung bereits ansässiger Betriebe
und neue Investitionen.“ (vgl. Antwort auf die Schriftliche Frage 93 auf
Bundestagsdrucksache 21/4115).
Aus dieser Antwort des BMWE ergeben sich für die Fragesteller eine Reihe
von Nachfragen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Hafenstandort Stralsund
zu (bitte zivile und militärische Bedeutung getrennt voneinander
begründen)?
2. Aus welchen Jahren stammen die in der Antwort des BMWE genannten
Förderungen?
3. Welche konkreten Maßnahmen wurden mit den in der Antwort des BMWE
angegebenen Mitteln auf dem Werftgelände umgesetzt?
4. Sind die in der Antwort des BMWE angegebenen Mittel bereits vollständig
verbaut?
a) Wenn ja, in welcher Form, und in welchen Teilprojekten?
b) Wenn nein, welche weiteren Maßnahmen sind damit geplant?
5. Ist nach Kenntnis der Bundesregierung geplant, die auf der Werft
vorhandene Krananlage wieder instand zu setzen?
6. Gibt es seitens der Bundesregierung Planungen, Projekte, Konzepte oder
Finanzierungsvorhaben, die am Werftstandort Stralsund realisiert werden
sollen?
a) Wenn ja, welche (bitte nach Planungs- und bzw. oder Projektart
aufschlüsseln)?
b) Wenn nein, warum nicht, und gibt es nach Kenntnis der
Bundesregierung Informationen über dortige Firmenansiedlungen?
7. Welche Priorität besitzt nach Auffassung der Bundesregierung der
Hafenstandort Stralsund als östlichster logistischer maritimer Umschlagplatz der
Bundesrepublik Deutschland im sog. Operationsplan Deutschland der
Bundeswehr?
Berlin, den 20. März 2026
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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