Rede von Volker Scheurell (AfD) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 17a bis 17c: Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen.
Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Volker Scheurell (AfD) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Genau vor einem Jahr habe ich zu dieser Problematik hier im Bundestag gesprochen – meine Zunft. „Einen lieben Gruß der Zunft zu Fuß!“ Und, erinnern Sie sich? Natürlich nicht.
Und heute kommen Sie mit Ihrem scheinheiligen Grünenantrag ins Plenum, wo Sie mit Ihrer Einwanderungspolitik den Wohnungsmarkt noch verschärfen. Das schlägt sich auf die Schwächeren in der Gesellschaft, unsere Azubis und Studenten, nieder. Aber die haben keine NGOs als Lobby. Es fehlen Wohnheimplätze an allen Ecken und Enden.
Um dem entgegenzuwirken, muss an allererster Stelle der ÖPNV, damit er funktioniert, generell verbessert werden, weil nicht alle Jugendlichen das Elternhaus sofort verlassen wollen. Dadurch reduziert sich der Anspruch auf einen Wohnheim- bzw. Internatsplatz. Internatsplätze sollten lokal an den Ausbildungsstätten geschaffen werden; hier unterstützen wir Ihren Antrag. Die Vermietung sollte zwingend über die Berufsschulen und Universitäten organisiert werden, um, wie Sie richtig erkannt haben, dem Missbrauch durch Untervermietung entgegenzuwirken.
Und was die internationalen Studenten angeht, müssen wir die Gepflogenheiten ändern. Es ist nicht unsere Aufgabe, diese Gruppe finanziell zu unterstützen. Im Gegenteil: Sie müssen das Studium in Deutschland selbst bezahlen. Denn einer Studie zufolge wollen viele Studenten erst mal hierbleiben; aber nach zehn Jahren gehen dann 80 Prozent nach Hause. Das ist unserem Steuerzahler nicht zu vermitteln.
Begrüßenswert ist der Hinweis, dass beim Wohnheimbau der Gebäudetyp E favorisiert wird. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein; denn wir müssen ohnehin von den hohen Baukosten runter. Doch dann habe ich mich wirklich gewundert, dass Sie pädagogische Betreuungs- und Unterstützungsangebote in den Wohnheimen finanzieren wollen. Was wollen Sie damit bezwecken? Gleichschaltung der Jugendlichen? Indoktrinierung? Unselbstständigkeit der Jugend? Und woher nehmen Sie das pädagogische Personal?
Ihr Antrag kommt ein Jahr zu spät. Sie sind Teil des entstandenen Problems, liebe Grüne, und zwar wegen Ihrer Politik der unkontrollierten Einwanderung. Die Analyse, dass wir kostengünstig bauen müssen, ist richtig; aber das gilt auch für alle anderen Bauwerke, nicht nur für Wohnheime.
Und natürlich können internationale Studenten zu uns kommen, aber bitte schön auf eigene Kosten.
Vielen Dank.
Relationen
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