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Frage von Karl Bär (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6245)

dip / rede 10.06.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 82. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Text

Frage von Karl Bär (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6245) Von welchen jährlichen Kosten im Gesundheitswesen geht die Bundesregierung aktuell durch die Belastung der Menschen in Deutschland mit PFAS (per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen) aus, und von welcher Entwicklung dieser Kosten geht sie nach aktuellem Stand in Zukunft aus? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dr. Georg Kippels: Der Anfang des Jahres 2026 von der EU-Kommission publizierte Bericht „The cost of PFAS pollution for our society“ schätzt, dass die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Belastung durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Zeitraum 2024 bis 2050, sofern keine weiteren regulatorischen Maßnahmen ergriffen werden, insgesamt etwa 440 Milliarden Euro erreichen werden. Die geschätzten Gesundheitskosten für 2024 wurden laut der Studie für die begrenzte Anzahl der derzeit regulierten PFAS-Stoffe Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), Perfluornonansäure (PFNA) und Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS), für die ausreichende wissenschaftliche Evidenz vorlag, auf 39,5 Milliarden Euro pro Jahr für den EWR geschätzt. Für Deutschland ist der Bundesregierung keine Abschätzung mit Gesundheitsbezug bekannt – zumal PFAS kein einzelnes typisches Krankheitsbild verursachen. Eine allgemeine Aussage zum Gefährdungspotenzial der gesamten Gruppe der PFAS ist auch nicht möglich, da verschiedene PFAS unterschiedliche toxikologische Eigenschaften, Wirkweisen oder Wirkstärken aufweisen. Weil insbesondere langkettige PFAS auch nach Einstellen der Emissionen noch mehrere Jahre im menschlichen Körper und in der Umwelt verbleiben, wird langfristig mit laufenden Gesundheits- und Umweltkosten zu rechnen sein.

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