Frage von Dr. Zoe Mayer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/5932)
Teil von Protokoll der 79. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Dr. Zoe Mayer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/5932)
Wie ordnet die Bundesregierung vor dem Hintergrund, dass es laut Weltgesundheitsorganisation aufgrund zunehmender Resistenzproblematik immer schwieriger wird, bestimmte Infektionen zu behandeln, und dies eine wachsende Bedrohung für die globale Gesundheit darstellt, das Verhältnis der im Jahr 2023 eingesetzten Antibiotika in Deutschland mit 310 Tonnen für Patienten in der Humanmedizin und mit 529 Tonnen in der Tierhaltung ein?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge:
Die vorrangigen Ursachen der zunehmenden Resistenzentstehung und -ausbreitung sind der unsachgemäße Einsatz von Antibiotika sowie weitere Faktoren wie zum Beispiel Hygienemängel in medizinischen Einrichtungen. Ziel der Bundesregierung ist, Antibiotikaresistenzen zu reduzieren und dazu in allen Sektoren die Antibiotikaanwendung auf das therapeutisch notwendige Minimum zu begrenzen. Der direkte Vergleich der in Human- und Veterinärmedizin eingesetzten Antibiotikamengen in Tonnen hat jedoch keine Aussagekraft, da auch bei indikationsgerechtem Einsatz die jeweils angewendeten Mengen von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel Biomasse, Dosierung, Applikation und Wirkstoffklasse der eingesetzten Antibiotika abhängig sind.
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