Rede von Kerstin Griese (Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 55. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Kerstin Griese (Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales) – Fragestunde
Vielen Dank für die Nachfrage. – In der Tat geht es darum, Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankungen nicht in der Lage sind, sich zu melden bzw. teilzunehmen, tatsächlich zu erreichen. Deshalb haben wir ja im Entwurf eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch die Beratung in den Jobcentern zu Gesundheitsaspekten gestärkt. Das heißt, eine ganzheitliche präventive Eingliederungsstrategie ist auch Teil der Änderungen in diesem Gesetzentwurf, und das ist ja bewusst so gemacht worden, um Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen stärker in den Blick zu nehmen.
Ich sage es noch mal: Es geht ja erst mal um eine größere Anzahl von Versäumnissen bei Terminen. Und dann muss sich der Jobcentermitarbeiter oder die -mitarbeiterin darum kümmern, zu gucken: Ist der Mensch überhaupt noch hier? Wohnt er noch da, wo er vorher gewohnt hat? – Man muss versuchen, ihn auch persönlich zu erreichen und zu sprechen. Ich glaube, das ist schon wichtig, gerade für diese Zielgruppe der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Natürlich wollen wir nicht, dass die Leute wohnungslos werden, weil sie aufgrund einer psychischen Erkrankung sich nicht melden können, sondern es wird dann auch erwartet, dass sich das Jobcenter aktiv darum kümmert, den Menschen zu erreichen.
Relationen
- part_of → Protokoll der 55. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Auswirkungen der geplanten Rentenreform
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