Rede von Frank Schwabe (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 46. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Frank Schwabe (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz) – Fragestunde
Herr Abgeordneter, Sie haben vollkommen recht. Es gibt ja auch bei der gerichtlichen Einschätzung eine Weiterentwicklung. Ich habe gerade darauf hingewiesen, dass die Frage des Trennungsschmerzes bei Kindern und die Frage der Auswirkungen der Auseinandersetzungen der Eltern auf die Kinder heute vielleicht anders bewertet werden, als es vielleicht noch vor einigen Jahren der Fall war. Wir sind der Meinung, dass die Frage der Gewalterfahrungen bei den Entscheidungen eine maßgebliche Rolle spielen muss. Am Ende braucht es Aufklärung, braucht es eine gesellschaftliche Debatte.
Ich will darauf verweisen, dass wir im Rahmen der Haushaltsverhandlungen dankenswerterweise vom Deutschen Bundestag Finanzmittel für umfängliche Aufklärungskampagnen zur Verfügung gestellt bekommen haben, die wir in ganz Deutschland durchführen wollen. Aber ja, die Frage, wie man am Ende Gerichte in die Lage versetzen kann, die entsprechenden Fragen so zu durchdringen, wie es der Gesetzgeber intendiert, ist eine, der wir uns vielleicht gemeinsam stärker widmen müssen.
Relationen
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