Rede von Jan Wenzel Schmidt (AfD) – Bericht des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Teil von Protokoll der 40. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 2 und 16: Bericht des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) gemäß § 96 der Geschäftsordnung.
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Rede von Jan Wenzel Schmidt (AfD) – Bericht des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Bevor wir über neue Gesetze gegen Schwarzarbeit reden, sollten wir uns endlich die Frage stellen: Warum gibt es in Deutschland denn überhaupt noch Schwarzarbeit? Die Antwort ist klar – sie ist unbequem –: weil ehrliche Arbeit in Deutschland kaum noch etwas bringt. Wer arbeitet, wer ausbildet, wer ein kleines Unternehmen führt, wird durch Steuern, Abgaben und Vorschriften bestraft.
Und wer sich dem System entzieht, hat oft weniger Stress und am Ende mehr Geld in der Tasche. Das ist die bittere Realität in unserem Land.
Anstatt diese Ursachen anzugehen, schiebt die Regierung den Bürgern nun wieder ein neues Kontrollgesetz unter, ein Gesetz, das angeblich gegen Schwarzarbeit helfen soll, in Wahrheit aber mehr Bürokratie, mehr Datenerfassung und mehr Misstrauen gegenüber dem Mittelstand bringt. Die ehrlichen Betriebe müssen schon heute die halbe Woche für den Staat arbeiten und die andere Hälfte für die Dokumentationspflichten: Lieferkettengesetz, Arbeitszeitnachweise, Datenschutz, Mindestlohnerklärungen. Und jetzt soll der Zoll mit digitalen Risikobewertungen und Datenabgleichen noch tiefer in die Betriebe hineinleuchten. Das ist keine Modernisierung, das ist ein Bürokratiemonster mit digitalem Anstrich.
Und während Sie den ehrlichen Handwerker, die kleine Spedition oder den Friseur weiter drangsalieren, bleiben die eigentlichen Ursachen unangetastet:
zu hohe Steuern, zu hohe Abgaben, zu komplizierte Gesetze. Solange ein Selbständiger fast 50 Prozent seines Einkommens an den Staat abgeben muss, wird Schwarzarbeit für viele schlicht zur Überlebensstrategie. Das mag Ihnen nicht gefallen, aber es ist die Wahrheit.
Statt den Bürger zu überwachen, sollte diese Regierung endlich das Gegenteil tun: Steuern senken, Regeln vereinfachen und Arbeit wieder lohnenswert machen. Die AfD steht für ein einfaches Prinzip: Der Staat hat dem Bürger zu dienen, nicht ihn zu kontrollieren. Wir wollen keine digitale Bespitzelung, keine übergriffige Zollstaatsanwaltschaft, keine Dauerüberwachung durch Algorithmen.
Solange sich Schwarzarbeit mehr lohnt als Ehrlichkeit, ist das nicht das Versagen des Bürgers, sondern das Versagen der Regierung. Senken Sie endlich Steuern, schaffen Sie Bürokratie ab, und hören Sie auf, die Fleißigen in diesem Land zu verdächtigen,
statt sie zu entlasten! Wir wollen, dass der ehrliche Arbeiter wieder sagen kann: Ehrliche Arbeit lohnt sich.
Relationen
- part_of → Protokoll der 40. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Faire Arbeit sichern
- part_of_vorgang → Finanzkriminalität wirksam bekämpfen - Behörden stärken, Finanzlobby eindämmen, Gesetze nachschärfen
- part_of_vorgang → Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung
- part_of_vorgang → Organisierte Steuerhinterziehung wie Cum-Cum-Deals aufklären, Steuermilliarden konsequent zurückfordern und Aufbewahrungsfristen für Belege
- part_of_vorgang → Rückforderungslücken bei Cum-Ex und Cum-Cum schließen
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