polradar

Frage von Kerstin Przygodda (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2666)

dip / rede 12.11.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 39. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

Im Graph öffnen

Text

Frage von Kerstin Przygodda (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2666) Liegen der Bundesregierung Zahlen darüber vor, wie viele gegen Lehrkräfte gerichtete und durch Schüler und bzw. oder Eltern von Schülern begangene Gewalttaten es an öffentlichen Schulen in Deutschland in den Jahren 2011 bis 2024 gegeben hat, und, wenn ja, wie lauten diese (bitte jeweils nach Kalenderjahren aufschlüsseln; www.focus.de/wissen/schockierende-studie-gewalt-alarm-an-schulen-jeden-tag-wird-ein-lehrer-opfer-eines-koerperlichen-angriffs_id_260665690.html)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christoph de Vries: Statistische Daten im Sinne der konkreten Fragestellung liegen der Bundesregierung nicht vor. In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wird das Merkmal der „Opferspezifik“ unter der Bedingung erfasst, dass die Tatmotivation in den personen-, berufs- bzw. verhaltensbezogenen Merkmalen des Opfers begründet ist oder in Beziehung dazu steht (sachlicher Zusammenhang). Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen muss erkennen lassen, dass die Tathandlung unter anderem oder allein durch das im Einzelfall vorliegende Merkmal veranlasst war. Für die Opferspezifik „Lehrkräfte“ gilt folglich, dass die Opferwerdung im Rahmen der pädagogischen Tätigkeit des Opfers erfolgt sein muss. Auf der Datengrundlage der PKS kann jedoch nicht spezifiziert werden, in welcher Beziehung die Tatverdächtigen zum Opfer standen. Aus der Erfassung der Opferspezifik Lehrkraft kann also nicht zwangsläufig geschlossen werden, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Schüler oder Eltern von Schülern gehandelt hat. Ebenfalls lässt die Opferspezifik keine Aussagen dazu zu, ob die Gewalttat an der öffentlichen Schule selbst oder an einem anderen Ort stattfand. Nachfolgend werden hilfsweise die in der PKS erfassten Daten zu Fällen für den Summenschlüssel 892000 „Gewaltkriminalität“ sowie für den PKS-Schlüssel 224000 „Vorsätzliche einfache Körperverletzung“ mitgeteilt, bei denen mindestens zu einem Opfer die Opferspezifik Lehrkräfte erfasst wurde. Jahr Fälle bei 892000 „Gewaltkriminalität“ Fälle bei 224000 „Vorsätzliche einfache Körperverletzung“ 2011 208 696 2012 230 689 2013 195 639 2014 200 662 2015 229 669 2016 241 686 2017 253 716 2018 268 836 2019 276 922 2020 224 660 2021 188 507 2022 312 835 2023 386 892 2024 424 1 152

Relationen