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Frage von Sonja Lemke (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/1949)

dip / rede 08.10.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 30. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Frage von Sonja Lemke (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/1949) Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Forschung zu ME/CFS und anderen postinfektiösen Krankheiten zu unterstützen, und welche finanziellen Mittel plant sie dazu über die Wahlperiode bereitzustellen? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert versorgungsnahe Forschung sowie die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die an Long Covid erkrankt sind, bis 2028 in zwei Förderschwerpunkten mit insgesamt 118 Millionen Euro. Der Förderschwerpunkt zur versorgungsnahen Forschung besteht aus 30 Modellprojekten mit einem Gesamtvolumen von circa 73 Millionen Euro (bewilligte Mittel für das gesamte Jahr 2025: circa 21,5 Millionen Euro, bewilligte Mittel für 2026: circa 22,5 Millionen Euro, bewilligte Mittel für 2027: circa 17 Millionen Euro und bewilligte Mittel für 2028: circa 9,5 Millionen Euro). Zudem werden Modellprojekte zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long Covid mit einem Gesamtvolumen von circa 45 Millionen Euro gefördert (bewilligte Mittel für das gesamte Jahr 2025: circa 15 Millionen Euro, bewilligte Mittel für 2026: circa 15 Millionen Euro, bewilligte Mittel für 2027: circa 10 Millionen Euro und für 2028: circa 5 Millionen Euro). Mehrere Projekte befassen sich auch mit ME/CFS. Damit beabsichtigt das BMG, dass Ambulanzen aufgebaut, Innovationen in der Behandlung erprobt werden und die Versorgungslage verbessert wird. So wird zum Beispiel das Konsortialprojekt „PEDNET-LC“ ein bundesweites Netzwerk aus Spezialambulanzen zur altersgerechten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long Covid schaffen. Deutschland ist mit diesen Maßnahmen ein internationaler Vorreiter. Weitere Informationen einschließlich Projektsteckbriefen stellt das BMG auf seiner Website bereit: www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/long-/post-covid.html Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die medizinische Forschung zu Long-/Post-Covid und ME/CFS mit bis zu 64,2 Millionen Euro und legte dabei zuletzt einen Schwerpunkt auf die Erforschung der Krankheitsentstehung von ME/CFS sowie die Prüfung der Wirksamkeit von Therapieansätzen, die bereits bei anderen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse der Projekte sollen dabei helfen, Ansätze für die Verbesserung der Prävention, Diagnose und Therapie von ME/CFS zu entwickeln. BMG und BMFTR werden ihre Zusammenarbeit noch weiter ausbauen und so zur besseren Vernetzung von Grundlagen- und Versorgungsforschung beitragen. Dieser Auftrag wird derzeit auf Fachebene beider Häuser ausgearbeitet.

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