Long-COVID und PostVac - Aktuelle Situation und Versorgungslage in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/651)
Text
Long-COVID und PostVac - Aktuelle Situation und Versorgungslage in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/651)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1037
21. Wahlperiode 25.07.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Martin Sichert, Kay-Uwe Ziegler,
Dr. Christina Baum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/651 –
Long-COVID und PostVac – Aktuelle Situation und Versorgungslage in
Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Long- bzw. Post-COVID bzw. das PostVac-Syndrom stellen weiterhin eine
medizinische und gesellschaftliche Herausforderung dar. Trotz der erheblichen
gesundheitlichen und gesellschaftlichen Relevanz räumt die Bundesregierung
ein, dass bislang keine umfassenden Erkenntnisse zu Long- bzw. Post-
COVID- bzw. PostVac-Betroffenen im Rahmen der vorhandenen Statistiken
vorliegen. Dennoch geht sie selbst von einer sechsstelligen Zahl an Erkrankten
in Deutschland aus – wie aus ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der
Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/13503 hervorgeht. Diese
Diskrepanz zwischen Wissensstand und Problemausmaß verdeutlicht nach
Auffassung der Fragesteller den dringenden Handlungsbedarf in der Forschung,
Versorgung und sozialrechtlichen Absicherung. Die unzureichende Datenlage
erschwert nicht nur eine zielgerichtete gesundheitspolitische Steuerung, sondern
auch eine verlässliche Einschätzung des Ausmaßes der gesundheitlichen,
wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Long- bzw. Post-COVID bzw. PostVac.
Der Mangel an spezialisierten Behandlungseinrichtungen, strukturellen
Versorgungspfaden und einer bundesweiten Datenbasis erschwert eine adäquate
Versorgung (www.fr.de/panorama/komplett-ueberfordertes-gesundheitssyste
m-millionen-kranke-seit-corona-vernachlaessigt-zr-93628659.html). Zudem
besteht eine erhebliche Überschneidung mit Myalgischer Enzephalomyelitis/
Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS), das insbesondere bei Jugendlichen
und jungen Erwachsenen als schwere Verlaufsform auftritt (ebd.). Die Zahl
der spezialisierten Anlaufstellen sei begrenzt. Besonders betroffen seien junge
Menschen mit starker Fatigue und Symptomen, die ME/CFS ähneln. Eine
strukturierte Versorgung sei, so der Medienbericht, bislang nicht
flächendeckend gegeben. Die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie stellten das
Gesundheitssystem demnach weiterhin vor massive Herausforderungen.
Schätzungen zufolge leiden bundesweit mehrere Millionen Menschen an Long-
COVID oder dem verwandten Krankheitsbild ME/CFS (ebd.). Der Frankfurter
Infektiologe Prof. Dr. Martin Mücke, so der Bericht weiter, spräche in diesem
Zusammenhang von einem „komplett überforderten Gesundheitssystem“ –
nicht nur wegen fehlender Versorgungsangebote, sondern auch aufgrund
mangelnder ärztlicher Weiterbildung und der schleppenden politischen Reaktion.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 24. Juli 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Die Betroffenen, darunter zunehmend auch Kinder und Jugendliche, seien oft
monatelang arbeitsunfähig, erhielten aber kaum spezialisierte Hilfe oder eine
zielgerichtete Therapie. Fachleute warnen laut dem Bericht vor einem sich
abzeichnenden sozialen und medizinischen Kollaps, wenn nicht zügig gehandelt
wird.
Trotz zunehmender Forschung zu Long-COVID besteht in Deutschland
weiterhin ein Mangel an systematischen Datenerhebungen, insbesondere zu
Prävalenz, Symptomverlauf und Langzeitprognose. Derzeit existiert kein für die
Behandlung von Long-COVID zugelassenes Medikament (www.bfarm.de/D
E/Arzneimittel/Zulassung/Zulassungsrelevante-Themen/Expertengruppe-Lon
g-COVID-Off-Label-Use/_node.html).
Die Versorgung von Menschen mit Long- bzw. Post-COVID bzw. PostVac
bleibt in vielen Regionen unzureichend (www.aerzteblatt.de/archiv/long-
postcovid-wenn-das-virus-spuren-hinterlaesst-b7b27adf-6c9a-4980-a2c3-f7b6897
ad0e8). Hausärztinnen und Hausärzte sind häufig erste Anlaufstellen,
berichten jedoch über unklare Zuständigkeiten und fehlende spezialisierte
Weiterverweisungspfade (ebd.). Obwohl mit der aktualisierten S1-Leitlinie zu
Long- bzw. Post-COVID (Stand: 30. Mai 2024) ein wichtiger Schritt zur
Standardisierung von Diagnostik und Versorgung unternommen wurde, bleiben
zentrale Fragen weiterhin ungeklärt (ebd.). Auch eine klare Abgrenzung zu
verwandten Krankheitsbildern wie der Myalgischen Enzephalomyelitis bzw.
dem Chronischen Fatigue-Syndrom der funktionellen somatischen Störungen
ist dem Bericht zufolge bislang nicht gegeben. Die Diagnose stütze sich nach
wie vor auf eine Kombination aus Anamnese, Ausschlussverfahren und
klinischer Einschätzung, weil objektive Biomarker bislang fehlten (ebd.). Darüber
hinaus mangele es an evidenzbasierten kausalen Therapien; die Leitlinie
beschränke sich auf symptomorientierte Empfehlungen (ebd.). Besonders
kritisch sei die unzureichende Datenlage zur Versorgungslage und Symptomatik
bei Kindern und Jugendlichen, die in bisherigen Studien kaum berücksichtigt
worden wären. Auch die langfristige Prognose – etwa hinsichtlich
Chronifizierung, Erwerbsunfähigkeit oder Rehabilitationsverläufen – sei bislang nur
unzureichend erforscht.
Long- bzw. Post-COVID (bzw. PostVac) wirkt sich laut einer Analyse
zunehmend auf den Arbeitsmarkt und das Sozialsystem aus (www.fr.de/wirtschaft/f
olgen-milliardenverluste-wie-long-covid-den-arbeitsmarkt-schwaecht-rentenk
assen-zr-92728043.html). Laut Deutscher Rentenversicherung ist seit Beginn
der Pandemie ein kontinuierlicher Anstieg an Rehabilitationsanträgen im
Zusammenhang mit den Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung zu
verzeichnen (ebd.). Viele Betroffene litten demnach unter anhaltender
Erschöpfung (Fatigue), kognitiven Einschränkungen sowie psychischen Belastungen,
die ihre Erwerbsfähigkeit über Monate hinweg stark einschränkten. Die
Rentenversicherung betone laut dem genannten Medienbericht die Notwendigkeit,
Versorgungsangebote langfristig auszubauen und stärker auf diese
Langzeitfolgen auszurichten. Trotz dieser Entwicklungen mangele es weiterhin an
systematischen Auswertungen über die Zahl der Reha-Anträge, deren
Bewilligungspraxis sowie an belastbaren Zahlen zur Erwerbsminderungsrente im
Zusammenhang mit Long-COVID oder ME/CFS. Auch die Anerkennung als
Berufskrankheit sei bisher weitgehend auf bestimmte Berufsgruppen – etwa das
medizinische Personal – beschränkt, obwohl auch andere Beschäftigte einem
erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt wären.
Im Zuge der Aufarbeitung langfristiger gesundheitlicher Folgen der SARS-
CoV-2-Pandemie wird auch diskutiert, ob bei einzelnen Personen Symptome,
die als Long-COVID klassifiziert werden, möglicherweise durch eine
COVID-19-Impfung ausgelöst oder verstärkt worden sein könnten (vgl. www.
nrwz.de/rottweil/mogliches-long-covid-nach-impfung-biontech-und-pei-reagie
ren-339605.html). Einige Betroffene berichten über Fatigue, neuropathische
Beschwerden oder kognitive Störungen nach Impfungen, insbesondere nach
mRNA-Vakzinen (vgl. www.welt.de/politik/deutschland/plus243697693/Coro
na-Impfung-Wir-sind-keine-Impfgegner-wir-sind-kranke-Menschen.html).
Die Abgrenzung zwischen einem Post-Vakzin-Syndrom und Long-COVID ist
medizinisch bislang unscharf, und es besteht erheblicher Forschungsbedarf
(www.welt.de/politik/deutschland/plus239844503/Nebenwirkung-Impfung-St
arke-Schmerzen-Inkontinenz-Augenprobleme.html). Erste Studien und
Register, etwa am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) oder in internationalen Kohorten,
untersuchen immunologische Unterschiede zwischen Long-COVID nach
Infektion und potenziellen Impffolgen. Es bedarf einer differenzierten Erfassung,
Diagnose und Versorgung möglicher Post-Vakzin-Syndrome.
Trotz wiederholter Hinweise auf die Bedeutung von Long- bzw. Post-COVID
und PostVac für die öffentliche Gesundheit liegen nach Angaben der
Bundesregierung weiterhin keine systematisch erfassten Daten zur Anzahl und
Versorgungssituation der Betroffenen vor. In ihrer Antwort auf die Kleine
Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/13503 verweist sie
auf grobe Schätzwerte aus Krankenkassendaten, vermeidet jedoch konkrete
Angaben zur tatsächlichen Zahl der Erkrankten, zur Versorgungsqualität oder
zu Rehabilitationsverläufen. Gleichzeitig räumt die Bundesregierung ein, dass
eine differenzierte Erfassung von Langzeitbeschwerden nach SARS-CoV-2-
Infektion im Vergleich zu möglichen längerfristigen Beschwerden nach
COVID-19-Impfung derzeit nicht erfolgt. Damit bleibt unklar, wie hoch der
tatsächliche Anteil impfassoziierter Langzeitbeschwerden ist und ob
Betroffene gezielt versorgt werden können. Auch bei Reha-Maßnahmen fehlen
entsprechende Erfassungsmechanismen, obwohl diese für eine differenzierte
medizinische und sozialrechtliche Bewertung unerlässlich wären.
1. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Bundesregierung ggf.,
um die pathophysiologischen Mechanismen von Long- bzw. Post-
COVID (z. B. Autoimmunreaktionen, Viruspersistenz, Reaktivierung des
Epstein-Barr-Virus (EBV), neuroimmunologische Dysfunktionen) gezielt
zu erforschen?
Im Rahmen der allgemeinen Forschungsförderung unterstützt das
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die
Erforschung von Long- bzw. Post-COVID und Myalgischer Enzephalomyelitis/
Chronischem Fatigue Syndrom (ME/CFS) sowohl in der mechanistischen als
auch klinischen Forschung. Zur gezielten Erforschung der
pathophysiologischen Grundlagen der Erkrankung tragen die Förderschwerpunkte zur
„Förderung von Forschungsvorhaben zu Spätsymptomen von COVID-19 (Long-
COVID)“ (Laufzeit: 2021 bis 2024) sowie zur „Förderung interdisziplinärer
Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen von ME/CFS“ (Laufzeit:
2024 bis 2027) bei. Darüber hinaus konzentriert sich das Einzelvorhaben
„IMMME – Aufklärung der immunologischen Pathomechanismen des
postinfektiösen Chronischen Fatigue Syndroms (ME/CFS)“ (Laufzeit: 08/2022 bis
09/2025) aus der im Jahr 2020 veröffentlichten themenoffenen Maßnahmen zur
„Förderung interdisziplinärer Verbünde zur Erforschung von
Pathomechanismen“ auf die Erforschung der Hypothese einer virusinduzierten
Autoimmunreaktion.
2. Welche Forschungsprojekte werden derzeit von der Bundesregierung
ggf. gefördert, um valide Biomarker oder objektive Diagnosekriterien für
Long- bzw. Post-COVID zu identifizieren, und welche Einrichtungen
sind daran ggf. beteiligt?
Sowohl die interdisziplinären Forschungsverbünde zur Erforschung der
Pathomechanismen von ME/CFS als auch die vom BMFTR seit 2022 geförderte
„Nationale Klinische Studiengruppe (NKSG) Post-COVID und ME/CFS“
leisten einen Beitrag dazu, valide Biomarker für die Diagnose von Post-COVID
bzw. von unterschiedlichen Patientensubgruppen zu identifizieren, die von
unterschiedlichen Behandlungsansätzen profitieren (siehe beiliegende
Anlage 1* für eine Übersicht über diese Projekte und darin beteiligte
Einrichtungen).
Im Rahmen des Moduls 3 zum Thema Long-COVID der Förderrichtlinie
„Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in
Ausnahmesituationen“ fördert das BMFTR aktuell fünf Forschungs- und
Entwicklungsprojekte, welche die Verbesserung der Diagnostik, des
Gesundheitsmonitorings sowie der Vernetzung von Patientinnen und Patienten mit
Facheinrichtungen zum Ziel haben (siehe Anlage 1* für eine Übersicht über diese
Projekte und darin beteiligte Einrichtungen). Weitere Informationen zu Modul 3
sind auf der Internetseite des BMFTR zu finden: www.interaktive-technologie
n.de/foerderung/bekanntmachungen/his.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert versorgungsnahe
Forschung sowie die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die an Long-
COVID erkrankt sind, bis 2028 in zwei Förderschwerpunkten mit insgesamt
118 Mio. Euro. Einige der geförderten Projekte beschäftigen sich auch mit
Biomarkern und/oder Diagnosekriterien für Long- bzw. Post-COVID (siehe
Anlage 1*). Die Projektsteckbriefe sind auf der Internetseite des BMG zu finden:
www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/ressortforschung/handlun
gsfelder/forschungsschwerpunkte/long-/post-covid.html.
3. Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung zum Langzeitverlauf von
Long- bzw. Post-COVID-Erkrankungen vor, insbesondere im Hinblick
auf die Chronifizierung, Erwerbsunfähigkeit und Versorgungsbedarfe
über zwölf Monate hinaus?
Aktuell liegen noch keine repräsentativen Ergebnisse aus wissenschaftlichen
Studien vor, die eine Abschätzung der Chronifizierungsrate und daraus
resultierende Erwerbsunfähigkeit und Versorgungsbedarfe ermöglichen. Ergebnisse
von laufenden Studien bleiben abzuwarten.
Die gesetzliche Unfallversicherung führt – teilweise in Kooperation mit der
gesetzlichen Rentenversicherung – mehrere Studien durch, um Erkenntnisse zum
Langzeitverlauf der Erkrankung zu gewinnen.
Exemplarisch ist die Kohortenstudie zu Versorgungs-, Nachsorge- und
Rehabilitationsbedarfen von Post-COVID-Betroffenen im Gesundheitswesen und der
Wohlfahrtspflege (LoCoVHCW) zu nennen (www.uke.de/landingpage/locovic
f-studie/index.html).
Auch gibt es ein Projekt zu den „Auswirkungen von COVID-19 als BK-
Nr. 3101 oder anerkannter Arbeitsunfall auf die körperliche Belastbarkeit,
psychische Gesundheit und Arbeitsfähigkeit – ein Beitrag zur Handlungssicherheit
im Reha-Management“ (www.dguv.de/projektdatenbank/0326/ff_fb0326_absc
hlussbericht_final.pdf).
Im Aufbau befindet sich zudem ein Neurologisches Register zur Erfassung von
Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Gesundheitsstörungen (Post-
COVID-Register der AG Neurotrauma der BG Kliniken).
Viele Studien deuten übereinstimmend darauf hin, dass sich Long-COVID-
Symptome innerhalb der ersten zwölf Monate bei vielen Betroffenen teilweise
oder vollständig zurückbilden. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen scheinen
die Symptome und Beschwerden jedoch auch länger anzuhalten. Insbesondere
bei längeren Verläufen ist eine Chronifizierung möglich.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1037 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
4. Welche spezifischen Maßnahmen oder Studien existieren nach Kenntnis
der Bundesregierung in Deutschland zur Versorgung und Erforschung
von Long- bzw. Post-COVID bei Kindern und Jugendlichen, und welche
Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln zieht die Bundesregierung
aus der aktuellen Datenlage in dieser Altersgruppe?
Kinder und Jugendliche können in unterschiedlicher Schwere an Long-COVID
erkranken.
Entsprechend bedeutend ist es, die Versorgung gemäß dem aktuellen
Wissensstand zu verbessern hin zu einer passgenauen, altersgerechten und individuellen
Versorgung der Betroffenen.
Dahingehend hat das BMG einen Förderschwerpunkt „Modellmaßnahmen zur
Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long-COVID und
Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen“
aufgesetzt, in dem Projekte zur Verbesserung der Versorgung von Kindern und
Jugendlichen gefördert werden. Die Fördersumme des von 2024 bis 2028
laufenden Förderschwerpunkts beträgt 45 Mio. Euro. Ergebnisse aus diesen
Projekten liegen noch nicht vor (www.bundesgesundheitsministerium.de/ministeri
um/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/long-/post-covi
d.html).
Im Rahmen der Projektförderung des BMFTR werden derzeit sowohl in drei
interdisziplinären Forschungsverbünden zur Erforschung der Pathogenese von
ME/CFS wie auch im Einzelvorhaben „IMMME – Aufklärung der
immunologischen Pathomechanismen des postinfektiösen Chronischen Fatigue Syndroms
(ME/CFS)“ die jeweiligen Pathomechanismen auf ihre Bedeutung für eine
Post-COVID-Erkrankung auch bei Kindern und Jugendlichen untersucht.
5. Wie viele ambulante Spezialsprechstunden und interdisziplinäre
Behandlungszentren für Long-COVID gibt es nach Kenntnis der
Bundesregierung derzeit bundesweit, hat sich die Bundesregierung zu deren
Verteilung und Kapazität eine eigene Auffassung gebildet, und wenn ja, wie
lautet diese?
Zur Verbesserung der Versorgung der Betroffenen bei Verdacht auf
Erkrankungen wie Long-COVID hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am
21. Dezember 2023 eine neue Richtlinie über eine berufsgruppenübergreifende,
koordinierte und strukturierte Versorgung für Versicherte mit Verdacht auf
Long-COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder
Krankheitsausprägung aufweisen, beschlossen (Long-COVID-Richtlinie), die am 9. Mai
2024 in Kraft getreten und am 1. Januar 2025 in der Versorgung wirksam
geworden ist. Darin sind u. a. Anforderungen an die Versorgung der Patientinnen
und Patienten definiert und sogenannte Versorgungspfade beschrieben (www.g-
ba.de/beschluesse/6374/). In der Richtlinie unterstützen die Spezialambulanzen
als dritte Ebene die Schwerstbetroffenen und Patientinnen und Patienten mit
einem komplexen Versorgungsbedarf. Die bestehenden ambulanten Strukturen
und Angebote sollen je nach Schweregrad und Komplexität der Erkrankung
bedarfsgerecht genutzt und die richtigen Gesundheitsberufe eingebunden werden.
Für die Sicherstellung der vertragsärztlichen (ambulanten) Versorgung sind
nach den gesetzlichen Regelungen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
in den Ländern zuständig, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts der
jeweiligen Landesaufsicht unterliegen.
6. Hat sich die Bundesregierung zu der aktuellen Anerkennungspraxis von
Long-COVID als Berufskrankheit bzw. Arbeitsunfall bei medizinischem
Personal und anderen Berufsgruppen mit erhöhtem Expositionsrisiko
eine eigene Auffassung gebildet, und wenn ja, wie lautet diese?
Die Anerkennung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen erfolgt auf
Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen des Siebten Buches
Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfallversicherung und der Berufskrankheitenverordnung.
Die geltende Berufskrankheitenliste (Anlage 1 zur Berufskrankheiten-
Verordnung) enthält unter der Nr. 3101 die Bezeichnung „Infektionskrankheiten“.
COVID-19-Erkrankungen können demnach in der gesetzlichen
Unfallversicherung als Berufskrankheit Nr. 3101 anerkannt werden („Infektionskrankheiten,
wenn die Versicherten im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in
einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr
in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt waren“). Langfristige gesundheitliche
Beeinträchtigungen, die infolge der COVID-19-Erkrankung eintreten, sind als
Folgeschäden mitversichert und eröffnen ebenfalls den Zugang zum gesamten
Leistungsspektrum der gesetzlichen Unfallversicherung (u. a. Heilbehandlung,
Rehabilitation, berufliche Wiedereingliederung, Pflegeleistungen, Rente).
Hiervon ist auch Long-COVID miterfasst. Die Anerkennungsquote ist mit knapp
69 Prozent hoch (www.dguv.de/medien/inhalt/mediencenter/hintergrund/covid/
dguv_zahlen_covid.pdf).
Der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten (ÄSVB), der das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales in wissenschaftlichen Fragen zu
Berufskrankheiten berät, hat darüber hinaus geprüft, ob und welche weiteren
Berufsgruppen ggf. ein vergleichbares Infektionsrisiko haben. Das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat hierzu im April 2025 eine
wissenschaftliche Stellungnahme des ÄSVB veröffentlicht, wonach von einer
Infektionsgefahr in ähnlichem Maße bei Tätigkeiten in der Personenbeförderung, in
der Fleischverarbeitung, im Polizeidienst sowie bei seelsorgerischen Berufen
auszugehen ist (www.bmas.de/DE/Soziales/Gesetzliche-Unfallversicherung/Ak
tuelles-aus-dem-Berufskrankheitenrecht/infektionskrankheiten-gesundheitsdien
st-wohlfahrtspflege-laboratorium.html). Auch in diesen Bereichen kann
nunmehr eine Anerkennung von COVID-19 als Berufskrankheit erfolgen. Bei allen
anderen Branchen, bei denen die Infektion auf die Berufstätigkeit
zurückgeführt werden kann, ist die Anerkennung als Arbeitsunfall möglich. Die Prüfung
der konkreten Einzelfälle obliegt den Unfallversicherungsträgern.
7. Wie viele Anträge auf medizinische Rehabilitation mit Long-COVID
bzw. ME/CFS als Diagnose wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
seit 2021 gestellt und in welchem Umfang abgelehnt oder genehmigt
(bitte jeweils nach Kalenderjahr, Quartal und Bundesland aufteilen)?
Bei Anträgen und Ablehnungen werden keine Diagnosen erfasst. Daher können
hierzu keine Zahlen geliefert werden. Die Tabelle zeigt die abgeschlossenen
medizinischen Rehabilitationen seit 2021 in Trägerschaft der Deutschen
Rentenversicherung. Bei dem ICD-Code G93.3 (Chronisches Fatigue-Syndrom) ist
zu beachten, dass dieser Code teilweise genutzt wurde, um das Symptom
Fatigue im Rahmen anderer Erkrankungen zu kodieren (z. B. Multiple Sklerose,
Krebserkrankungen).
Jahr Abgeschlossene medizinische Rehabilitationen (gerundet)
Post-COVID-Syndrom CFS (G93.3)
2021 10 000 700
2022 21 000 1 980
Jahr Abgeschlossene medizinische Rehabilitationen (gerundet)
Post-COVID-Syndrom CFS (G93.3)
2023 22 000 2 800
2024 14 500 2 550
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, wie viele Anträge auf medizinische
Rehabilitation mit Long-COVID/ME-CFS als Diagnose seit 2021 gegenüber
den Krankenkassen gestellt und in welchem Umfang diese abgelehnt oder
genehmigt wurden.
8. Wie viele Erwerbsminderungsrenten wurden seit 2021 nach Kenntnis der
Bundesregierung aufgrund von Long-COVID oder ME/CFS beantragt
und wie viele bewilligt (bitte jeweils nach Kalenderjahr, Quartal und
Bundesland aufteilen)?
Bei Anträgen und Ablehnungen werden keine Diagnosen erfasst. Daher können
hierzu keine Zahlen geliefert werden. Die Tabelle zeigt die Neuzugänge bei den
Erwerbsminderungsrenten. Bei dem ICD-Code G93.3 (Chronisches Fatigue-
Syndrom) ist zu beachten, dass dieser Code teilweise genutzt wurde, um das
Symptom Fatigue im Rahmen anderer Erkrankungen zu kodieren (z. B.
Multiple Sklerose, Krebserkrankungen).
Jahr EM-Renten-Neuzugänge (gerundet), Post-COVID-Syndrom
Gebiet Ost Gebiet West
Hauptdiagnose Nebendiagnose Hauptdiagnose Nebendiagnose
2022 190 100 420 300
2023 420 320 1 080 750
2024 490 1 580 1 580 1 180
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Jahr EM-Renten-Neuzugänge (gerundet), CFS (G93.3)
Gebiet Ost Gebiet West
Hauptdiagnose Nebendiagnose Hauptdiagnose Nebendiagnose
2021 80 220 210 810
2022 140 300 370 990
2023 360 450 940 1 350
2024 570 590 1 620 1 870
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
9. Welche aktuellen Definitionen und Klassifikationen von Long-COVID
und Post-COVID-Syndrom existieren nach Kenntnis der
Bundesregierung (bitte WHO- [World Health Organization], NICE- [National
Institute for Health and Care Excellence] und AWMF-Leitlinien [AWMF =
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften] abgleichen)?
Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es sich bei Long-
COVID nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt, sodass auch
Falldefinitionen und Empfehlungen zur Berücksichtigung bestimmter
Krankheitsbilder nach wie vor vorläufig sind und bislang keine einheitliche, international
abgestimmte Falldefinition vorliegt. Vorhandene Definitionen sind größtenteils
symptombasiert und unterscheiden sich v. a. je nach zeitlichem Bezug zur
vorangegangenen SARS-CoV-2-Infektion sowie je nach Berücksichtigung
diagnostizierbarer Symptomkomplexe und Erkrankungen.
Definition Weltgesundheitsorganisation (WHO):
Post-COVID: Symptome ab 3 Monaten nach COVID-19-Infektion. Die
Symptome halten mindestens 2 Monate lang an und können nicht durch eine andere
Diagnose erklärt werden. Häufige Symptome sind Fatigue, Kurzatmigkeit und
kognitive Störungen. Die Symptome können nach der ersten Erkrankung
fortbestehen oder nach der anfänglichen Genesung neu auftreten und im zeitlichen
Verlauf schwanken (www.who.int/publications/i/item/WHO-2019-nCoV-Post_
COVID-19_condition-Clinical_case_definition-2021.1).
Definition National Institute for Health and Care Excellence (NICE):
Anhaltende Symptome von COVID-19: Befunde und Symptome von
COVID-19 von 4 Wochen bis 12 Wochen.
Post-COVID-19-Syndrom: Befunde und Symptome, die während oder nach
einer Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten, länger als 12 Wochen anhalten und
nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können. In der Regel treten
mehrere, sich häufig überschneidende Symptome auf, die im Laufe der Zeit
schwanken und sich verändern können und den ganzen Körper betreffen
können.
Zusätzlich zu diesen Definitionen wird laut der NICE-Definition der Begriff
„Long-COVID“ üblicherweise verwendet, um sowohl die anhaltenden
Symptome von COVID-19 (4 bis 12 Wochen) als auch das Post-COVID-19-Syndrom
(12 Wochen oder länger) zu beschreiben (www.nice.org.uk/guidance/ng188/ch
apter/1-Identification).
Definition Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF):
AWMF verwendet die Definitionen des NICE (register.awmf.org/de/leitlinien/d
etail/020-027).
10. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung ggf., um eine
wissenschaftlich fundierte Differenzierung zwischen Long-COVID nach SARS-
CoV-2-Infektion und möglichen längerfristigen Beschwerden nach
COVID-19-Impfung zu ermöglichen, und inwiefern berücksichtigt sie
dabei ggf., dass beide Patientengruppen vergleichbare oder
unterschiedliche therapeutische Bedarfe haben könnten?
12. Plant die Bundesregierung angesichts der bestehenden Unsicherheiten,
künftig differenziertere Erhebungsinstrumente einzuführen, um Long-
COVID nach Infektion und mögliche postvakzinale Syndrome
systematisch voneinander abgrenzen und vergleichen zu können, und wenn nein,
warum nicht?
Die Fragen 10 und 12 werden gemeinsam beantwortet.
Das BMG fördert in zwei Förderschwerpunkten Projekte zur versorgungsnahen
Forschung und zur Versorgung von Erkrankten mit Long-COVID mit einer
Gesamt-Fördersumme von ca. 118 Mio. Euro (Ende 2024 bis 2028). In beiden
Förderschwerpunkten widmen sich mehrere Projekte auch Beschwerden im
zeitlichen Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung. Aktuelle Ergebnisse
hieraus liegen noch nicht vor (vgl. www.bundesgesundheitsministerium.de/min
isterium/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/long-/post-
covid.html).
11. Warum verzichtet die Bundesregierung auf eine gesonderte statistische
Erhebung gesundheitlicher Langzeitfolgen nach COVID-19-Impfung,
obwohl diese laut eigenen Angaben medizinisch nicht eindeutig von
Long-COVID zu unterscheiden sind (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) analysiert weiterhin alle gemeldeten
Verdachtsfälle von Nebenwirkungen, in denen Symptome berichtet wurden, die
vergleichbar mit Long/Post-COVID nach Infektion sind. Das
Spontanerfassungssystem ist allerdings nicht dazu geeignet, Unterschiede der gesundheitlichen
Langzeitfolgen nach COVID-19-Impfung und Long-COVID-Erkrankung nach
Infektion statistisch zu beschreiben, weil die Anzahl der gemeldeten
Verdachtsfälle, in denen Long-/Post-COVID-Symptome nach Impfung berichtet werden,
keinen Rückschluss auf die Häufigkeit dieser Erkrankung nach Impfung
zulässt. Damit ist ein statistischer Vergleich auf Basis der Meldungen von
Verdachtsfällen mit der Inzidenz einer Erkrankung nicht möglich.
Anlage 1 zur AW auf Frage 2 der KA 21/651
- 2 -
Anlage 1: Tabellen zur Antwort der Bundesregierung auf Frage 2 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der AfD betreffend „Long-COVID und PostVac – aktuelle Situation und
Versorgungslage in Deutschland“ BT-Drucksache 21/651
Tabelle 1:
Vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekte,
die zur Erforschung valider Biomarker für die Diagnose von Post-COVID bzw. von
unterschiedlichen Patientensubgruppen beitragen, und daran beteiligte Einrichtungen:
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Nationale Klinische Studien-Gruppe (NKSG)
Post-Covid-Syndrom und ME/CFS
• Charité - Universitätsmedizin Berlin
Identifizierung biopathologischer Signaturen
von Post-Exertional Malaise bei ME/CFS
(BioSig-PEM)
• Universitätsklinikum Jena
• Leibniz-Institut für Photonische
Technologien e.V.
• Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
• Charité - Universitätsmedizin Berlin
• Klinikum rechts der Isar der Technischen
Universität München
• Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Campus Kiel
Charakterisierung von Autoimmunantworten
zur Identifizierung von Targets in ME/CFS
(CURE-ME)
• Charité - Universitätsmedizin Berlin
• Klinikum rechts der Isar der Technischen
Universität München
Klinische Analysen von immunologischen
und metabolischen Faktoren bei ME/CFS
(MIRACLE)
• Philipps-Universität Marburg
• Universität Regensburg
Serotonin und Immunmodulation in ME/CFS
(SERIMM)
• Charité - Universitätsmedizin Berlin
• Paul-Ehrlich-Institut
• Helmholtz Zentrum München
• Max-Delbrück-Centrum für Molekulare
Medizin (MDC)
• Fraunhofer Institut für Integrierte
Schaltungen
Beitrag schlafbezogener Biomarker zur
Pathophysiologie von ME/CFS (SLEEP-
NEURO-PATH)
• Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
• Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Campus Kiel
• Fraunhofer-Institut für Digitale
Medientechnologie (IDMT)
Untersuchungen zur Gefäßdysfunktion und
Minderperfusion bei Patienten mit ME/CFS
(VADYS-ME)
• Charité - Universitätsmedizin Berlin
• Klinikum rechts der Isar der Technischen
Universität München
Quelle: BMFTR
- 2 -
- 3 -
Tabelle 2:
Vom BMFTR geförderte Projekte, die zur Verbesserung der Diagnostik forschen, und daran
beteiligte Einrichtungen
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Objektive und hybride Erfassung kognitiver
und Fatigue-assoziierter Post-COVID
Symptome mit multimodalen Werkzeugen
(EPSILON)
• Fraunhofer-Institut für
Nachrichtentechnik - Heinrich-Hertz-
Institut (HHI)
• Universität Leipzig
• Charité – Universitätsmedizin Berlin
• Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung
der Wissenschaften e.V.
Hybride Interaktive Avatare für Post-COVID-
Betroffene (HINT)
• Technische Hochschule Köln
• Universität zu Köln
• Humanizing GmbH
Kontaktlose Vitalparametererfassung für eine
objektive Verlaufskontrolle von Post-Covid
zur Unterstützung der medizinischen
Diagnostik (KoVit)
• Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische
Schaltungen und Systeme (IMS)
• MedEcon Ruhr GmbH
• FIMO Health GmbH
• Universitätsklinikum Essen
Realisierung und Erforschung eines
kontaktlosen, adaptiven, lernfähigen und
hybriden Post-COVID Checkup- und
Informationssystems (Post-COVID E-Doc)
• MediClin Rehabilitationsforschung gGmbH
• MediClin GmbH & Co. KG
• Universität Duisburg-Essen
• Rheinisch-Westfälische Technische
Hochschule Aachen
• Minddistrict GmbH
Telemedizinisches Instrument zur vernetzten,
kontaktlosen Diagnostik bei Post-COVID-
Syndrom mittels hybrider Symptomerfassung
und Spracheingabe (TeleDiag@Smart)
• ALMA PHIL GmbH
• Universität Siegen
• Universitätsklinikum Aachen
Quelle: BMFTR
Tabelle 3:
Vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Projekte, die zu Biomarkern forschen,
und daran beteiligte Einrichtungen
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Multi-data source analysis of post-COVID
health care provision, patient needs and
resilience of the health care system
(MultiCARE)
• Freie Universität Berlin,
• Robert Koch-Institut,
• Friedrich-Schiller-Universität Jena,
• Universitätsklinikum Jena,
• Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg,
• Zentralinstitut für die kassenärztliche
Versorgung in der Bundesrepublik
Deutschland (Zi).
- 3 -
- 4 -
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Aktivierter Zellstoffwechsel beim Post-
COVID-19-Syndrom und seine Modulation
durch regenerationsfördernde, multimodale
Therapieansätze (RegCM-PCS)
• Klinikum Nürnberg Medical School GmbH
Utilizing WearAble TeCHnology for
Enhanced Monitoring and Management of
Long COVID (U-WaTCH)
• Medizinische Hochschule Hannover
(MHH),
• Georg-August-Universität Göttingen –
Universitätsmedizin,
• Ostfalia Hochschule für angewandte
Wissenschaften - Hochschule
Braunschweig/Wolfenbüttel,
• Gesellschaft für wissenschaftliche
Datenverarbeitung mbH, Göttingen.
Quelle: BMG
Tabelle 4:
Vom BMG geförderte Projekte, die zur Verbesserung der Diagnostik forschen, und daran beteiligte
Einrichtungen:
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Entwicklung einer KI-assistierten Diagnose-
Software zur Evaluation klinischer
Typologien von ME/CFS-Patientinnen und
Patienten (DETECT-ME/CSF)
• Helmholtz-Zentrum für
Infektionsforschung GmbH,
• Charité – Universitätsmedizin Berlin,
• Klinikum der Technischen Universität
München (TUM Klinikum).
Remote Monitoring und -intervention für
eine optimierte Versorgung des Post- und
Long-COVID-Syndrom (REMIT)
• Universitätsklinikum Jena,
• Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg,
• Karlsruher Institut für Technologie
(Universitätsaufgabe),
• Zentralinstitut für Seelische Gesundheit,
• FIMO Health GmbH,
• mHealth Pioneers GmbH,
• Universität Münster.
Quelle: BMG
Tabelle 5:
Vom BMG geförderte Projekte, die zu Biomarkern und der Verbesserung der Diagnostik forschen,
und daran beteiligte Einrichtungen:
Vorhabenbezeichnung Empfänger
Deep Physical Exercise and Cognitive Effort
Phenotyping for Differential Diagnosis and
Therapy Assessment of LongCOVID (DEEP-
LC)
• Universitätsmedizin Greifswald
- 4 -
- 5 -
Vorhabenbezeichnung Empfänger
PERsonalized Long-COvid Linear
stratificATion assEssment (PERCOLATE)
• Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-
Nürnberg
Genome sequencing as diagnostic tool in
LongCOVID (genomLC)
• Universitätsklinikum Bonn
Langfristige gesundheitliche Konsequenzen
nach einer SARS-CoV-2 Infektion in einem
bevölkerungsbasierten Studiensetting in 3
Regionen in Deutschland (COVIDOM+)
• Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
• Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
• Charité - Universitätsmedizin Berlin,
• Universitätsklinikum Würzburg.
Etablierung einer barrierefreien
digitalbasierten regionalen Versorgungsstruktur für
die adäquate Diagnostik und Therapie von
PostCOVID (PROGRESS)
• Philipps-Universität Marburg
Pädiatrisches Netzwerk für die Versorgung
und Erforschung von postakuten Folgen von
COVID-19, ähnlichen postakuten Infektions-
und Impfsyndromen sowie ME/CFS bei
Kindern und Jugendlichen (PEDNET-LC)
• TUM Uniklinikum,
• Charité – Universitätsmedizin Berlin,
• RKI,
• Universität Bielefeld,
• Gesundheit Nord gGmbH,
• Edelsteinklinik,
• Vestische Kinder- und Jugendklinik
Datteln, Univ., Witten/ Herdecke,
• TU Dresden,
• Universitätsklinikum Essen,
• Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
• Deutsches Zentrum für Kinder- und
Jugendrheumatologie,
• Universität Greifswald,
• Universitätsmedizin Greifswald,
Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf,
• Medizinische Hochschule Hannover
(Forschungs- und Lehreinheit Med.
Psychologie),
• Medizinische Hochschule Hannover
(Zentrum für Geburtshilfe, für Kinder- und
Jugendmedizin),
• Universität des Saarlandes,
• Universitätsklinikum Jena,
• Klinikum Kassel GmbH,
• BVKJ-Service GmbH,
• Universitätsklinikum Köln,
• Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
• Universitätsklinikum Magdeburg,
• Universitätsmedizin Mainz,
• Philipps Universität Marburg,
• Bitcare GmbH,
• Ludwig-Maximilians-Universität
München,
• Klinikum der Ludwig-Maximilians-
Universität München,
• Technische Universität München,
• Bundesverband Bunter Kreis e.V.,
- 5 -
Vorhabenbezeichnung Empfänger
• AMEOS Krankenhausgesellschaft Neuburg
mbH,
• Ordenskliniken München-Passau gGmbH,
• Universität Passau,
• Universitätsklinikum Regensburg (KJPP),
• Universitätsklinikum Regensburg (PÄD),
• Barmherzige Brüder gemeinnützige
Krankenhaus Regensburg,
• Universitätsmedizin Rostock,
• Waldburg-Zeil Akutkliniken GmbH &
Co.KG,
• Klinikum Worms GmbH,
• Universitätsklinikum Würzburg.
Quelle: BMG
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
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