Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Teil von Protokoll der 13. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Plant die Bundesregierung eine Anpassung der 2024 beschlossenen Kreislaufstrategie hinsichtlich landwirtschaftlicher Produktion, sodass landwirtschaftliche Restprodukte, die als Tierfutter eingesetzt werden, nicht durch eine Zunahme importierten Sojas ersetzt werden müssen?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf:
Das Nährstoffliefervermögen von Reststoffen aus der pflanzlichen Erzeugung, Neben- und Koppelprodukten der Ernährungsindustrie sowie Nebenprodukten der landwirtschaftlichen Produktion wird bereits für die Produktion von Futtermitteln eingesetzt. Aus Sicht der Bundesregierung ist die Fütterung ein vielversprechendes Handlungsfeld, um Nutztiere effektiv und effizient in nachhaltige landwirtschaftliche Kreisläufe zu integrieren. Um Rest- und Nebenprodukte als Futtermittel bedarfsgerecht einzusetzen und die Sicherheit der gewonnenen tierischen Lebensmittel zu gewährleisten, sind Erkenntnisse unter anderem zu ihrer ernährungsphysiologischen Verwertung und zum Vorkommen unerwünschter Stoffe erforderlich. Entsprechende Forschungsarbeiten werden von der Ressortforschung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durchgeführt.
Die im Dezember 2024 vom Bundeskabinett verabschiedete Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) formuliert Ziele und Maßnahmen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Eine Ergänzung der NKWS zur Verwendung landwirtschaftlicher Restprodukte als Futtermittel ist von der Bundesregierung aktuell nicht geplant.
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