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Auswirkungen der deutschen Rohstoffpolitik auf Länder des Globalen Südens (Antwort zu Drs. 21/4597)

dip / drucksache 15.05.2026 · WP 21 · 21/5977 · Antwort · Original ↗

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Auswirkungen der deutschen Rohstoffpolitik auf Länder des Globalen Südens (Antwort zu Drs. 21/4597) Deutscher Bundestag Drucksache 21/5977 21. Wahlperiode 15.05.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Charlotte Antonia Neuhäuser, Dr. Fabian Fahl, Desiree Becker, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/4597 – Auswirkungen der deutschen Rohstoffpolitik auf Länder des Globalen Südens V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Am 27. und 28. Januar 2026 kam es im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu einem Minenunglück, bei dem mehr als 200 Menschen ums Leben kamen. In der Coltanmine Rubaya, in der Menschen unter prekärsten Bedingungen arbeiten, werden 15 Prozent des weltweiten Coltans gefördert (www.t agesschau.de/ausland/afrika/tote-minenunglueck-kongo-100.html). Tantal, das aus Coltanerz gewonnen wird, ist zentral für die Halbleiterindustrie und unverzichtbar für die Digitalisierung und Energiewende. Ob beim Abbau im Kongo, in Ruanda, und Nigeria oder als Nebenprodukt im brasilianischen Zinnbergbau, geht der Abbau dieses Erzes mit der Entwaldung, Zerstörung der Umwelt und der Ausbeutung von Menschen und Umwelt im Globalen Süden einher. Grüne Transformation und Digitalisierung haben eine extreme Nachfrage nach Ressourcen ausgelöst. Nickel, Kupfer, Aluminium, Lithium, Kobalt, Gallium, Tantal und Seltene Erden sind dringend benötigte Rohstoffe in den Ökonomien des 21. Jahrhunderts. Digitalisierung und grüne Transformation haben eine stoffliche Basis. Die Nachfrage nach den genannten Rohstoffen wird in den kommenden Jahren extrem steigen (www.iea.org/reports/global-critical-miner als-outlook-2025). Während die Extraktion dieser Rohstoffe maßgeblich im Globalen Süden stattfindet, verbleiben Wertschöpfung und technologische Vorteile im Globalen Norden. Damit gehen die ökologischen und sozialen Folgekosten des Abbaus häufig zulasten der Förderregionen, während Nutzen und Gewinne anderswo konzentriert sind. Transformationsprozesse, die sich hier „grün“ geben, führen zu Umweltzerstörung an anderen Orten. Staatliche Instrumente der Rohstoffsicherung prägen die Rahmenbedingungen, unter denen globale Lieferketten wirken. Dabei besteht die Gefahr, dass rohstoffreiche Länder weiterhin vor allem auf den Export wenig oder unverarbeiteter Primärgüter ausgerichtet bleiben. Auch die Bundesrepublik Deutschland verfolgt im Rahmen ihrer Rohstoffstrategie das Ziel, den Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen langfristig zu sichern. Sie nutzt hierfür unter anderem Rohstoffpartnerschaften, außenwirtschaftliche Förderinstrumente und entwicklungspolitische Programme. Gleichzeitig wird durch die Abschwächung verbindlicher unternehmerischer Sorgfaltspflichten, insbesondere im Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 13. Mai 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. Zuge der Reform des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, die Kontrolle von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang globaler Lieferketten geschwächt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die deutsche Rohstoffpolitik Rohstoffsicherung, wirtschaftliche Interessen und entwicklungspolitische Verantwortung miteinander in Einklang bringt oder bestehende ökologische und soziale Risiken entlang globaler Lieferketten in Förderländer verlagert.  1. Welche Schritte hat die Bundesregierung seit 2021 unternommen, um die Rohstoffstrategie der Bundesregierung weiterzuentwickeln (bitte chronologisch darstellen und jeweils federführendes Ressort, beteiligte Ressorts bzw. Gremien, zentrale Ergebnisse und aktuellen Stand benennen)? Seit 2021 wurde die Rohstoffpolitik der Bundesregierung kontinuierlich unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie weiterentwickelt. Im Januar 2023 wurde vom damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ein Eckpunktepapier „Wege zu einer nachhaltigen und resilienten Rohstoffversorgung“ veröffentlicht (www.bundeswirtschaftsministe rium.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunktepapier-nachhaltige-und-resilien te-rohstoffversorgung.html), mit dem die Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2020 fortgeschrieben wurde. Diese Fortschreibung erfolgte u. a. vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Situation auf den Rohstoffmärkten und den Lieferketten in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Schwerpunkte waren hier die Bestandsaufnahme hinsichtlich weiter gestiegener Angebotskonzentrationen im Bereich der Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Als Lösungsansätze wurden insbesondere die stärkere Diversifizierung der Versorgung mit kritischen Rohstoffen international und die Stärkung einer heimischen Förderung in der Europäischen Union (EU) und in Deutschland formuliert. Der Ausbau der Kreislaufwirtschaft und die Notwendigkeit zusätzlicher finanzieller Anreize und Instrumente durch die Bundesregierung wurden unterstrichen. In der Folge wurde die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie am 4. Dezember 2024 durch das Bundeskabinett beschlossen. Im Oktober 2024 war bereits die KfW mit dem Aufbau des nationalen Rohstofffonds beauftragt worden, mit dem über eine Eigenkapitalbeteiligung des Bundes Projekte zur Rohstoffgewinnung und -weiterverarbeitung und zu Recycling im In- und Ausland unterstützt werden können. Zur Umsetzung der Eckpunkte aus dem Jahr 2023 wurde weiterhin die Erarbeitung und Verabschiedung der Europäischen Verordnung des Critical Ram Materials Act (CRMA) von Seiten der Bundesregierung unterstützt, da im europäischen Binnenmarkt neben nationalen Initiativen zusätzliche europäische Lösungen notwendig sind. Der CRMA trat am 23. Mai 2024 in Kraft und wird aktuell fortlaufend implementiert. Er ergänzt und unterstützt laufend die nationalen Initiativen in diesem Bereich, u. a. durch die Benennung von kritischen und strategischen Rohstoffen, europäischen Richtwerten zur Diversifizierung, die bis 2030 für strategische Rohstoffe erreicht werden sollen, die Anerkennung strategischer Rohstoffprojekte innerhalb und außerhalb der EU, die Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bereich der Kritischen Rohstoffe oder auch durch die Einrichtung und Benennung zentraler Anlaufstellen für Genehmigungsverfahren, verbunden mit einer Vorgabe von maximal zulässigen Genehmigungszeiten, die von den Mitgliedstaaten, nicht überschritten werden dürfen. Für die Bundesrepublik Deutschland wurden in der ersten Runde drei Rohstoffprojekte als Strategische Projekte unter dem CRMA anerkannt, diese waren der Lithium-Hydroxid-Konverter in Guben BB, ZeroCarbonLithium (Vulcan Energy) und das Unternehmen PCC Thorion GmbH (Substitution von Graphit). Ende 2025 ist der Rohstofffonds mit einer ersten Beteiligung beim Unternehmen Vulcan Energy im Zusammenhang mit der Gewinnung von Lithium aus Thermalwässern am Oberrheingraben in die operative Phase eingetreten. Weitere Projekte sind aktuell in der vertieften Prüfung. Im Zuge der sich weiter verschärfenden Situation auf den Rohstoffmärkten, insbesondere auch durch die kontinuierliche Ausweitung der chinesischen Exportrestriktionen für Rohstoffe, hat sich der Nationale Sicherheitsrat (NSR) in seiner Sitzung vom 5. November 2025 mit dem Thema einer sicheren Rohstoffversorgung der deutschen Industrie beschäftigt und einen Aktionsplan Rohstoffe in Auftrag gegeben. Auf Grundlage des NSR-Beschlusses hat die Bundesregierung einen umfassenden Aktionsplan zur Weiterentwicklung der deutschen Rohstoffpolitik erarbeitet mit dem Ziel, Unternehmen wirksam dabei zu unterstützen, ihre Rohstoffversorgung zu diversifizieren, einseitige Abhängigkeiten zu reduzieren, das Risiko von Lieferengpässen für wichtige Rohstoffe zu minimieren und ihre Kreislaufführung zu stärken. Der Aktionsplan verfolgt u. a. das Ziel, die jeweiligen rohstoffpolitischen Kompetenzen der Bundesressorts und Maßnahmen noch weiter zu bündeln. Der Plan beinhaltet neben kurzfristigen auch mittel- und langfristig angelegte Elemente. Aufgrund der besonderen sicherheitspolitischen Relevanz ist eine Veröffentlichung dieses Aktionsplans nicht vorgesehen.  2. Inwieweit gelten die im Eckpunktepapier „Wege zu einer nachhaltigen und resilienten Rohstoffversorgung“ (Januar 2023) genannten Schwerpunktsetzungen Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, Recycling, Diversifizierung der Rohstofflieferketten, Sicherstellung eines fairen und nachhaltigen Marktrahmens für die aktuelle Rohstoffpolitik der Bundesregierung weiterhin, und welche Änderungen oder Prioritätsverschiebungen hat die Bundesregierung seit Amtsantritt vorgenommen? Die Schwerpunkte des Eckpunktepapiers aus dem Jahr 2023 Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, Recycling, Diversifizierung der Rohstofflieferketten, Sicherstellung eines fairen und nachhaltigen Marktrahmens sind nach wie vor die Ziele der Rohstoffpolitik der Bundesregierung. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.  3. Verfolgt die Bundesregierung konkrete Planungen für eine Überarbeitung, Aktualisierung oder Neufassung der Rohstoffstrategie, wenn ja, mit welchem Zeitplan, und wenn nein, aus welchen Gründen sieht sie derzeit keinen Bedarf? Der NSR hat in seiner Sitzung am 5. November 2025 einen Aktionsplan Rohstoffe in Auftrag gegeben. Auf Grundlage dieses Beschlusses hat die Bundesregierung einen umfassenden Aktionsplan in Auftrag gegeben. Daraufhin wurde von der Bundesregierung ein umfassender Aktionsplan zur Weiterentwicklung der deutschen Rohstoffpolitik erarbeitet. Aufgrund der besonderen sicherheitspolitischen Relevanz ist eine Veröffentlichung dieses Aktionsplans nicht vorgesehen. Die Bundesregierung prüft fortlaufend, ob und, wenn ja, welche Bedarfe für eine Überarbeitung der Rohstoffstrategie bestehen. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.  4. Welche Formate der Beteiligung gab es seit 2021 im Rahmen der Aktualisierung bzw. Fortschreibung der Rohstoffstrategie für zivilgesellschaftliche Akteure, Wirtschaftsverbände und Unternehmen oder Akteurinnen und Akteure aus rohstoffreichen Partnerländern (bitte Formate, Zeitpunkte sowie den Kreis der eingeladenen bzw. teilnehmenden Organisationen benennen und angeben, ob Ergebnisse dokumentiert und veröffentlicht wurden)? Die Fachebene der Bundesregierung ist in regelmäßigem Austausch mit unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen oder rohstoffreichen Ländern. Die Erkenntnisse aus diesen Austauschen gehen fortlaufend in die Weiterentwicklung der Rohstoffpolitik der Bundesregierung ein. Im Hinblick auf eine Aktualisierung oder Fortschreibung der Rohstoffstrategie hat es keine besonderen oder anlassbezogenen Formate dazu gegeben.  5. Welche konkreten Ziele verfolgt die Bundesregierung mit ihrer Rohstoffpolitik insbesondere im Hinblick auf die Versorgungssicherheit für die deutsche Industrie, ihren Beitrag zur globalen Energiewende, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz sowie die Reduktion des absoluten Primärrohstoffverbrauchs? Im Rahmen ihrer Rohstoffpolitik unterstützt die Bundesregierung die Standards und Richtwerte des Critical Raw Materials Acts (CRMA). Demnach sollen bis zum Jahr 2030 10 Prozent des Bedarfs an kritischen Rohstoffen aus der Gewinnung innerhalb der EU, 40 Prozent durch Weiterverarbeitung in der EU und 25 Prozent durch Recycling gedeckt werden. Zudem soll ein strategischer Rohstoff zu maximal 65 Prozent aus einem einzigen Drittland stammen. Um für die Nachhaltigkeit einer erhöhten Produktion kritischer Rohstoffe zu sorgen, sollten nach CRMA neue Projekte im Bereich kritischer Rohstoffe nachhaltig geplant und durchgeführt werden, wobei alle Aspekte der Nachhaltigkeit abgedeckt werden, die in der Veröffentlichung der EU-Kommission vom 11. September 2021 mit dem Titel „EU-Grundsätze für nachhaltige Rohstoffe“ hervorgehoben werden, einschließlich der Gewährleistung des Umweltschutzes, der Verhinderung und Minimierung von sozial nachteiligen Auswirkungen durch die Anwendung sozial nachhaltiger Verfahren, der Achtung der Menschenrechte wie der Rechte der Frau, und transparenter Geschäftsmethoden (siehe EU CRMA 2024/1252 u. a. (17)). Weiterhin sollen Ressourceneffizienz und technologischem Fortschritt gefördert werden und die Mitgliedstaaten sollen Maßnahmen ergreifen, um technologischen Fortschritt und Ressourceneffizienz sowie die Kreislaufwirtschaft und das Recycling zu fördern. Die Bundesregierung leistet ihren Beitrag zur Erfüllung der genannten europäischen Richtwerte und Ziele.  6. Welche quantitativen Zielgrößen oder Indikatoren nutzt die Bundesregierung, um die Wirksamkeit ihrer Rohstoffpolitik zu messen (bitte Indikatoren, Datenquellen und Messintervalle nennen, insbesondere zu Diversifizierung bzw. Abhängigkeiten, Recycling bzw. Rezyklatanteilen, Materialeffizienz sowie absolutem Primärrohstoffverbrauch)? Informationen zur Entwicklung der Rohstoffsituation in Deutschland liefert insbesondere das umfangreiche Rohstoffmonitoring der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), siehe www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/DE/Home/home_nod e.html. Dort sind z. B. Daten und Analysen zu Marktrisiken, Handel, Lieferquellen, Bedarfe, Preisen oder zum Recycling von Rohstoffen zu finden. Darüber hinaus erstellt die BGR jährlich auch umfangreiche Publikationen zur aktuellen Rohstoffsituation in Deutschland (siehe www.bgr.bund.de/DE/Themen/R ohstoffe/Produkte/Rohstoffsituationsbericht/rohstoffsituationsberichte_nod e.html ).  7. Wie bewertet die Bundesregierung im Lichte der aktuellen Rohstoffstrategie die Kritik zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure, nach der die deutsche und europäische Rohstoffpolitik extraktivistische Wirtschaftsmodelle im Globalen Süden vertiefe und koloniale Kontinuitäten verstärke? Die Bundesregierung nimmt regelmäßig diverse Stellungnahmen unterschiedlicher Stakeholder, die im Zusammenhang mit der europäischen oder nationalen Rohstoffpolitik stehen, zur Kenntnis, bewertet diese aber nicht (siehe auch die Antwort zu Frage 4).  8. Wie definiert die Bundesregierung die Begriffe „kritische Rohstoffe“ und „strategische Rohstoffe“ im Rahmen ihrer Rohstoffpolitik, welche Kriterien werden dafür herangezogen, und welche Rohstoffe fallen nach dem aktuellen Stand darunter? Die Bundesregierung stützt sich bei der Definition der Begriffe „kritische Rohstoffe“ und „strategische Rohstoffe“ auf den Critical Raw Materials Act der EU (Verordnung (EU) 2024/1252). Danach sind strategische Rohstoffe diejenigen Rohstoffe, die durch eine hohe Bedeutung für den grünen und den digitalen Wandel sowie für Verteidigungs- sowie Luft- und Raumfahrtanwendungen gekennzeichnet sind. Bei der Bestimmung der strategischen Bedeutung werden folgende Kriterien zugrunde gelegt: a) die Menge der strategischen Technologien, die einen Rohstoff als Input verwenden, b) die Menge eines Rohstoffs, der für die Herstellung relevanter strategischer Technologien benötigt wird und c) die erwartete weltweite Nachfrage nach einschlägigen strategischen Technologien. Dagegen umfassen kritische Rohstoffe neben den in Anhang I Abschnitt 1 CRMA aufgeführten strategischen Rohstoffen alle anderen Rohstoffe, die durch ein hohes Versorgungsrisiko und eine hohe wirtschaftliche Bedeutung gekennzeichnet sind (z. B. Seltene Erden, Magnesium, Gallium). Nach Anhang I Abschnitt 1 CRMA gelten derzeit folgende Rohstoffe als strategisch: a) Bauxit/Aluminiumoxid/Aluminium b) Bismut c) Bor – metallurgische Qualität d) Kobalt e) Kupfer f) Gallium g) Germanium h) Lithium – Batteriequalität i) Magnesiummetall j) Mangan – Batteriequalität k) Grafit – Batteriequalität l) Nickel – Batteriequalität m) Metalle der Platingruppe n) Seltenerdmetalle für Dauermagnete (Nd, Pr, Tb, Dy, Gd, Sm und Ce) o) Siliciummetall p) Titanmetall q) Wolfram Nach Anhang II Abschnitt 1 CRMA gelten derzeit folgende Rohstoffe als kritisch: a) Antimon b) Arsen c) Bauxit/Aluminiumoxid/Aluminium d) Baryt e) Beryllium f) Bismut g) Bor h) Kobalt i) Kokskohle j) Kupfer k) Feldspat l) Flussspat m) Gallium n) Germanium o) Hafnium p) Helium q) Schwere seltene Erden r) Leichte seltene Erden s) Lithium t) Magnesium u) Mangan v) Grafit w) Nickel – Batteriequalität x) Niob y) Phosphatgestein z) Phosphor aa) Metalle der Platingruppe ab) Scandium ac) Siliciummetall ad) Strontium ae) Tantal af) Titanmetall ag) Wolfram ah) Vanadium  9. Welche Schätzungen oder Modelle liegen der Bundesregierung zur Größenordnung importierter Treibhausgasemissionen vor, die mit dem deutschen Bedarf an für die Energiewende und Digitalisierung zentralen Rohstoffen und Vorprodukten (z. B. Nickel, Kupfer, Lithium, Kobalt, Seltene Erden) verbunden sind, und wie verteilen sich diese Emissionen nach Rohstoff- bzw. Produktgruppe und Herkunftsregion (bitte, soweit verfügbar, in aggregierter Form darstellen und die verwendeten Datenquellen bzw. Methoden benennen)? Eine Analyse des durch das Umweltbundesamt beauftragen Forschungsprojektes „Betrachtung von Rohstoffaufwendungen und Umweltwirkungen für die Energiewende in einem ressourcenschonenden und treibhausgasneutralen Deutschland (FKZ 3719 31 103 0)“ zeigt, dass unter den spezifischen Annahmen der untersuchten Szenarien die Reduktion von Treibhausgas-(THG-) Emissionen in Deutschland durch die Energiewende nicht auf Kosten von zusätzlichen Emissionen im Ausland stattfindet. Es ist jedoch festzustellen, dass sich der prozentuale Anteil der THG-Emissionen im Ausland im Vergleich zu jenen in Deutschland erhöht. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die THG-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger in Deutschland sukzessive wegfallen. 10. Welche Kriterien gelten bzw. plant die Bundesregierung, um importierte Emissionen bei Rohstoffpartnerschaften, der Außenwirtschaftsförderung sowie bei KfW-Finanzierungen (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau) zu berücksichtigen, und wie wird die Einhaltung überprüft? Die Bundesregierung importiert selbst keine Rohstoffe aus Ländern, mit denen Rohstoffpartnerschaften bestehen. Im Hinblick z. B. auf die KfW- Finanzierungen gelten die entsprechenden Nachhaltigkeitsrichtlinien (siehe www.kfw.de/% C3 Prozent9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Nachhal tigkeit/Richtlinien/ oder für den Rohstofffonds unter www.kfw.de/PDF/Downlo ad-Center/Konzernthemen/Rohstofffonds/Nachhaltigkeitsrichtlinie-KfW-Rohst offfonds-DE.pdf). 11. Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass ihre Rohstoffpolitik im Kontext der grünen Transformation nicht zu Zielkonflikten führt, bei denen Klimaziele durch Biodiversitätsverlust, Wasserstress, Landkonflikte oder Verletzungen von Beteiligungsrechten (free, prior and informed consent – FPIC) erkauft werden, und welche Indikatoren nutzt sie hierfür? Die Bundesregierung führt keine Rohstoffprojekte in Eigenverantwortung durch. Bei möglichen Beteiligungen an Rohstoffprojekten, die der Bund im Rahmen des Rohstofffonds eingeht, ist eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung Bestandteil jeder Prüfung, die maßgeblich in jede Beteiligungsentscheidung eingeht. Die Bundesregierung legt im Rahmen ihrer Rohstoffpolitik den Fokus grundsätzlich auf eine nachhaltige Rohstoffgewinnung und eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft. 12. Welche bilateralen Vereinbarungen, Absichtserklärungen, Rohstoffpartnerschaften oder vergleichbaren Kooperationen hat die Bundesregierung seit 2021 mit Drittstaaten im Bereich Rohstoffe abgeschlossen, erneuert oder verhandelt (bitte tabellarisch nach Land, Datum, Art des Instruments, federführendem Ressort, beteiligten Ressorts bzw. Behörden, betroffenen Rohstoffen bzw. Produktgruppen und Laufzeit auflisten)? Die Bundesregierung hat bilaterale Rohstoffpartnerschaften/-kooperationen mit einer Reihe von Ländern geschlossen. Die Partnerschaften verfolgen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte und haben unterschiedliche Ausprägungen. Seit 2021 sind folgende Partnerschaften erneuert oder abgeschlossen worden. Land Datum Art des Instruments Federführendes Ressort Betroffene Rohstoffe Laufzeit Australien 2023 Gemeinsame Absichtserklärung zur Durchführung einer Studie Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) Kritische Rohstoffe unbefristet Brasilien 2024 Gemeinsame Absichtserklärung BMWE Kritische Rohstoffe unbefristet Chile 2023 Gemeinsame Absichtserklärung erneuert BMWE Lithium unbefristet Indien 2025 Gemeinsame Absichtserklärung BMWE Kooperation im Bereich mineralischer Rohstoffe 5 Jahre Kanada 2025 Gemeinsame Absichtserklärung BMWE Lithium, Seltene Erden, Kupfer, Wolfram, Gallium, Germanium, Nicke unbefristet Usbekistan 2024 Gemeinsame Absichtserklärung BMWE Kooperation im Bereich mineralischer inklusive kritischer Rohstoffe 5 Jahre Québec 2026 Gemeinsame Absichtserklärung BMWE Kooperation im Bereich mineralischer Rohstoffe unbefristet 13. Welche konkreten Inhalte und Verpflichtungen enthalten diese Vereinbarungen jeweils (bitte je Vereinbarung strukturiert darstellen), bezüglich a) Ziele und Prioritäten (Rohstoffe bzw. Produktgruppen), b) Zusagen zu Marktzugang, Investitionsförderung oder Absicherungsinstrumenten, c) Zusagen zu Verarbeitung bzw. Wertschöpfung vor Ort, Technologieoder Wissenstransfer, d) Transparenz- bzw. Monitoringregelungen? Es wird auf die Anlage 1 verwiesen.1 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 14. Welche menschenrechtlichen, arbeitsrechtlichen, umwelt- und klimapolitischen Mindeststandards sowie Beteiligungs- und Beschwerdemechanismen sind in den jeweiligen Vereinbarungen verankert (bitte je Vereinbarung angeben, ob diese verbindlich sind, welche Monitoring- Mechanismen bestehen und ob Sanktionen bzw. Abhilfeschritte oder Aussetzungsklauseln vorgesehen sind)? Auch in der internationalen Rohstoffpolitik verfolgt die Bundesregierung den Grundsatz einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung. Wichtiges Ziel ist es, die Ausrichtung des Rohstoffsektors auf die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (SDGs) voranzutreiben und dabei sicherzustellen, dass Risiken des Bergbaus für Mensch und Umwelt minimiert werden. Die Bundesregierung wird darüber hinaus weiterhin wichtige internationale Vorgaben wie die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und die OECD- Leitsätze für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten sowie deren Umsetzung durch Unternehmen aktiv unterstützen. Es wird auf die Anlage 2 verwiesen.1 15. Welche Projekte bzw. Vorhaben mit Rohstoffbezug wurden seit 2021 im Rahmen von Global Gateway oder vergleichbaren EU-Initiativen gestartet, fortgeführt oder vorbereitet, an denen Deutschland a) finanziell (Bundesmittel, KfW bzw. Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft [DEG], Garantien, Beiträge zu EU- Instrumenten bzw. Trust Funds bzw. Guarantees), b) operativ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH [GIZ GmbH] bzw. KfW bzw. DEG als Durchführer), oder c) politisch (Mitinitiierung bzw. Federführung) beteiligt ist (bitte tabellarisch nach Land bzw. Region, Projektname, Rohstoffbezug, Instrument, Gesamtvolumen, deutschem Beitrag, beteiligten Institutionen und Status auflisten)? Die im Rahmen des CRMA geschlossenen Strategischen Partnerschaften werden als Leuchtturmprojekte der europäischen Global-Gateway-Strategie geführt. Zur Umsetzung der Partnerschaften entwickelt die EU gemeinsam mit den Partnerländern sogenannte Roadmaps, die konkrete Aktivitäten umfassen. Die Roadmaps beinhalten auch Projekte, die von der Bundesregierung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden. Informationen zu in diesem Zusammenhang relevanten Projekten können der Antwort zu Frage 27 entnommen werden. Darüber hinaus werden verschiedene Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Rohstoffbezog von der Europäischen Union kofinanziert. Die Kofinanzierungen erfolgen häufig im Kontext von Global Gateway oder vergleichbaren EU-Initiativen. Die von der Europäischen Union kofinanzierten Vorhaben mit Rohstoffbezug sind in der Antwort zu Frage 27 ausgewiesen. Unter den drei Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung der Bundesrepublik Deutschland (Exportkredit-, Investitionsgarantien und den Garantien für Ungebundene Finanzkredite) sind keine Vorhaben mit Rohstoffbezug seit 2021 im Rahmen von Global Gateway oder vergleichbaren EU-Initiativen abgesichert worden. 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 16. Gibt es eine Einschätzung der Bundesregierung zu den aktuell laufenden Rohstoffpartnerschaften, und welche Evaluierungen, Monitoringberichte, Risikoanalysen oder ressortinternen Lagebilder liegen der Bundesregierung seit 2021 zu bestehenden rohstoffbezogenen Partnerschaften bzw. Abkommen vor? Bislang liegen weder eine formelle Evaluierung noch ein Monitoringbericht zu den Partnerschaften vor. Da die betreffenden Partnerschaften seit 2021 bestehen, erscheint eine umfassende Auswertung zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht. Eine entsprechende Analyse wird jedoch anlassbezogen durchgeführt. 17. Plant die Bundesregierung neue eigene Rohstoffpartnerschaften, und wenn ja, mit welchem Fokus? Die Bundesregierung verhandelt derzeit mit der Regierung von Argentinien eine gemeinsame Absichtserklärung zur Stärkung der Zusammenarbeit bei mineralischen Rohstoffen. 18. Setzt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für neue Rohstoffpartnerschaften ein, und wenn ja, mit welchen bevorzugten Partnerländern und welchem Fokus? Die Bundesregierung begrüßt und unterstützt den Abschluss strategischer Rohstoffpartnerschaften der EU mit dem Ziel, die Diversifizierung der Lieferketten und die Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen zu stärken. 19. Welche Rolle spielen deutsche Wirtschaftsverbände und Unternehmen bei der Vorbereitung solcher Rohstoffabkommen, und in welcher Form werden Organisationen aus rohstoffreichen Partnerländern sowie deutsche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in diese Prozesse einbezogen (bitte Formate, Zeitpunkte und Einladungs- bzw. Teilnehmendenkreis nennen)? Wirtschaftsverbände und weitere Akteure (wie beispielsweise Universitäten mit Kooperationen mit dem Partnerland) werden seitens der Bundesregierung bedarfsorientiert und in unterschiedlichem Ausmaß v. a. bei der Umsetzung der Rohstoffpartnerschaften einbezogen. Über die Einbeziehung von Organisationen aus den Partnerländern entscheidet die Regierung des jeweiligen Partnerlandes. 20. In welchen Fällen wurden seit 2021 rohstoffbezogene Partnerschaften oder Abkommen angepasst, ausgesetzt oder nicht weiterverfolgt, weil menschenrechtliche oder umweltbezogene Risiken, Konflikte oder fehlende Partizipation festgestellt wurden? Seit 2021 wurden die bestehenden Rohstoffpartnerschaften formal nicht angepasst oder ausgesetzt. 21. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem EU-Mercosur- Abkommen für den Zugang zu kritischen und strategischen Rohstoffen bei, und welche Rohstoffe stehen dabei aus Sicht der Bundesregierung im Vordergrund? Die Abkommen der EU mit den MERCOSUR-Staaten spielen eine bedeutsame Rolle bei der angestrebten Diversifizierung von deutschen und europäischen Lieferketten vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Konflikte. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist der Zugang zu Rohstoffen und natürlichen Ressourcen, die für die deutsche und europäische Industrie von großer Bedeutung sind. Die MERCOSUR-Staaten verfügen unter anderem über erhebliche Vorkommen an Lithium, Kupfer, Aluminium, Niob, Tantal, Graphit und Silizium. 22. Welche Auswirkungen erwartet die Bundesregierung durch das EU- Mercosur-Abkommen auf die Einfuhr von Futtermitteln aus den Mercosur- Staaten nach Deutschland bzw. in die EU, und welche Folgen prognostiziert sie daraus für Landnutzungsänderungen, Entwaldungsdruck und den Einsatz von Pestiziden in den Herkunftsländern? 23. Wie bewertet die Bundesregierung die Gefahr, dass das EU-Mercosur- Abkommen (direkt oder indirekt über Anreize für die Exportproduktion) die Belastung von Amazonas-Ökosystemen erhöht, und welche politischen bzw. vertraglichen Hebel sieht sie, um Risiken von Entwaldung und Pfadabhängigkeiten in landintensiven Exportmodellen zu begrenzen? 24. Wie bewertet die Bundesregierung die Durchsetzbarkeit der umwelt- und menschenrechtlichen Verpflichtungen im EU-Mercosur-Abkommen, und setzt sie sich für Nachschärfungen bzw. zusätzliche Garantien ein, und wenn ja, für welche konkret? 25. Wie stellt die Bundesregierung im Rahmen ihrer Positionierung zum EU- Mercosur-Abkommen sicher, dass die Rechte indigener Völker und lokaler Communitys, insbesondere Land- sowie Beteiligungsrechte, verbindlich geschützt und durchsetzbar sind, und wie bewertet sie die Kritik, dass das Abkommen hierzu keine hinreichend konkreten und einklagbaren Vorgaben enthalte? 26. Teilt die Bundesregierung die rechtswissenschaftliche Kritik, dass im EU-Mercosur-Abkommen keine ausdrückliche Bezugnahme auf die ILO-Konvention (ILO = Internationale Arbeitsorganisation) Nr. 169 und die daraus folgenden Mindeststandards erfolgt, obwohl Deutschland und weitere EU-Mitgliedstaaten ILO 169 ratifiziert haben? Die Fragen 22 bis 26 werden gemeinsam beantwortet. Die EU-MERCOSUR Abkommen wurden am 17. Januar 2026 durch die Europäische Union und die MERCOSUR-Staaten unterzeichnet. Da EU-MERCO- SUR-Interimshandelsabkommen ist am 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft getreten. Die Bundesregierung erwartet durch das Abkommen keine gravierenden Auswirkungen auf die Einfuhr von Futtermitteln in Bezug auf die angesprochenen Folgen, insbesondere da die zentralen Produktgruppen Sojabohnen und Sojaextraktionsschrot bereits vollständig liberalisiert sind. Zudem enthält das Abkommen Verpflichtungen, Maßnahmen zum Schutz und Erhalt bestehender Waldflächen zu ergreifen. Die Vorgaben der komplementären EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) werden durch das EU-MERCOSUR- Abkommen nicht abgeschwächt. Schließlich führen verschiedene vorgesehene Dialogformate, auch zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, zu einer verbesserten Zusammenarbeit der Handelspartner. Die Abkommen enthalten zahlreiche Vereinbarungen zu Handel und nachhaltiger Entwicklung. Mit Blick auf Umwelt und Entwaldung gehören dazu u. a. Bestimmungen zur Bindung an das Übereinkommen von Paris, zur Biodiversität und zum Schutz und Erhalt bestehender Waldflächen. Die Achtung der Menschenrechte und die Mitgliedschaft im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und im Übereinkommen von Paris sind als wesentliche Elemente der Abkommen definiert. Bei schwerwiegenden Verletzungen der wesentlichen Vertragsbestandteile können die Abkommen ganz oder teilweise suspendiert werden. Die indigene Bevölkerung und lokale Gemeinschaften werden in den Abkommen an verschiedenen Stellen adressiert. Dazu gehört z. B. die Unterstützung der Rolle der indigenen Bevölkerung und lokaler Gemeinschaften bei der Förderung von nachhaltiger Entwicklung. Vorgesehen ist u. a. die Diskussion möglicher weiterer Verbesserungen des Marktzugangs. durch die indigene Bevölkerung und lokale Gemeinschaften für nachhaltig produzierte Waren. Dabei wird der Respekt vor kollektiven Landrechten indigener Völker und lokaler Gemeinschaften und die Übereinstimmung mit Gesetzen und relevanten internationalen Verpflichtungen jeder Partei explizit herausgestellt. Hinsichtlich internationaler Arbeitsstandards und -übereinkommen verpflichten sich die Vertragsparteien u. a. zur Förderung menschenwürdiger Arbeit für alle gemäß der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über soziale Gerechtigkeit für eine faire Globalisierung von 2008, die auf der 97. Sitzung der Internationalen Arbeitskonferenz am 10. Juni 2008 in Genf angenommen wurde. Die Parteien haben zudem vereinbart, fortlaufende und nachhaltige Anstrengungen zu unternehmen, um die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, Protokolle und andere relevante ILO- Übereinkommen, denen sie noch nicht beigetreten sind, und die von der ILO als aktuell eingestuft werden, zu ratifizieren. Das Abkommen schafft neue Monitoring- und Kooperationsmechanismen, auch mit Blick auf Nachhaltigkeitsfragen. Durch institutionalisierte Dialoge können die Vertragsparteien gemeinsam konstruktiv zusammenarbeiten. 27. Welche Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit seit 2021 haben einen direkten oder mittelbaren Bezug zu Rohstoffgewinnung, Rohstoffverarbeitung, rohstoffbezogener Infrastruktur oder Rohstoffgovernance (bitte tabellarisch nach Land, Titel, Durchführungsorganisation, Laufzeit, Gesamtvolumen, thematischem Schwerpunkt und betroffenen Rohstoffen auflisten)? Es wird auf die Anlage 3 verwiesen. Weitere Projektinformationen sind auf dem Transparenzportal des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (www.transparenzportal.bund.de/) verfügbar (u. a. Durchführungsorganisation, Laufzeit, Gesamtvolumen, thematischer Schwerpunkt).1 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 28. In welchem Umfang wurden seit 2021 im Rohstoffkontext öffentliche Mittel der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) oder verwandte Instrumente eingesetzt, um private Investitionen zu mobilisieren (bitte Instrumente, eingesetzte öffentliche Mittel, jeweils mobilisiertes privates Kapital, Zielländer, Zielsektoren sowie die Rolle der beteiligten Durchführungs- und Finanzierungsakteure benennen)? Es wird auf die Anlage 4 verwiesen.1 29. Welche verbindlichen Mindestanforderungen gelten in rohstoffbezogenen EZ-Vorhaben seit 2021 für Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umwelt- und Klimaschutz sowie Beteiligung betroffener Gemeinden (FPIC), und wie werden diese Anforderungen überprüft? Bei allen Maßnahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) müssen die Qualitätsmerkmale als Querschnittsthemen berücksichtigt werden. Sie sind das „Gütesiegel“ für werteorientierte, nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklungszusammenarbeit. Derzeit gibt es sechs Qualitätsmerkmale: Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und Inklusion, Armutsbekämpfung und Reduzierung der Ungleichheit, Umwelt- und Klimaprüfung, Digitalisierung, Anti-Korruption und Integrität sowie Konfliktsensibilität. Die Durchführungsorganisationen sind verpflichtet, die Qualitätsmerkmale im Rahmen ihres Risiko-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagements zu beachten. Sie verfügen hierzu jeweils über Prüfsysteme durch die sie nicht- intendierte, negative Auswirkungen der Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit identifizieren, bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung von Risiken implementieren. Dabei wenden sie auch international anerkannte Standards an, um höchste Qualität und Wirksamkeit sicherzustellen. Die Überprüfung von Vorhaben und die Einhaltung von Vorgaben erfolgt im Rahmen von Fortschrittsberichten, Sonderberichten und Evaluierungen. Darüber hinaus enthalten die Strategiedokumente zu den Qualitätsmerkmalen individuelle Regelungen zum Monitoring der Qualitätsmerkmale. Bei Verstößen, z. B. wenn Menschenrechtsverletzungen festgestellt werden, müssen die Durchführungsorganisationen diese dem BMZ melden. Zusätzlich gibt es Beschwerdemechanismen, durch die Betroffene sich an die Durchführungsorganisationen wenden können. 30. Welche Vorgaben, Leitlinien oder Prüfkriterien macht die Bundesregierung an Durchführungsorganisationen und Finanzierungsakteure, um sicherzustellen, dass EZ-Vorhaben im Rohstoffbereich nicht primär der Rohstoffsicherung bzw. den Exportinteressen deutscher Unternehmen dienen, sondern entwicklungspolitischen Zielen (Armutsbekämpfung, Menschenrechte, sozial-ökologische Transformation), und wie werden Zielkonflikte dokumentiert und entschieden? Die Leitlinien des BMZ im Rohstoffsektor sind im Positionspapier „Verantwortungsvolle Rohstofflieferketten: Für eine global gerechte und sozial- ökologische Wirtschaftstransformation“ von 2024 dargelegt. Darin werden die Handlungsfelder des BMZ-Engagements umrissen: mehr Wertschöpfung in Partnerländern aufbauen, Menschenrechte schützen und stärken, Umwelt und Klima schützen, Verantwortung entlang von Rohstofflieferketten fördern sowie Rohstoffgovernance stärken. Handlungsleitend sind darüber hinaus die entwick- 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. lungspolitischen Aspekte der Rohstoffstrategie der Bundesregierung. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen. Mit dem 2026 vorgelegten BMZ-Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ fokussiert sich das BMZ auf kritische und strategische Rohstoffe mit dem Ziel, einen Beitrag zu Versorgungssicherheit, Steigerung der Eigeneinnahmen, lokale Wertschöpfung und nachhaltige Lieferketten zu leisten. Wie auch im BMZ-Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ dargelegt, verfolgt das BMZ einen Win-Win-Ansatz, bei dem sowohl die Interessen der Partnerländer an wirtschaftlicher Entwicklung als auch die deutschen Interessen an Versorgungssicherheit berücksichtigt werden. Die Leitlinien in den vorgenannten Dokumenten sind handlungsleitend beim Umgang mit potenziellen Zielkonflikten, die im Rahmen der Prüfung und Fortschrittskontrolle von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit eruiert und entsprechend entschieden werden. 31. Für welche Vorhaben in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Rohstoffverarbeitung, Rohstofftransport und rohstoffbezogene Energie- und Infrastrukturprojekte wurden seit 2021 Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK), Investitionsgarantien des Bundes, Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) sowie Finanzierung oder Beteiligungen durch KfW bzw. DEG bewilligt (bitte tabellarisch nach Jahr, Instrument, Zielland, Projekt, beteiligten Unternehmen, Rohstoff bzw. Produktgruppe, Volumen [gesamt und Deutschlandanteil], Laufzeit und Status auflisten)? Vorbemerkung zu den Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK), den Investitionsgarantien und den Exportkreditgarantien: Als „Rohstoffe“ werden metallische sowie fossile Rohstoffe betrachtet. Diese wurden in die Auswertung einbezogen. Nicht enthalten sind hingegen Baurohstoffe und nachwachsende Rohstoffe (z. B. Holz etc.). Unter „Rohstoffverarbeitung“ wurden die jeweils ersten Verarbeitungsstufen der genannten Rohstoffe einbezogen, aber keine fossilen Kraftwerke. Für den Begriff „Rohstofftransport“ wurden solche Projekte berücksichtigt, die eindeutig und ausschließlich dem Transport der genannten Rohstoffe dienen. Die Beteiligung der Unternehmen wird als Betriebs-/Geschäftsgeheimnis eingestuft, weshalb die Namen der beteiligten Unternehmen bei dieser und den folgenden Antworten nicht enthalten sind. Tabelle: Übernommene UFK-Garantien in Schwellen- und Entwicklungsländern Jahr Instrument Land Rohstoff Volumen Kreditlaufzeit Datum Antragstell ung Datum Garantieübernahme 2024 UFK Chile Kupfer USD 500 Mio. 11,5 Jahre 19. Januar 2023 21. März 2024 Tabelle: Übernommene Investitionsgarantien in Schwellen- und Entwicklungsländern Hinweis: Sämtliche der nachfolgend aufgeführten Projekte entfallen auf das Jahr 2022. Land Algerien China Malaysia Serbien Förderung/ Verarbeitung Förderung Verarbeitung Verarbeitung Verarbeitung Sektor Erdöl- / Erdgasaufsuchung und - gewinnung (Erdöl, -gas) Sonstige Chemische und Pharmazeutische Industrie (Lithium) Datenverarbeitungstechnik (Siliziumkarbid) Glas- & Keramikindustrie (Chrom, Nickel) Anzahl Projekte 1 1 1 1 Volumen (Kapitaldeckung in Millionen Euro) 104,3 652,3 150,0 65,0 Auflage zu Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten ja nein nein nein Zu übernommenen Exportkreditgarantien in Schwellen- und Entwicklungsländern siehe Anlage 5.1 Tabelle: Projekte mit Eigenkapitalbeteiligung durch die KfW Projektname Jahr Instrument Zielland Projektbeschreibung Rohstoff Volumen Laufzeit und Status Vulcan 2025 Direkte Eigenkapitalbeteiligung Deutschland Abbau und Weiterverarbeitung von Lithium im Oberrheingraben, welches aus Sole durch Geothermiebohrungen gewonnen wird. Zielrohstoff: Lithiumhydroxid KfW Invest: 150 Mio. Euro, Gesamtfinanzierung rund 2,2 Mrd. Euro Projektstatus: Baubeginn Laufzeit: Bauzeit von rund vier Jahren, danach Abbau und Weiterverarbeitung über mehrere Jahrzehnte (abhängig vom Vorkommen) 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/05977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 32. Wie hoch ist der Anteil der seit 2021 bewilligten öffentlichen Finanzierungshilfen in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Rohstoffverarbeitung, Rohstofftransport und rohstoffbezogene Energie- und Infrastrukturprojekte (UFK, Investitionsgarantien, Hermes, KfW bzw. DEG), der sich auf fossile Rohstoffe oder mit fossilen Rohstoffen verbundene Infrastruktur bezieht? Der Anteil der seit 2021 übernommenen Exportkreditgarantien in den Bereichen Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, -transport und rohstoffbezogene Energie- und Infrastrukturprojekte (jeweils gemäß dem in der Antwort zu Frage 31 genannten Begriffsverständnis), der sich auf fossile Rohstoffe oder mit fossilen Rohstoffen verbundene Infrastruktur bezieht, beträgt rund 60 Prozent, der für UFK-Garantien 0 Prozent. Der Anteil der seit 2021 übernommenen Investitionsgarantien in den Bereichen Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, -transport und rohstoffbezogene Energie- und Infrastrukturprojekte (jeweils gemäß dem in der Antwort zu Frage 31 genannten Begriffsverständnis), der sich auf fossile Rohstoffe oder mit fossilen Rohstoffen verbundene Infrastruktur bezieht, beträgt rund 11 Prozent. 33. Welche renditebezogenen Steuerungsvorgaben gelten nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der KfW-Gruppe, insbesondere bei DEG und der KfW IPEX-Bank, für Finanzierungen und Beteiligungen im Rohstoff- und rohstoffnahen Infrastrukturkontext, wie werden diese Vorgaben durch die Bundesregierung gesetzt bzw. gebilligt, welche Auswirkungen hatten sie seit 2021 auf die Auswahl, Konditionen oder Ablehnung rohstoffbezogener Vorhaben, und wie werden die in diesen Geschäftsfeldern erzielten Jahresüberschüsse verwendet? Finanzielle Zusammenarbeit (FZ): Negativanzeige – im Rahmen der FZ gibt es keine rendite-bezogenen Steuerungsvorgaben für Finanzierungen und Beteiligungen im Rohstoff- und rohstoffnahen Infrastrukturkontext. Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG): Die DEG finanziert ausschließlich privatwirtschaftliche Vorhaben – weit überwiegend aus eigenen Mitteln und auf eigenes Risiko. Sie refinanziert sich innerhalb der KfW und thesauriert die Erträge ihrer Finanzierungen im Eigenkapital, um ihre eigene Risikotragfähigkeit zu wahren und auszubauen. Gewinnausschüttungen an die Gesellschafterin oder Dritte sind nach dem Gesellschaftsvertrag der DEG nicht zulässig. 34. Welche spezifischen menschenrechtlichen und umweltbezogenen Prüfkriterien werden bei der Vergabe von UFK-Garantien, Investitionsgarantien und Hermesdeckungen im Rohstoffbereich angewandt, und in wie vielen Fällen haben diese Prüfungen seit 2021 zu Auflagen, Ablehnungen oder Projektänderungen geführt (bitte tabellarisch nach Jahr, Instrument, Zielland und Ergebnis aufschlüsseln)? Im Bereich der Exportkreditgarantien des Bundes gelten für die Prüfung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten (im Folgenden: USM-Aspekte) bereits seit 2004 gemeinsame Regeln der OECD, die sogenannten Common Approaches („Recommendations of the Council on Common Approaches for Officially Supported Export Credits and Environmental and Social Due Diligence“). Sie legen die Verfahrens- und Prüfanforderungen der OECD- Exportkreditagenturen fest. USM-Aspekte stellen ein wesentliches Kriterium bei der Prüfung der Förderungswürdigkeit von beantragten Exportkreditgarantien dar. Die Common Approaches beschreiben die grundsätzlichen Vorgaben für eine Prüfung und legen fest, welche Prüfmaßstäbe anzulegen sind, insbesondere die nachfolgend beschriebenen. Ein Projekt muss zunächst die nationale Gesetzgebung des Bestellerlandes einhalten. Der Nachweis kann etwa durch Informationen zu lokalen Genehmigungen wie beispielsweise Betriebs- oder Umweltgenehmigungen erfolgen. Darüber hinaus verlangen die Common Approaches einen Abgleich mit den internationalen Standards der Weltbankgruppe. Dies sind im Einzelnen die Performance Standards der International Finance Corporation (IFC Performance Standards) und die World Bank Environmental and Social Standards sowie die technischen Sektorrichtlinien der Weltbankgruppe, die Environmental, Health, and Safety Guidelines (EHS Guidelines). Werden bei der Prüfung der USM-Aspekte Abweichungen von diesen internationalen Standards identifiziert, werden grundsätzlich geeignete Abhilfemaßnahmen und Korrekturmaßnahmen für das Projekt definiert und in einem Monitoring über einen sogenannten Environmental and Social Action Plan (ESAP) mit verbindlichen Fristen und Zuständigkeiten adressiert. Der ESAP ist Bestandteil der Finanzierungsdokumente, wodurch die Umsetzung der ESAP-Maßnahmen verpflichtend wird. Die Umsetzung der ESAP-Maßnahmen wird im Rahmen des Monitorings eng begleitet. Die Berücksichtigung von Menschenrechten nimmt im Rahmen der Prüfung der USM-Aspekte einen hohen Stellenwert ein. So werden Themen wie zum Beispiel Arbeitssicherheit, Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung, Rechtmäßigkeit von Landerwerb und Umsiedlung, Schutz indigener Völker, Schutz von Kulturerbe, Konsultationsmöglichkeiten der Betroffenen, Arbeitnehmerrechte, der Schutz von Minderheiten und besonders verletzlichen Gruppen sowie die Existenz eines Beschwerdemechanismus untersucht. In diesem Zusammenhang werden die veröffentlichten Berichte der Nationalen Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze (NKS) gemäß Common Approaches in die Prüfung einbezogen. Von den antragstellenden Unternehmen erwartet die Bundesregierung zudem, dass sie bei ihrer Geschäftstätigkeit den etablierten Kanon der Menschenrechte beachten. Die Unternehmen sind aufgefordert, sich gemäß den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen (OECD-Leitsätze) zu verhalten und ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen, wie sie im deutschen Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der UN- Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN-Leitprinzipien) formuliert ist. Zur Herstellung eines kohärenten Vorgehens innerhalb der Außenwirtschaftsförderinstrumente orientiert sich auch das USM-Verfahren der Investitionsgarantien an den Vorgaben der OECD Common Approaches. Weitere internationale Leitlinien, z. B. im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte sowie der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte werden ebenfalls umgesetzt. Mindestvoraussetzung für die Übernahme einer Investitionsgarantie ist, dass die nationalen Standards des Anlagelands eingehalten werden. Investitionen mit relevanten umwelt-, sozial- und menschenrechtlichen Risiken werden einer umfassenden Prüfung unterzogen. Als Maßstab werden für die relevanten Bereiche die Performance Standards der International Finance Corporation sowie die sektorenspezifischen Environmental, Health and Safety Guidelines der Weltbankgruppe angelegt. Je nach Relevanz der Auswirkungen muss der Garantienehmer regelmäßig über die Situation und weitere Entwicklung des Projekts auch hinsichtlich der Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekte berichten. Auch im Rahmen der UFK-Garantien des Bundes werden Projekte unter USM- Aspekten eingehend auf ihre Auswirkungen geprüft. Mindestvoraussetzung für die Indeckungnahme eines UFK ist die Einhaltung der Standards des Projektlandes. Daneben wird jedes Projekt einem Screening, einer Kategorisierung und einer Prüfung gemäß den OECD Common Approaches unterzogen. Für die abschließende Bewertung der Förderungswürdigkeit wird die Einhaltung der IFC Performance Standards und der einschlägigen EHS Guidelines überprüft. Im Rahmen der Prüfung ist zudem für gewöhnlich ein Umwelt- und Sozialgutachten (Environment & Social Impact Assessment-ESIA) vorzulegen. Auch für UFK-Garantien werden grundsätzlich Monitoring-Maßnahmen vereinbart, wenn im Rahmen der Prüfung Lücken zu den internationalen Standards identifiziert werden. Auflagen: In den in der Antwort zu Frage 31 aufgelisteten Projekten haben die Prüfungen in zwei Fällen zu Anforderungen geführt (2002 DIA Algerien und 2024 UFK Chile). Im Rahmen der Investitionsgarantie wurde der Garantienehmer zur Umsetzung eines Environmental and Social Action Plans (ESAP) verpflichtet. Im Rahmen der UFK-Garantie wurde ebenfalls vereinbart, dass ein ESAP in Abstimmung mit dem Bund auf Basis der IFC Performance Standards zu finalisieren war und der ESAP umgesetzt und durch die finanzierende Bank überwacht wird. Zudem muss der Bund über Abweichungen von nationalen Vorgaben sowie über Abweichungen von den im ESAP vorgesehenen Maßnahmen informiert und bei materiellen Abweichungen in die Planung von Gegenmaßnahmen eingebunden werden. Darüber hinaus müssen Monitoring-Berichte zur Verfügung gestellt werden. Ablehnungen: Die Entscheidung, ob ein beantragtes Geschäft in Deckung genommen wird, hängt von verschiedenen Parametern ab, neben Fragen der Förderungswürdigkeit (u. a. aufgrund von USM-Aspekten) etwa auch die risikomäßige Vertretbarkeit des Geschäfts. Demnach kann keine Aussage dazu getroffen werden, wie viele Anträge seit 2021 allein aus USM-Aspekten nicht in Deckung genommen wurden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die meisten Antragsteller die Anforderungen der USM-Prüfung sehr gut kennen und keine Anträge stellen, die aller Vorrausicht nach keine Aussicht auf Indeckungnahme haben, bzw. die Möglichkeit nutzen, bereits gestellte Anträge zurückzuziehen. Projektänderungen: Regelmäßig – wie auch in den beiden genannten Projekten – führen Antragsbearbeitungen von Exportkreditgarantien im Anwendungsbereich der OECD Common Approaches, UFK-Garantien und Investitionsgarantien vor dem Hintergrund der oben beschriebenen USM-Prüfanforderungen (wie etwa Monitoring-Anforderungen oder andere Maßnahmen) zu Projektänderungen. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die Projekte nicht nur nationale sondern auch internationale Standards einhalten müssen. 35. In welchen rohstoffbezogenen Vorhaben, die seit 2021 durch die genannten Instrumente unterstützt wurden, wurden den zuständigen Stellen Hinweise oder Beschwerden zu Menschenrechts-, Arbeitsrechts- oder Umweltverstößen bekannt, und welche Konsequenzen hatte dies jeweils für die Förderung (bitte tabellarisch nach Projekt, Instrument, Zielland, Art des Vorwurfs, Zeitpunkt des Bekanntwerdens und ergriffenen Maßnahmen auflisten)? In den in der Antwort zu Frage 31 aufgelisteten Projekten wurden in den folgenden Fällen Hinweise oder Beschwerden zu Menschenrechts-, Arbeitsrechtsoder Umweltverstößen identifiziert. Jahr Instrument Zielland Art des Vorwurfs 2022 DIA Serbien Umweltverstöße 2022 EKG Ghana Umweltverstöße 2024 UFK Chile Umweltverstöße Die in der Tabelle genannten Hinweise oder Beschwerden wurden jeweils zum Zeitpunkt der Prüfung der USM-Aspekte bekannt. Welche Maßnahmen beim Bekanntwerden von Beschwerden ergriffen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab (u. a. Art, Alter, Häufigkeit und Schwere der Beschwerden, Belastbarkeit der Quellen, Deckungsart und -status, Zeitpunkt des Bekanntwerdens). Bei den hier genannten Projekten konnte der jeweilige Sachverhalt im Rahmen der Prüfung durch eigene Recherchen mit externen Datenbankenanbietern sowie öffentlich zugänglichen Quellen, durch Kontakt zu Antragstellern, ausländischen Kunden oder Deutschen Botschaften vor Ort sowie teilweise durch Standortbesuche vor Ort geklärt werden. Beim Projekt in Chile wurden zusätzlich Anforderungen als Voraussetzung für die Übernahme der Deckung formuliert (siehe hierzu auch die Antwort zu Frage 34). 36. Welche Teile der KfW-Gruppe (KfW-Zentrale, DEG, IPEX-Bank) sollen mit der Umsetzung eines Rohstofffonds betraut werden, und wie stellt die Bundesregierung sicher, dass für alle Beteiligten einheitliche, verbindliche Transparenz-, Menschenrechts- und Rechenschaftsstandards gelten? An der Umsetzung des Rohstofffonds sind das KfW-Generalsekretariat und die KfW-IPEX-Bank beteiligt. Sie unterliegen dabei den Weisungen der Bundesregierung. Bei der Vorselektion der Projekte achtet die KfW u. a. darauf, dass anerkannte internationale ESG-Kriterien und -Standards, wie sie auch für andere Instrumente wie UFK-Garantien gelten, eingehalten werden. Bei Projekten, die anschließend einer vertieften Prüfung unterzogen werden, nimmt die KfW zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards durch die jeweiligen Unternehmen Stellung. Die Ergebnisse fließen in die Entscheidung der Bundesregierung über eine Beteiligung an einem Unternehmen ein. 37. Welche Projekte haben sich bislang auf den Rohstofffonds beworben (bitte tabellarisch nach Projektname bzw. Projektgesellschaft, Zielland, Ort bzw. Region, Rohstoff bzw. Produktgruppe und Art des Vorhabens darstellen) Beim Rohstofffonds liegen zahlreiche Bewerbungen vor, die sich aktuell in unterschiedlichen Phasen der Prüfung befinden. Die Bewerbungen unterliegen dem Schutz vertraulicher Unternehmensdaten. Weitere Beteiligungen des Fonds werden nach abgeschlossener erfolgreicher Prüfung bekanntgegeben. 38. Welche Vorgaben macht die Bundesregierung als Aufsichtsorgan der KfW (einschließlich DEG und IPEX-Bank), um sicherzustellen, dass sozial- und umweltrelevante Projektunterlagen bei KfW-finanzierten Vorhaben grundsätzlich vor der Finanzierungsentscheidung mit ausreichender Vorlaufzeit, maschinenlesbar und öffentlich zugänglich veröffentlicht werden – einschließlich englischer und, soweit erforderlich, lokaler Sprachversionen – und dass deren Veröffentlichung nicht von Zustimmungspflichten der Kundinnen und Kunden abhängig gemacht wird, und inwiefern beabsichtigt die Bundesregierung, die Veröffentlichungspraxis der KfW an internationale Good Practice wie das Disclosure-Portal der International Finance Corporation (IFC) anzugleichen? Die KfW als Kreditinstitut unterliegt dem Bankgeheimnis (siehe dazu bereits die ausführliche Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD „Umfassende Analyse der Transparenz, Rückzahlungsdynamiken, Risikosteuerung und nachhaltigen Wirkungen von Darlehen der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern“ auf Bundestagsdrucksache 21/2932) und darf folglich keine kundenbezogenen Informationen ohne dessen Zustimmung veröffentlichen. Bei vorausgesetzter vertraglicher Zustimmung des Kunden, veröffentlicht die DEG seit 2015 in einer Datenbank auf ihrer Internetseite investitionsbezogene Informationen zu den von ihr neu zugesagten Engagements, mit Angaben zum mitfinanzierten Kunden, Zweck des Vorhabens, Finanzierungsvolumen sowie der Umwelt- und Sozialkategorie. Zwingend erforderlich für die Veröffentlichung ist hier jeweils die vertragliche Zustimmung des Kunden. Die Informationen geben den Status zum Zeitpunkt der Zusage der Finanzierung wieder. 39. Wie stellt die KfW IPEX sicher, dass keine Projekte gefördert werden, die im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzung und Umweltzerstörung stehen? Die KfW IPEX-Bank fördert keine Projekte. Alle neuen und mit wesentlichen Änderungen einhergehenden Vorhaben, die die KfW IPEX-Bank mit Finanzierungs- oder Beratungsleistungen begleitet, sind Gegenstand einer Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung auf Grundlage der der jeweils geltenden Nachhaltigkeitsrichtlinie. Diese ist öffentlich zugänglich unter www.kfw-ipex-ban k.de/Nachhaltigkeit/Nachhaltigkeitsrichtlinie-der-KfW-IPEX-Bank/. 40. Welche Teile der Umwelt-, Klima-, Sozial- und Menschenrechtsprüfung führt die KfW selbst durch, und welche werden auf Kunden bzw. Projektträger verlagert? Ergänzende Informationen zur Durchführung der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen der verschiedenen Geschäftsbereiche der KfW, sind unter folgendem Link sowie in den veröffentlichten Nachhaltigkeitsrichtlinien zu finden: www.kfw.de/nachhaltigkeit/%C3 Prozent9Cber-die-KfW/Nachhaltigkeit/ Strategie-Management/Umwelt-Sozialvertr%C3 ProzentA4glichkeitspr%C3 Pr ozentBCfungen/. 41. Warum verfügt die KfW IPEX-Bank bislang über keinen eigenen unabhängigen Beschwerdemechanismus, wie dies bei anderen öffentlichen Förderbanken der Fall ist, und welche Schritte plant die Bundesregierung (als Eigentümerin bzw. Aufsicht), um einen unabhängigen, budgetär abgesicherten Beschwerdemechanismus einzurichten? Die KfW IPEX-Bank ist keine öffentliche Förderbank sondern unterliegt banküblichen Anforderungen an Kreditinstitute. Sie agiert zu marktüblichen Konditionen. Für Beschwerden existieren unterschiedliche Kanäle, über die Betroffene jederzeit eine Beschwerde einreichen können: www.kfw-ipex-bank.de/Intern ationale-Finanzierung/KfW-IPEX-Bank/KfW-IPEX-Bank-Beschwerdeformula r.html. 42. Gibt es bei der KfW einen regelmäßigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft, und wenn nein, ist dieser in Zukunft geplant, wie auch bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) und anderen Banken? Die KfW tauscht sich zu relevanten Themen regelmäßig mit Stakeholdern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft aus. Dazu gibt es je nach Geschäftsbereich verschiedene Austauschformate. Besonders hervorzuheben ist ein halbjährlicher Austausch mit Vertretern von Zivilgesellschaft, Forschung und Wissenschaft sowie Finanz-/und Realwirtschaft unter den Namen „Nachhaltigkeit verbindet“, u. a. zu Strategischen Fragen der Nachhaltigkeit. 43. Welche UFK-Garantien wurden seit 2020 bewilligt, und welche Anträge sind derzeit anhängig (bitte tabellarisch nach Land, Projektgesellschaft, Rohstoff bzw. Produktgruppe, deutschem Abnehmer, Volumen, Kreditlaufzeit, Datum der Antragstellung sowie Datum der Garantieübernahme bzw. geplantem Entscheidungszeitpunkt darstellen)? Endgültig in Deckung genommene UFK-Garantien: Die endgültig in Deckung genommenen UFK-Garantien sind in der Tabelle in der Antwort zu Frage 31 aufgeführt. Die anhängigen Anträge sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Anträge UFK-Garantien Jahr Instrument Land Rohstoff Beantragtes Volumen in Mio. USD Kreditlaufzeit in Jahre Datum Antragstellung Geplanter Entscheidungszeitpunkt 2023 UFK Türkei Kupfer bis zu 200 rund 8 23. Februar 2023 Offen 2023 UFK Kanada Kupfer / Platinmetalle bis zu 200 rund 6,25 25. Mai 2023 Offen 2023 UFK Australien Seltene Erden bis zu 115 rund 9 21. August 2023 Offen 2024 UFK Tansania Graphit bis zu 105. rund 11 28. März 2024 Offen 2024 UFK Pakistan Kupfer bis zu 600 rund 12 18. September 2024 Offen 2025 UFK Schweden Kupfer bis zu 180,7 rund 10 8. Dezember 2025 Offen Informationen zu beteiligten angestrebten Abnehmern sowie die Projektnamen berühren verfassungsrechtlich geschützte Geschäftsgeheimnisse und Grundrechte der beteiligten Unternehmen und Personen. Sie können daher nicht öffentlich bereitgestellt werden. 44. Aus welchen Ländern wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2015 welche Mengen kritischer und strategischer Rohstoffe (bitte Rohstoffe benennen) in Rohform sowie als relevante Halb- und Fertigprodukte exportiert (bitte jährlich und unter Angabe der zugrunde gelegten Waren- bzw. Produktkategorien tabellarisch, inklusive der Top-5- Herkunftsländer und deren Anteil, aufschlüsseln)? Die Tabellen in der Anlage 6 zeigen die deutschen Importe von kritischen und strategischen Rohstoffen nach Definition der EU in Form von Reinformen, Halbzeugen und Waren. Es liegen nicht zu allen Warengruppen detaillierte Warencodes für den gesamten Zeitraum vor, weswegen in einzelnen Fällen keine Zeitreihen seit 2015 dargestellt werden konnten. Die verwendeten Abkürzungen und Warencodes sind im Anschluss an die Tabellen definiert.1 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 45. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur Verarbeitungstiefe der Rohstoffimporte nach Deutschland vor, und welche Schlussfolgerungen zieht sie daraus für ihre Rohstoffpolitik? Deutschland importiert vor allem Rohstoffe der unteren Wertschöpfungsstufen wie Erze und Konzentrate, Zwischen- und Vorprodukte wie Ferrolegierungen, Oxide und Hydroxide sowie Recyclingrohstoffe mit dem Ziel der Weiterverarbeitung zu höherwertigen Produkten in Deutschland. Die Bundesregierung unterstützt die deutschen Unternehmen bei der Diversifizierung ihrer Rohstoffversorgung mit unterschiedlichen Instrumenten, wie dem UFK und dem Rohstofffonds. Weiterhin unterstützt die Bundesregierung die EU-Kommission bei der Umsetzung des CRMA. 46. Welche quantifizierten Annahmen oder Szenarien nutzt die Bundesregierung, um zu bestimmen, welchen Anteil des künftigen Rohstoffbedarfs Deutschlands sie durch Recycling, Materialeffizienz, Substitution und längere Produktnutzung decken bzw. einsparen will (bitte Annahmen, Zielwerte, Zeithorizonte und die jeweils betroffenen Rohstoffe nennen)? Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) formuliert ein Leitbild zur Senkung des Primärrohstoffverbrauchs sowie ein Ziel zur Schließung von Stoffkreisläufen, welches das Ziel der EU, den prozentualen Anteil von Sekundärrohstoffen an der Gesamtmenge aller genutzten Rohstoffe gegenüber dem Ausgangswert im Jahr 2021 bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln, national aufgreift. Diesen übergeordneten Zielsetzungen liegen mehrere Studien zugrunde, insbesondere die RESCUE-Studie des Umweltbundesamtes (www.umweltbund esamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/szen arien-projektionen/rescue-wege-in-eine-ressourcenschonende). Gesamtwirtschaftliche Modelle und Szenarien basieren auf Annahmen zu möglichen Materialflüssen. Eine Analyse von UBA und DERA ergab, dass es zahlreiche Datenlücken in den Wertschöpfungsketten von Metallen zum derzeitigen Recycling gibt. In europäischen und nationalen Strategien und Gesetzen werden Ziele festgeschrieben, deren Zielerreichung mit Hilfe von Indikatoren gemessen werden soll. Insbesondere der CRMA der EU setzt eine Reihe von Benchmarks und Berichtsaufgaben für die Mitgliedsländer fest, die in den nächsten Jahren zu erfüllen sind. Die NKWS nimmt in ihren Zielen Bezug auf Ziele des CRMA. Hierzu gehört das Ziel zur Erreichung einer Recyclingkapazität von 25 Prozent für strategische Rohstoffe innerhalb der EU. Zur Abbildung derartiger Ist- und Soll-Zustände von Stoffkreisläufen bedarf es neuer Informationen und Daten entlang der jeweiligen Wertschöpfungsketten, welche derzeit noch nicht vorliegen. 47. Wie viele beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangene Beschwerden bzw. Hinweise nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bezogen sich seit 2023 auf Sachverhalte im Rohstoffsektor bzw. in rohstoffnahen Wertschöpfungsketten, und welche Rohstoffe und Länder waren betroffen (bitte nach Jahr, Rohstoff bzw. Produktgruppe, Land bzw. Region und Art des mutmaßlichen Verstoßes tabellarisch aufschlüsseln), und in wie vielen dieser rohstoffbezogenen Fälle wurden vom BAFA vertiefte Prüfverfahren eingeleitet, konkrete Auflagen gegenüber Unternehmen ausgesprochen oder Ordnungswidrigkeitenverfahren vorbereitet bzw. eingeleitet (bitte nach Jahr und Ergebnisart tabellarisch aufschlüsseln)? Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat insgesamt 18 Vorgänge identifiziert, die den vorgegebenen Kriterien entsprechen (es wird ein Fokus auf mineralische Rohstoffe unterstellt). Die im Einzelnen beim BAFA eingegangenen Fälle können der in der Anlage 7 befindlichen Tabelle entnommen werden. Allerdings liegt die Anzahl der bei BAFA geführten Verfahren höher, da sich beispielsweise mit einem Antrag auf behördliches Tätigwerden auch mehrere Personen beim BAFA melden können und diese Verfahren dann einzeln zu führen sind (siehe die Kommentarspalte in der Tabelle). In acht der 18 identifizierten Vorgänge wurden durch das BAFA risikobasierte Kontrollen eingeleitet, von denen sieben derzeit (Stand: 13. März 2026) noch nicht abgeschlossen sind. Weitere Verfahrensschritte wurden bislang nicht eingeleitet. Die erbetene Aufschlüsselung nach Jahren ist in der nachfolgenden Tabelle abgebildet:1 Verfahrensschritt Vorgänge 2023 Vorgänge 2024 Vorgänge 2025 Vorgänge 2026 Vorgänge gesamt Einleitung risikobasierter Kontrollen 1 7 8 48. Wie ist der Stand der beim BAFA anhängigen Beschwerdeverfahren nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, die auf die im November 2025 von Misereor und Red Muqui gegen Aurubis eingereichte Beschwerde zurückgeht (bitte den Verfahrensstand darstellen), welche nächsten Verfahrensschritte sind vorgesehen, und bis wann rechnet die Bundesregierung mit einem Abschluss? Diesbezüglich sind zwei Vorgänge mit folgenden Sachständen beim BAFA anhängig: 1. Der bei BAFA am 25. November 2025 eingegangene Antrag auf behördliches Tätigwerden in dem Beschwerdeverfahren ist aus Sicht des BAFA zulässig und an das betroffene Unternehmen wurden mit Schreiben vom 21. Januar 2026 eine entsprechende Zwischenmitteilung sowie ein Auskunftsersuchen gerichtet. Das Unternehmen nahm hierzu mit Schreiben vom 23. Februar 2026 Stellung. Die eingegangene Stellungnahme wird gegenwärtig geprüft. 2. Mit Blick auf den beim BAFA am 25. November 2025 eingegangenen Hinweis ist das BAFA nach Sichtung und Prüfung der eingereichten Unterlagen gemäß § 14 Absatz 1 Nummer 1 des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) von Amts wegen tätig geworden. Mit Schreiben vom 11. Februar 2026 wurde gegenüber dem betroffenen Unternehmen eine anlassbezogene Kontrolle eröffnet und um Auskünfte gebeten; dem Unternehmen wurde dabei Gelegenheit eingeräumt, bis zum 13. März 2026 Stellung zu nehmen. Die Antwort des Unternehmens liegt vor und aktuell noch ausgeweitet. Für beide Vorgänge gilt, dass das BAFA die eingegangenen Informationen sowie die Antworten des Unternehmens gegenwärtig mit gebotener Sorgfalt überprüft. 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 49. Aus welchen Ländern wurden seit 2015 welche Mengen und Werte von Zinn, Tantal (einschließlich Erze bzw. Konzentrate wie Coltan), Wolfram sowie Gold exportiert (bitte jährlich und unter Angabe der zugrunde gelegten Waren bzw. Produktkategorien sowie nach Verarbeitungsstufe und wichtigsten Herkunftsländern tabellarisch aufschlüsseln)? Die Tabellen in Anlage 8 zeigen die deutschen Importe von Gold, Tantal, Wolfram und Zinn. Es liegen nicht zu allen Warengruppen detaillierte Warencodes für den gesamten Zeitraum vor, weswegen in einzelnen Fällen keine Zeitreihen seit 2015 dargestellt werden konnten. Die verwendeten Abkürzungen und Warencodes sind im Anschluss an die Tabellen definiert.1 50. Wie viele in Deutschland ansässige Unionseinführer fallen seit 2021 nach Kenntnis der Bundesregierung unter die Verordnung (EU) 2017/821 (bitte nach Jahr und 3TG-Mineral/Metall), wie viele risikobasierte Kontrollen führte die zuständige Behörde durch, welche Hauptmängel wurden festgestellt, und welche Maßnahmen bzw. Sanktionen wurden ergriffen (bitte nach Jahr und Ergebnisart aufschlüsseln)? Über die Anzahl der betroffenen Unionseinführer berichtet die Deutsche Kontrollstelle EU-Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten (DEKSOR) jährlich gemäß § 3 Absatz 4 des Mineralische-Rohstoffe-Sorgfaltspflichten-Gesetzes (MinRohSorgG) auf ihrer Internetseite (www.bgr.bund.de/DE/BGR/Deksor/Re chtsgrundlagen/rechtsgrundlagen_node.html) über den Vollzug der Verordnung (EU) 2017/821 (sogenannte Konfliktminerale-Verordnung). Soweit die Zahlen von den in den Berichten der DEKSOR veröffentlichten Zahlen leicht abweichen, so ist dies dem Umstand geschuldet, dass auch Unternehmen mit Sitz im Ausland unter einer deutschen Zollidentifikationsnummer (TIN/EORI) nach Deutschland importieren. Die Anfrage zielte jedoch lediglich auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland ab. Zudem werden auch bei den deutschen Zollbehörden Importe nach Deutschland von ausländischen Unternehmen mit ausländischer TIN angemeldet. Solche Importeure werden in den Darstellungen der DEKSOR grundsätzlich als deutsche EU-Importe geführt, waren jedoch auch nicht Gegenstand dieser Anfrage. Zu beachten ist, dass die folgende Darstellung Mehrfachzählungen beinhaltet. So werden Unionseinführer, die verschiedenen Minerale/Metalle über der jeweiligen Mengenschwelle importieren, mehrfach gezählt (Beispiel: Unternehmen A importiert Gold, Golderze und Tantalwaren. Es wird in diesen drei Kategorien jeweils als Unionseinführer betrachtet). Zur Anzahl der Unionseinführer im Anwendungsbereich der Verordnung siehe Anlage 9.2 Zu Kontrollen durch die DEKSOR, kontrollierte Unternehmen, Verstöße und Abhilfemaßnahmen – Übersicht: Die DEKSOR kontrolliert gemäß Artikel 11 Verordnung (EU) 2017/821 mit nachträglichen Kontrollen. Das Bezugsjahr zur Bestimmung der Mengenschwelle und damit des Anwendungsbereiches ist somit immer das vorausgegangene Jahr. Die Verpflichtungen der Verordnung Sorgfaltspflichten einzuhalten wurde im Jahr 2021 wirksam. Somit hat die DEKSOR seit dem Jahr 2022 erstmals Kontrollen für das zu kontrollierende Jahr 2021 (Kontrolljahr) vorgenommen. 1 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 2 Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5977 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. Die Zahlen sind über die Jahre hinweg nicht vollumfänglich vergleichbar, da die Zählweise über die Jahre angepasst wurde. So sollten zu Beginn der Kontrollen Verstöße bzw. Mängel zunächst darauf bezogen worden, ob in eingereichten Auditberichten Verstöße gegen die Sorgfaltspflichten aufgezeigt wurden. Da sich im Laufe der Kontrollen jedoch herausstellte, dass Auditberichte grundsätzlich nicht vorgelegt werden konnten, lässt sich das erste Kontrolljahr nicht mit den folgenden vergleichen. Auch gibt es im Rahmen der von der DEKSOR erlassenen Kontrollbescheide Zusammenfassungen einzelner Punkte. Mit zunehmender Kontrollerfahrung hat sich gezeigt, dass ursprünglich getrennte Punkte zusammenzufassen bzw. umfassende Punkte aufzuspalten waren. Die Diskrepanz zwischen festgestellten Verstößen und Abhilfemaßnahmen ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass Verstöße auf das Vorjahr referenzieren und im laufenden Kontrollverfahren in der Regel einige Punkte adressiert und beseitigt werden und damit eine Abhilfe nicht mehr erforderlich ist. Zum anderen fasst die DEKSOR insbesondere in Fällen zahlreicher, umfassender Verstöße aus verwaltungspraktischen Gründen zu Oberpunkten zusammen. So wird regelmäßig als Abhilfemaßnahme ein Zeitplan zur Beseitigung der festgestellten Verstöße angeordnet, der sich dann auf entsprechend viele einzelne Verstöße bezieht. 2021 2022 2023 2024 2025 Kontrollen 0 23 15 13 12 Verstöße 156 44 91 16 Managementsystem 76 17 32 8 Risikomanagement 25 11 26 4 Audit 20 7 9 1 Offenlegungspflichten 35 9 24 3 Abhilfemaßnahmen 125 38 37 11 Im Jahr 2025 sind bisher vier Verfahren abgeschlossen, eines davon befindet sich im Widerspruchsverfahren. Die Übrigen Verfahren laufen noch, sodass eine Angabe über festgestellte Verstöße (noch) nicht möglich ist. Inklusive vier Wiederholungskontrollen. Aus den Kontrollen hervorgegangene Hauptmängel (Verstöße): Die DEKSOR hat erstmals in 2025 die Verstöße unter den Kategorien Managementsystem, Risikomanagement, Auditpflicht und Offenlegungspflichten weiter nach den einzelnen Pflichten konkretisiert, um ein schärferes Bild der Umsetzung der Sorgfaltspflichten bei den Unternehmen zu zeigen. So werden etwa in der Kategorie Managementsystem Punkte wie Veröffentlichung der Lieferkettenpolitik, Rückverfolgungssystem und Beschwerdemechanismus (neben weiteren Punkten) explizit aufgeführt. Die hier aufgeführten Verstöße sind in der Art und im Umfang mit den Erkenntnissen aus den bisherigen Kontrolljahren vergleichbar und spiegeln die dort gefundenen Ergebnisse gut wider: Viele der für die Umsetzung der Sorgfaltspflichten verantwortlichen Unternehmen versuchen immer noch, den Nachweis der Erfüllung der Sorgfaltspflicht auf (Industrie-)Systeme auszulagern und die Risiken in ihrer Lieferkette im Rahmen eines eigenen Risikomanagementsystems nicht selbst zu bewerten und zu dokumentieren. Auch wird immer noch deutlich, dass Unionseinführer ihre Sorgfaltspflicht primär auf Artikel 6 der Verordnung beschränken und das Bewusstsein fehlt, dass Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung nur von der eigenen Auditpflicht, nicht aber von den restlichen Sorgfaltspflichten der Artikel 4, 5 und 7 der Verordnung befreit. Auch häufig anzutreffen war die Auffassung, dass der Verweis auf oder die Mitgliedschaft bei Industrieinitiativen die eigenen Sorgfaltspflichten gewährleisten oder ersetzen. Ebenso gehen immer noch viele Unternehmen davon aus, dass Listen von Industrieinitiativen mit der sogenannten „Whitelist“ nach Artikel 9 der Verordnung gleichzusetzen seien. Auch werden vielfach Informationen von Berichtsvorlagen (z. B. CMRT) ungeprüft übernommen. Insgesamt zeigte sich im Rahmen der nachträglichen Kontrollen, dass die eingereichten Dokumente auch im vierten Kontrolljahr noch nicht vollständig geeignet waren, die Umsetzung der Sorgfaltsmaßnahmen der Unternehmen in Gänze nachzuweisen. Managementsystem: Immer noch besteht die größte Herausforderung für die Unternehmen darin, Informationen über Herkunftsländer der Minerale zu erlangen und/oder Auditberichte (der Hütten und Raffinerien) entlang der Lieferkette zu erhalten. Die Rückverfolgbarkeit endet in den allermeisten Fällen auf Ebene der Hütten und Raffinerien und reicht nicht bis zur Abbaustätte. Die Hauptmängel in Bezug auf das Managementsystem waren 1. Verstöße in Zusammenhang mit Lieferkettenpolitik 2. Verstöße in Zusammenhang mit dem Rückverfolgungssystem Risikomanagement: Im Jahr 2024 hat die DEKSOR die Kontrollkriterien auf die Punkte Ermittlung von Risiken, Bewertung von Risiken und Ausarbeitung und Umsetzung von Folgemaßnahmen fokussiert. Bei der Ermittlung der Risiken ist vor allem aufgefallen, dass diese bei der Rückverfolgung regelmäßig an der Stelle der Hütten und Raffinerien endet. Im Rahmen der Risikobewertung ist der Umstand der fehlenden Informationen, wie die Herkunft der Minerale (Artikel 4 Buchstabe f oder g der Verordnung), in den meisten Fällen nicht hinreichend berücksichtig worden, was die DEK- SOR als Bewertungsfehler angesehen hat. Die Bewertung erfolgt daher zumeist nicht auf Grundlage der Auditberichte der Hütten und Raffinerien, da diese nicht weitergegeben werden. Die Hauptmängel im Bereich Risikomanagement gliederten sich wie folgt: 1. Verstöße in Zusammenhang mit der Bewertung von Risiken 2. Verstöße in Zusammenhang mit der Ausarbeitung/Festlegung von Folgemaßnahmen. 3. Verstöße in Zusammenhang mit der Ermittlung von Risiken Audit: Nach wie vor herrscht bei kontrollierten Unternehmen die Einschätzung vor, dass ein Metall-Bezug von Hütten, die auf Listen von Industrieinitiativen stehen, ein Unternehmensaudit entbehrlich mache. Dies manifestiert sich darin, dass die meisten Unternehmen versuchten, sich auf die Ausnahme des Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung zu berufen, jedoch keine hinreichend (detaillierten) Auditberichte der Hütten und Raffinerien in ihrer Lieferkette vorlegen konnten. Auch werden immer noch Audits und Informationen über Sorgfaltspflichten als Geschäftsgeheimnisse eingestuft und aufgrund von Vertraulichkeitsregelungen nicht weitergegeben. Als Hauptmangel konnten damit • Verstöße wegen fehlenden substanziellen Nachweises trotz fehlendem eigenem Audit (Artikel 6 Absatz 2 erster Unterabsatz der Verordnung) festgestellt werden. Offenlegung: Es ist für die Unternehmen eine Herausforderung, die auf aktuellem Stand gehaltenen Informationen bezüglich der Lieferkette nach Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung von vorgelagerten Hütten und Raffinerien zu erhalten (vgl. ausführlicher bei Managementsystem und Risikomanagement). Insgesamt muss die DEKSOR immer noch feststellen, dass die Berichte wenig oder gar nicht auf aktuelle Entwicklungen eingehen (Artikel 7 in Verbindung mit Artikel 4 Buchstabe a der Verordnung). Es ist zu beobachten, dass die Berichterstattung in Konzernverbünden häufig über mehrere Interseiten erfolgte, der Bezug zu den jeweiligen Unternehmen nicht stets klar war und/oder die erforderlichen Informationen nicht einfach aufzufinden sind. Hauptmängel waren hier: 1. Verstöße gegen die Berichtspflicht (ohne Unterteilung mit/ohne Audit). 2. Verstöße gegen die Vorlagepflicht bei der Kontrollbehörde Abhilfe und Sanktionen: Die Verordnung (EU) 2017/821 sieht keine Möglichkeiten vor, Sanktionen gegenüber Unternehmen zu verhängen, die Sorgfaltspflichten nicht einhalten. Dies ergibt sich aus Artikel 17 Absatz 3 der Verordnung, der es der EU- Kommission erst bei anhaltender Nichteinhaltung der Verpflichtungen ermöglicht, den Mitgliedstaaten die Befugnis zur Strafbewährung zu erteilen. Die Durchsetzung der Anordnung von Abhilfemaßnahmen, die aufgrund des nationalen Durchführungsgesetzes Mineralische-Rohstoffe-Sorgfaltspflichten- Gesetz (MinRohSorgG)1 von der DEKSOR erlassen worden sind, erfolgt nach dem allgemeinen Gesetz über den Verwaltungszwang dem Verwaltungs- Vollstreckungsgesetz (VwVG)2. Danach können Handlungen (bzw. Duldungen und Unterlassungen) etwa solche zur Vornahme von Sorgfaltspflichten mit Mitteln des Verwaltungszwanges durchgesetzt werden. Dabei handelt es sich nicht um Strafen für vergangenes Fehlverhalten, sondern um die Erzwingung künftiger Handlungen. Werden angeordnete Handlungen nicht Vorgenommen, so kann die Verwaltungsbehörde (BGR/DESKOR) dies nach Androhung (§ 13 Verwaltungs- Vollstreckungsgesetz, VwVG) durch Zwangsmittel, in der Regel Zwangsgeld (§ 11 VwVG) durchsetzen. Die Höhe des Zwangsgeldes ist dabei abweichend von der allgemeinen Regel des § 11 Absatz 3 VwVG (dort 25.000 Euro) in § 9 MinRoh- SorgG auf 50.000 Euro festgelegt. Nach der Androhung muss ein solches Zwangsgeld durch einen Verwaltungsakt festgesetzt und angewandt werden (§§ 14, 15 VwVG). 1 Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2017/821 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2017 zur Festlegung von Pflichten zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für Unionseinführer von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten (Mineralische- Rohstoffe-Sorgfaltspflichten-Gesetz – MinRohSorgG)- vom 29. April 2020 (BGBl. I S. 864); CELEX Nr.: 32017R0821. 2 Verwaltungs-Vollstreckungsgesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 201-4, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 10. August 2021 (BGBl. I S. 3436) geändert worden ist. 51. Welche Maßnahmen verfolgt die Bundesregierung, um Risiken von Konfliktfinanzierung, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung auch bei nicht von der Verordnung (EU) 2017/821 erfassten Rohstoffen (z. B. Kupfer, Kobalt, Nickel) entlang deutscher Importketten zu adressieren (bitte Zuständigkeiten, Instrumente und ggf. vorliegende Auswertungen angeben)? Zur Minimierung der in der Frage adressierten Risiken verfolgt die Bundesregierung folgende Maßnahmen: 1. Maßnahmen in der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Die nach dem LkSG erfassten deutschen Unternehmen sind verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfalt nicht nur im Inland, sondern entlang ihrer globalen Lieferketten einzuhalten. Die Systematik des LkSG sieht keine branchen- bzw. rohstoffspezifische Klassifizierung vor. Im Hinblick auf Hochrisiko-Rohstoffe haben Unternehmen diese in ihre Risikoanalyse einzubeziehen. Die Umsetzung dieses Gesetzes wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kontrolliert, das zudem jährlich über seine Kontroll- und Durchsetzungstätigkeiten in einem Rechenschaftsbericht informiert. 2. Maßnahmen in der Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN): Innerhalb der federführenden Zuständigkeit des BMUKN hat die Bundesregierung folgende Maßnahmen mit dem Ziel der Adressierung von Risiken von Umweltzerstörungen in mineralischen Rohstofflieferketten ergriffen: • im Rahmen ihrer Rohstoffstrategie (Maßnahme 15) den internationalen Prozess zur Erarbeitung des OECD-Handbuchs für umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten (https://ubanet/websites/ZirkulaeresWirtsc haften/ZuarbeitenTagesgeschft/2026-03-11_Kl-Anfrage-Linke-Rohstoffpol itik) initiiert. Das Handbuch soll Unternehmen in der nachgelagerten Lieferkette (Downstream) dabei unterstützen, Umweltaspekte in ihre Sorgfaltspflichtprozesse zu integrieren sowie Unternehmen in der vorgelagerten Lieferkette (Upstream) darin unterstützen, die Sorgfaltspflichterwartungen ihrer Kunden und nachgelagerter Geschäftsbeziehungen zu erfüllen; • ein vom Umweltbundesamt begleitetes Forschungsvorhaben (www.umwelt bundesamt.de/publikationen/innovative-werkzeuge-fuer-das-umwelt) gefördert, das Arbeitshilfen für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement (www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/ arbeitshilfen-nachhaltiges-lieferkettenmanagement) von Unternehmen erarbeitet hat. In insgesamt sieben Branchenstudien wurden die Umweltauswirkungen und damit zusammenhängende Menschenrechtsrisiken analysiert, für einzelne Komponenten und Rohstoffe vertieft betrachtet und schließlich Maßnahmen vorgeschlagen, die Unternehmen ergreifen können. Die Ergebnisse wurden in mehreren Webinaren zielgruppengerecht präsentiert, u. a. für den Automobil- und Maschinenbau, die Elektronikindustrie und die Metallindustrie; • untersuchen lassen, mit welchen Instrumenten Anreize für den Umweltschutz in globalen Lieferketten erhöht werden können (www.umweltbundes amt.de/publikationen/cost-allocation-incentive-mechanisms-for-2): Preisprämien, pay-per-performance Verträge, kollaborative Finanzierung von Lieferanteninvestitionen in den Umweltschutz und Abnahmevereinbarungen wurden als potentiell wirkungsvollste Instrumente identifiziert. Die Ergebnisse wurden zielgruppengerecht für einzelne Branchen/Lieferketten aufbereitet, u. a. für die Stahl- und Zinnindustrie. Das Umweltressort fördert, unter anderem im Rahmen der Verbändeförderung, zudem zivilgesellschaftliche Projekte, die sich mit der Reduzierung von Umwelt- und Menschenrechtsrisiken in globalen Rohstofflieferketten befassen. 3. Maßnahmen in der Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Die Bekämpfung von Konfliktfinanzierung, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Rohstoffsektor in den BMZ-Partnerländern ist Kernanliegen des BMZ (siehe das BMZ-Positionspapier „Verantwortungsvolle Rohstofflieferketten“, https://rue.bmz.de/resource/blob/216184/bmz-rohstofflieferk etten-a4-ly08.pdf). Das BMZ engagiert sich in verschiedenen Multi- Stakeholder-Initiativen zur Stärkung von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und ESG- Kriterien (Environment, Social, Governance), wie der Extractive Industries Transparency Initiative, der European Partnership for Responsible Minerals und der Global Battery Alliance. Darüber hinaus werden die Themen Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und Umweltschutz in verschiedenen Vorhaben des BMZ mit Rohstoffbezug adressiert. Eine detaillierte Auflistung kann der Antwort zu Frage 27 entnommen werden. 4. Maßnahmen in der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE): Die in der Federführung des BMWE liegende EU-Zwangsarbeitsverordnung ist im Dezember 2024 in Kraft getreten und verbietet ab Dezember 2027 das Inverkehrbringen von Produkten aus Zwangsarbeit auf dem Unionsmarkt sowie den Export solcher Ware in Drittstaaten. 52. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung seit 2021 zu Sanktionsverstößen oder Umgehungskonstruktionen im Zusammenhang mit Rohstoffimporten vor (insbesondere mit Blick auf Netzwerke im Handel mit Konfliktrohstoffen), und wie viele Ermittlungs-, Bußgeld- oder Strafverfahren wurden hierzu eingeleitet bzw. abgeschlossen (bitte nach Jahr, zuständiger Behörde und Ergebnis aufschlüsseln, soweit rechtlich möglich)? Dazu liegt der Bundesregierung keine statistische Erhebung vor. 53. Für welche Zielländer und Gütergruppen wurden seit 2015 Ausfuhrgenehmigungen für im Rohstoffsektor relevante Technologie und Ausrüstung (insbesondere Bergbau-, Aufbereitungs- und Raffinationstechnik sowie einschlägige Dual-Use-Güter bzw. Dual-Use-Technologie) beantragt, genehmigt oder abgelehnt (bitte jährlich nach Zielland und Gütergruppe aufschlüsseln), und in wie vielen Fällen wurde dabei auf Embargoregeln oder Catch-all abgestellt (bitte nach Ablehnungsgrundkategorien aufschlüsseln)? Die Dual-Use-Exportkontrolle sieht keine spezifischen Genehmigungspflichten für die Ausfuhr von im Rohstoffsektor relevanter Technologie oder Ausrüstung vor. Die Güterlisten der Exportkontrolle – insbesondere die der Verordnung (EU) Nr. 821/2021 (EU-Dual-Use-Verordnung) und der Außenwirtschaftsverordnung – und der internationalen Exportkontrollregime zielen nicht auf die Kontrolle von Technologie oder Ausrüstung für den Rohstoffsektor ab. Es ist möglich, dass im Rahmen der Exportkontrolle gegebenenfalls auch Anträge zur Ausfuhr von Gütern und Technologie gestellt werden, die für eine Verwendung im Rohstoffsektor bestimmt sind. Informationen über eine mögliche Zweckbestimmung für eine Verwendung im Rohstoffsektor werden durch das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nicht statistisch erfasst. Eine systematische Auswertung im Sinne der Anfrage ist daher nicht möglich. Eine Ausnahme bilden einzelne restriktive Maßnahmen der Europäischen Union gegen Iran und Russland im Embargo-Bereich, welche auf Exploration, Förderung und Verarbeitung von insbesondere Erdöl und Erdgas abzielen. Zu nennen sind hier insbesondere Artikel 3 in Verbindung mit Anhang II und Artikel 3b in Verbindung mit Anhang X der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 sowie Artikel 8 in Verbindung mit Anhang VI der Verordnung (EU) Nr. 267/2012. Die Anzahl der im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 11. März 2025 erteilten Genehmigungen und Ablehnungen für endgültige Ausfuhr im Rahmen dieser Embargoregelungen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Vorbemerkung: Bei den Angaben für Genehmigungszahlen für das Jahr 2025 und 2026 handelt es sich um vorläufige Zahlen, die sich durch Berichtigungen und Fehlerkorrekturen noch verändern können. Die Auswertedaten für die Jahre 2015 bis 2024 beruhen ausschließlich auf den in den BAFA-Datenbanken gespeicherten Vorgangsdaten. Eine automatisierte Auswertung der Fragestellung ist nicht möglich. Der Beantwortung liegen händische Auswertungen zugrunde, die weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Reproduzierbarkeit erheben. Tabelle Genehmigungen: Jahr Bestimmungsland Anzahl Genehmigungen Embargo/Güterkategorie 2015 Iran, Islamische Republik 1 Anhang VI der Verordnung (EU) Nr. 267/2012 Russische Föderation 195 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014Ungarn* 1 2016 Kasachstan* 1 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014Russische Föderation 238 Schweiz* 3 2017 Kasachstan* 1 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014Zypern Süd* 1 Russische Föderation 179 2018 Russische Föderation 142 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 2019 Italien* 1 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014Kasachstan* 2 Russische Föderation 165 Schweiz* 1 2020 Russische Föderation 148 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 2021 Belarus* 1 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014Litauen* 1 Niederlande* 1 Russische Föderation 103 Vietnam* 1 2022 Russische Föderation 12 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 Russische Föderation 2 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 * Genehmigungen nach Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 aufgrund einer (möglichen) Endverwendung, Endverbleib oder Empfänger in der Russischen Föderation oder dem Verkauf an eine juristische Person mit Sitz in der Russischen Föderation. Tabelle Ablehnungen: Jahr Bestimmungsland Anzahl Ablehnungen Embargo/Güterkategorie 2015 Iran, Islamische Republik 2 Anhang VI der Verordnung (EU) Nr. 267/2012 2022 Russische Föderation 2 Anhang X der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 Russische Föderation 2 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 2023 Russische Föderation 1 Anhang X der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 Russische Föderation 4 Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 2026 Iran, Islamische Republik 3 Anhang VI der Verordnung (EU) Nr. 267/2012 Seite 1 von 5 Anlage 1: Tabelle zu Frage 13 Land Ziele und Prioritäten Zusagen zu Marktzugang, Investitionsförderung oder Absicherungsinstrumenten Zusagen zu Verarbeitung/Wertschöpfung vor Ort, Technologie- oder Wissenstransfer Transparenz-/ Monitoringregelungen Australien Studie zur Förderung von Wertschöpfungsketten für kritische mineralische Rohstoffe Beabsichtigung gemeinsamer Unterstützung zukünftiger Projekte, die aus dieser Partnerschaft hervorgehen Nutzung der Studie zur Förderung klima- und energiepolitischer und strategischer Bestrebungen Regelmäßiger Austausch von Informationen Brasilien Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Gewinnung und Aufbereitung von kritischen Rohstoffen sowie der Kreislaufwirtschaft keine Weiterentwicklung der Wertschöpfungsketten vor Ort und Erfahrungsaustausch zu Umweltgenehmigungen bei der Erschließung von und der Durchführung von Bergbauaktivitäten sowie zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards bei der Gewinnung, Aufbereitung und dem Recycling von Bodenschätzen keine Chile Zusammenarbeit bei der Förderung von Forschung und Innovation in der Lithiumgewinnung und - verarbeitung und in der industriellen Anwendung. keine Austausch von Informationen und „Best Practices“ zu nachhaltigen und umweltschonenden Methoden zur Gewinnung, Weiterverarbeitung und Recycling von Lithium, zum Grundwassermonitoring sowie im Bereich Forschung und Entwicklung in der industriellen Anwendung von Lithium keine Indien Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung, Investitionen in Infrastrukturentwicklung, Stärkung der Lieferkettenresilienz, Kreislaufwirtschaft und Investitionen in Exploration, Bergbau, Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und den Ausbau der Infrastruktur im Bereich kritischer Mineralien vorantreiben Identifizierung von gemeinsamer Forschung und Entwicklungsprojekten und Austausch von Wissen über Technologien für Exploration, Gewinnung, Aufbereitung, Kreislaufwirtschaft und Substitution von kritischen Rohstoffen. Keine Seite 2 von 5 Kooperation bei strategischer Bevorratung im Bereich kritischer Rohstoffe Zusammenarbeit bei der Diversifizierung der Lieferketten und der Förderung der Lieferkettenintegration durch die Identifizierung von Projekten in beiden Ländern oder anderen geografischen Regionen. Werbung der Wertschöpfung im Midstream- und Downstream-Bereich bei kritischen Mineralien Kanada Förderung und Stärkung der Zusammenarbeit und des Handels innerhalb der Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe mit Schwerpunkt auf Technologien im mittleren Abschnitt der Wertschöpfungskette, darunter Rohstoffverarbeitung, - veredlung und -recycling. Konzentration der gemeinsamen Anstrengungen auf die Bereiche Lithium, seltene Erden, Kupfer, Wolfram, Gallium, Germanium und Nickel Anstreben einer Vereinfachung öffentlicher Investitionen durch Regierungen zur Förderung von Projekten im gemeinsamen Interesse zusätzlich zur Förderung privater Investitionen in prioritäre Projekte Auslotung von Möglichkeiten zur Nutzung aller zur Verfügung stehenden Instrumente für die Ko-Investition in wirtschaftlich tragfähige Projekte mittels Blended-Finance-Mechanismen und unter Nutzung deutscher und kanadischer Instrumente zur öffentlichen Investition, einschließlich des von der KfW verwalteten Deutschen Rohstofffonds, des kanadischen Clean Growth and Strategic Innovation Fund und unserer gemeinsamen Instrumente zur Exportfinanzierung Ermutigung gemeinsamer Forschungs- , Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte in strategischen Bereichen, einschließlich fortschrittlicher Verarbeitung im mittleren Abschnitt der Wertschöpfungskette, Veredelungs- und Recyclingtechnologien, mit einem Schwerpunkt bei Ansätzen für CO2- arme Technologie und Kreislaufwirtschaft; Anregung von kommerziellen Partnerschaften und von Forschungszusammenarbeit zwischen kanadischen und deutschen Unternehmen, Finanzinstitut keine Seite 3 von 5 Koordinierung von Unterstützung und De- Risking strategischer Projekte durch aktive Teilnahme an gemeinsamen internationalen Initiativen zu kritischen Rohstoffen. Anregung von kommerziellen Partnerschaften und von Forschungszusammenarbeit zwischen kanadischen und deutschen Unternehmen, Finanzinstitutionen, Forschungsorganisationen und mit indigenen Partnern Usbekistan Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe sowie bei der Entwicklung gemeinsamer Rohstoffprojekte und der künftigen Entwicklung des Bergbausektors, beispielsweise im Bereich neuer umweltfreundlicher Technologien, Bergbauausrüstung und - dienstleistungen, Innovationen sowie Forschung und Entwicklung Die Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Rohstoff-Industrien zu unterstützen, um ihnen die Entwicklung von Projekten zu ermöglichen Keine Austausch von Informationen über Praktiken der Kreislaufwirtschaft sowie hohe Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG) in den Bereichen Bergbau, Produktion und Recycling durch die Organisation gemeinsamer Seminare und Workshops Zusammenarbeit bei der künftigen Entwicklung des Bergbausektors, beispielsweise im Bereich der neuen umweltfreundlichen Technologien, Bergbauausrüstung und - dienstleistungen, Innovationen sowie bei Forschung und Entwicklung Keine Seite 4 von 5 Austausch von Informationen über Praktiken der Kreislaufwirtschaft sowie hohe Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG) in den Bereichen Bergbau, Produktion und Recycling durch die Organisation gemeinsamer Seminare und Workshops Stärkung der weltweiten Versorgung mit kritischen Mineralien und die Diversifizierung der Quellen sowohl für die Gewinnung als auch für die Veredelung hinzuarbeiten Québec Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien zu fördern, hervorzuheben und zu stärken Erleichterung öffentlicher Investitionen zur Förderung von Projekten von gemeinsamem Interesse einschließlich der Erkundung der Möglichkeiten, verfügbare Instrumente zu nutzen, um in kommerziell tragfähige Projekte zu investieren Förderung und Stärkung von Zusammenarbeit und Handel in der Wertschöpfungskette kritischer Mineralien, mit einem Schwerpunkt auf Midstream-Technologien sowie Verarbeitung, Raffination und Recycling von Mineralien; Anregung der Stärkung der Beziehungen zwischen akademischen Institutionen in Québec und Deutschland an, um gemeinsame Forschungsentwicklungen, Demonstrationsprojekte in strategischen Bereichen mit dem Schwerpunkt auf kohlenstoffarmen und kreislaufwirtschaftlichen Ansätzen sowie den Forschungsdialog, einschließlich Netzwerken und Wissensaustausch, zu fördern keine Seite 5 von 5 Seite 1 von 1 Anlage 2: Tabelle zu Frage 14 Land menschenrechtlichen, arbeitsrechtlichen, umwelt- und klimapolitischen Mindeststandards Beteiligungs- und Beschwerdemechanismen Verbindlichkeit/Monitoring Sanktionen/Abhilfeschritte oder Aussetzungsklauseln Australien - - - - Brasilien Austausch zu Umweltschutz- und Sozialverträglichkeitsstandards - - - Chile Einhaltung von ESG-Standards - - - Indien - - - - Kanada Teilen beispielhafter Lösungen und Austausch zu ESG-Standards, Nachverfolgbarkeit und Genehmigungsverfahren Einladung von Vertretern der indigenen Gemeinschaften zur Teilnahme an besonderen Initiativen - - Usbekistan Austausch von Informationen über Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG) in den Bereichen Bergbau, Produktion und Recycling durch die Organisation gemeinsamer Seminare und Workshops - - - Québec Gemeinsame Bemühung um Einhaltung von Due- Diligence-Anforderungen sowie Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien. Austausch von Best Practices und Standards zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, Rückverfolgbarkeit und Genehmigungsprozessen in Übereinstimmung mit den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften - - - 1 Anlage 3: Tabelle zu Frage 27 Tabelle: Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Rohstoffbezug seit 2021 Land/ Region Projekttitel Rohstoffbezug EU-Kofinanzierung (Bezug Frage 15) Teil der Roadmap zur Umsetzung der Strategischen Partnerschaft der EU (Bezug Frage 15) Afrika Förderung von Transparenz und Kontrolle von Lieferketten in der Region der Großen Seen - ICGLR III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Afrika Eindämmung des Handels mit Konfliktrohstoffen Zinn, Koltan, Wolfram, Gold (3TG) ja nein Afrika Zusammenarbeit für Frieden, Sicherheit und verantwortungsvolle Rohstoffgovernance in der Region der Großen Seen Afrikas Zinn, Koltan, Wolfram, Gold (3TG) ja ja Côte d'Ivoire, Guinea, Liberia, Sierra Leone Regionale Rohstoffgovernance in Fragilen Staaten Westafrikas Gold, Diamanten, Mangan, Eisenerz, Rutil, Bauxit, Gallium, Tantal, Nickel ja nein Côte d'Ivoire, Guinea, Liberia, Sierra Leone Regionale Rohstoffgovernance in Westafrika Gold, Diamanten, Mangan, Eisenerz, Rutil, Bauxit, Gallium, Tantal, Nickel ja nein Côte d'Ivoire, Guinea, Liberia, Sierra Leone Regionale Rohstoffgovernance und Lieferketten in Westafrika Gold, Diamanten, Mangan, Eisenerz, Rutil, Bauxit, Gallium, Tantal, Nickel nein nein Demokratische Republik Kongo Wirtschaftliche Entwicklung und verantwortungsvolle Lieferketten im Bergbausektor, DR Kongo Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Demokratische Republik Kongo Wirtschaftliche Entwicklung und verantwortungsvolle Lieferketten im Bergbausektor der DR Kongo II Mineralische Rohstoffe allgemein nein ja 2 Land/ Region Projekttitel Rohstoffbezug EU-Kofinanzierung (Bezug Frage 15) Teil der Roadmap zur Umsetzung der Strategischen Partnerschaft der EU (Bezug Frage 15) Demokratische Republik Kongo Stärkung der Kontrolle im Rohstoffsektor der DR Kongo III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Demokratische Republik Kongo Integrierte wirtschaftliche Entwicklung im Bergbausektor I Kupfer, Kobalt nein nein Demokratische Republik Kongo Integrierte wirtschaftliche Entwicklung im Bergbausektor II Kupfer, Kobalt ja ja Demokratische Republik Kongo Management lokaler Einnahmen aus dem Rohstoffsektor der De mokratischen Republik Kongo Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Demokratische Republik Kongo Management lokaler Einnahmen aus dem Rohstoffsektor in der DR Kongo II Mineralische Rohstoffe allgemein ja ja Demokratische Republik Kongo Bekämpfung illegaler Finanzströme in der DR Kongo Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Demokratische Republik Kongo Stärkung guter Regierungsführung auf lokaler Ebene in der DR Kongo Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland Rohstoffinitiative für eine verantwortungsvolle, nachhaltige und resiliente Rostoffversorgung (GIZ-Eigenmaßnahme) Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe und Entwicklung II Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe und Entwicklung III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe IV Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe und Entwicklung II Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe und Entwicklung III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein 3 Land/ Region Projekttitel Rohstoffbezug EU-Kofinanzierung (Bezug Frage 15) Teil der Roadmap zur Umsetzung der Strategischen Partnerschaft der EU (Bezug Frage 15) Deutschland/ global Sektorvorhaben Rohstoffe und Entwicklung IV Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Global Initiative Globale Solidarität Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Global Nachhaltige und resiliente globale Lieferketten Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Global Globalvorhaben CONNEX Support Unit Mineralische Rohstoffe allgemein ja nein Global Globalvorhaben CONNEX Support Unit II Mineralische Rohstoffe allgemein ja nein Indonesien Rekultivierung und Forstschutz im Bergbau (BGR) Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Laos Unterstützung zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes im Bergbau, Laos Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Lateinamerika Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern (MinSuS) Metallische Rohstoffe der Region, z.B. Lithium, Kupfer, Zinn, Seltene Erden, Gold, Silber nein nein Lateinamerika Rohstoffe für eine Just Transition (MinJust) Relevante Rohstoffe der Region zur Erzeugung erneuerbarer Energien, insb. Blei, Kupfer, Lithium, Grafit, Seltene Erden, Zink, Zinn und Bauxit ja nein Lateinamerika Inklusive produktive Entwicklung und transatlantische Wirtschaftskooperation basierend auf erneuerbaren Energien und kritische Rohstoffe Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mauretanien Förderung des nichtmetallischen Rohstoffsektors in Mauretanien Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mauretanien Integrierte wirtschaftliche Entwicklung im Rohstoffsektor in Mauretanien Gold nein nein Mauretanien Integrierte wirtschaftliche Entwicklung im Rohstoffsektor II in Mauretanien Gold nein nein 4 Land/ Region Projekttitel Rohstoffbezug EU-Kofinanzierung (Bezug Frage 15) Teil der Roadmap zur Umsetzung der Strategischen Partnerschaft der EU (Bezug Frage 15) Mauretanien Integrierte wirtschaftliche Entwicklung im Rohstoffsektor III Gold, Kupfer, Eisen nein nein Mauretanien Stärkung der Qualitätsinfrastruktur für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Mauretanien Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Beratung für ein nachhaltiges Rohstoffmanagement Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Umweltverträglicher Bergbau Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Institutionelle und personelle Kapazitätenentwicklung im mineralischen Rohstoffsektor der Mongolei Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Unterstützung der Qualitätsinfrastruktur unter besonderer Berücksichtigung des Rohstoffsektors Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mongolei Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie IV Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mosambik Stärkung verantwortungsvoller Rohstofflieferketten und nachhaltiger Produktion im Bergbausektor in Mosambik Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Mosambik Stärkung des öffentlichen Managements des Bergbausektors in Mosambik II Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Namibia Nachhaltige Nutzung des mineralischen Rohstoffpotentials Namibias III Mineralische Rohstoffe allgemein nein ja Namibia Förderung kritischer Rohstoffe für die Energiewende in Namibia Mineralische Rohstoffe allgemein nein ja Sambia Stärkung der Politik zu kritischen Rohstoffen in Sambia Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein Südafrika Förderung der Energiewertschöpfungsketten grüner Wasserstoff und Batterieherstellung Batterierohstoffe, insb. Vanadium, Mangan, ggf. auch Nickel, Kupfer, Graphit Kobalt, ja nein 5 Land/ Region Projekttitel Rohstoffbezug EU-Kofinanzierung (Bezug Frage 15) Teil der Roadmap zur Umsetzung der Strategischen Partnerschaft der EU (Bezug Frage 15) Lithium, PMG, Chrome, Seltene Erden Südamerika Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern III Mineralische Rohstoffe allgemein nein nein 1 Anlage 4 zu Frage 28 Tabelle: Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Zusammenarbeit mit der Wirtschaft mit Rohstoffbezug seit 2021 Land Projekttitel DO Programm BMZ-Beitrag in Euro Privater Beitrag in Euro Gesamtvolumen in Euro Mongolei Empowering women in the field of heavy duty machinery (im Bergbausektor) GIZ develoPPP 510.000,00 908.179,00 1.418.179,00 Ghana Increasing local procuremet in mining as a foundation for enhanced sustainable development in Ghana’s Western Region GIZ develoPPP 1.419.059,00 1.513.476,75 2.932.535,75 Nigeria Kammer- und Verbandspartnerschaft zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg und der Nigerian Association of Chambers of Commerce, Industry, Mines, and Agriculture (NACCIMA) sowie ausgewählten Mitgliedsorganisationen sequa Kammer- und Verbandspartnerschaften 860.000,00 0,00 860.000,00 Nigeria Kammer- und Verbandspartnerschaft zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg und der Nigerian Association of Chambers of Commerce, Industry, Mines and sequa Kammer- und Verbandspartnerschaften 900.000,00 0,00 900.000,00 2 Agriculture (NACCIMA) sowie ausgewählten Mitgliedsorganisationen Mosambik Kammer- und Verbandspartnerschaft zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz und der Chamber of Mines of Mozambique (CMM) sequa Kammer- und Verbandspartnerschaften 910.500,00 0,00 910.500,00 Seite 1 von 3 Anlage 5: Tabelle zu Frage 31 Übernommene Exportkreditgarantien in Schwellen- und Entwicklungsländern Jahr Land Projektbezug Sektor Bezeichnung Deckungsvolumen in Euro Kreditlaufzeit in Monaten 2021 Russland R.F. Häfen und Hafenanlagen Transport / Infrastruktur 50.802.088,00 0 2021 Dubai, VAE Krane/Hebezeuge/ Fördermittel Transport / Infrastruktur 30.991.736,00 120 2021 Ghana Maschinen: Bergbau (über Tage) Bergbau, inkl. Verarbeitung 8.445.860,90 48 2021 Russland R.F. Hebezeuge und Fördermittel Bergbau, inkl. Verarbeitung 7.510.000,00 96 2021 Türkei Baufahrzeuge Transport / Infrastruktur 3.550.000,00 84 2021 Russland R.F. Anlagen: Abbau von Kohle Bergbau, inkl. Verarbeitung 3.360.100,00 0 2021 Russland R.F. Anlagen: Abbau von Kohle Bergbau, inkl. Verarbeitung 3.302.500,00 60 2021 Saudi-Arabien Spezialfahrzeuge Transport / Infrastruktur 2.180.000,00 3 2021 Türkei Baufahrzeuge Transport / Infrastruktur 1.790.000,00 84 2021 Russland R.F. Maschinen: Erdgasförderung Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 1.324.576,00 0 2021 Indonesien Oberirdische Erdöl/gas- Speicherung Transport / Infrastruktur 1.058.400,00 60 2021 Peru Spezialfahrzeuge Transport / Infrastruktur 530.000,00 60 2022 Russland R.F. Anlagen: Abbau von NE-Metallen Bergbau, inkl. Verarbeitung 16.332.000,00 0 2022 Ghana Maschinen: Bergbau (über Tage) Bergbau, inkl. Verarbeitung 3.467.796,00 48 Seite 2 von 3 Jahr Land Projektbezug Sektor Bezeichnung Deckungsvolumen in Euro Kreditlaufzeit in Monaten 2023 Mexiko Anlagen für den Abbau von NE- Metallen Bergbau, inkl. Verarbeitung 8.111.328,00 96 2023 Cote d'Ivoire Lastkraftwagen Transport / Infrastruktur (Öl: Distribution, Transport, Lagerung) 3.926.696,00 60 2023 Tansania Bau- und Baustoffmaschinen Transport / Infrastruktur 1.590.200,00 36 2023 Chile Bau- und Baustoffmaschinen Transport / Infrastruktur 1.483.900,00 36 2023 Peru Hebezeuge und Fördermittel Bergbau, inkl. Verarbeitung 1.407.000,00 60 2023 Pakistan Zubehör/ Ersatzteile Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 1.273.330,00 0 2023 Pakistan Zubehör/ Ersatzteile Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 435.475,00 1 2024 Jordanien Erdgas-Pipelines Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 24.540.000 120 2024 Brasilien Bohrtürme Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 21.139.100 120 2024 Indonesien Kompressoren Energie (Erdgas) 1.153.440 60 2025 Mali Lastkraftwagen Transport / Infrastruktur (Öl: Distribution, Transport, Lagerung) 2.590.140 60 2025 Argentinien Bau- und Baustoffmaschinen Transport / Infrastruktur 1.460.060 60 2025 Chile Spezialfahrzeuge Transport / Infrastruktur (Bergbau) 1.125.500 60 2025 Pakistan Raffinerien Öl- und Gasverarbeitung 609.343 1 Seite 3 von 3 Gesamtergebnis 28 205.490.569 Seite 1 von 22 Anlage 6: Tabellen zu Frage 44 Die deutschen Importe von kritischen und strategischen Rohstoffe nach Definition der EU in Form von Reinformen, Halbzeugen und Waren. Warengruppe Jahr Dt. Importe [t] % L1 L1: Name % L2 L2: Name % L3 L3: Name % L4 L4: Name % L5 L5: Name Σ%-Top5 Aluminium HALB 2015 1.622.643 13% Schweiz 9% Italien 8% Österreich 7% Belgien 6% Frankreich 44% Aluminium HALB 2016 1.710.676 15% Schweiz 8% Österreich 8% Italien 8% Frankreich 7% Belgien 46% Aluminium HALB 2017 1.768.281 15% Schweiz 9% Österreich 8% Frankreich 8% Italien 7% Spanien 47% Aluminium HALB 2018 1.777.939 14% Schweiz 9% Italien 9% Österreich 7% Frankreich 7% Spanien 46% Aluminium HALB 2019 1.697.183 15% Schweiz 10% Italien 9% Österreich 7% Frankreich 7% Spanien 47% Aluminium HALB 2020 1.567.346 13% Schweiz 10% Italien 9% Österreich 8% Frankreich 6% Spanien 46% Aluminium HALB 2021 1.825.030 12% Schweiz 12% Italien 9% Österreich 8% Frankreich 7% Spanien 47% Aluminium HALB 2022 1.989.505 13% Schweiz 10% Italien 9% Österreich 8% Türkei 7% Frankreich 48% Aluminium HALB 2023 1.675.853 15% Schweiz 10% Italien 9% Österreich 8% Türkei 7% Frankreich 49% Aluminium HALB 2024 1.565.006 11% Italien 10% Schweiz 10% Österreich 8% Türkei 6% Belgien 46% Aluminium HALB 2025 1.619.427 12% Schweiz 11% Italien 9% Österreich 8% Türkei 7% Frankreich 47% Aluminium REIN 2015 2.636.738 17% Niederlande 11% Norwegen 10% Russische Föderation 9% Vereinigte Arab. Emirate 8% Großbritannien 55% Aluminium REIN 2016 2.741.161 18% Niederlande 11% Norwegen 10% Russische Föderation 10% Vereinigte Arab. Emirate 8% Großbritannien 56% Aluminium REIN 2017 2.674.625 18% Niederlande 10% Norwegen 10% Vereinigte Arab. Emirate 9% Russische Föderation 8% Großbritannien 55% Aluminium REIN 2018 2.644.231 18% Niederlande 12% Russische Föderation 10% Norwegen 9% Vereinigte Arab. Emirate 7% Großbritannien 56% Aluminium REIN 2019 2.489.549 15% Niederlande 11% Russische Föderation 10% Vereinigte Arab. Emirate 10% Norwegen 7% Großbritannien 53% Aluminium REIN 2020 2.023.164 16% Niederlande 10% Norwegen 8% Vereinigte Arab. Emirate 8% Frankreich 7% Großbritannien 48% Aluminium REIN 2021 2.407.177 17% Niederlande 10% Norwegen 9% Frankreich 7% Russische Föderation 7% Großbritannien 50% Aluminium REIN 2022 2.595.770 18% Niederlande 9% Norwegen 9% Vereinigte Arab. Emirate 8% Großbritannien 7% Frankreich 51% Aluminium REIN 2023 2.357.586 16% Niederlande 12% Vereinigte Arab. Emirate 10% Norwegen 8% Island 7% Österreich 52% Aluminium REIN 2024 2.245.381 20% Niederlande 11% Norwegen 8% Vereinigte Arab. Emirate 7% Island 7% Frankreich 53% Aluminium REIN 2025 1.988.581 17% Niederlande 10% Norwegen 9% Vereinigte Arab. Emirate 9% Island 8% Großbritannien 53% Antimon REIN 2015 418 88% China 5% Kirgisistan 5% Österreich 1% Niederlande 1% Frankreich 99% Antimon REIN 2016 364 78% China 7% Belgien 7% Schweden 5% Österreich 2% Frankreich 99% Seite 2 von 22 Antimon REIN 2017 236 74% China 13% Schweden 5% Österreich 4% Niederlande 2% Frankreich 99% Antimon REIN 2018 274 72% China 11% Schweden 8% Vietnam 3% Österreich 3% Frankreich 97% Antimon REIN 2019 204 80% China 7% Korea, Rep. 6% Österreich 5% Vietnam 1% Tadschikistan 99% Antimon REIN 2020 193 69% China 11% Myanmar 5% Schweden 5% Türkei 3% Frankreich 93% Antimon REIN 2021 205 84% China 4% Österreich 3% Frankreich 3% Myanmar 2% Vietnam 97% Antimon REIN 2022 245 81% China 8% Schweden 4% Vietnam 2% Niederlande 2% Frankreich 97% Antimon REIN 2023 217 57% China 9% Österreich 7% Schweden 7% Frankreich 5% Korea, Rep. 85% Antimon REIN 2024 190 35% China 21% Österreich 14% Frankreich 8% Türkei 8% Thailand 86% Antimon REIN 2025 109 36% Indien 24% China 9% Türkei 7% Tadschikistan 6% Frankreich 83% Arsen REIN 2015 44 58% Japan 28% Niederlande 8% Frankreich 5% Belgien 0% USA 100% Arsen REIN 2016 44 78% Japan 16% Belgien 5% Niederlande 0% Hongkong 0% China 100% Arsen REIN 2017 40 69% Japan 18% China 13% Belgien 1% Frankreich 0% USA 100% Arsen REIN 2018 23 77% Japan 21% China 1% Hongkong 0% Frankreich 0% USA 100% Arsen REIN 2019 11 45% Niederlande 33% Japan 22% Luxemburg 0% China 0% USA 100% Arsen REIN 2020 23 69% Japan 21% Niederlande 10% China 0% Brasilien 0% USA 100% Arsen REIN 2021 61 45% China 30% Japan 25% Luxemburg 0% Hongkong 0% USA 100% Arsen REIN 2022 28 38% Japan 32% China 28% Niederlande 1% Frankreich 0% USA 100% Arsen REIN 2023 30 54% Japan 42% China 2% USA 2% Frankreich 100% Arsen REIN 2024 15 60% China 36% Japan 3% Frankreich 1% USA 0% Polen 100% Arsen REIN 2025 9 64% China 12% Polen 12% Luxemburg 8% Japan 5% Frankreich 100% Bariumsulfat REIN 2015 7.446 65% Italien 23% Niederlande 8% China 2% USA 1% Japan 98% Bariumsulfat REIN 2016 8.081 67% Italien 23% Niederlande 7% China 2% Spanien 0% USA 99% Bariumsulfat REIN 2017 9.635 66% Italien 21% Niederlande 9% China 1% USA 1% Spanien 98% Bariumsulfat REIN 2018 9.526 64% Italien 19% Niederlande 13% China 2% Japan 1% USA 99% Bariumsulfat REIN 2019 8.993 58% Italien 20% China 19% Niederlande 2% Japan 0% Belgien 99% Bariumsulfat REIN 2020 8.278 53% Italien 23% Niederlande 21% China 2% Japan 0% Indien 100% Bariumsulfat REIN 2021 8.215 61% Italien 22% Niederlande 14% China 2% Japan 1% Hongkong 99% Bariumsulfat REIN 2022 8.687 65% Italien 17% Niederlande 15% China 2% Japan 0% Belgien 100% Bariumsulfat REIN 2023 7.188 60% Italien 20% China 16% Niederlande 2% Japan 0% Österreich 99% Bariumsulfat REIN 2024 7.361 63% Italien 20% China 13% Niederlande 3% Japan 0% Mexiko 99% Bariumsulfat REIN 2025 6.865 65% Italien 23% China 8% Niederlande 3% Japan 0% Schweden 99% Beryllium REIN 2015 0 100% USA 100% Beryllium REIN 2016 0 50% USA 50% Dänemark 100% Beryllium REIN 2017 0 50% USA 50% Großbritannien 100% Beryllium REIN 2018 0 33% China 33% USA 33% Großbritannien 100% Beryllium REIN 2019 0 100% China 100% Beryllium REIN 2020 0 33% Kasachstan 33% Polen 33% Großbritannien 100% Beryllium REIN 2021 0 100% Kasachstan 100% Beryllium REIN 2022 0 100% Kasachstan 0% USA 100% Beryllium REIN 2023 0 100% Kasachstan 0% USA 100% Beryllium REIN 2024 0 100% USA 100% Beryllium REIN 2025 0 33% Vertrauliche Länder (n.a.) 33% USA 33% Slowenien 100% Bor REIN 2015 3 80% Niederlande 20% Irland 0% Japan 0% China 0% USA 100% Bor REIN 2016 4 78% Niederlande 22% Irland 0% Japan 0% China 0% Malaysia 100% Bor REIN 2017 3 52% Irland 41% Niederlande 7% USA 0% Australien 0% Japan 100% Bor REIN 2018 3 53% Irland 41% Niederlande 3% USA 3% Türkei 0% Australien 100% Bor REIN 2019 2 87% Irland 6% Türkei 6% Schweiz 0% Japan 0% Korea, Rep. 100% Bor REIN 2020 1 40% Türkei 40% Irland 20% USA 0% Japan 0% Korea, Rep. 100% Bor REIN 2021 2 73% Niederlande 13% Türkei 7% China 7% USA 0% Australien 100% Bor REIN 2022 3 33% Luxemburg 33% Niederlande 26% Türkei 4% China 4% USA 100% Bor REIN 2023 10 62% Frankreich 20% Luxemburg 8% Niederlande 7% Türkei 1% China 99% Bor REIN 2024 98 97% Frankreich 2% Niederlande 1% Türkei 0% USA 0% Japan 100% Bor REIN 2025 38 67% Frankreich 31% Tschechische Republik 1% Türkei 0% Japan 0% China 100% Feldspat REIN 2015 162.705 42% Türkei 30% Norwegen 12% Frankreich 10% Tschechische Republik 3% Italien 96% Feldspat REIN 2016 171.483 45% Türkei 32% Norwegen 10% Tschechische Republik 10% Frankreich 2% Italien 98% Feldspat REIN 2017 168.770 41% Türkei 32% Norwegen 11% Tschechische Republik 7% Frankreich 4% Schweden 95% Feldspat REIN 2018 154.107 33% Norwegen 33% Türkei 17% Tschechische Republik 6% Schweden 5% Frankreich 94% Feldspat REIN 2019 156.029 39% Norwegen 29% Türkei 13% Tschechische Republik 7% Schweden 5% Niederlande 93% Feldspat REIN 2020 150.569 38% Türkei 36% Norwegen 15% Tschechische Republik 6% Schweden 2% Spanien 97% Feldspat REIN 2021 155.686 37% Türkei 35% Norwegen 16% Tschechische Republik 6% Schweden 2% Italien 95% Feldspat REIN 2022 188.976 40% Türkei 35% Norwegen 15% Tschechische Republik 5% Schweden 2% Italien 96% Seite 4 von 22 Feldspat REIN 2023 116.346 50% Norwegen 18% Tschechische Republik 16% Türkei 6% Italien 4% Schweden 93% Feldspat REIN 2024 175.366 47% Norwegen 30% Türkei 12% Tschechische Republik 6% Italien 2% Spanien 97% Feldspat REIN 2025 165.848 48% Norwegen 25% Türkei 14% Tschechische Republik 11% Italien 1% Niederlande 99% Flussspat REIN 2015 176.304 27% Südafrika 20% Spanien 12% China 11% Bulgarien 9% Vietnam 78% Flussspat REIN 2016 167.215 30% Südafrika 26% China 20% Vietnam 7% Spanien 5% Großbritannien 89% Flussspat REIN 2017 124.678 30% Vietnam 24% Spanien 17% China 13% Südafrika 5% Kenia 89% Flussspat REIN 2018 167.465 28% Vietnam 24% China 18% Spanien 14% Südafrika 5% Marokko 89% Flussspat REIN 2019 159.300 19% Südafrika 17% Vietnam 13% Kanada 13% China 12% Marokko 74% Flussspat REIN 2020 137.110 39% Südafrika 17% Spanien 14% Vietnam 11% Kanada 7% China 88% Flussspat REIN 2021 160.803 35% Südafrika 21% Spanien 17% Vietnam 16% Kanada 5% Kenia 94% Flussspat REIN 2022 107.306 40% Südafrika 18% Spanien 17% Vietnam 10% Kenia 5% Kanada 89% Flussspat REIN 2023 114.673 44% Südafrika 17% China 14% Spanien 11% Kenia 10% Vietnam 96% Flussspat REIN 2024 87.500 35% Südafrika 23% Spanien 15% Kenia 12% Vietnam 10% China 94% Flussspat REIN 2025 70.058 38% Südafrika 36% Spanien 13% Mexiko 9% Kenia 2% China 98% Gallium REIN 2015 41 51% China 22% Slowakei 21% Großbritannien 3% USA 1% Taiwan 98% Gallium REIN 2016 48 54% Großbritannien 24% China 14% Slowakei 2% Taiwan 2% Ukraine 97% Gallium REIN 2017 41 38% Slowakei 27% USA 21% China 11% Großbritannien 2% Taiwan 99% Gallium REIN 2018 29 51% Slowakei 27% USA 13% China 3% Taiwan 2% Russische Föderation 96% Gallium REIN 2019 31 42% China 41% Slowakei 10% USA 4% Ukraine 2% Taiwan 98% Gallium REIN 2020 41 58% China 35% Slowakei 3% Ukraine 2% Taiwan 1% USA 99% Gallium REIN 2021 58 50% China 36% Slowakei 9% Kanada 2% Russische Föderation 2% Japan 98% Gallium REIN 2022 49 54% China 41% Slowakei 1% Ungarn 1% Kanada 1% Russische Föderation 99% Gallium REIN 2023 24 62% Slowakei 29% China 6% Russische Föderation 1% Hongkong 1% Japan 99% Gallium REIN 2024 43 50% China 39% Slowakei 8% Kanada 2% Belgien 0% Japan 100% Gallium REIN 2025 40 46% China 39% Slowakei 7% Kanada 6% Russische Föderation 1% Schweiz 98% Germanium REIN 2015 8 51% China 28% Russische Föderation 17% USA 2% Großbritannien 1% Kanada 100% Germanium REIN 2016 7 38% Russische Föderation 37% China 13% Belgien 4% Japan 3% USA 96% Germanium REIN 2017 5 39% China 24% Russische Föderation 24% Belgien 7% USA 4% Großbritannien 98% Germanium REIN 2018 6 56% China 8% Hongkong 8% Russische Föderation 8% Belgien 6% Großbritannien 86% Germanium REIN 2019 5 51% Hongkong 20% China 13% Belgien 7% USA 4% Schweden 96% Germanium REIN 2020 4 77% China 15% Belgien 2% Taiwan 2% Japan 2% Großbritannien 100% Germanium REIN 2021 8 82% China 11% Belgien 4% Dänemark 2% USA 1% Japan 100% Germanium REIN 2022 5 67% China 25% Dänemark 6% Schweiz 2% Japan 0% USA 100% Germanium REIN 2023 10 59% Dänemark 36% China 3% Belgien 2% Korea, Rep. 0% Japan 100% Germanium REIN 2024 5 45% China 23% Dänemark 15% Korea, Rep. 11% Belgien 4% USA 98% Germanium REIN 2025 5 45% Dänemark 39% China 14% Japan 2% USA 0% Korea, Rep. 100% Germanium WARE 2022 3 81% China 8% Japan 8% Niederlande 4% USA 0% Korea, Rep. 100% Germanium WARE 2023 2 61% Belgien 22% China 11% USA 6% Japan 0% Israel 100% Germanium WARE 2024 1 50% Tschechische Republik 21% Luxemburg 7% Japan 7% China 7% USA 93% Germanium WARE 2025 1 40% USA 20% Japan 20% Tschechische Republik 20% Italien 0% Korea, Rep. 100% Graphit REIN 2015 31.476 21% Russische Föderation 16% Frankreich 12% Polen 7% Japan 7% Italien 64% Graphit REIN 2016 29.176 35% Russische Föderation 11% Frankreich 6% Japan 5% China 5% Indien 62% Graphit REIN 2017 43.176 24% Russische Föderation 17% Malaysia 11% Frankreich 10% China 5% USA 68% Graphit REIN 2018 53.869 29% Russische Föderation 28% China 7% Frankreich 6% Indien 4% Malaysia 75% Graphit REIN 2019 37.961 31% Russische Föderation 13% Frankreich 8% Indien 7% Niederlande 6% China 66% Graphit REIN 2020 43.423 24% Russische Föderation 21% China 10% Frankreich 9% Indien 7% Niederlande 71% Graphit REIN 2021 46.854 27% Russische Föderation 11% China 10% Frankreich 9% Niederlande 7% Österreich 64% Graphit REIN 2022 63.706 32% China 17% Russische Föderation 10% Frankreich 6% Japan 6% Indien 71% Graphit REIN 2023 46.478 30% China 18% Frankreich 10% Niederlande 9% Indien 5% Japan 71% Graphit REIN 2024 42.208 27% China 13% Frankreich 12% Indien 12% Niederlande 7% Österreich 71% Graphit REIN 2025 39.763 27% China 14% Indien 10% Frankreich 8% Niederlande 8% Österreich 67% Hafnium REIN 2022 30 44% Frankreich 24% USA 21% China 7% Russische Föderation 2% Großbritannien 98% Hafnium REIN 2023 40 29% USA 25% Frankreich 20% Ukraine 19% China 2% Rumänien 95% Hafnium REIN 2024 33 31% USA 21% China 19% Ukraine 16% Frankreich 6% Schweiz 93% Hafnium REIN 2025 29 30% China 21% Frankreich 18% Ukraine 13% USA 7% Schweiz 90% Hafnium WARE 2022 2 53% Belgien 40% China 7% USA 0% Großbritannien 0% Frankreich 100% Hafnium WARE 2023 4 38% USA 35% Belgien 14% Russische Föderation 11% China 3% Frankreich 100% Hafnium WARE 2024 2 76% Belgien 24% China 0% Taiwan 0% Korea, Rep. 0% USA 100% Hafnium WARE 2025 3 69% China 31% Belgien 0% USA 0% Schweiz 100% Kobalt REIN 2015 2.832 22% Belgien 16% USA 13% Finnland 10% Großbritannien 8% Madagaskar 69% Kobalt REIN 2016 2.659 21% Belgien 16% USA 11% Finnland 11% Kanada 10% Madagaskar 69% Seite 6 von 22 Kobalt REIN 2017 3.079 21% Belgien 14% Finnland 13% USA 11% Großbritannien 10% Kanada 70% Kobalt REIN 2018 2.961 21% Belgien 14% USA 11% Großbritannien 11% Finnland 10% Kanada 67% Kobalt REIN 2019 2.429 18% Belgien 15% USA 13% Kanada 12% Großbritannien 9% China 67% Kobalt REIN 2020 2.192 17% Belgien 16% USA 14% Kanada 11% China 9% Finnland 67% Kobalt REIN 2021 2.231 20% Kanada 15% Belgien 11% USA 11% Finnland 10% Großbritannien 66% Kobalt REIN 2022 2.321 24% Kanada 14% Belgien 9% Finnland 8% Russische Föderation 8% Großbritannien 63% Kobalt REIN 2023 2.181 22% Kanada 14% Belgien 10% Marokko 8% Großbritannien 8% Finnland 63% Kobalt REIN 2024 2.025 19% Kanada 15% Belgien 10% China 9% Großbritannien 9% Niederlande 62% Kobalt REIN 2025 1.952 18% Kanada 15% Belgien 14% China 13% USA 11% Madagaskar 70% Kokskohle REIN 2015 38.413.509 28% Russische Föderation 23% USA 17% Kolumbien 15% Australien 7% Südafrika 89% Kokskohle REIN 2016 37.247.574 31% Russische Föderation 19% Kolumbien 18% USA 17% Australien 4% Kanada 90% Kokskohle REIN 2017 36.005.850 37% Russische Föderation 22% USA 15% Australien 13% Kolumbien 4% Kanada 92% Kokskohle REIN 2018 34.102.184 41% Russische Föderation 25% USA 15% Australien 7% Kolumbien 5% Kanada 93% Kokskohle REIN 2019 30.520.579 43% Russische Föderation 24% USA 16% Australien 5% Kanada 4% Kasachstan 91% Kokskohle REIN 2020 21.316.990 41% Russische Föderation 24% USA 18% Australien 6% Kanada 5% Kolumbien 94% Kokskohle REIN 2021 29.088.875 48% Russische Föderation 20% USA 19% Australien 5% Kolumbien 4% Kanada 96% Kokskohle REIN 2022 33.432.617 26% Russische Föderation 23% USA 18% Australien 18% Kolumbien 10% Südafrika 95% Kokskohle REIN 2023 24.618.096 33% USA 29% Australien 17% Kolumbien 14% Südafrika 3% Kasachstan 95% Kokskohle REIN 2024 18.828.996 34% USA 33% Australien 15% Kolumbien 10% Südafrika 3% Kanada 95% Kokskohle REIN 2025 17.638.321 36% USA 24% Australien 21% Kolumbien 8% Südafrika 5% Kasachstan 95% Kupfer HALB 2015 220.891 20% Polen 17% Italien 12% Schweden 9% Belgien 8% Niederlande 67% Kupfer HALB 2016 217.600 20% Polen 16% Italien 14% Schweden 8% Niederlande 7% Belgien 65% Kupfer HALB 2017 219.067 19% Polen 13% Italien 13% Schweden 7% Niederlande 7% Frankreich 60% Kupfer HALB 2018 238.368 17% Polen 13% Italien 11% Schweden 10% Belgien 8% Frankreich 59% Kupfer HALB 2019 211.091 15% Italien 15% Schweden 12% Polen 10% Belgien 9% Frankreich 61% Kupfer HALB 2020 192.111 15% Italien 12% Polen 12% Schweden 11% Belgien 9% Frankreich 58% Kupfer HALB 2021 241.023 19% Italien 11% Polen 11% Belgien 8% Bulgarien 8% Frankreich 57% Kupfer HALB 2022 243.807 15% Italien 14% Polen 10% Bulgarien 9% Belgien 8% Frankreich 56% Kupfer HALB 2023 210.510 18% Polen 12% Italien 10% Bulgarien 9% Frankreich 8% Belgien 57% Kupfer HALB 2024 215.928 18% Polen 11% Italien 10% Bulgarien 9% Belgien 8% Frankreich 56% Kupfer HALB 2025 221.291 16% Polen 12% Italien 10% Bulgarien 9% Frankreich 7% Belgien 54% Kupfer REIN 2015 729.547 30% Russische Föderation 13% Polen 12% Chile 9% Schweden 8% Finnland 72% Kupfer REIN 2016 766.230 31% Russische Föderation 11% Chile 11% Polen 10% Belgien 9% Finnland 72% Kupfer REIN 2017 683.597 27% Russische Föderation 12% Finnland 11% Polen 11% Chile 11% Belgien 72% Kupfer REIN 2018 727.584 33% Russische Föderation 11% Finnland 10% Schweden 10% Belgien 9% Polen 74% Kupfer REIN 2019 634.163 20% Russische Föderation 16% Polen 13% Belgien 11% Niederlande 10% Finnland 71% Kupfer REIN 2020 638.752 18% Russische Föderation 18% Polen 14% Schweden 11% Belgien 11% Finnland 72% Kupfer REIN 2021 579.651 22% Russische Föderation 15% Belgien 15% Polen 13% Schweden 10% Finnland 75% Kupfer REIN 2022 685.465 28% Russische Föderation 16% Belgien 15% Polen 14% Schweden 7% Finnland 79% Kupfer REIN 2023 517.409 21% Polen 18% Belgien 13% Schweden 9% Chile 7% Finnland 69% Kupfer REIN 2024 468.832 17% Belgien 16% Polen 12% Chile 10% Finnland 9% Österreich 64% Kupfer REIN 2025 507.695 17% Belgien 17% Polen 8% Schweden 8% Österreich 8% Finnland 57% Lithium REIN 2015 6.769 77% Chile 15% USA 3% Belgien 2% China 1% Argentinien 99% Lithium REIN 2016 7.027 79% Chile 14% USA 4% Belgien 1% Argentinien 1% Großbritannien 99% Lithium REIN 2017 5.483 75% Chile 15% USA 4% Belgien 3% China 2% Argentinien 99% Lithium REIN 2018 5.980 74% Chile 16% USA 4% Belgien 3% Argentinien 1% Vertrauliche Länder (n.a.) 97% Lithium REIN 2019 5.994 80% Chile 7% USA 4% Argentinien 3% Belgien 2% China 95% Lithium REIN 2020 5.314 73% Chile 11% Belgien 9% USA 2% China 2% Argentinien 97% Lithium REIN 2021 6.575 68% Chile 12% USA 8% Belgien 4% Argentinien 3% Großbritannien 95% Lithium REIN 2022 7.646 77% Chile 10% USA 4% China 3% Argentinien 2% Großbritannien 95% Lithium REIN 2023 5.918 69% Chile 14% USA 8% China 2% Großbritannien 2% Frankreich 95% Lithium REIN 2024 5.396 68% Chile 20% USA 4% Großbritannien 3% Frankreich 3% Belgien 98% Lithium REIN 2025 4.054 76% Chile 12% USA 4% Argentinien 3% Großbritannien 2% Belgien 96% Magnesium REIN 2015 59.590 59% China 12% Österreich 9% Tschechische Republik 8% Niederlande 4% Großbritannien 91% Magnesium REIN 2016 63.654 60% China 10% Niederlande 8% Österreich 8% Tschechische Republik 4% Ungarn 90% Magnesium REIN 2017 68.364 58% China 13% Österreich 13% Niederlande 9% Tschechische Republik 1% Frankreich 94% Magnesium REIN 2018 70.356 59% China 14% Österreich 11% Niederlande 8% Tschechische Republik 2% Frankreich 95% Magnesium REIN 2019 63.518 64% China 13% Niederlande 10% Österreich 7% Tschechische Republik 2% Schweiz 95% Magnesium REIN 2020 50.907 63% China 17% Niederlande 12% Österreich 2% Tschechische Republik 1% Frankreich 95% Magnesium REIN 2021 55.843 67% China 14% Niederlande 9% Österreich 2% Slowakei 1% Israel 93% Magnesium REIN 2022 55.463 74% China 7% Österreich 7% Niederlande 3% Slowakei 2% Rumänien 93% Seite 8 von 22 Magnesium REIN 2023 39.800 73% China 11% Niederlande 9% Österreich 2% Slowakei 1% Polen 96% Magnesium REIN 2024 41.871 70% China 17% Niederlande 7% Österreich 1% Polen 1% Slowakei 96% Magnesium REIN 2025 42.199 75% China 11% Niederlande 8% Österreich 1% Polen 1% Tschechische Republik 96% Mangan REIN 2015 29.655 51% China 17% Schweden 10% Niederlande 6% Luxemburg 5% Belgien 89% Mangan REIN 2016 36.463 45% China 24% Niederlande 8% Gabun 7% Schweden 5% Luxemburg 89% Mangan REIN 2017 46.928 46% China 32% Niederlande 6% Gabun 4% Luxemburg 3% Belgien 92% Mangan REIN 2018 49.537 44% China 26% Niederlande 9% Gabun 6% Luxemburg 5% Belgien 90% Mangan REIN 2019 44.654 49% China 22% Niederlande 13% Gabun 5% Schweden 4% Spanien 92% Mangan REIN 2020 38.732 54% China 19% Niederlande 8% Schweden 6% Gabun 4% Belgien 91% Mangan REIN 2021 43.104 50% China 30% Niederlande 8% Schweden 3% Luxemburg 3% Spanien 93% Mangan REIN 2022 44.565 50% China 27% Niederlande 12% Schweden 4% Indonesien 2% Österreich 94% Mangan REIN 2023 50.869 44% China 27% Niederlande 9% Schweden 7% Österreich 4% Indonesien 91% Mangan REIN 2024 50.880 53% China 22% Niederlande 8% Österreich 5% Indonesien 3% Schweden 91% Mangan REIN 2025 42.843 57% China 23% Niederlande 6% Indonesien 6% Österreich 4% Schweden 96% Nickel HALB 2015 13.905 24% Österreich 24% USA 19% Frankreich 13% Großbritannien 7% Brasilien 88% Nickel HALB 2016 12.564 26% Österreich 25% USA 16% Frankreich 11% Großbritannien 9% Brasilien 87% Nickel HALB 2017 17.604 46% Österreich 16% USA 15% Frankreich 8% Großbritannien 5% Brasilien 90% Nickel HALB 2018 23.639 51% Österreich 17% Frankreich 15% USA 7% Großbritannien 2% Slowenien 92% Nickel HALB 2019 22.267 48% Österreich 20% Frankreich 15% USA 6% Großbritannien 4% Japan 93% Nickel HALB 2020 18.436 48% Österreich 23% Frankreich 10% USA 7% Großbritannien 3% Japan 91% Nickel HALB 2021 19.684 47% Österreich 23% Frankreich 9% Italien 8% USA 7% Schweden 94% Nickel HALB 2022 22.121 42% Österreich 19% USA 17% Frankreich 9% Italien 5% Schweden 93% Nickel HALB 2023 25.370 32% Österreich 22% Frankreich 14% Spanien 10% USA 9% Italien 88% Nickel HALB 2024 23.722 37% Österreich 20% Frankreich 17% Spanien 11% USA 7% Italien 92% Nickel HALB 2025 19.884 39% Österreich 21% Frankreich 15% Spanien 10% USA 4% Italien 90% Nickel REIN 2015 67.523 36% Russische Föderation 14% Großbritannien 12% Niederlande 11% Norwegen 7% Kanada 80% Nickel REIN 2016 70.245 36% Russische Föderation 16% Großbritannien 9% Niederlande 8% Norwegen 6% Kanada 75% Nickel REIN 2017 77.340 42% Russische Föderation 12% Großbritannien 10% Norwegen 7% Kanada 6% Niederlande 77% Nickel REIN 2018 75.131 45% Russische Föderation 10% Norwegen 9% Großbritannien 8% Finnland 5% Kanada 77% Nickel REIN 2019 68.864 48% Russische Föderation 12% Norwegen 10% Großbritannien 6% Kanada 4% Finnland 81% Nickel REIN 2020 58.806 40% Russische Föderation 11% Großbritannien 11% Norwegen 7% Kanada 6% USA 75% Nickel REIN 2021 63.569 41% Russische Föderation 11% Norwegen 11% Großbritannien 7% Kanada 6% Niederlande 76% Nickel REIN 2022 65.816 41% Russische Föderation 12% Großbritannien 11% Norwegen 8% Niederlande 6% Australien 78% Nickel REIN 2023 56.964 26% Norwegen 21% Russische Föderation 10% Großbritannien 9% Australien 6% Niederlande 72% Nickel REIN 2024 55.880 27% Norwegen 16% Russische Föderation 11% Großbritannien 9% Australien 7% Frankreich 70% Nickel REIN 2025 44.319 30% Norwegen 12% Großbritannien 12% Russische Föderation 7% Finnland 6% Kanada 67% Niob REIN 2022 276 82% Brasilien 8% Niederlande 4% Russische Föderation 3% China 2% USA 99% Niob REIN 2023 111 26% Armenien 24% China 23% Niederlande 14% Belgien 13% USA 99% Niob REIN 2024 156 38% Brasilien 33% China 18% USA 6% Kanada 4% Belgien 100% Niob REIN 2025 65 46% USA 29% China 8% Niederlande 6% Belgien 4% Brasilien 93% Niob WARE 2022 256 92% USA 6% China 1% Belgien 0% Japan 0% Brasilien 99% Niob WARE 2023 545 61% Brasilien 34% USA 4% China 1% Belgien 0% Japan 99% Niob WARE 2024 554 51% Brasilien 44% USA 3% China 1% Estland 0% Liechtenstein 99% Niob WARE 2025 502 60% Brasilien 36% USA 4% China 0% Japan 0% Kroatien 100% PGE HALB 2015 8 21% Schweiz 20% USA 15% Österreich 7% Russische Föderation 5% Mexiko 69% PGE HALB 2016 7 26% Schweiz 20% USA 18% Österreich 12% Großbritannien 6% Mexiko 83% PGE HALB 2017 7 23% USA 20% Schweiz 19% Österreich 16% Großbritannien 6% Mexiko 85% PGE HALB 2018 7 36% USA 18% Großbritannien 15% Österreich 12% Schweiz 4% Mexiko 84% PGE HALB 2019 6 38% USA 16% Großbritannien 13% Österreich 10% Schweiz 7% Mexiko 84% PGE HALB 2020 5 32% Schweiz 30% USA 13% Großbritannien 8% Mexiko 4% Tschechische Republik 87% PGE HALB 2021 7 34% Schweiz 25% USA 14% Großbritannien 9% Mexiko 5% Tschechische Republik 87% PGE HALB 2022 6 25% Schweiz 22% USA 17% Großbritannien 9% Mexiko 7% Japan 80% PGE HALB 2023 5 18% USA 17% Schweiz 12% Großbritannien 11% Japan 10% Mexiko 68% PGE HALB 2024 7 20% USA 20% Schweiz 11% Mexiko 9% Großbritannien 8% Südafrika 67% PGE HALB 2025 7 23% Österreich 22% Schweiz 13% Polen 11% USA 9% Großbritannien 78% PGE REIN 2015 98 28% Südafrika 26% Großbritannien 13% Belgien 11% Russische Föderation 7% USA 86% PGE REIN 2016 106 28% Südafrika 25% Großbritannien 12% Russische Föderation 9% Belgien 9% USA 82% PGE REIN 2017 139 25% Südafrika 25% USA 24% Großbritannien 7% Belgien 7% Russische Föderation 88% PGE REIN 2018 148 32% USA 23% Südafrika 13% Russische Föderation 10% Belgien 9% Großbritannien 86% PGE REIN 2019 110 34% Vertrauliche Länder (n.a.) 15% Südafrika 14% Russische Föderation 12% Großbritannien 9% USA 85% PGE REIN 2020 93 26% Vertrauliche Länder (n.a.) 17% Italien 16% Großbritannien 13% Südafrika 11% Russische Föderation 83% Seite 10 von 22 PGE REIN 2021 127 35% Vertrauliche Länder (n.a.) 17% Italien 17% Südafrika 12% Russische Föderation 8% Großbritannien 88% PGE REIN 2022 112 27% Südafrika 19% Italien 19% Vertrauliche Länder (n.a.) 9% Russische Föderation 7% Großbritannien 81% PGE REIN 2023 104 28% Südafrika 20% Vertrauliche Länder (n.a.) 16% Italien 10% USA 6% Frankreich 80% PGE REIN 2024 119 33% Südafrika 16% Vertrauliche Länder (n.a.) 14% Türkei 9% USA 7% Italien 78% PGE REIN 2025 100 33% Südafrika 20% Vertrauliche Länder (n.a.) 18% Italien 9% USA 4% Großbritannien 83% Phosphor REIN 2015 32.069 64% Kasachstan 25% Polen 5% Vietnam 4% Italien 1% China 100% Phosphor REIN 2016 29.061 53% Kasachstan 28% Polen 11% Vietnam 4% Italien 2% China 99% Phosphor REIN 2017 31.824 54% Kasachstan 29% Polen 12% Vietnam 4% Italien 2% China 100% Phosphor REIN 2018 35.718 57% Kasachstan 26% Polen 7% Vietnam 4% Niederlande 3% Italien 97% Phosphor REIN 2019 37.644 58% Kasachstan 26% Polen 7% Vietnam 6% Niederlande 2% Italien 98% Phosphor REIN 2020 34.687 63% Kasachstan 24% Polen 5% Niederlande 3% Vietnam 2% Italien 98% Phosphor REIN 2021 37.217 65% Kasachstan 19% Polen 8% Vietnam 4% Niederlande 2% Italien 99% Phosphor REIN 2022 33.719 52% Kasachstan 35% Vertrauliche Länder (n.a.) 9% Vietnam 3% Italien 1% China 100% Phosphor REIN 2023 20.282 60% Kasachstan 21% Vertrauliche Länder (n.a.) 11% Vietnam 4% Italien 2% Frankreich 98% Phosphor REIN 2024 24.700 59% Kasachstan 33% Vietnam 5% Vertrauliche Länder (n.a.) 2% Italien 1% China 100% Phosphor REIN 2025 20.412 68% Vertrauliche Länder (n.a.) 29% Vietnam 3% Italien 1% China 0% Japan 100% Scandium REIN 2016 0 25% China 25% USA 25% Österreich 25% Frankreich 100% Scandium REIN 2017 0 20% Korea, Rep. 20% China 20% USA 20% Österreich 20% Frankreich 100% Scandium REIN 2018 0 25% China 25% USA 25% Großbritannien 25% Frankreich 100% Scandium REIN 2019 0 14% Korea, Rep. 14% China 14% USA 14% Russische Föderation 14% Ukraine 71% Scandium REIN 2020 0 100% China 0% Korea, Rep. 0% USA 0% Russische Föderation 0% Österreich 100% Scandium REIN 2021 0 100% China 0% USA 0% Russische Föderation 0% Österreich 0% Großbritannien 100% Scandium REIN 2022 0 100% China 0% USA 100% Scandium REIN 2023 0 100% China 0% Kanada 0% USA 0% Großbritannien 100% Scandium REIN 2024 0 100% China 0% Hongkong 0% Taiwan 0% Japan 0% USA 100% Scandium REIN 2025 0 100% China 0% USA 0% Österreich 0% Großbritannien 100% Gemischte S.E. (Metall) 2015 248 97% China 2% Frankreich 1% Österreich 0% Luxemburg 0% USA 100% Gemischte S.E. (Metall) 2016 331 98% China 1% Österreich 1% Frankreich 0% USA 0% Hongkong 100% Gemischte S.E. (Metall) 2017 286 86% China 5% Italien 3% Österreich 3% Luxemburg 2% Belgien 98% Gemischte S.E. (Metall) 2018 319 59% China 36% Österreich 3% Frankreich 2% Schweiz 1% Hongkong 100% Gemischte S.E. (Metall) 2019 246 86% China 7% Österreich 3% Frankreich 3% Italien 1% Saudi-Arabien 100% Gemischte S.E. (Metall) 2020 189 93% China 4% Österreich 1% Großbritannien 1% Frankreich 0% USA 100% Gemischte S.E. (Metall) 2021 259 93% China 4% Österreich 2% Frankreich 0% Großbritannien 0% Belgien 100% Gemischte S.E. (Metall) 2022 242 99% China 1% Thailand 0% USA 0% Österreich 0% Großbritannien 100% Gemischte S.E. (Metall) 2023 334 96% China 3% Österreich 0% Südafrika 0% Frankreich 0% USA 100% Gemischte S.E. (Metall) 2024 177 85% China 13% Österreich 1% Südafrika 1% Frankreich 0% USA 100% Gemischte S.E. (Metall) 2025 162 67% China 26% Österreich 4% Kanada 2% Großbritannien 0% Vietnam 100% Gemischte S.E. (Oxid) 2016 198 68% China 21% Frankreich 4% Japan 3% Korea, Rep. 2% Großbritannien 97% Gemischte S.E. (Oxid) 2017 39 82% China 12% Frankreich 2% Österreich 2% Japan 1% USA 99% Gemischte S.E. (Oxid) 2018 34 37% Frankreich 30% China 25% Österreich 3% Indien 2% Japan 98% Gemischte S.E. (Oxid) 2019 210 95% Frankreich 2% Japan 2% China 1% Österreich 0% Indien 100% Gemischte S.E. (Oxid) 2020 61 59% Frankreich 28% Großbritannien 8% China 4% Österreich 0% USA 99% Gemischte S.E. (Oxid) 2021 104 72% Frankreich 16% Großbritannien 6% China 2% Japan 1% Namibia 98% Gemischte S.E. (Oxid) 2022 167 84% Frankreich 6% Großbritannien 4% Österreich 4% China 1% Korea, Rep. 98% Gemischte S.E. (Oxid) 2023 825 55% China 21% Österreich 18% Frankreich 4% Estland 1% Großbritannien 99% Gemischte S.E. (Oxid) 2024 395 58% Österreich 34% Frankreich 4% Estland 3% Großbritannien 1% China 100% Gemischte S.E. (Oxid) 2025 210 51% Frankreich 35% Österreich 4% China 4% Estland 3% Großbritannien 96% Leichte S.E. (Metall) 2016 0 25% China 25% USA 25% Österreich 25% Frankreich 100% Leichte S.E. (Metall) 2017 0 20% Korea, Rep. 20% China 20% USA 20% Österreich 20% Frankreich 100% Leichte S.E. (Metall) 2018 0 25% China 25% USA 25% Großbritannien 25% Frankreich 100% Leichte S.E. (Metall) 2019 0 14% Korea, Rep. 14% China 14% USA 14% Russische Föderation 14% Ukraine 71% Leichte S.E. (Metall) 2020 0 100% China 0% Korea, Rep. 0% USA 0% Russische Föderation 0% Österreich 100% Leichte S.E. (Metall) 2021 0 100% China 0% USA 0% Russische Föderation 0% Österreich 0% Großbritannien 100% Leichte S.E. (Metall) 2022 0 100% China 0% USA 100% Leichte S.E. (Metall) 2023 4 100% China 0% USA 0% Großbritannien 0% Thailand 0% Kanada 100% Leichte S.E. (Metall) 2024 9 98% China 2% Österreich 0% USA 0% Großbritannien 0% Frankreich 100% Leichte S.E. (Metall) 2025 15 100% China 0% USA 0% Österreich 0% Großbritannien 0% Frankreich 100% Leichte S.E. (Oxid) 2015 2.783 34% Estland 32% China 14% Frankreich 10% Japan 4% Korea, Rep. 94% Leichte S.E. (Oxid) 2016 3.459 51% China 17% Estland 12% Frankreich 9% Österreich 5% Korea, Rep. 94% Leichte S.E. (Oxid) 2017 2.377 41% China 31% Estland 11% Frankreich 9% Österreich 4% Japan 96% Seite 12 von 22 Leichte S.E. (Oxid) 2018 1.164 32% China 27% Estland 14% Frankreich 11% Österreich 8% Japan 92% Leichte S.E. (Oxid) 2019 854 46% Estland 24% China 11% Japan 9% Österreich 4% USA 95% Leichte S.E. (Oxid) 2020 675 62% Estland 18% China 11% Österreich 5% USA 3% Frankreich 97% Leichte S.E. (Oxid) 2021 670 49% Estland 19% Österreich 15% China 8% USA 4% Frankreich 96% Leichte S.E. (Oxid) 2022 711 40% Estland 22% Frankreich 13% China 11% USA 8% Österreich 94% Leichte S.E. (Oxid) 2023 4.509 71% China 21% Österreich 3% Estland 2% USA 1% Frankreich 99% Leichte S.E. (Oxid) 2024 4.309 72% China 21% Österreich 5% Estland 0% USA 0% Japan 99% Leichte S.E. (Oxid) 2025 4.066 63% China 13% Österreich 12% Estland 9% Italien 1% Japan 98% Schwere S.E. (Metall) 2023 5 78% Italien 20% China 2% USA 0% Großbritannien 0% Tschechische Republik 100% Schwere S.E. (Metall) 2024 6 98% China 2% USA 0% Großbritannien 0% Polen 0% Österreich 100% Schwere S.E. (Metall) 2025 3 94% China 6% Niederlande 0% USA 0% Nicht ermittelte Länder 0% Österreich 100% Schwere S.E. (Oxid) 2023 268 50% China 12% Estland 11% Österreich 9% Korea, Rep. 8% Italien 91% Schwere S.E. (Oxid) 2024 308 48% China 18% Estland 12% Österreich 8% Korea, Rep. 7% Italien 92% Schwere S.E. (Oxid) 2025 738 57% Österreich 27% China 5% Estland 4% Frankreich 3% Niederlande 96% Silizium REIN 2015 244.479 28% China 28% Norwegen 19% Frankreich 6% Niederlande 6% Australien 86% Silizium REIN 2016 295.152 31% Norwegen 24% Frankreich 14% China 10% Brasilien 5% Großbritannien 85% Silizium REIN 2017 276.102 28% Norwegen 26% Frankreich 16% China 9% Brasilien 4% Australien 84% Silizium REIN 2018 295.934 25% Frankreich 24% Norwegen 17% Brasilien 15% China 5% Australien 87% Silizium REIN 2019 261.308 34% Norwegen 23% Frankreich 14% China 10% Brasilien 3% Niederlande 85% Silizium REIN 2020 245.658 43% Norwegen 23% Frankreich 10% Brasilien 7% China 5% Australien 88% Silizium REIN 2021 270.446 47% Norwegen 22% Frankreich 10% Brasilien 4% China 4% Niederlande 87% Silizium REIN 2022 264.871 48% Norwegen 19% Frankreich 13% Brasilien 4% Niederlande 4% China 88% Silizium REIN 2023 236.009 55% Norwegen 16% Frankreich 14% Brasilien 5% Kanada 4% Niederlande 93% Silizium REIN 2024 234.880 44% Norwegen 18% Frankreich 16% Brasilien 4% Australien 3% Niederlande 86% Silizium REIN 2025 185.544 48% Norwegen 12% Brasilien 11% Frankreich 7% Spanien 6% Niederlande 84% Tantal HALB 2022 12 73% China 16% USA 6% Spanien 3% Österreich 2% Schweiz 100% Tantal HALB 2023 8 79% China 17% USA 3% Niederlande 1% Hongkong 0% Schweiz 100% Tantal HALB 2024 8 86% China 9% USA 5% Frankreich 0% Hongkong 0% Schweiz 100% Tantal HALB 2025 5 91% China 9% USA 0% Nicht ermittelte Länder 0% Hongkong 0% Schweiz 100% Tantal REIN 2015 20 57% Thailand 13% USA 10% China 6% Korea, Rep. 5% Niederlande 89% Tantal REIN 2016 32 42% Thailand 25% China 19% USA 7% Estland 3% Japan 96% Tantal REIN 2017 47 37% USA 36% Thailand 6% Kasachstan 6% China 5% Korea, Rep. 91% Tantal REIN 2018 44 56% Thailand 14% USA 8% Kasachstan 7% Korea, Rep. 5% Estland 91% Tantal REIN 2019 55 40% Thailand 23% USA 16% Japan 6% China 5% Estland 92% Tantal REIN 2020 45 29% Thailand 28% USA 12% Estland 12% Russische Föderation 6% Kasachstan 87% Tantal REIN 2021 81 59% USA 16% Kasachstan 13% Thailand 5% Estland 3% Japan 95% Tantal REIN 2022 148 74% USA 13% Thailand 5% China 2% Taiwan 2% Estland 96% Tantal REIN 2023 30 41% Thailand 26% USA 10% Estland 7% Taiwan 6% Kasachstan 90% Tantal REIN 2024 18 39% Estland 37% USA 11% Großbritannien 6% China 6% Thailand 98% Tantal REIN 2025 29 68% Estland 14% China 7% Thailand 3% Kasachstan 3% Korea, Rep. 96% Tantal WARE 2022 46 45% China 29% USA 19% Schweiz 3% Österreich 2% Spanien 97% Tantal WARE 2023 34 50% China 24% USA 21% Schweiz 1% Niederlande 1% Frankreich 98% Tantal WARE 2024 25 59% China 18% Schweiz 13% USA 6% Niederlande 3% Frankreich 98% Tantal WARE 2025 19 70% China 16% USA 4% Schweiz 4% Frankreich 3% Niederlande 96% Tantal WARE 2022 34 35% China 34% USA 25% Schweiz 3% Österreich 2% Niederlande 98% Tantal WARE 2023 26 41% China 27% Schweiz 27% USA 2% Frankreich 1% Österreich 98% Tantal WARE 2024 17 47% China 26% Schweiz 15% USA 8% Niederlande 2% Frankreich 98% Tantal WARE 2025 14 62% China 18% USA 5% Frankreich 5% Schweiz 4% Niederlande 95% Thallium REIN 2015 0 50% China 50% USA 100% Thallium REIN 2016 0 50% USA 50% Frankreich 100% Thallium REIN 2017 1 80% Frankreich 20% USA 100% Thallium REIN 2018 3 96% Frankreich 4% USA 100% Thallium REIN 2019 0 67% Frankreich 33% USA 100% Thallium REIN 2020 0 100% USA 100% Thallium REIN 2021 0 100% USA 100% Thallium REIN 2022 0 100% USA 100% Thallium REIN 2023 0 100% USA 100% Thallium REIN 2024 0 100% USA 100% Thallium REIN 2025 0 100% USA 100% Titan HALB 2015 7.545 34% Russische Föderation 26% USA 11% Japan 11% China 7% Großbritannien 88% Titan HALB 2016 8.134 32% Russische Föderation 29% USA 13% Japan 8% Großbritannien 7% China 89% Seite 14 von 22 Titan HALB 2017 9.481 29% USA 29% Russische Föderation 10% Japan 10% China 8% Großbritannien 86% Titan HALB 2018 10.101 33% Russische Föderation 25% USA 12% Japan 10% China 7% Großbritannien 87% Titan HALB 2019 10.467 33% Russische Föderation 25% USA 12% Japan 10% China 7% Großbritannien 87% Titan HALB 2020 7.273 38% Russische Föderation 20% USA 15% Japan 11% China 4% Italien 88% Titan HALB 2021 6.498 36% Russische Föderation 19% USA 19% China 13% Japan 5% Italien 91% Titan HALB 2022 9.677 43% Russische Föderation 19% China 15% USA 9% Japan 4% Italien 91% Titan HALB 2023 9.648 28% Russische Föderation 17% USA 17% China 15% Japan 7% Frankreich 84% Titan HALB 2024 9.228 27% USA 20% Russische Föderation 20% China 11% Japan 9% Frankreich 87% Titan HALB 2025 8.182 28% USA 22% China 19% Russische Föderation 10% Japan 9% Frankreich 88% Titan REIN 2015 4.046 23% Ukraine 20% Japan 14% China 14% Belgien 14% Russische Föderation 84% Titan REIN 2016 3.765 27% Russische Föderation 15% Ukraine 14% Japan 13% Belgien 9% Niederlande 79% Titan REIN 2017 3.400 24% Russische Föderation 19% Ukraine 13% China 11% Niederlande 10% Japan 78% Titan REIN 2018 4.598 21% Russische Föderation 19% Ukraine 19% China 12% Niederlande 10% Belgien 81% Titan REIN 2019 4.225 26% Russische Föderation 16% Ukraine 13% China 11% Japan 9% Niederlande 76% Titan REIN 2020 2.979 23% Russische Föderation 23% Ukraine 15% China 12% Japan 8% Belgien 80% Titan REIN 2021 4.111 29% Ukraine 26% Russische Föderation 13% Belgien 11% Japan 7% China 86% Titan REIN 2022 2.990 23% Japan 22% Russische Föderation 19% China 14% Niederlande 9% Ukraine 86% Titan REIN 2023 3.213 30% Japan 22% China 13% Niederlande 11% Russische Föderation 6% Belgien 81% Titan REIN 2024 2.664 27% Japan 22% China 11% Kasachstan 9% Belgien 7% Russische Föderation 76% Titan REIN 2025 3.166 30% Japan 25% China 14% Kasachstan 7% Belgien 6% Russische Föderation 83% Vanadium REIN 2015 29 35% Niederlande 26% Südafrika 15% China 15% Singapur 5% Russische Föderation 97% Vanadium REIN 2016 20 25% Niederlande 25% Taiwan 25% Südafrika 20% Großbritannien 2% Russische Föderation 98% Vanadium REIN 2017 32 73% Russische Föderation 8% Niederlande 6% Großbritannien 6% Litauen 5% Südafrika 98% Vanadium REIN 2018 4 48% Russische Föderation 34% Niederlande 11% Großbritannien 5% USA 2% China 100% Vanadium REIN 2019 4 48% Russische Föderation 45% Südafrika 2% China 2% USA 2% Frankreich 100% Vanadium REIN 2020 8 32% USA 15% Russische Föderation 15% Frankreich 12% Schweiz 12% Österreich 87% Vanadium REIN 2021 5 65% USA 28% Russische Föderation 6% Frankreich 2% China 0% Japan 100% Vanadium REIN 2022 12 67% USA 32% Russische Föderation 1% China 0% Australien 0% Japan 100% Vanadium REIN 2023 4 89% Russische Föderation 5% China 3% USA 3% Slowenien 0% Japan 100% Vanadium REIN 2024 5 62% Russische Föderation 27% USA 7% Belgien 4% China 0% Japan 100% Vanadium REIN 2025 11 64% Niederlande 33% USA 3% China 0% Nicht ermittelte Länder 0% Hongkong 100% Wismut REIN 2022 1.362 85% China 9% Belgien 1% USA 1% Niederlande 1% Frankreich 98% Wismut REIN 2023 904 95% China 1% Belgien 1% Luxemburg 1% Frankreich 1% USA 99% Wismut REIN 2024 1.105 87% China 7% USA 2% Frankreich 2% Belgien 2% Luxemburg 98% Wismut REIN 2025 602 57% China 15% Korea, Rep. 15% USA 4% Belgien 3% Luxemburg 94% Wismut REIN 2022 1.211 88% China 11% Belgien 1% Niederlande 0% Russische Föderation 0% Frankreich 100% Wismut REIN 2023 806 98% China 2% Belgien 0% Frankreich 0% Luxemburg 0% Großbritannien 100% Wismut REIN 2024 974 93% China 2% USA 2% Belgien 1% Frankreich 1% Luxemburg 98% Wismut REIN 2025 485 69% China 19% Korea, Rep. 5% Belgien 3% Japan 2% Frankreich 97% Wismut WARE 2022 152 66% China 11% USA 7% Polen 6% Frankreich 6% Großbritannien 97% Wismut WARE 2023 99 72% China 9% Luxemburg 6% USA 5% Frankreich 4% Großbritannien 96% Wismut WARE 2024 132 43% USA 40% China 8% Luxemburg 6%

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