Frage von Jan Köstering (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Teil von Protokoll der 13. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Jan Köstering (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Wie viel Personal ist nach Kenntnis der Bundesregierung hauptamtlich mit dem Zivilschutz befasst, und wie viele Führungskräfte und Ausbilder haben die gemäß des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetzes vorgesehene Unterweisung durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in den vergangenen vier Jahren erhalten?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig:
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind derzeit insgesamt rund 2 800 hauptamtliche Beschäftigte auf Bundesebene mit Aufgaben des Zivilschutzes betraut.
Hierzu zählen circa 600 hauptamtlich Beschäftigte des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), in dem zentrale Aufgaben des Zivilschutzes ressortübergreifend koordiniert und wahrgenommen werden, und die rund 2 200 hauptamtlichen Mitarbeitenden der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Darüber hinaus verfügt das THW über 88 000 ehrenamtliche – operative – Einsatzkräfte. Ferner sind beim THW 600 Personen im Bundesfreiwilligendienst tätig.
Im Bundesministerium des Innern befasst sich schwerpunktmäßig die Abteilung KM – Krisenmanagement – mit Fragen des Zivilschutzes.
In den vergangenen vier Jahren wurden etwa 50 000 Personen von Bund, Länder und Kommunen durch entsprechende Lehrgänge und Veranstaltungen an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) des BBK in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Zivilschutz aus- und fortgebildet.
Seit April 2025 findet im THW für alle Angehörigen eine einheitliche und verpflichtende vierstündige Zivilschutzausbildung statt, in der die Grundlagen zum Thema Zivilschutz, die Aufgaben des THW im Bereich Zivilschutz sowie das Verhalten als Angehöriger des THW in einem Zivilschutzfall ausgebildet werden.
Derzeit haben nahezu alle hauptamtlich Beschäftigten und etwa 20 000 ehrenamtliche Einsatzkräfte an der Zivilschutzausbildung teilgenommen.
Die Bundesregierung misst der kontinuierlichen Qualifizierung von Fach- und Führungskräften im Bevölkerungsschutz eine hohe Bedeutung bei und wird diese Maßnahmen auch künftig weiter unterstützen und ausbauen.
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