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Schriftliche Frage 25 von Leon Eckert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele Helferinnen und Helfer sind derzeit im Technischen Hilfswerk, in den Freiwilligen Feuerwehren sowie in den im Bevölkerungsschutz m…

dip / schriftliche_frage 23.01.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 19. Januar 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern.

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Schriftliche Frage 25 von Leon Eckert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele Helferinnen und Helfer sind derzeit im Technischen Hilfswerk, in den Freiwilligen Feuerwehren sowie in den im Bevölkerungsschutz m… Frage 25 (Leon Eckert, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele Helferinnen und Helfer sind derzeit im Technischen Hilfswerk, in den Freiwilligen Feuerwehren sowie in den im Bevölkerungsschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen bundesweit tätig (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln), und welche personelle Zielgröße verfolgt das Bundesministerium des Innern vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage für die genannten Organisationen? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christoph de Vries vom 20. Januar 2026: Im Technischen Hilfswerk (THW), als bundeseigene Einsatzorganisation, sind derzeit bundesweit ca. 71.000 Helferinnen und Helfer zuzüglich 17.000 Junghelferinnen und Junghelfer aktiv. Die Verteilung auf die Länder kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Länder Helfer Baden-Württemberg  8.605 Bayern 13.357 Berlin  1.129 Brandenburg  1.330 Sachsen-Anhalt  1.167 Bremen  1.192 Niedersachsen  8.598 Hamburg  1.051 Mecklenburg-Vorpommern  1.135 Hessen  5.166 Rheinland-Pfalz  4.108 Saarland  2.209 Nordrhein-Westfalen 16.163 Sachsen  1.969 Thüringen    717 Schleswig-Holstein  2.899 Summe 70.795 Die Länder sind für den Katastrophenschutz zuständig. Eine zentrale Erfassung der Helferinnen und Helfer der verschiedenen staatlichen und privaten Organisationen nach Ländern findet aktuell nicht statt. Der Bund stützt sich im Rahmen seiner Zuständigkeit für den Zivilschutz u. a. auf repräsentative Umfragen, die robuste Daten für das Gesamtsystem liefern und Trends aufzeigen. Als Quelle für die Mitgliedszahlen der einzelnen Hilfsorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehren dienen deren Jahrbücher und Berichte, welche sie auf ihren Webseiten veröffentlichten und die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf der Plattform „Mit dir für uns alle“ (https://mit-dir-fuer-uns-alle.de/organisat ionen/) regelmäßig zusammenführt und veröffentlicht. Auswertungen repräsentativer Bevölkerungsstudien zeigen, dass die Engagementquote, also der Anteil der deutschen Wohnbevölkerung, der sich im Bevölkerungsschutz engagiert, seit 1999 konstant bei 3 Prozent liegt. Aktuelle Zahlen des Freiwilligen-Surveys weisen auf einen leichten Anstieg hin. Insgesamt sind ca. 1,76 Millionen Menschen bei den verschiedenen Organisationen ehrenamtlich im Zivil- und Katastrophenschutz tätig. Vor dem Hintergrund steigender Einsatzzahlen, u. a. aufgrund der geänderten Sicherheitslage, des Klimawandels und der Pandemien, verfolgt die Bundesregierung die Stärkung des ehrenamtlichen Bevölkerungsschutzes zur Bewältigung der Herausforderungen. Mit Doppel- oder Dreifachbesetzung von Funktionen in den jeweiligen Einheiten sollen Redundanzen geschaffen sowie die Ablöse- und Durchhaltefähigkeit gestärkt werden. Es ist eine Doppelbesetzung aller bundeseigenen Fahrzeugtypen vorgesehen. Der Bund finanziert z. B. die Ausbildung für eine Doppelbesetzung der den Sanitätsfahrzeugen der Medizinischen Task Force (MTF) und der Unterstützungskomponente zugeordneten Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter. Das THW strebt eine Doppelbesetzung aller Funktionen in den jeweiligen Einheiten an. Die im THW geplante Zielgröße beträgt 74 000 Einsatzkräfte. Die Freiwillige Feuerwehr arbeitet zumeist mit einer Dreifachbesetzung. Die Festlegung des Besetzungssolls für die Feuerwehren liegt in der Zuständigkeit der Länder. Weiterhin fördert die Bundesregierung die Ein- und Anbindung sowie Ausbildung von ungebundenen Helfern und Spontanhelfern mit Projekten wie „Mobile Helfer“ und „Mobile Retter“. Diese Projekte zielen darauf ab, informelles Engagement als neue Engagementform für den Bevölkerungsschutz fruchtbar zu machen und im Ereignisfall fachlich hoch spezialisiertes Einsatzpersonal zu entlasten. Zudem fördert die Bundesregierung die Resilienz der Bevölkerung u. a. durch den neuen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ und das Förderprogramm „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“. Diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Resilienz und Durchhaltefähigkeit der Bevölkerung im Ereignisfall zu erhöhen und auf diese Weise das Einsatzpersonal zu entlasten.

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