Schriftliche Frage 72 von Cem Ince (DIE LINKE): Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftliche Bedeutung von Arbeitskräften aus den Westbalkanstaaten z. B. für das deutsche Baugewerb…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Text
Schriftliche Frage 72 von Cem Ince (DIE LINKE): Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftliche Bedeutung von Arbeitskräften aus den Westbalkanstaaten z. B. für das deutsche Baugewerb…
Frage 72 (Cem Ince, Die Linke):
Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftliche Bedeutung von Arbeitskräften aus den Westbalkanstaaten z. B. für das deutsche Baugewerbe, die häusliche Pflegehilfe und die Landwirtschaft (insbesondere im Bereich der Erntehilfe), und welche Auswirkungen einer Halbierung der im Rahmen der Westbalkanregelung zugelassenen Arbeitskräfte erwartet sie beispielsweise auf die Wertschöpfung, die Betriebsabläufe und die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen (die Frage bezieht sich auf Nummer 23 des Programms für Aufschwung und Beschäftigung)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast vom 31. Juli 2026:
Der Arbeitsmarktzugang nach § 26 Absatz 2 der Beschäftigungsverordnung (sogenannte Westbalkanregelung) wird seit seinem Inkrafttreten intensiv genutzt. Das jährliche Kontingent wurde bisher regelmäßig ausgeschöpft, zuletzt war die Zahl der Anfragen auf erstmalige Vorabzustimmung bei der Bundesagentur für Arbeit allerdings rückläufig. Im Baugewerbe wird die Westbalkanregelung am häufigsten genutzt, in der häuslichen Pflegehilfe und Landwirtschaft deutlich weniger. Erkenntnisse darüber, wie sich eine Kontingentreduzierung bei der sogenannten Westbalkanregelung auf die Wertschöpfung, die Betriebsabläufe und die Arbeitsbedingungen in den genannten Branchen auswirkt, liegen der Bundesregierung nicht vor.
Relationen
- asked ← Cem Ince (Schriftliche Frage)
- part_of → Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung